Schlagwort-Archive: Verlag

Die Chancen in einer nicht perfekten Welt

Die Führung der Zukunft ist energetisch geprägt. Alternativen gibt es nicht. Sagt der Managementberater Bernd Remmers in seinem Buch Winning Ways

Buchautor Bernd Remmers
Autor Bernd Remmers plädiert in seinem Buch „WInning Way“ für ein dreidimensionales Denken und Handeln (Foto: Hanser Verlag)

Eine Eigenschaft des Gewinnens ist es, in jeder Situation etwas zu unternehmen und nicht zu unterlassen. Diese unternehmerische Grundhaltung ist geprägt durch die Neugierde, sich ständig zu verbessern und sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Mit dem Fokus auf der intelligenten Umsetzung von Projekten und strategischen Initiativen braucht es die erfolgreiche Führungskraft in der imperfekten Welt als Kontextmanager. Er kann Kontexte in der Dreidimensionalität „See – Do – Get“ (SDG) wahrnehmen.

Hiermit schafft er den Rahmen, das Spielfeld für die erfolgreiche Umsetzung eigener Projekte. Die Führung der Zukunft ist energetisch geprägt. Alternativen gibt es nicht. Energetisch bedeutet kraftvoll.

Nur die spürbare Kraft und Begeisterung der Führungskräfte macht es möglich, bei allen die erforderliche Energie zur Umsetzung aufzubringen und mit Misserfolgen umzugehen. Gewinner sind durch einen unerschütterlichen Optimismus geprägt, der ihnen auch nach Misserfolgen die Kraft zum Neubeginn verleiht.

Winning-Ways-CoverWeb
Neue Spielregeln in einer nicht perfekten Welt fordert der Managementberater Bernd Remmers in seinem Buch „Winning Ways“ (Hanser Verlag)

Der Blick geht nicht nur auf die Resultate, nicht nur auf die Sachebene. Er geht darüber hinaus auf die emotionale Ebene. Hier entscheidet sich, ob ein Unternehmen gewinnt oder verliert. Die Führungskraft ist für die Steuerung der emotionalen Ebene verantwortlich.

Die Führungskraft als „Kulturmanager“ erkennt diesen nicht kopierbaren Vorteil im Wettbewerb. Erfolgreiche Kultur basiert auf Vertrauen. Das gibt der Führungskraft die Schnelligkeit, Chancen zu nutzen und damit unternehmerisch zu handeln. Kultur gestalte ich durch Führung und bewusst gestaltete Rituale. Mitarbeiter lassen sich durch eine starke Kultur begeistern.

Kontext – Kraft – Kultur: Wer es schafft, diesen Dreiklang umzusetzen, wird in der Führung eine Souveränität entwickeln, in der er das Ganze im Auge hat und trotzdem den Blick fürs Detail, für den Kontext nicht verliert. Komplexität wird radikal reduziert, Handeln wird einfacher.

Diese Grundhaltung erlaubt die Konzentration auf das Ziel und gibt eine neue Leichtigkeit, eine andere Lust am Arbeiten. Wer diesen Wechsel der Muster am schnellsten schafft, wird unge­ahnte Chancen ha­ben.
Bernd Remmers

Weekend-Tripps: Europa neu entdecken

Buchtipp: Europa in nur 36 Stunden entdecken (Taschen)
Buchtipp: Europa in nur 36 Stunden entdecken (Illustration: © Olimpia Zagnoli/Courtesy/Taschen/NYT)

Kultur, Geschichte, Mode, kulinarische Köstlichkeiten und atemberaubende Architektur – Europa lockt mit so vielen Reichtümern, man könnte sich auf ewig darin verlieren. Diese aktualisierte, erweiterte Sammlung der berühmten „36 Hours“-Reisekolumnen aus der New York Times enthält 125 Reisepläne für europäische Kurztrips, mit lockerer Hand geschrieben und schick illustriert (Verlag Taschen).

The New York Times: 36 Hours. 125 Weekends in Europe von Barbara Ireland,  Flexicover, 644 Seiten, € 29,99
The New York Times: 36 Hours. 125 Weekends in Europe von Barbara Ireland, 644 Seiten, € 29,99

Bekannte Höhepunkte des Kontinents, von der Renaissance in Florenz bis zum Flamenco in Sevilla, und Unerwartetes wartet auf die Leser: Sizilianische Mumien in ihrem Sonntagsstaat, eine sommerliche Schlittenfahrt auf Madeira oder das Penthouse eines Hotels in Tallinn, in dem der KGB ein Spionagenest unterhielt. Weltstädte, einstige Weltreiche und kleine Länder mit großem Ego, das alles ist Europa. Dieser Band ist ein Lesevergnügen – egal, ob man am Ende losfährt oder nicht.

Und das wird in einem Band für Reiselustige, die unterwegs mehr erleben und entdecken möchten, geboten:

  • Insgesamt 4500 mit Umsicht geplante Reisestunden.
  • 125 Ziele in Europa, von Metropolen bis zu gut verborgenen Schätzen.
  • Fundierte Auskünfte zu 500 Restaurants und 400 Hotels.
  • Rund 800 Fotos, fast durchwegs aus dem Archiv der New York Times.
  • Alle Kolumnen wurden von der NYT-Reiseredakteurin Barbara Ireland für diesen Band aktualisiert.
  • Ausführlicher Index.
  • Detaillierte Karten, auf denen alle Stopps verzeichnet sind.
  • Mit neuen, charmanten Vignetten der NYT-Illustratorin Olimpia Zagnoli und farbigen Lesezeichenbändern, um Lieblingsziele zu markieren.

    Ein Reiseführer der schönen Art: Europa in 36 Stunden entdecken (Verlag Taschen)
    Ein Reiseführer der schönen Art: Europa in 36 Stunden entdecken (Foto: © Olimpia Zagnoli/Courtesy Taschen)

Wer steckt hinter Gazprom?

Gazprom gehört zu mehr als 50 Prozent dem russischen Staat, beschäftigt über 400.000 Menschen, verfügt über eine eigene Armee und einen Geheimdienst, ist einer der weltweit mächtigsten Energiekonzerne. Zu seinen Geschäftsbereichen gehören die Förderung und Lieferung von Gas, aber auch die Erdölproduktion.

Der Konzern, Europas größter Gaslieferant, ist zugleich Mitbesitzer von Banken, Investmentfirmen, Airlines, Versicherungen, Bauunternehmen und Medien. Über Hunderte von Tochtergesellschaften und Joint Ventures ist Gazprom auf dem globalen Gasmarkt aktiv wie in Österreich, Deutschland, Holland, Frankreich und der Schweiz.

Auffällig ist das undurchschaubare Spinnennetz von Strohfirmen und geheimen Holdings, die von der Schweiz nach Luxemburg, Österreich, Deutschland, Ungarn, Italien bis Zypern reichen.

In Gazprom – das unheimliche Imperium (Westend) enthüllt Jürgen Roth das Firmengeflecht und zeigt, wie der Name mit Korruption, Erpressung, Geldwäsche und Kapitalsteuerflucht verbunden ist.

Der  Autor geht auch der Frage nach, warum europäische Regierungen vor Gazprom „kuschen“ und die Verbraucher angesichts der ins Uferlose steigenden Energiepreise die Zeche und somit die Rendite für russische Milliardäre bezahlen. <––– Georg Karp

Herausgeber Dr. Rudolf Bohmann gestorben

Nach schwerer Krankheit ist am 23. April 2012 der Medienunternehmer, Verleger, Herausgeber und Präsident des Österreichischen Zeitschriftenverbandes, Kommerzialrat Dr. Rudolf Bohmann, in Wien verstorben

Der Jurist und gelernte Schriftsetzer lernte das Verlagsgeschäft von der Pike auf. 1962 trat er als 25-jähriger in den väterlichen grafischen Betrieb ein, wurde 1964 Gesellschafter im Unternehmen und begleitete den Aufbau der Druckerei und des Fachzeitschriftenverlages.
Nach dem Tod des Vaters übernahm Dr. Rudolf Bohmann 1975 die Geschäftsführung und begann mit der Erweiterung des Unternehmens. Er baute den Verlag mit neuem Standort Leberstraße 122 in Wien-Simmering zu einem der erfolgreichsten, dynamisch wachsenden und zukunftsweisenden Kommunikationszentren in der österreichischen Medienlandschaft aus.
Nach zehn Jahren niederländischer Konzernführung erwarben Dr. Gabriele S. Ambros und Gerhard Milletich 2004 den Wiener Verlag in Privatbesitz. Dr. Rudolf Bohmann unterstützte als Vorsitzender der Bohmann Verlagsgruppe und als Herausgeber dabei die neuen Gesellschafter und Eigentümer bei der weiteren Expansion des Medienunternehmens.
Der Verlag, in dem rund 180 MitarbeiterInnen beschäftigt sind, gibt heute 80 Fachzeitschriften, Magazine und Bücher heraus. Zum Unternehmen gehört auch der renommierte Buchverlag Holzhausen.

Kommerzialrat Dr. Bohmann war 25 Jahre lang Präsident des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) und langjähriger Vizepräsident des Österreichischen Verlegerverbandes. Im Dezember 2007 erhielt Dr. Rudolf Bohmann vom Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Dr. Michael Häupl das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Der kunstsinnige und innovative Kommunikator Dr. Rudolf Bohmann war stets bestrebt, einen konstruktiven und konsensualen Beitrag zur Meinungsvielfalt in Österreich zu leisten. Kommerzialrat Dr. Rudolf Bohmann wäre am 17. Dezember 75 Jahre alt geworden.