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Neues EU-Ranking für 500 Universitäten

EU-Ranking für 500 Universitäten
EU-Ranking für 500 Universitäten (Photo: Archiv)

Am neuen internationalen Hochschulranking der Europäischen Kommission werden sich 500 Universitäten aus allen Teilen Europas und der Welt beteiligen. Im Unterschied zu bestehenden Ranglisten werden die Universitäten nach dem neuen System namens „U-Multirank“ anhand eines breiteren Spektrums an Leistungsindikatoren eingestuft, wodurch die Nutzer sich ein besseres, realistischeres Bild davon machen können sollen, was die jeweilige Einrichtung zu bieten hat.

So werden die Hochschulen beim neuen „mehrdimensionalen“ Ranking in folgenden fünf Kategorien bewertet: Renommee der Forschung, Qualität von Lehre und Lernumfeld, internationale Ausrichtung, Abschneiden beim Wissenstransfer (z. B. Partnerschaften mit Betrieben und Unternehmensgründungen) sowie regionales Engagement.

Die Universitäten sind aufgefordert, sich im ersten Halbjahr 2013 für das neue Ranking anzumelden. Erste Ergebnisse werden für Anfang 2014 erwartet. Offiziell vorgestellt wird U-Multirank auf einer groß angelegten Konferenz, die der irische Ratsvorsitz am 30. und 31. Januar in Dublin abhält.

„Das neue Ranking ist ein modernes, komplexes System, das der ganzen Bandbreite der Hochschulbildung gerecht wird. In bestehenden internationalen Rankings liegt der Schwerpunkt häufig immer noch zu sehr auf der Reputation der Forschung. Mit unserem mehrdimensionalen Ranking lassen sich die Universitäten besser und präziser vergleichen. Dank U-Multirank finden Studieninteressenten die für sie passende Universität, und die Hochschulen werden dazu animiert, in mehreren Bereichen besser zu werden. Auch für die politischen Entscheidungsträger wird das neue Ranking nützlich sein, denn es erleichtert ihnen die erfolgreiche Gestaltung der künftigen Hochschulpolitik“, sagt Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

Die Bewertungsgrundlage für U-Multirank sind objektive Kriterien und Angaben. Für die erste Projektphase möchte die Kommission möglichst viele Universitäten gewinnen. Weitere Hochschulen können dann in einem späteren Stadium dazustoßen. U-Multirank bietet jedem Nutzer auch die Möglichkeit, sich anhand seiner individuellen Prioritäten sein persönliches Ranking zu erstellen.

Damit Unabhängigkeit, Qualität und Überprüfbarkeit gewährleistet sind, hat die Kommission ein unabhängiges Konsortium mit der Erstellung des Rankings beauftragt. Die Federführung übernehmen das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und das niederländische Center for Higher Education Policy Studies (CHEPS).

Weitere Projektpartner sind das Centre for Science and Technology Studies (CWTS) der Universität Leiden, der Fachverlag Elsevier, die Bertelsmann-Stiftung und das Softwareunternehmen Folge 3. Bei der Datenerhebung wird das Konsortium auch nationale Rankingorganisationen sowie sonstige Interessengruppen zurate ziehen.

Backgroundinformation:

U-Multirank ist das Endergebnis einer Initiative, die 2008 auf einer Konferenz während des französischen Ratsvorsitzes angestoßen wurde. So wurde ein neues Universitätsranking anhand eines breiten Spektrums an Exzellenzkriterien auf internationaler Ebene gefordert.

Die Europäische Kommission gab anschließend bei einem Konsortium von Hochschul- und Forschungseinrichtungen namens CHERPA eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die 2011 abgeschlossen wurde.

Die Studie, die sich auf die Arbeit mit 150 Hochschuleinrichtungen aus Europa und aller Welt stützt, bestätigte, dass das Konzept realistisch und die Umsetzung eines solchen mehrdimensionalen Rankings machbar ist.

Umgesetzt wird U-Multirank im Zeitraum 2013‑2014 mit einer Mittelausstattung von 2 Mio. EUR aus dem EU-Programm für lebenslanges Lernen. Es besteht die Möglichkeit, die Startfinanzierung auf den Zeitraum 2015‑2016 auszudehnen, d. h. um zwei weitere Jahre zu verlängern. Danach soll das Ranking von einer unabhängigen Einrichtung verwaltet werden.

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Wandelt sich das Klima zur Katastrophe?

„Heiße Luft nach Kopenhagen“ von Reinhard Böhm heizt die Diskussion um das Reizthema Klimawandel auf. Ein Buch zur Information und Provokation
„Heiße Luft nach Kopenhagen“ von Reinhard Böhm heizt die Diskussion um das Reizthema Klimawandel auf. Ein Buch zur Information und Provokation (Edition Va Bene)

Der Hurrikan Sandy hat New York und die halbe Ostküste Amerikas lahmgelegt und wirbelt auch wieder das Thema Klimawandel und seine Auswirkung auf: schmelzende Gletscher, Jahrhundertfluten und monströse Murenabgänge wie im Sommer in der Steiermark – extreme Wetterereignisse sind auch in Österreich keine Seltenheit mehr.

Hat die große Klima-Apokalypse schon begonnen? Wandelt sich das Klima zur Katastrophe? Ein brisantes und heißes Thema, das keinen kalt lässt. Dazu einen Buchtipp für alle, die zu diesem Thema mehr wissen möchten, sollten und müssten: „Heiße Luft nach Kopenhagen“ von Reinhard Böhm, eine überaus kritische Analyse aus der renommierten Edition Va Bene (ISBN 978-3-85167-243-5).

Der Autor Dr. Reinhard Böhm, Klimatologe und Leiter diverser internationaler Forschungsprojekte zur Variabilität des Klimas in Österreich und im Großraum Alpen, setzt sich kritisch und provokant mit dem Dauer-Reizthema Klimawandel auseinander. Allgemeinverständlich erklärt er den heutigen Stand der Wissenschaft und zeigt deren vorhandenen Unsicherheiten auf – basierend auf objektive Daten und Fakten.

Watergate, Climategate, Kopenhagengate: Was nun, wie geht’s weiter? Ist alles normal, abnormal oder postnormal? Ist der Klimawandel nur eine künstliche mediale Aufregung oder müssen wir uns schon bald warm anziehen, weil die nächste Eiszeit kommt?

Personalmanagement unter Druck

Das Personalmanagement in Unternehmen kann mit dem stärker werdenden Veränderungsdruck der globalen Märkte und Technologien nicht mithalten. Personalabteilungen tun sich schwer damit, merklich zum Unternehmenserfolg beizutragen. Das berichtet BILDUNGaktuell, das führende Online-Portal  für Management, Personalwesen, Aus- und Weiterbildung.

Für 65 % der Unternehmen sind alternative Kanäle wie Jobbörsen im Internet und Social Media heute bereits Standard. Aber auch fortschrittliche Personaler müssen ihre Rolle bei den strategischen Entscheidungen, die die Zukunft ihres Unternehmens betreffen, erst noch zementieren. Das sind zentrale Ergebnisse der neuen Untersuchung „The State of Human Capital 2012“ von The Conference Board und McKinsey & Company.

English: Human Capital Investment Model!!
EHuman Capital Investment Model (Illustration: Wikipedia)

Laut den Studienautoren gehört das Recruiting über die digitalen Medien bereits zu den Standardaufgaben einer Personalabteilung. Gleiches gilt für die Führungskräfte-Entwicklung und die Arbeit an der Arbeitgebermarke: Mehr als 50 % der Unternehmen sind hier bereits aktiv.

Aufholbedarf besteht jedoch bei strategischer ausgerichteten Maßnahmen. Wenige international tätige Unternehmen bieten beispielsweise bisher Betriebsrenten an, die explizit die Dienstjahre honorieren (24 %).

Noch weniger Unternehmen wirken auf Regierungskreise ein, um die Zuwanderung fehlender Fachkräfte aus dem Ausland zu ermöglichen (13 %). Auch kooperieren wenige Firmen mit anderen Branchenvertretern, um die Attraktivität der eigenen Industrie zu erhöhen (9 %).

„Weltweit gilt es, die richtigen Arbeitnehmer für sich zu gewinnen, erfahrenes Personal besser zu entwickeln und emotional zu reaktivieren. Dafür brauchen die Unternehmen zukunftsorientiertere und agilere Personalabteilungen. Wer die Weichen nicht frühzeitig stellt, wird daran scheitern“, sagt Rebecca Ray, Senior Vice President Human Capital von The Conference Board und eine der Studienautorinnen.

Asmus Komm, Partner bei McKinsey in Hamburg ergänzt: „Die erfolgreichsten Unternehmen werden diejenigen sein, die sich den strategischen HR-Themen der Zukunft stellen und neue Wege zum Beispiel im Leistungsmanagement oder bei der Talentförderung einschlagen“. So werde es beispielsweise immer wichtiger, die Mitarbeiter stärker zu segmentieren, um besser auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.

Schlüsselthema: Strategic Workforce Planning
Langfristig ausgerichtete Personalprozesse gewinnen laut der Studie an Bedeutung. Ein Schlüsselthema ist beispielsweise das „Strategic Workforce Planning“ (Strategische Personalplanung), mit dem der zukünftige Personalbedarf frühzeitig erkannt wird. In Zeiten flexibler Arbeitszeitmodelle werden diese Berechnungen zunehmend komplexer – und wichtiger.

McKinsey-Partner Komm: “HR-Abteilungen müssen den Mehrwert, den sie langfristig leisten, messbar machen und ihr Geschäftsverständnis stärken. Ein Weg ist zum Beispiel, die Personalteams durch Manager aus den Business Lines zu ergänzen. Nur wenn sie die Sprache des Managements sprechen, werden sie auf Dauer erfolgreich sein.“ Ray: „Wer für teure Personalentwicklungsprogramme keinen Business Case vorlegen kann, bekommt auch keine zusätzlichen Ressourcen.“

Die Mitarbeiter erwarten dagegen eine ganz andere Erklärung. „Wenn Unternehmen in schlechten Jahren als erstes auf die Personalbremse treten, fragt sich jeder: Warum sollen wir uns an das Unternehmen binden?“ so Ray. Unternehmen könnten nur dann auf eine engagierte und loyale Belegschaft bauen, wenn sie auf diese Frage eine Antwort fänden: „Sie müssen den Mitarbeitern Wertschätzung zeigen.“

The State of Human Capital 2012
Die Untersuchung „The State of Human Capital 2012” identifiziert die wichtigsten Handlungsfelder, mit denen Human Resources Management einen bedeutsamen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten kann und zeigt kurz- und langfristige Perspektiven auf.

Die aktuelle Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell können Sie hier herunterladen
Die aktuelle Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell können Sie hier herunterladen

Der Forschungsbericht stützt sich auf die Aussagen von 517 internationalen Führungskräften, die Arbeitsergebnisse von 18 Fokusgruppen und die Auswertung von über 100 wissenschaftlichen Quellen. Der Forschungsbericht kann auf der Website BILDUNGaktuell heruntergeladen werden.

 

Bachelorabschluss mit Lateinamerika-Lehrgang

Der Universitätslehrgang für höhere Lateinamerika-Studien ist ein internationales Weiterbildungsprogramm zu Lateinamerika (Photo Disc)
Ein mehrwöchiges Forschungspraktikum im Ausland ermöglicht den Absolventen des Lehrgangsfür höhere Lateinamerika-Studien die Verbindung zwischen Theorie und Praxis (Photo Disc)

Der Interdisziplinäre Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien ist ein regionalspezifisches, interdisziplinäres, internationales und berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm zu Lateinamerika. Internationale Vortragende aus verschiedenen Disziplinen vermitteln innerhalb der Module Politik, Kultur, Wirtschaft und Natur sozial- und naturwissenschaftliche Interdisziplinarität.

Der Lehrgang dauert sechs Semester und richtet sich an alle, die eine berufliche Tätigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Kommunikation, Internationale Beziehungen, Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechtsarbeit, politische Beratung, Bildung oder Tourismus mit Schwerpunkt Lateinamerika anstreben.

Rund ein Viertel der TeilnehmerInnen stammt aus lateinamerikanischen Ländern. Unterrichtssprachen sind Deutsch, Spanisch, Englisch und Portugiesisch. Ein mehrwöchiges Forschungspraktikum im Ausland gewährleistet die Verbindung zwischen Theorie und Praxis.

Durch den modularen Aufbau ist der Einstieg jeweils zu Semesterbeginn möglich. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Bakkalaureat-, Magister– oder Diplomstudium im europäischen Bildungsraum oder die erfolgreiche Absolvierung einer vergleichbaren Studienleistung außerhalb der EU.

Zehn Staaten bilden Lateinamerika
Zehn Staaten bilden Lateinamerika

Der Lehrgang wird von der Universität Wien in Kooperation mit dem Österreichischen Lateinamerika-Institut durchgeführt und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Stadt Wien gefördert.

Das Wintersemester 2012/13 trägt den Titel „Politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse in Lateinamerika: Erfolge, Grenzen, Möglichkeiten“ und beginnt im Oktober 2012. Anmeldeschluss ist der 15. September 2012.

Kostenloser Informationsabend am 5. Juni um 18.00 Uhr im Österreichischen Lateinamerika-Institut, Schlickgasse 1, 1090 Wien. Anmeldung unter lehrgang@lai.at Weitere Informationen gibt’s bei Doris Rodas-Waldner unter Tel. +43 (0)1 310 74 65 12

Ist der Treibhauseffekt eine Lüge?

Im Jahre 1950 wurde an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt das „Institut für Sozialforschung“ wiederbegründet. Leiter wurde Max Horkheimer (1895-1973), sein Vertreter Theodor W. Adorno (1903-1969). Sie riefen die „Frankfurter Schule“ ins Leben und lehrten die „Kritische Theorie“, die 1968 die „Kulturrevolution“ auslöste.

Emanzipation war eines der Schlagworte, ebenso die Umwertung aller Werte durch gezielten Tabubruch. Doch die damals so kritische Jugend scheint in totale Kritiklosigkeit verfallen. Widerspruchs- und kritiklos akzeptiert und glaubt sie nahezu alles, was von der Politik gebildete „Expertenräte“ als Mehrheitsmeinung von sich geben.

Ein solcher weltweit agierender und 1988 nach nicht offengelegten Kriterien von den Vereinten Nationen  eingesetzter „Expertenrat“ ist das „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC). Es wird nicht müde, über die Wissenschaft, die Politik wie die Medien der Menschheit einzuhämmern, die Erde sei ein „Treibhaus“ und der „natürliche Treibhauseffekt“ eine unstrittige Tatsache.

Doch ein Beweis wurde nicht vorgelegt und wird auch nie vorgelegt werden können. Es ist schon ein Rätsel, warum ausgerechnet die kritische Generation sich so unkritisch zeigt und keine Warum-Fragen mehr stellt.

Warum fragt die sonst so auf ihre Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung bedachte „Jugend“ nicht, ob das Modell von der Erde als „Treibhaus“ überhaupt mit der Wirklichkeit verglichen werden kann.

Ein Vergleich wäre dann und nur dann statthaft, wenn eine Ähnlichkeit bestünde. Ein Gewächshaus ist ein künstlich vom Menschen errichtetes Gebäude.

Die Natur hat keine Gewächshäuser gebaut, sondern die Erde mit einer beweglichen Gashülle, der Atmosphäre, umgeben und nicht in ein Glashaus gesteckt. Warum ist die gebildete „Jugend“ so fragemüde und expertenhörig? Merkt sie nicht, in welche Richtung die Klimapolitik zielt?

Leichter wie heute hat es keine frühere Generation, sich Wissen zu verschaffen und sich damit aus jeglicher obrigkeitlichen Bevormundung zu befreien. Sie braucht nur Wikipedia anzuklicken, das Wort Gewächshaus eingeben und erhält als Auskunft: „Ein Gewächshaus, Glashaus oder Treibhaus ist eine lichtdurchlässige Konstruktion, die das geschützte und kontrollierte Kultivieren von Pflanzen ermöglicht.“

Dabei unterscheidet man Kalthäuser, temperierte Häuser und Warmhäuser (engl. Hothouse) für tropische Pflanzen mit Temperaturen ständig oberhalb von 18 Grad Celsius.

Wie jedes Wohnhaus ist auch ein Gewächshaus ein vom Menschen konstruiertes und gebautes, mithin kein natürliches Gebäude. Alle Gebäude haben eine Funktion und dienen ausschließlich den Bedürfnissen der Spezies Mensch. Durch sie will sich der Mensch vom Wetter unabhängig machen.

Als „nackter Affe“ könnte der weder mit einem bunten Federkleid geschmückte noch mit einem Fell geschützte Mensch auf der Erde unter freiem Himmel nicht ungeschützt überleben.

Doch als ein mit Verstand ausgerüstetes Wesen lernte er sehr schnell, sich mit Kleidung vor nächtlicher Unterkühlung zu schützen und für seine Familien zuerst in Höhlen Schutz zu suchen und dann Behausungen zu bauen. Gewächshäuser erfüllen dieselbe Funktion für Pflanzen.

Mit Treibhäusern kann man die Vegetationsperiode verlängern, im Frühjahr die „Eisheiligen“ unschädlich machen oder ganzjährig in kalten Klimazonen „Palmengärten“ betreiben. Man kann Unterglasgemüsebau betreiben und über Spargelfelder Kunststofffolien ausbreiten. Bekannt ist das „Mar del Plástico“ bei El Ejido in Spanien.

Um einen Gewächs- oder Treibhauseffekt erzielen zu können, muss also zuerst ein Gewächshaus gebaut werden. Messbare Tatsache ist, dass es bei Sonneneinstrahlung in einem Gewächshaus zu einer rascheren Erhöhung der Lufttemperatur als außerhalb des Gewächshauses kommt.

Dies passiert, obgleich an der Ober- und Unterkante des Glases Teile der Sonnenstrahlung reflektiert werden und gar nicht ins Treibhaus eindringen. Der Boden außerhalb des Gewächshauses erhält etwa 15 Prozent mehr Strahlung als der drinnen und die Luft darüber ist trotzdem kälter. Was also verursacht den Wärmestau im Glashaus?

IPCC sagt, dass die Wärmestrahlung von der Glashülle des Gewächshauses zurückgehalten werde. Warum wird dies unkritisch geglaubt und nicht gefragt: Gibt es nicht eine weitaus einfachere und plausiblere Erklärung? Man denke nur an nächtliche Lagerfeuer. Man kann sich im Nahbereich des Feuerscheins erwärmen, aber nur einseitig. Am Rücken friert man. Die meiste Wärme steigt nutzlos auf und verschwindet.

Will man diese aufsteigende Wärme (engl. „hot air rises“) nutzen, muss man einen geschlossenen Raum, sozusagen ein Gefängnis für erwärmte Luft schaffen, damit diese nicht aufsteigen oder seitwärts vom Winde verweht werden kann.

Schon die „nackten Affen“ gewannen die Erkenntnis: Nur in geschlossenen Räumen, ob Höhlen, Gewächshäuser oder Wohnhäuser, kann man Luft einsperren und erwärmen. Doch kaum öffnet man ein Fenster, so entweicht die erwärmte Luft wieder.

Auch bei geschlossenen Fenstern wird es im Gewächshaus schnell kalt, wenn die Heizung ausfällt. Dies liegt einfach daran, dass alle Materie Wärme leitet, auch Glas. Und Glas ist, im Gegensatz zu stillgestellter Luft, ein guter Wärmeleiter.

Bevor es doppelt verglaste Fenster mit Lufteinschluss gab, konnte man im Winter häufig Eisblumen am Fenster beobachten. Diese entstehen wohl kaum dadurch, dass sich Wärmestrahlung an einer Glasscheibe staut. Die Glasscheibe müsste wärmer als der Boden sein, wenn ihre „Gegenstrahlung“ den Boden erwärmen, einen „natürlichen Treibhauseffekt“ von 33 Grad Celsius bewirken soll.

Weil Glas gut Wärme leitet, können Personen in einem Auto erfrieren, wenn es in Schneewehen stecken bleibt, der Tank leer ist und die Heizung ausgeht.

Selbst in einer perfekt isolierten Kaffeekanne wird mit der Zeit der Kaffee kalt, denn es gibt drei Arten von Wärmetransport: den durch elektromagnetische Strahlung, den durch atomare Leitung und den durch Massentransport, horizontal als Advektion oder vertikal als Konvektion bezeichnet.

Alle drei Arten treten immer gleichzeitig in der Natur auf. Bei der theoretischen Modell-Konstruktion von der Erde als „Treibhaus“ sollte einem kritischen Geist mit naturwissenschaftlicher Bildung auffallen, dass der Wärmetransport durch Leitung und durch Konvektion, der allen Kumuluswolken am Himmel zugrunde liegt, völlig verschwiegen und vernachlässigt.

Berücksichtigt man die Wärmeleitung und den Wärmetransport durch Konvektion, dann sieht man leicht, dass es von Natur aus keinen „natürlichen Treibhauseffekt“ geben kann.

Unstrittig ist zudem, dass die Erde durch ein „offenes Strahlungsfenster“ in der Atmosphäre von der Sonne mit Energie in Form elektromagnetischer Strahlung versorgt wird. Etwa 50 Prozent davon sind sichtbares Licht und 50 Prozent unsichtbare Wärmestrahlung, die von jedem nichtglühenden Körper ausgesendet wird. Felsen und Steine erwärmen sich am Tage durch Aufnahme von Energie durch die Sonne Diese wird von der Erdoberfläche absorbiert, was zu deren Erwärmung führt.

Die Erde strahlt aber immer, so dass bei Nacht die tagsüber absorbierte Energie als unsichtbare Wärme- oder Temperaturstrahlung wieder ins Weltall entweicht.

Der  rhythmische Wechsel zwischen tagesperiodischer Einstrahlung und immerwährender Ausstrahlung bewirkt den Tagesgang der Temperatur. Er ist ein Ausdruck für die Bilanz von Energiezufuhr und Energieabgabe. Bei wolkenlosem Himmel mit starker Einstrahlung aber auch ungehinderter nächtlicher Ausstrahlung sind die Unterschiede zwischen den Maximum- und Minimumtemperaturen besonders groß.

Noch nie wurde bei windstillen Wetter und sternklarem Himmel eine Temperaturerhöhung durch „Gegenstrahlung“ beobachtet oder gemessen. Im Gegenteil, der ausstrahlende Erdboden kühlt sich ab und überträgt diese Abkühlung auf die aufliegenden Luftschichten, so dass eine Bodeninversion entsteht.

Infolge der Sonnenstrahlung ist der Boden am Tage die „Heizfläche“ für die aufliegende Luft und in der Nacht ist er die „Kühlfläche“. Dies liegt an der physikalischen Tatsache, dass nicht nur im Bereich des Sonnenlichts zwischen 0,38 und etwa 3 Mikrometern ein „stets offenes Strahlungs-Fenster“ in der Atmosphäre existiert, sondern auch im Bereich der Infrarotstrahlung der Erde zwischen 7 und 13 Mikrometern.

Dieses stets offenes Infrarot-Strahlungsfenster kann nicht durch Strahlungsabsorption der „Treibhausgase“ geschlossen werden. Dies gilt insbesondere für das Kohlenstoffdioxid, weil es nur Strahlung von 15 Mikrometer Wellenlänge absorbieren kann.

Der Vergleich der Erde mit einem „Treibhaus“ ist folglich unstatthaft, weil er zwei wesentliche natürliche Wärmeübertragungsprozesse, die Strahlung und die Konvektion, unberücksichtigt lässt. Außerdem wird die Existenz des stets offenen atmosphärischen IR-Strahlungsfensters verschwiegen und damit unterschlagen.

Wie wichtig die Konvektion zur Kühlung der Erde ist, zeigt das Flimmern der Luft im Sommer über heißen Asphaltflächen bei intensivem Strahlungswetter. Die Erde entsorgt die aufgeheizte Luft flugs in große Höhen und schützt sich, vor allem aber die Pflanzen, vor zu starker Überhitzung. Bei solch einem Wetter müssen insbesondere die Gewächshäuser weit geöffnet, belüftet und beschattet werden, damit die Pflanzen vor Hitze nicht absterben.

Die Erde mit ihrer Atmosphäre ist von Natur ein „offenes Ökosystem“, in das praktisch ungehindert lebensnotwendige Sonnenstrahlung eindringen und absorbiert werden kann, aus dem aber auch, soll es nicht zu einem Hitzestau kommen, ebenso ungehindert nicht mehr biologisch nutzbare Abwärme abgestrahlt und als Infrarotstrahlung ins Weltall entsorgt werden kann.

Die Erde ist kein „Treibhaus“! Vergleichen kann man nur gleiche „Dinge“. Man kann nur Äpfel mit Äpfeln vergleichen, aber nicht Äpfel mit Birnen. Man kann auch Häuser miteinander vergleichen, aber nicht ein Haus mit einem Roggenfeld oder Gemüseacker.

Die Erde mit ihren Kontinenten und Ozeanen trägt keine Bebauung. Dies ist Menschenwerk. Die Natur trägt zwar ein „grünes Kleid“ bestehend aus Gräsern, Sträuchern und Bäumen, das der Mensch unentwegt dezimiert, aber sie lässt keine gläsernen Gewächshäuser wachsen. In diesen züchtet der Mensch Pflanzen, wenn’s sein muss auch Ananas in Grönland. Ist das „Treibhaus“ auch so ein Zuchthaus, allerdings für die Menschheit?

Diese Idee zwingt sich auf, wenn zunehmend von der „Weltherrschaft“, von „global Governance“  geredet wird. Warum fragt die Jugend nicht und fordert Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz?

Der „natürliche Treibhauseffekt“ ist eine Erfindung von „Klimaexperten“, die ganz im Dienste macht- und wirtschaftspolitischer Partialinteressen stehen und bewusst die wahren physikalischen Vorgänge zwischen „Erde und Himmel“ verfälschen.
(c) Dr. Wolfgang Thüne

Charisma kann man lernen

Tipps und Tricks von Gabi Joham und Pepi Adelmann, wie Sie noch mehr aus Ihrer Persönlichkeit herausholen.

Es geht oftmals darum, nicht nur zu denken, sondern zu machen. Wenn Sie etwas verbessern oder verändern wollen, dann probieren Sie das Neue bitte. Und zwar mehrmals.

Sich in Bewegung zu setzen, tatkräftig zu sein, für eine Sache einzustehen, neugierig zu sein und sich wahrhaftig zu interessieren — auch für andere Menschen — etwas zu wollen und bei seinem Tun ein Profi zu werden.

Dazu ist es natürlich nötig, sich selbst gut zu kennen, sich zu mögen, sich anzunehmen wie man ist, mit seinen Stärken und Schwächen und dem Mut, an sich selbst zu arbeiten und Feedback zu empfangen, damit die Verbindung des eigenen Handelns mit der Umwelt stattfinden kann.

Der zweite Tipp für mehr Ausstrahlung: Seine Einzigartigkeit unter allen Menschen anzunehmen und diese zur Verfügung zu stellen. In dieser Einzigartigkeit liegt auch die Chance, den Sinn des eigenen Lebens zu erkennen, da liegt es auch gleich auf der Hand, dafür dankbar zu sein.

Mit diesen Grundlagen geht es daran, sich selbst und seine Gefühle authentisch zum Ausdruck zu bringen. Es geht um die Verpackung des jeweils zu transportierenden Inhalts. Diesen sehen wir als wertvolles Gut, das unbeschadet und nutzbringend beim Empfänger ankommen soll. Im Hintergrund geht es darum, sich neu in seinen Selbstverständnissen zu entdecken.

Was braucht es um wirksam zu kommunizieren oder vorzutragen?
  • Ehrlichkeit oder innere Überzeugung, damit das Gesagte mit dem beim Empfänger entstehenden Gesamtbild übereinstimmt.
  • Wertschätzung für den Empfänger der Nachricht. Dazu gehört auch nachzufragen, ob alles verstanden wurde und sich selbst fragen zu lassen. Wer gefragt wird, der hat Aufmerksamkeit und damit die bessere Chance, sich verständlich zu machen.
  • Den Mut, sich kurz zu halten, sich interessant auszudrücken, seinen Körper sprechen zu lassen, etwas aufzuzeichnen oder herzuzeigen. Zuhörer sind vor allem Zuseher.
  • Struktur, die es dem Zuhörer erleichtert, den Inhalt in appetitlichen Happen konsumieren zu können. Es gibt nichts Angenehmeres für den Empfänger einer Nachricht, als diese verstanden zu haben und richtig reagieren zu können.

Authentisch vorzutragen kann jede Person lernen. Am einfachsten ist es für die Begabten — für jene, die Charisma besitzen (Charisma heißt aus dem Griechischen übersetzt: Gnadengabe der Götter). Jene, die ehrlich, wertschätzend, mutig und strukturiert ans Werk gehen, haben es am „zweitleichtesten“ und für alle anderen gilt, sich noch besser vorzubereiten. […]

Neugierig auf den kompletten Artikel von Gabi Joham und Pepi Adelmann?
Die ganze Story lesen Sie in der Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell (07/2011)

(c) BILDUNGaktuell