Schlagwort-Archive: Kultur

Kennst Du die Welt des Sultans?

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Einblicke in die Kunst und Kultur der Ottomanen: So porträtierte der venezianische Künstler Paolo Veronese den Sultan Bajezid I. (Collection Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, © Bayer&Mitko – Artothek)

Die Ausstellung „Die Welt des Sultans. Der Ottomanische Orient in der Kunst der Renaissance“ im BOZAR – Palast der schönen Künste in Brüssel zeigt vom 26. Februar bis 31. Mai 2015 anhand vieler Werke den Einfluss der Ottomanen auf den Westen und die Anziehungskraft des Nahen Ostens auf westliche Künstler wie Bellini, Carpaccio, Dürer, Titian und andere. mehr

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Ioan Holender gibt in Bukarest wieder den Ton an

Der legendäre Ex-Wiener Staatsoperndirektor hat eine neue Aufgabe in der rumänischen Hauptstadt Bukarest erhalten.

Unternehmenskultur: Kunst kann Kommunikation

Colour Your Work
Colour Your Work (Photo: Tanja Föhr)

Kunst erweitert den Horizont. Besonders Führungskräfte können davon profitieren. Denn Bilder haben die Kraft, Grenzen zu überwinden, ins Gespräch zu kommen, Vertrauen zu schaffen und die Wahrnehmung zu schärfen. Unternehmenskultur: Kunst kann Kommunikation weiterlesen

Was haben wir zu verbergen?

Donaueschingen Narren
Wenn die Narren in Donaueschingen aufmarschieren (Photo: Krossbow/Wikipedia)

Wir haben einen Narren daran gefressen, andere Narren zum Narren zu halten. Aber die Maske, die wir uns dabei aufsetzen, demaskiert unser Innenleben und stellt uns bloß. Dann ist’s vorbei mit der närrischen Freude. Ein Essay von Georg Karp

Einmal im Jahr machen wir bewusst Narren aus uns. Wir verkleiden und vermummen uns. Wir setzen Masken auf und machen uns unkenntlich. Wir geben uns für etwas aus, das wir nicht sind, nicht sein dürfen, nicht sein können, aber schon immer gewünscht haben, es zu sein.

Wir verwandeln uns für Tage in Wunschwesen, schlüpfen für Stunden in Traumfiguren, von denen wir als Kinder oft geträumt und als Erwachsene nicht einmal im Traum zu träumen wagen, vielleicht aus Scham oder Furcht, ausgelacht, verspottet, für einen Narren gehalten zu werden, vielleicht aber auch aus anerzogener Unfähigkeit, die Alltagsmaske abzunehmen und unser wahres Gesicht zu zeigen.

Wir freuen uns närrisch, weil wir uns wenigstens einmal im Jahr hinter einer bunten Larve verstecken dürfen, die uns aber entlarvt, demaskiert, verrät. Wir blicken in den Narrenspiegel, werden für Narren gehalten und haben einen Narren gefressen, andere Narren zum Narren zu halten. Fürwahr ein närrisches Treiben.

Aber, was wollen wir maskierte Narren mit dieser Maskerade verstecken, verheimlichen, verbergen? Ist es unser wahres Ich, unser zweites Ich, das Über-Ich, das sich irgendwo im Innersten unseres abgrundtiefen Innenlebens verkrochen hat und lauernd dahinschlummert, um jeden Augenblick des Lebens an die Oberfläche unseres Scheins zu treten?

Wollen wir vielleicht die andere Maske, die wir alle wie ein böses Kainszeichen tragen und nicht abnehmen können, hinter der neuen Larve verbergen? Masken verkörpern bei Naturvölkern jenseits unserer Denkweise und Mentalität eine geheimnisvolle Kraft, durch die sie Kontakt zur Innenwelt des Menschen, vielleicht zur Seele, aufrechterhalten.

Warum verstecken wir uns hinter Masken?
Warum verstecken wir uns hinter Masken? (Foto: istock)

In unseren Breitengraden hat die Maskerade, dieses närrische Versteckspiel mit Hintersinn, eine tiefenpsychologische Funktion: Sie hilft uns, frühkindliche und traumatische Wünsche und Ängste wenigstens einmal im Leben ans Tageslicht zu bringen, weil wir ohnehin das ganze Leben gezwungen sind, unsere irrationalen, infantilen und individuellen Erlebnisse zu verdrängen.

Wir verdrängen das Wissen von der Wirklichkeit, das Wissen von dem, was wahr ist oder uns wahr erscheint. Aber, was ist schon wahr, was ist Wirklichkeit?

„Wir verwenden einen großen Teil unserer Energie darauf, vor uns selbst zu verbergen, was wir wissen“, schrieb einmal der Psychoanalytiker Erich Fromm.

Brauchen wir deshalb die närrische Maskerade, um so unsere geheimen Wünsche leichter arrangieren zu können, um ihnen – mit der Maske vor der Maske – leichter nachlaufen zu können? Oder suchen wir am Ende doch nur uns selbst, weil wir eben zwei Gesichter haben – unser natürliches und die Maske? Aber die Frage bleibt nur wieder: Welches ist das wahre Gesicht?
© Georg Karp

Hotel Radisson Blu Basel: Edgar Degas inklusive

Swiss City Basel am Rhein
Basel am Rhein: Wo Kultur, Kunst, Genuss und Wirtschaft den Alltag dominieren (Foto: Swiss Cities)

Der Kanton Basel-Stadt im Dreiländereck des Oberrheins ist die dynamischste Wirtschaftsregion der Schweiz und zugleich eine der produktivsten und innovativsten weltweit.

Die Basler Wirtschaft ist durch die Branchen der Life Sciences, der chemischen Industrie, der Finanzdienstleistungen, der Logistik und der Kreativwirtschaft geprägt.

Basel ist aber auch ein Kulturzentrum Europas. Die Stadt bietet über 30 Museen mit Weltruf, wie die Fondation Beyeler, das Kunstmuseum, das Theater Basel, eine Musicalbühne, viele Galerien und Konzertbühnen. Und die Art Basel ist die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst.

Oval-Bar und Lounge im Radisson Blue Hotel Basel
Oval-Bar und Lounge im Radisson Blue Hotel Basel

Für Geschäftsreisende, die nach dem Business noch ein erholsames Wochenende in Basel verbringen wollen, hat das Radisson Blu Hotel Basel anlässlich der Ausstellung über Edgar Degas (1834 –1917), einen der berühmtesten französischen Maler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ein überaus kunstsinniges Arrangement.

So sind eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück für zwei Personen, Eintrittskarten für die Ausstellung mit über 150 Werken aus 43 Sammlungen aus aller Welt in der Fondation Beyeler in Riehen sowie Tickets für Gratisfahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ab 311 Franken, € 258, zu haben – inklusive Extras wie ein Buch über die Werke von Edgar Degas und Gratis-Eintritt in den Pool Inn Club.

Fondation Beyeler in Riehen bei Basel
Fondation Beyeler, Riehen, Switzerland (Photo credit: Wikipedia)

Das Kultur-Übernachtungsangebot ist während der gesamten Dauer der Ausstellung an Wochenenden und Feiertagen bis 27. Jänner 2013 gültig.

Tiroler Karrieren jenseits des Atlantiks

Sie bringen Kultur, Kulinarik und Kreativität in die entlegensten Winkel der Erde. Sie erobern mit Können und Charme die Herzen der Menschen in fremden Ländern. Und sie sind Botschafter der Vielseitigkeit. Die Rede ist von Tirolern, die es bis an die Spitze geschafft haben.

Der Tiroler Paul Richter in Moskau (Foto: Richter)
Paul Richter ist Sales Manager in Moskau (Foto: Richter/Tirol Werbung)

Den Zillertaler Top-Manager Paul Richter hat es zum Beispiel nach Moskau verschlagen. Er ist „SalesDirector“ der größten Elektro-Handelskette Russlands – MVIDEO. Er verantwortet hier die Verkaufsförderung in 260 Geschäften und damit einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro pro Jahr. 60 Millionen Russen kaufen jährlich bei MVIDEO ein.

Neugierig sein und viele Fragen stellen, das ist eines seiner Erfolgsgeheimnisse. „Zudem habe ich mich immer auf die Kultur Russlands eingelassen, auch wenn sie für mich seltsam war. Ich habe in einem halben Jahr Russisch gelernt und bin jeden Tag konsequent Vorbild für mein Team“.

Wichtig ist für Richter, dass er regelmäßig zurück nach Tirol kommt, um hier Kraft zu tanken. „Dann genieße ich die Ruhe und die Energie der Berge“, meint der gebürtige Zillertaler.

Gerade der hohe Ausbildungsgrad im Tiroler Tourismus ermöglicht vielen Tirolern und Tirolerinnen Karrieren im Ausland. Wer sich in der heutigen Berufswelt als Koch einen Namen machen will, der muss auch ins Ausland, um neue Erfahrungen zu sammeln. Einer dieser Weltenbummler ist Martin Aigner aus dem Tiroler Brixental.

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Der Tiroler Weltenbummler Martin Aigner kochte sich in Neuseeland an die Spitze (Foto: Aigner/Tirol Werbung)

„Die Grundlage für meine Reise durch die Küchen dieser Welt war sicherlich meine Ausbildung an der Gastgewerbeschule Zell am Ziller“, erzählt der 37-jährige Tiroler, der gerade auf dem Sprung nach Neuseeland ist, um dort im Haubenrestaurant „Hans Herzog Estate“ eine Führungsposition einzunehmen.

„Ich serviere zum Beispiel zu Lammgerichten sehr gerne einen kleinen Zillertaler Krapfen oder überrasche auch gerne einmal mit einem Kaspress-Knödel in der Bouillon die Gaumen dieser Welt,“ erzählt der Brixentaler.

Als eine der größten Stärken der Tiroler in den weltweiten Küchen bezeichnet der Tiroler Claudio Hotter Ausdauer und Willensstärke. „Wenn du dich für den Beruf des Kochs entscheidest, dann darf dir ein 14-Stunden-Tag nichts ausmachen“, erzählt Hotter. Und er weiß, wovon er spricht.

Hotter ist „Executive Chef“ in den Küchen des Grand Velas Rivera Nayarit in Mexiko, einem Luxusresort in Puerto Vallarta, das bereits mit dem Titel „Bestes Luxushotel der Welt“ ausgezeichnet wurde. Auch Claudio Hotter sieht es im fernen Mexiko gerne, wenn seine Gäste immer wieder mit Tiroler Spezialitäten verwöhnt werden.

„Besonders die Österreichischen und Tiroler Nachspeisen haben es meinem internationalen Klientel angetan“, verrät der Tiroler. Und so stehen in einem der besten Luxushotels der Welt Kaiserschmarren und Co. auf dem Speiseplan.

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Franz Hackl gehört zu den Top-Jazz-Trompetern in New York (Foto: Hackl/Tirol Werbung)

Vielseitigkeit – das ist eine der Stärken Tirols. Das beweisen gerade Tirols Kulturschaffende. Wer aber an Tiroler Kunst denkt, denkt nicht zwangsläufig an Jazz. Dass ein Tiroler in der internationalen Jazz-Szene einen ausgezeichneten Ruf erlangen kann, beweist der Schwazer Jazz-Trompeter Franz Hackl, der seit 22 Jahren in New York City lebt.

Er hat New York in dieser Zeit lieben gelernt. „Die Entscheidung hier zu leben hat aber natürlich damit zu tun, dass die Jazz-Szene dort einfach ihr Zentrum hat“, erklärt Hackl seine Motive. Seine Verbindung zu Tirol ist nach wie vor intensiv.

„Natürlich bringe ich viele Tiroler Einflüsse mit nach New York. Viel faszinierender ist für mich aber, dass es mir mit dem Outreach-Festival in Schwaz gelungen ist, viele Jazz-Größen nach Tirol zu bringen“, erzählt Hackl. „Die kommen nicht nur wegen des Festivals, sondern stehen meist staunend vor der Tiroler Bergwelt und empfinden diesen Ausflug nach Tirol mehr als Urlaub denn als Arbeit.“

Erstes Öko-Hotel in der Slowakei

Kosice
Košice die zweitgrößte Metropole der Slowakei, wird 2013 neben Marseille zur Europäischen Kulturhauptstadt (Foto: Of/Wikipedia)

Košice, die Metropole der Ostslowakei und Europäische Kulturhauptstadt 2013, baut seine touristische Infrastruktur im Vorfeld des großen Ereignisses aus – und kann jetzt auf das erste Öko-Hotel des Landes stolz sein. Die Slowakische Umweltagentur hat das Hotel Dália mit dem Umweltzeichen der Europäischen Union „European Eco Label“ belohnt.

Das Hotel motiviert Mitarbeiter und Gäste zur aktiven Teilnahme am Umweltschutz. Direktorin Dagmar Amrichová: „Wir erkennen unsere Verantwortung für die Umwelt, minimieren die Abfallproduktion und haben neue innovative Technologien installiert, die Energie und Wasser sparen helfen.“

Im Vier-Sterne „Eco friendly Hotel Dália“, das in einer ruhigen Straße im Zentrum von Košice fünf Minuten zu Fuß von der Fußgängerzone Hlavná ulica entfernt liegt, werden Energiesparlampen und zu 100 Prozent Recyclingpapier benutzt, im Sommer wird das Wasser mit Solarenergie erhitzt. Kosmetik in Einwegverpackungen wurde durch eine mit dem EU Eco Label zertifizierte organische Kosmetikreihe ersetzt.

Hotel Dalia
Öko-Hotel Dalia in Kosice
Festlich illuminierter Hauptplatz in Kosice, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013 (Foto: Štefan Kordoš)
Festlich illuminierter Hauptplatz in Kosice, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013 (Foto: Štefan Kordoš)

Das Frühstücksangebot sowie das Menü des Restaurants wurden durch gesunde Biospezialitäten ergänzt, beim Einkauf von Obst und Gemüse werden regionale Zulieferer bevorzugt. Durch die Verteilung der Abfalleimer im Hotel werden die Gäste zur aktiven Mülltrennung motiviert. Zum Dália gehören 37 Zimmer der Drei- und Vier-4-Stern-Kategorie, vier Konferenzräume, ein Gourmetrestaurant für 60 Gäste, das stilvolle Café Savoy und ein Wellness-Zentrum.

Die 240.000-Einwohner-Stadt Košice, zweitgrößte in der Slowakeinach Bratislava, ist als Tourismusziel in Deutschland bislang wenig bekannt. Dabei verfügt sie über ein reiches kulturelles Erbe, zu dem Slowaken und Ungarn ebenso beigetragen haben wie Polen, Österreicher, Deutsche, Juden und Ruthenen.

The old and new architecture of Košice, Slovakia
Alte und neue Architektir in Košice (Photo: Wikipedia)
Das Wappen von Košice (Foto:Wikipedia)
Das Wappen von Košice (Foto:Wikipedia)

Außer der sehenswerten Altstadt gibt es im Umkreis von 150 Kilometern allein vier Nationalparks und sechs Unesco-Welterbestätten. Schon in diesem Jahr läuft sich Košice mit einem Kulturprogramm warm für den großen Auftritt 2013.

Zu den anstehenden Highlights in den nächsten Monaten zählen die Festtage der Stadt Košice mit historischen Umzügen und der „Nacht der Museen und Galerien“ (19. Mai), das Multi-Genre-Festival „Use the City“ den ganzen Monat über, die fünftägige Ballonfiesta (6. – 10. Juni) und das „Košice Gurmán Fest“ (22. – 24. Juni).