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Papstwahl. Kommt jetzt der große Rom-Boom?

Ein neuer Rom-Boom zur Papstwahl
Zur Papstwahl erwartet Rom einen Touristenansturm (Foto: istockphoto.com/© William Fawcett fotoVoyager.com)

Der überraschende Rücktritt von Papst Benedikt XVI wird nach Überzeugung des führenden Städtereisen-Veranstalters Dertour eine neue Rom-Reisewelle auslösen.

„Eine Amtsübergabe von Papst zu Papst ist für die Katholiken ein einmaliges Ereignis, und das vor Ostern! Wir haben sofort unser Reiseangebot aufgestockt“, sagt Frank Götze, Dertour-Bereichsleiter für Kurzreisen.

„Papst Benedikt XVI hat in seiner Amtszeit viele Menschen in die Heilige Stadt gezogen. Sein Ausscheiden aus dem Amt und die Wahl seines Nachfolgers werden die Straßen des Vatikan füllen“, so Frank Götze.

Rom. Infografik. Papstwahl
Rom: Habemus Papam. Die Infogafik aus dem neuen Baedeker-Reisefbuch zeigt, wie ein neuer Papst gewählt wird

Mit dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI am 28. Februar wird das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes einberufen. Sein Ablauf beruht auf jahrhundertealten Gesetzen und Traditionen. Zehntausende Gläubige versammeln sich dann täglich auf dem Petersplatz, um zu sehen, ob weißer oder schwarzer Rauch aufsteigt. Das kann oft auch Wochen dauern.

Wenn endlich weißer Rauch aufsteigt, verkündet anschließend der Kardinalprotodiakon von der Benediktionsloggia das „Habemus Papam“, „Wir haben einen Papst.“

Wer diesen historischen Moment im Vatikan vor Ort erleben möchte, soll zwei Tipps befolgen: Die Terminplanung für das Konklave verfolgen und bald seine Reise buchen. Frank Götze: „Ich bin mir sicher, Rom wird so gut wie ausgebucht sein.“ Mehr über City-Trips nach Rom mit Dertour-Programmen gibt es im Internet.

Rom Baedeker-Reiseführer
Baedeker Reisefführer Rom. Informativ, reich bebildert, mit vielen Informationen und Illustrationen

Wer mehr über Rom, die  „Aeterna“, und den Vatikan, die „Heilige Stadt“ erfahren will, sollte sich mit dem aktuellen Baedeker Reisebuch Rom auf die Reise begeben.

Über 200 Empfehlungen und Tipps, anschauliche Infografiken erklären Hintergründe und Zusammenhänge, großartige 3D-Darstellungen eröffnen dem Rom-Besucher neue Perspektiven und 28 detaillierte Karten und Pläne zeigen den Weg.Vor allem der große professionelle Cityplan im Maßstab 1:15.000 hilft bei der Orientierung im römischen Alltagschaos.

Der neue Baedeker-Reiseführer ist reich bebildert, hat mehr als 360 Seiten und kostet € 22,99 in Deutschland bzw. € 23,70 in Österreich. Er kann auch als E-Book online gekauft werden.

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Geschäftsreisen: Die Angst reist mit

Geschäftsreisen
Wer beruflich und privat unterwegs ist, muss immer mit einem Gefahrenrisiko rechnen (Foto: istock)

Eine neue Studie zeigt, dass jeder Dritte auf Geschäftsreisen mit Problemen und Risiken konfroniert wird

Dreißig Prozent der Berufstätigen in Österreich begeben sich hin und wieder auf Geschäftsreise, und fast jeder Dritte erlebte dabei bereits ein Sicherheitsproblem. Für Österreichs Dienstgeber kann die Deckung von Haftungsrisiken im Schadenfall mehrere hunderttausend Euro betragen.

Den wenigsten Business-Touristen ist dies freilich bewusst, wie eine aktuelle Allianz Studie jetzt ermittelte. Sie fühlen sich mehrheitlich über ihre Kreditkarte ausreichend geschützt – ein Irrglaube, wie die Experten des Reiseversicherungs-Spezialisten Allianz Global Assistance betonen.

„Das Risiko Geschäftsreise wird von Herrn und Frau Österreicher unterschätzt“, kommentiert Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der aktuellen Allianz Umfrage.

„Der Dienstgeber haftet bei Geschäftsreisen gegenüber seinen Arbeitnehmern – ein Notfall kann schnell mehrere hunderttausend Euro kosten – und insbesondere die rund 380.000 Kleinstbetriebe vor existenzbedrohende Risiken stellen!“

Sicherheitsproblemen zum Trotz: Österreicher schätzen Geschäftsreisen

Gefährliche Ziele für Geschäftsreisende
Im Nahen Osten, Afrika und Südamerika ist das Gewalt- und Kriegsrisiko hoch (Foto: istock)

Laut Statistik Austria gab es im vorigen Jahr 3,7 Millionen Geschäftsreisen innerhalb der österreichischen Bevölkerung – das entspricht knapp einem Fünftel des gesamten Fremdenverkehrs-Aufkommens. Nur 1,8 Prozent der aktuell befragten Geschäftstouristen rechnen damit, dass in ihrem Reiseland Probleme auftreten könnten.

Tatsächlich hatten aber schon 30,7 Prozent das eine oder andere Sicherheitsproblem auf einer Dienstreise zu bewältigen. Am häufigsten werde über verlorenes Gepäck geklagt, rund 10 Prozent der Befragten hatten bereits Unfälle oder Probleme mit dem Auto, 8,4 Prozent wurden auf offener Straße bestohlen, 6,2 Prozent in ihrer Unterkunft.

Bei 84,2 Prozent der befragten Berufstätigen erfreuen sich Geschäftsreisen großer Beliebtheit, meist dauert die Tour nicht länger als zwei bis drei Tage.

61,7 Prozent der Business-Touristen sind laut Allianz Studie allein unterwegs; Auto, Bahn und Flugzeug haben als Verkehrsmittel dabei annähernd den gleichen Stellenwert. Als sicherste Reiseländer werden Österreich, Deutschland und die Schweiz klassifiziert, auch die Länder Westeuropas sowie Japan erhalten gute Sicherheitsnoten.

Die USA halten immerhin noch 78 Prozent für ein sicheres Geschäftsreiseland. Ein mulmiges Gefühl befällt die Business-Traveller lediglich bei Reisen nach Russland oder Brasilien oder in die Balkan-Staaten, die weniger als drei von zehn Geschäftsreisenden als sicher einstufen.

Fehlendes Risikobewusstsein

„Die Organisation der Dienstreise liegt etwa gleich häufig bei der Firma und dem einzelnen Mitarbeiter. Sicherheitsfragen haben dabei aber keineswegs Top-Priorität“, fürchtet Oswald angesichts der Studienergebnisse. 37,9 Prozent der Befragten verweisen auf ihre Kreditkarte, 11 Prozent zerbrechen sich darüber gar nicht den Kopf und 3,8 Prozent geben an, bewusst unversichert zu reisen.

Dr. Oswald und Dr. Heißenberger rpäsentieren die Allianz-Studie
Dr. Johann Oswald (Allianz) und Dr. Christoph Heißenberger (Allianz Global Assistance) präsentierten die neue Studie (Foto © AGA)

Als Hauptargument gegen den Abschluss einer Geschäftsreiseversicherung führt die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) an, durch die Kreditkarte ausreichend abgesichert zu sein. Für 29,3 Prozent ist eine Reiseversicherung zu teuer, 17,2 Prozent sind der Meinung, sie sei nicht notwendig.

Den häufigen Verweis auf die Kreditkarte hält Dr. Christoph Heißenberger, Österreich-Geschäftsführer von Allianz Global Assistance, für höchst bedenklich: „Im Unterschied zu echten Reiseversicherungen sind die Versicherungsleistungen von Kreditkarten-Firmen stark eingeschränkt.

Meist wird ein Mindestumsatz verlangt, um beispielsweise gegen Storno geschützt zu sein. Es gibt Selbstbehalte, manchmal eine Beschränkung auf Europa-Reisen oder die Bindung an die Bezahlung der Reise mit der Karte. Und fast immer ist nur der Karteninhaber geschützt, nicht aber seine Begleiter.“

Dem stellt die Allianz Global Assistance unter dem Titel „Global Business Assistance“ (GBA) ein individuelles, modular gestaltbares Reiseversicherungs-Package gegenüber. Das Basis-Modul enthält neben einer Auslandskranken-, Unfall- und Reisegepäckversicherung auch zahlreiche Assistance-Leistungen wie beispielsweise eine 24-Stunden-Notrufnummer.

„Mit Zusatzmodulen ist zudem ein Upgrading möglich, das Mobilitätsschutz für Firmenautos, eine Haftpflichtversicherung auch für die Freizeit und vieles mehr beinhaltet“, so Heißenberger. Grundsätzlich ist die Geschäftsreiseversicherung nicht an Namen gebunden, Reisetage können auf beliebig viele Mitarbeiter aufgeteilt werden.

Ein spezieller Stornoschutz, der neben den üblichen Gründen auch Storno wegen technischer Probleme, der Absage eines Geschäftstermines oder bei Visum-Verzögerungen enthält, kann dazu gebucht werden.“

Spezielle Geschäftsreise-Versicherungen

Brisant können Geschäftsreisen vor allem werden, wenn sie in Krisenregionen führen. Für diese Reisen gäbe es einen speziellen Security-Baustein mit einer Vielzahl von Extra-Leistungen, von der Risikoprüfung vor Ort über Bewachung bis zu Traveller Tracking oder Evakuierung in Notfällen. Spezifische Versicherungslösungen benötigen auch „Expatriates“ – Österreicher, die von ihrem Dienstgeber für längere Zeit im Ausland stationiert werden. „Hier steht vor allem die telemedizinische Betreuung im Mittelpunkt, die rund um die Uhr verfügbar ist“, betont Heißenberger.

Backgroundinformationen

English: Allianz global locations
Global Village: Die blaue Welt von Allianz

Die Umfrage wurde als Online-Befragung vom Marktforschungsinstitut Mindtake Research im Auftrag der Allianz Gruppe in Österreich im Herbst 2012 durchgeführt. Befragt wurden 500 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die berufstätig sind und zumindest gelegentlich eine Geschäftsreise unternehmen.

Allianz Global Assistance ist mit rund 250 Millionen Kunden weltweit internationaler Marktführer bei Assistance und Reiseversicherungen und arbeitet mit einem Netzwerk von etwa 400.000 Dienstleistungspartnern rund um den Globus zusammen. Allianz Global Assistance Österreich ist eine Tochter der deutschen Allianz SE und betreut mit 150 Mitarbeitern von Wien aus nicht nur Österreich, sondern auch 12 weitere Länder in Ost- und Südosteuropa. Im letzten Jahr nahm das Wiener Team über die Notfall-Hotline 262.000 Anrufe entgegen und sorgte in 47.000 Assistance-Fällen für Hilfe.

Business Travel: Das Risiko reist mit

Geschäftsreisende im Visier der Gefahr: Ein Risiko ist immer dabei (Foto: istockphoto.com)
Geschäftsreisende im Visier der Gefahr: Ein Risiko ist immer dabei (Foto: istockphoto.com)

Wer beruflich viel unterwegs ist, reist stets im Schatten des Risikos: Ob in den USA oder in Asien, ob in Afrika oder Südamerika, ob in Europa oder in Neuseeland am Ende der Welt – das Gefahrenrisiko lauert jederzeit und überall – auf dem Flughafen, im Flugzeug, im Auto, in der Bahn, auf der Straße, im Hotel oder gar abends an der Bar.

„Vor Überfällen, Diebstahl, Erpressung durch Prostituierte, Kidnapping auf offener Straße, Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Terroranschläge ist niemand gefeit. Vor allem Touristen und Business Traveller stehen im Visier von kriminellen Banden und des organisierten Verbrechens“, sagt Sicherheitsexperte Peter Fürnweger.

Der Mann weiß, wovon die Rede ist, denn Fürnweger kennt das riesige Gefahrenpotenzial. Nach mehr als 20 Jahren im staatlichen Polizeidienst Österreichs, davon mehr als zehn Jahre im permanenten Einsatz gegen die organisierte Kriminalität – bringt er eine hohe Fachkompetenz in allen Sicherheitsbelangen mit.

Sicherheitsexperte Peter Fürnweger: Business- Trips können sehr leicht zu einem lebensgefährlichen Risiko werden, wenn nicht im Vorfeld der Reise entsprechende präventive Vorkehrun- gen getroffen  werden.
Sicherheitsexperte Peter Fürnweger: Business-Trips können leicht zu einem lebensgefährlichen Risiko werden (Foto: Weinwurm GmbH/Business Travel Security)

Sein Erfahrungsschatz, sein untrüglicher Instinkt und sein Einfühlungsvermögen in sensiblen Situationen haben ihn zu einem Experten im Bereich „Security“ gemacht. Mit einem eingespielten Team an hochprofessionellen Mitarbeitern im Personen- und Begleitschutz und mit seiner langjährigen Erfahrung bei Auslandseinsätzen – u.a. am Balkan und im arabischen Raum – bietet er für Geschäftsreisende, Unternehmen, Reiseversicherungen und internationale Konzerne und Organisationen, die ihre Manager und Mitarbeiter auf Geschäftsreisen schicken, praxisorientierte „Business Travel Security“-Schulungen und umfangreiche Reisesicherheitskonzepte.

So erstellt der ehemalige Soko-Ost-Fahnder u.a. eine Risiko-Analyse des Zielortes und eine Risk-Map, organisiert die Reiseplanung, sorgt für Reisebegleitung mit „Close Protection“ zur sicheren und erfolgreichen Abwicklung der Geschäftsreise und übernimmt im Fall des Falles auch Verhandlungen nach Entführungen, wickelt Lösegeldforderungen ab und sorgt für die sichere Rückführung.

Seine Kontakte und die Zusammenarbeit mit internationalen Informationsquellen und Nachrichtendiensten kommen ihm dabei zugute. „Fahnder“ Peter Fürnweger: „Wir schärfen das Bewusstsein für Gefahren- und Risikopotenziale auf Geschäftsreisen. Denn das Risiko darf nicht zum Fiasko für den Business Traveller und das Unternehmen werden.“ Georg Karp

Betrifft USA: Touristeninvasion aus Deutschland

Immer mehr Deutschen fliegen wieder in die USA (Foto: American Airlines)
Immer mehr Deutschen fliegen wieder in die USA. Davon profitieren sowohl amerikanische als auch europäische Fluggesellschaften trotz höherer Treibstoffkosten, Flugtaxen und des umstrittenen EU-Emmissionshandels (Foto: American Airlines)

Der Tourismus in die USA hat im ersten Quartal dieses Jahres einen fulminanten Start geliefert. Von Januar bis März 2012 kamen 21,7 Prozent mehr deutsche Besucher in die Vereinigten Staaten als im Vorjahreszeitraum, teilt das Visit USA Committee Germany e.V. (VUSA) mit.

Dabei steigerte sich der Zuwachs von Monat zu Monat. Während der Januar mit plus 9,3 Prozent zu Buche schlägt, waren es im Februar schon plus 17,6 Prozent und im März stolze plus 32,3 Prozent. Insgesamt wurden im ersten Quartal 372.763 deutsche Einreisende gezählt. Insgesamt stieg die Zahl aller internationalen Besucher in die USA um 10,2 Prozent auf über 14 Millionen im ersten Quartal.

Die USA sind trotz komplizierter und tourismusprohibitiver Einreisemodalitäten noch immer das beliebteste Übersee-Reiseziel der Deutschen. Im vergangenen Jahr besuchten 1.823.797 Bundesbürger die Vereinigten Staaten. Das waren 5,7 Prozent mehr als 2010.

Vom Reiseboom der Deutschen profitieren vor allem amerikanische und europäische Fluggesellschaften, die in neue Maschinen, bessere Ausstattung und Bordservice investieren. Vor allem American Airlines, Lufthansa, British Airways, KLM, Air France, SAS, Brussels Airlines, Finnair, LOT, Emirates, Qatar Airways Oman Air setzen auf modernste Fluggeräte und komfortable Bestuhlung in allen Klassen.

Mehr Infos über Airlines, Hotels, Business Destinationen und Business Travelmanagement finden Sie in der Juni-Ausgabe des Geschäftsreisemagazins executive world, das Sie online im Austria Kiosk downloaden können.
GeKa

Wien: Gratis-Internet am Naschmarkt

Am Wiener Naschmarkt gibt es künftig einen kostenlosen mobilen Internetzugang. Das WiFi-Netz „free & fast“ kann mit jedem Notebook oder Smartphone mit eingebautem WLAN-Anschluss genutzt werden.

Die Infrastruktur wird von 123people zur Verfügung gestellt. Das Webunternehmen hat sein Büro mit rund 40 Mitarbeitern direkt am Naschmarkt. Das WiFi-Netz „free & fast“ ist laut Anbieter einfach zu nutzen. Der User muss auf seinem Smartphone, Notebook oder iPad lediglich das WLAN aktivieren. Im Auswahlmenü wird ihm daraufhin das 123people-Netzwerk angezeigt. Nach dem Auswählen muss man nur noch die AGBs akzeptieren und schon surft man superschnell und kostenlos durchs Internet.

Laut Bernhard Hoetzl, Chief Marketing Officer der 123people Internetservices GmbH, die im Web eine weltweite Personensuchmaschine betreibt, hat man bei der Lösung auch an sich selbst gedacht: „Die vielen Restaurants und Bars sind tägliches Ziel der 123people-Mitarbeiter – sei es für ein Frühstücksmeeting, zum Mittagessen oder zum Relaxen nach getaner Arbeit. Uns alle hat aber immer gestört, dass es am Naschmarkt keine ordentliche WiFi-Infrastruktur gab.“

Ursprünglich wollte das Unternehmen den Zugang nur den eigenen Mitarbeitern ermöglichen. „Jetzt stellen wir den Zugang jedem gratis zur Verfügung – aus der Überzeugung heraus, dass ein schneller und kostenloser Internetzugang mittlerweile zu einem infrastrukturellen Grundbedürfnis geworden ist“, so Hoetzl. Mehr über Computer, Internet und EDV gibt es im Magazin Monitor.

Auch im Wiener Stadtpark können Surfer kostenlos ins WLAN-Netz. Und demnächst wird gleichfalls das Surfen im Wiener Prater Realität. DOch es gibt noch immer zu wenig Hot Spots – zum Beispiel bei den Endstationen der U-Bahnlinien. (Quelle: 123people; GeKa)

Russeninvasion in Baden

Die Geldquelle sprudelt in Baden bei Wien: Russische Touristen lassen die Kassen laut klingeln (Foto: Tourismusbüro Baden)
Die Geldquelle sprudelt in Baden bei Wien: Russische Touristen lassen die Kassen laut kligneln (Foto: Tourismusbüro Baden)

Der Rubel rollt im Euroland Österreich. Immer mehr russische Gäste lassen in der Alpenrepublik die Klassen klingeln – zum Beispiel in der Kurstadt Baden bei Wien. Der Tourismusdirektor Klaus Lorenz erwartet für 2011 sogar ein Rekordjahr, das deutlich über dem Umsatz von 1,7 Millionen Euro im letzten Jahr liegen soll.

Grund für diesen „Russensturm“ sieht Lorenz in der intensiven Bearbeitung des russischen Marktes seit über zehn Jahren, wobei er seine Überzeugung äussert, dass das Potenzial noch größer sei.

„Während ein deutscher Gast mit durchschnittlichen Tagesausgaben von 100 Euro bewertet wird, sind es bei den russischen Gästen 300 Euro“, sagt der Tourismuschef von Baden.

Laut dem Mehrwertsteuerrückerstatter Global Bluegibt der russische Gast sogar mehr als 430 Euro pro Einkauf aus. Besonders interessiert zeigen sich die ausgabenfreudigen Gäste aus Osteuropa an teuren Markenprodukten in den Handelsgeschäften, an exklusiven

Grand Casino Baden: Wo die Russen ihr Glück suchen (Foto: Casinos Austria)
Grand Casino Baden: Wo die Russen ihr Glück suchen (Foto: Casinos Austria)

Gesundheitsdienstleistungen und am Glückspiel im Grand Casino Baden.

„Um den russischen Gästen das breite Angebot der Badener Wirtschaft näher zu bringen, haben wir gemeinsam mit 20 Badener Unternehmen im Jänner dieses Jahres einen speziellen Einkaufsführer in russischer Sprache aufgelegt“, sagt Sabine Hauger, Leiterin des Badener Wirtschaftsservice.

In einigen Gastrobetrieben gibt es bereits Speisekarten in russischer Sprache und in etlichen Geschäften Produktbeschreibungen auf Russisch. Besonders engagierte Unternehmer haben sich mit ihren Mitarbeitern darüber hinaus russische Sprachkenntnisse angeeignet.

„Mit den angebotenen Serviceleistungen wollen wir den Aufenthalt der russischsprachigen Gäste so angenehm wie möglich gestalten“, sagt Lorenz. Dies sei auch ein Grund der Beliebtheit Badens bei den russischen Gästen.

„Die größte Herausforderung ist die Sprache, daher wird in Baden jeder russische Gast von einem unserer russischsprachigen Guides begrüßt und über die Möglichkeiten in der Stadt und in der Region in seiner Sprache informiert“, meint der Badener Tourismusboss Lorenz. Auch eine eigene 24-Stunden-Hotline für Notfälle habe man eingerichtet, „die so manchen verirrten Russen wieder ins Hotel zurück geleitet hat.“

Im Tourismusjahr 2009/10 sind 1.475 russische Gäste nach Baden bei Wiengekommen. Sie buchten 7.890 Übernachtungen. Für heuer zeichnet sich ab, dass der Vorjahresumsatz des „Russengeschäftes“ in der Größenordnung von 1,7 Millionen Euro übertroffen werden wird. Für das Tourismusjahr 2010/11 wird mit einer Steigerung der Übernachtungen von rund 20 Prozent auf 9.500 gerechnet.

Dem Kaiser Franz Jopseph bleibt nichts erspart: Die Russen erobern wieder Baden bei Wien (Foto: Tourismusbüro Baden)
Dem Kaiser Franz Jopseph bleibt nichts erspart: Die Russen erobern wieder Baden bei Wien (Foto: Tourismusbüro Baden)

Ähnliche starke Zuwächse aus Russland sieht auch Rudolf Kadanka, Eigentümer des Reisebüros Mondial, die sich zum größten Incoming-Unternehmen aus Russland entwickelt hat: „Erst im Jänner haben wir die Besitzer der größten russischen Reiseveranstalter nach Baden eingeladen und konnten sie für Baden begeistern. Mit diesem Konzept wollen wir die Zahl der Übernachtungen in den nächsten Jahren auf mehr als 15.000 pro Jahr steigern.” (Quelle: Nö.WPD; GeKa)