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Wie Sie als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kommunizieren

Mit dem Team richtig kommunizieren
Alles kann man lernen, auch wie man als verantwortlicher Personalchef intern und extern kommuniziert, und so das Image, die Glaubwürdigkeit und die Kompetenz des Unternehmen in der öffentlichen Meinung optimiert
Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wächst für Unternehmen die Notwendigkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Im Workshop lernen Sie, Erfolgsstorys zielgruppengerecht Wie Sie als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kommunizieren weiterlesen

Unternehmenskultur: Kunst kann Kommunikation

Colour Your Work
Colour Your Work (Photo: Tanja Föhr)

Kunst erweitert den Horizont. Besonders Führungskräfte können davon profitieren. Denn Bilder haben die Kraft, Grenzen zu überwinden, ins Gespräch zu kommen, Vertrauen zu schaffen und die Wahrnehmung zu schärfen. Unternehmenskultur: Kunst kann Kommunikation weiterlesen

Herausgeber Dr. Rudolf Bohmann gestorben

Nach schwerer Krankheit ist am 23. April 2012 der Medienunternehmer, Verleger, Herausgeber und Präsident des Österreichischen Zeitschriftenverbandes, Kommerzialrat Dr. Rudolf Bohmann, in Wien verstorben

Der Jurist und gelernte Schriftsetzer lernte das Verlagsgeschäft von der Pike auf. 1962 trat er als 25-jähriger in den väterlichen grafischen Betrieb ein, wurde 1964 Gesellschafter im Unternehmen und begleitete den Aufbau der Druckerei und des Fachzeitschriftenverlages.
Nach dem Tod des Vaters übernahm Dr. Rudolf Bohmann 1975 die Geschäftsführung und begann mit der Erweiterung des Unternehmens. Er baute den Verlag mit neuem Standort Leberstraße 122 in Wien-Simmering zu einem der erfolgreichsten, dynamisch wachsenden und zukunftsweisenden Kommunikationszentren in der österreichischen Medienlandschaft aus.
Nach zehn Jahren niederländischer Konzernführung erwarben Dr. Gabriele S. Ambros und Gerhard Milletich 2004 den Wiener Verlag in Privatbesitz. Dr. Rudolf Bohmann unterstützte als Vorsitzender der Bohmann Verlagsgruppe und als Herausgeber dabei die neuen Gesellschafter und Eigentümer bei der weiteren Expansion des Medienunternehmens.
Der Verlag, in dem rund 180 MitarbeiterInnen beschäftigt sind, gibt heute 80 Fachzeitschriften, Magazine und Bücher heraus. Zum Unternehmen gehört auch der renommierte Buchverlag Holzhausen.

Kommerzialrat Dr. Bohmann war 25 Jahre lang Präsident des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) und langjähriger Vizepräsident des Österreichischen Verlegerverbandes. Im Dezember 2007 erhielt Dr. Rudolf Bohmann vom Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Dr. Michael Häupl das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Der kunstsinnige und innovative Kommunikator Dr. Rudolf Bohmann war stets bestrebt, einen konstruktiven und konsensualen Beitrag zur Meinungsvielfalt in Österreich zu leisten. Kommerzialrat Dr. Rudolf Bohmann wäre am 17. Dezember 75 Jahre alt geworden.

Demokratie oder Populismus?

„Das ist ein demokratisches, zusätzliches Instrument zwischen den Wahlen. Die letzte Volksbefragung war 1978. Und war das schlecht? Ich finde, das Volk hat recht gehabt. Das Volk hat immer recht.“

Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann in den ORF-Sommergesprächen 2011über Volksabstimmung, Volksbefragung und Volksbegehren.

Jugend versteht Politikersprache nicht

Mehr als 30.000 Jugendliche befragten die Studierenden der design akademie berlin (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger und Tobias Weißenfels) unter Leitung ihrer Professorin Dr. Bettina Fackelmann zu ihrer Wahrnehmung politischer Sprache und dem Interesse an politischen Themen.

Die Ergebnisse zeigen: Anders als oftmals angenommen sind die jungen Wähler durchaus am politischen Geschehen interessiert, fühlen sich durch die abgehobene Sprache jedoch zunehmend getäuscht.

Fast ein Jahr arbeiteten Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Marketingkommunikation an der umfassendsten Studie zum Thema Jugend und Politik, die in Deutschland derzeit vorliegt.

Der Anstoß zum Projekt kam von Bettina Fackelmann, Professorin für Public Relations und Kommunikationsmanagement: „Immer wieder musste ich feststellen, dass – insbesondere weibliche – Studierende kein Interesse an wesentlichen politischen Themen zeigten. Dem wollte ich wissenschaftlich auf den Grund gehen.“

Prof. Dr. Fackelmann ging zusammen mit einem Team von Studierenden (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger, Tobias Weißenfels sowie Stefanie Talaska) auf die Friedrich-Ebert-Stiftung zu, um das Forschungsvorhaben vorzustellen und bekam grünes Licht. Die Studierenden führten zunächst 27 Gruppeninterviews an Berliner Schulen durch und entwickelten darauf basierend einen Online-Fragebogen, der von mehr als 30.000 Jugendlichen ausgefüllt wurde.

Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Jugendliche weit mehr politisches Interesse haben, als gemeinhin angenommen. Allerdings verlangen sie von den Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“.

Frank Krüger (Student des B.A. Marketingkommunikation im 6. Semester) hat die Erkenntnis überrascht, „dass oft Politiker selbst der Auslöser für die angenommene Politikverdrossenheit der Jugend sind“. Und Nina Arnold (Studentin des B.A. Marketingkommunikation im 3. Semester) ergänzt: „Unsere Studie hat gezeigt, dass Zuhören sehr viel bewirken kann. Ich wünsche mir, dass Jugendlichen auch von Seiten der Politik mehr Gehör geschenkt wird.“ Die komplette Studie ist online verfügbar auf www.sprichst-du-politik.de. (Quelle: eMagazin BILDUNGaktuell)

So erobern Sie Ihr Leben zurück!

Laut einer IfAP®-Umfrage wünschen sich 96 Prozent eine Veränderung in ihrem Leben. Sie hätten gerne mehr Zeit, mehr Ruhe, mehr Geborgenheit und hauptsächlich mehr Selbstbestimmtheit. 81 Prozent sind durch die Arbeit überlastet, vor allem durch die Doppelbelastung von Beruf und Familie. 79 Prozent fühlen sich unter ständigem Leistungsdruck, 53 Prozent sind sogar von ihrer Freizeit gestresst, weil sie den Eindruck haben, auch hier perfekt sein und „funktionieren“ zu müssen.

Das Autorenduo Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen in ihrem Bestseller, wie jeder wieder Kontrolle über sein Leben gewinnen kann (Foto: Campus)
Das Autorenduo Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen in ihrem Bestseller, wie jeder wieder Kontrolle über sein Leben gewinnen kann (Foto: Campus)

Volker Kitz und Manuel Tusch gehen diesen Erscheinungen in ihrem neuen Buch Ich will so werden, wie ich bin (Campus) nach und bieten Hilfe. Sie identifizieren die sechs Zwänge der modernen Gesellschaft: Leistungszwang, Stresszwang, Sinnstiftungszwang, Perfektionszwang, Balancezwang und Selbstverwirklichungszwang.

Unterhaltsam leiten sie dazu an, „sich einmal eine Tüte Popcorn zu schnappen und den Zirkus des eigenen Lebens aus der Distanz zu betrachten“. So kann sich jeder von den modernen äußeren Zwängen befreien. Das ebnet den Weg dazu, die eigenen Bedürfnisse wieder zu spüren und zu verwirklichen. Hierfür entwickeln Kitz & Tusch in ihrem Buch ein neues psychologisches „Modell der Bedürfniskompensation“.

Ratgeber für alle, die wieder Kontrolle über ihr Leben haben wollen: Ich will so werden wie ich bin (Verlag Campus)
Ratgeber für alle, die wieder Kontrolle über ihr Leben haben wollen: Ich will so werden wie ich bin (Verlag Campus)

Mit diesem Selbstcoaching-Programm kann jeder seine Lebensrollen entdecken und analysieren. „Viele sind überrascht, wenn sie dann ihre Rollen mit ihren Bedürfnissen abgleichen“, so Manuel Tusch. „Plötzlich liegen ungeahnte Selbstverwirklichungsmöglichkeiten vor ihnen.“

Denn alle Menschen haben zwar ähnliche Bedürfnisse, zum Beispiel nach Anerkennung, Kontakt, Ruhe oder Harmonie. Doch kann jeder Mensch seine individuellen Lebensrollen – wie z.B. Angestellte, Familienvater, beste Freundin – so aufeinander abstimmen, dass sich die Bedürfnisse am Ende gegenseitig befriedigen. Damit findet jeder seinen ganz persönlichen Lebensentwurf. Einen Auszug aus dem Buch lesen Sie im eMagazin BILDUNGaktuell (Ausgabe 03/2011) lesen. Sie können dort das eMagazin kostenlos downloaden.

Dr. Volker Kitz hat Jura und Psychologie studiert, danach Erfahrungen als Wissenschaftler, TV-Journalist, Drehbuchautor und Lobbyist gesammelt. Heute arbeitet er als Anwalt und Coach in Köln.

Dr. Manuel Tusch hat Psychologie und Erwachsenenbildung studiert. Er hat eine psychologische Praxis in Köln und leitet dort das Institut für Angewandte Psychologie (IfAP), ein seit 2003 bestehendes Forschungs- und Ausbildungsinstitut. Er konzipierte und leitete die aktuelle IfAP-Studie. Bekannt wurde das Autorenduo durch den internationalen Bestseller „Das Frustjobkillerbuch – Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten“.

Zur Studie „Zwänge der modernen Gesellschaft“: Befragt wurden 4.378 Menschen im Zeitraum von Oktober 2010 bis Januar 2011. Die Auswertung erfolgte quantitativ und qualitativ mittels Inhaltsanalyse.

Sommergespräche 2011: Der totale ORF-Flop!

Die Sommergespräche 2011 sind ein katastrophaler ORF-Flop. Das ermüdende Frage- und Antwortspiel von Ingrid Thurnher mit ihrem letzten Gesprächspartner, Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann, konnte nur 437.000 Zuseher mühevoll wach halten. Mit diesem Ergebnis liegt der SPÖ-Regierungschef weit unter der Einschaltquote von 2010. Damals konnte er immerhin noch 567.000 Gebührenzahler im Doppelinterview mit Armin Wolf und Ingrid Thurnher erreichen.

Am zweiten Platz der diesjährigen Sommer-Fragestunde liegt der rechte Strahlemann H.C. Strache mit 411.000 Gebührenzahlern – um mehr als 200.000 Zuseher weniger als im Vorjahr. Auch seine blauen Augen und seine verkrampfte Zurückhaltung konnten am diesjährigen mageren Ergebnis nichts ändern.

An dritter Stelle der Sommergespräche 2011 liegt der BZÖ-Chef Josef Bucher mit 318.000 Zusehern – 2010 waren es 315.000 – vor der Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnigg. Sie hielt nur nur 306.000 Gebührenzahler mit ihren Antworten wach.

Das absolute Schlusslicht der Sommergespräche 2011 ist der Vizekanzler und Jung-ÖVP-Chef Michael Spindelegger, der trotz seinem charmanten Lächeln und höflichen Antworten nur 271.000 Österreicher zum Aufbleiben überreden konnte. Sein ehemaliger Parteichef Josef Pröll lockte im Vorjahr noch 638.000 vor die TV-Bildschirme.

Die Gründe für den totalen ORF-Flop Sommergespräche 2011 sind klar: Die gestellten Fragen von Ingrid Thurnher waren Allerweltsfragen, sie hatte keinen Biss und ihre Fragetechnik war abgehackt und nicht fernsehtauglich. Dazu kommen die langweiligen Kameraeinstellungen und der allzu pompöse Ausblick.

Aber auch die Antworten der Politik-Gäste waren in ihrer Wirkung einschläfernder als Valium. Warum der TV-Profi und kantige ZIB2-Fragensteller Armin Wolf die Sommergespräche 2011 nicht moderieren durfte, bleibt ein Geheimnis des Küniglbergs.
Georg Karp