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Was geschah am 11. September 2001 wirklich?

Alexander von Bülow ist ein integrer Mann. Der promovierte Jurist war Minister für Forschung und Technologie im Kabinett von Helmut Schmidt und 25 Jahre SPD-Abgeordneter im Bundestag. Im Untersuchungsausschuss über die Finanzaktivitäten von Schalck-Golodkowski konnte Andreas von Bülow über die Arbeit der Geheimdienste sehr viel in Erfahrung bringen.

Seit 2002 steht der ehemalige Minister und Rechtsanwalt und Sachbuchautor im medialen Verdacht, ein Verschwörungstheoretiker zu sein, nur weil er seit Jahren die offizielle Version der Ereignisse und Anschläge vom 11. September 2001 anzweifelt und unangenehme Fragen stellt, auf die die Öffentlichkeit bisher keine offiziellen Antworten bekommt.

„Ich wundere mich, dass viele Fragen nicht gestellt werden. Normalerweise ist es bei einer solch schrecklichen Geschichte so, dass verschiedene Spuren und Beweise auftauchen, die dann kommentiert werden, von den Ermittlern, von den Medien, von der Regierung: Ist da was dran oder nicht? Sind die Erklärungen plausibel? Diesmal ist das überhaupt nicht der Fall. Das fing schon wenige Stunden nach den Attentaten in New York und Washington an“, sagte er in einen Interview.

Zehn Jahre nach der Apokalypse von New York sorgt das Buch „Die CIA und der 11. September“ von Alexander von Bülow für Nachdenklichkeit. Denn er bringt neue Erkenntnisse, die Zweifel an der offiziellen Version der Anschläge aufkommen lassen
Zehn Jahre nach der Apokalypse von New York sorgt das Buch „Die CIA und der 11. September“ von Alexander von Bülow für Nachdenklichkeit. Denn er bringt neue Erkenntnisse, die Zweifel an der offiziellen Version der Anschläge aufkommen lassen

In seinem Buch „Die CIA und der 11. September“, das jetzt als Taschenbuch erschienen ist (Piper), belegt der Ex-Geheimdienstexperte Alexander von Bülow seine Erkenntnisse über den Terroranschlag mit brandaktuellem Material.

Detailliert zählt er alle Ungereimtheiten des offiziellen Tathergangs auf – von der unglaublichen Präzision der von Flugschülern gesteuerten Maschine über die auffällige Inaktivität der Abwehr und Flugsicherung bis zum Verschwinden von Beweismitteln.

Und es drängt sich der Verdacht auf: Kann es nicht sein, dass der Terroranschlag der Regierung von George W. Bush gelegen kam? Ohne geheimdienstliche Unterstützung, so Alexander von Bülow in seinem Buch, wäre eine derartig präzise ablaufende Operation nicht möglich – und die viele Spuren führen zu deren Netzwerke und nicht zuletzt zur CIA, dem allmächtigen amerikanischen Geheimdienst.

Denn nur Stunden nach dem Terroranschlag hatte die US-Regierung Fotos und Steckbriefe aller Attentäter, wusste sie Bescheid über alle Drahtzieher und Hintermänner. Und blitzartig war auch Präsident George W. Bushs Strategie gegen die Mächte des Bösen fertig, wurden nicht existente Massenvernichtungswaffen im Irak geortet. Noch bevor auch nur belastbare Vorermittlungen abgeschlossen waren, griffen knapp vier Wochen später die US-Luftstreitkräfte auf Seiten der Nordallianz Stellungen der Taliban in Afghanistan an.

Alexander von Bülow glaubt an keinen Zufall der Zufälle: „Im Grunde war es doch erstaunlich: Es gibt 26 Geheimdienste in den USA mit einem Etat von 30 Milliarden Dollar und die haben die Anschläge nicht verhindern können. Sie haben nicht einmal etwas davon geahnt. 60 entscheidene Minuten lang ließen Militär und Geheimdienste die Abfangjäger am Boden. 48 Stunden später jedoch präsentiert das FBI eine Liste mit Selbstmordattentätern. Innerhalb von zehn Tagen stellt sich heraus, dass sieben dieser Leute noch leben.“

Die Lücken der offiziellen Darstellung, die verdeckten Operationen der Geheimdienste, das Geheimnis des World Trade Center-Gebäudes 7, die Häufung der Ungereimtheiten und u.a. auch die Frage, weshalb zahlreiche Mitglieder der Familie bin Laden in einem gecharterten Jet nach Saudi-Arabien zu einem Zeitpunkt geflogen wurden, als nach den Anschlägen über den gesamten amerikanischen Kontinent ein Flugverbot verhängt worden war, drängen auf neue unabhängige Untersuchung der Anschläge vom 11. September 2001.

„Wer es wagt, die ganz offensichtlich vorgetäuschte Muslim-Tat der Flugzeugentführungen und die dahinter liegenden verdeckten Sprengungen der Zwillingstürme und des von Flugzeugen nicht beschädigten WTC 7 zu thematisieren, gefährdet offenbar in der Vorstellung der Machteliten die Staatsräson der Vereinigten Staaten“, schreibt Alexander von Bülow in seinem Buch. Was geschah am 11. September 2001 in New York wirklich?
Georg Karp

Die Blödmaschinen und das Denken

„In einer Konsensgesellschaft unterdrückt man das gefährliche Denken durch zwei sehr bewährte Mittel. Man überträgt ihm gesellschaftlich einen Geruch. Denken ist peinlich, vor allem öffentlich. Eine Art, sich danebenzubenehmen. Und weil aber das Denken trotz allem nie ganz verleugnen kann, aus einem Vergnügen entstanden zu sein (the best things in life are free!), geht es darum, andere Dinge an seine Stelle zu setzen. Wir nennen sie: die Blödmaschinen.“

„Blödmaschinen wirken nicht in den Kellern der Inquisition, und sie werden nicht in geheimen Kommandozentralen gesteuert. Sie sind demokratisch, menschlich und transparent. Jeder kann sie mit betätigen, jeder könnte sie ausschalten, für seinen Teil. Blödmaschinen machen selten angst (na ja, ab und zu drehen sie durch, und das kostet Opfer), sie verlangen nur wenig Unterwerfung (dies aber dann regelmäßig und verläßlich), und sie versprechen jede Menge Vergnügen. Ordentliches, berechenbares, ungefährliches Vergnügen. Und gar nicht mal so teuer.“

„So weit, so schön und einfach. Aber leider: Für schöne und einfache Sachen sind die Blödmaschinen zuständig. Das Denken macht es sich mal wieder schwerer.“

„Alles, was man denken kann, kann man auch ändern. Die Herrschaft der Blödmaschinen besteht darin, die Welt undenkbar und damit unveränderbar zu machen. Die Welt wieder denkbar und veränderbar zu machen – das wäre doch was. Oder?“

Markus Metz und Georg Seeßlen in

Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität (Leseprobe) edition suhrkamp

Sind Manager und Models gefährliche Vorbilder?

Manager rennen nur noch schnellen Gewinnen hinterher. Wir müssen lernen, auch ohne diesen mörderischen Kampf gewinnen zu können. Wirkliche Wertschöpfung ist ein uncooles Fremdwort geworden.“

In seinem neuen Buch „Gewinnen ohne zu kämpfen“ übt Ex-Manager Christian Seidel scharfe Kritik an gefährlichen Vorbildern (Foto: Ludwig Verlag/Random House)
In seinem neuen Buch „Gewinnen ohne zu kämpfen“ übt Ex-Manager Christian Seidel scharfe Kritik an gefährlichen Vorbildern (Foto: Ludwig Verlag/Random House)

Scharf kritisiert der ehemalige Kirch-Programmvermarktungschef Christian Seidel das mangelnde Verantwortungsbewusstsein von Vorbildfiguren und -institutionen in seinem neuen Buch Gewinnen ohne zu kämpfen/Taekwondo oder Die Entdeckung der Werte
(Ludwig Verlag).

Die Krankheitsformel unserer Gesellschaft sei „Erfolg ist gleich Gewinn“, so Seidel.

Medienkonzerne wie beispielsweise ProSiebenSat1 würden für den schnellen Euro Arbeitsplätze vernichten und seriöse journalistische Formate nahezu komplett abschaffen.

Das Private-Equity-Unternehmen drohe zu einem „Wilden Westen der Profitgier“ zu verkommen.

Es sei skandalös, dass derartige Zustände geduldet würden, meint der Autor, der selbst über 15 Jahre eng mit dem Konzern zusammengearbeitet hatte.

Der Schauspieler und Produzent von Filmen in London, u.a. mit dem Kultregisseur Nicolas Roeg, und zahlreichen Fernsehformaten für die BBC oder ProSieben, und Medienmanager, der einst Heidi Klum entdeckt und Stars wie Claudia Schiffer gemanagt hat, kritisiert, dass in „quotengeilen Formaten das Vorbild einer ruhmfixierten Generation entgleister Mädchen vermittelt wird.“

„Unsere Businesswelt ist zu einem Schmelztiegel rücksichtsloser Erfolgsritter geworden, die jeder nach Profit riechenden Wurst hinterherrennen. Hier unterscheiden sich“, beklagt Seidel, „die Manager kaum von den Mädchen auf dem Laufsteg, die alles tun, um berühmt zu werden: Wie bei Fernsehcastings bedeutet Erfolg auch in Politik und Wirtschaft nur noch, möglichst schnell möglichst viel Geld zu machen und ein möglichst tolles Image zu hinterlassen. Fernsehshows wie Germany’s Next Topmodel fördern ein gefährlich falsches Werte-Bewusstsein.“

Buchautor Christian Seidel: „Vor lauter Erfolgswahn verlieren wir unsere kulturelle Substanz und den Sinn für das, was wir bereits haben.“

Dabei nimmt Seidel sich selbst nicht aus. „Auch ich habe dazu beigetragen, dass wir heute auf diesem Tiefpunkt stehen. Ich habe auf dem Boden geackert, auf dem wir heute stehen.“ Ihm sei eine Zeit lang der Sinn für die Realität und die wahren Werte verloren gegangen.

Buchautor Christian Seidel: „Unsere Businesswelt ist zu einem Schmelztiegel rücksichtsloser Erfolgsritter geworden.“ (Foto: © Karl Kramer/Ludwig Verlag/Random House)
Buchautor Christian Seidel: „Unsere Businesswelt ist zu einem Schmelztiegel rücksichtsloser Erfolgsritter geworden.“ (Foto: © Karl Kramer/Ludwig Verlag/Random House)

Nach einem schweren Unfall und einem Burnout begann der Autor daraufhin sein Leben neu zu definieren, sich auf den wahren Sinn des Lebens zu besinnen.

In der Kampfkunst Taekwondo fand er schließlich die „in der orientierungslosen Gesellschaft“ verloren gegangenen Werte wieder.

Taekwondo öffnete ihm die Augen für klare ethische Prinzipien, „die im Menschen angelegt, aber in einer von Selbstsucht und Materialismus geprägten Welt abhanden gekommen sind.“

Anschaulich erzählt er von den klaren Prinzipien wie etwa Achtsamkeit und Respekt, Disziplin und Verantwortung, die das Leben und Zusammenleben der Menschen enorm bereichern. Denn, „wer Prinzipien hat, braucht keine Ellenbogen“, so der Autor.

Mit der Kampfkunst Taekwondo fand der Ex-Manager und Buchautor Christian Seidel den Weg zu den wahren Werten des Lebens (Foto: Das Freelance Team)
Mit der Kampfkunst Taekwondo fand der Ex-Manager und Buchautor Christian Seidel den Weg zu den wahren Werten des Lebens (Foto: Das Freelance Team)

Anhand lebendiger Beispiele aus dem Taekwondo und seiner Managerkarriere beschreibt Christian Seidel die zehn wichtigsten Werte, die unserem Leben Sinn und Orientierung geben und zugleich auch die Richtschnur für Politik und Wirtschaft werden müssen, damit aus einer zerfallenden Gesellschaft wieder eine Gemeinschaft wird.

Christian Seidel lebt heute in München und Italien. (GeKa; Quelle: Ludwig Verlag; C. Schindler)

Gibt es Qualitätsmedien?

In zahlreichen Diplomarbeiten haben Studierende des Studiengangs Journalismus der FHWien in den letzten Jahren versucht, den Unterschied zwischen Qualitätsmedien und Boulevardmedien herauszuarbeiten.

Wie definiert sich Qualitätsjournalismus? Gibt es einen solchen?
Wie definiert sich Qualitätsjournalismus? Gibt es einen solchen?

Dabei stellte sich in der Zusammenschau all dieser Arbeiten heraus, dass es die eine gültige Definition von Qualitätsjournalismus nicht gibt. Es zeigte sich, dass Qualitätsjournalismus das ist, was der einzelne Journalist oder der Verlag dafür halten.

Selbst der gültige Versuch einer Definition, die man sich aus den verschiedenen Quellen zusammenstellen kann, muss scheitern: Jeder Journalist, der halbwegs bei Sinnen ist, wird von sich behaupten, er und/oder das Medium, in dem er arbeitet, achten auf investigative, interessante, sorgfältige Berichterstattung – ob diese nun der realen täglichen Arbeit entspricht oder nicht.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass von der Beschäftigung mit Qualitätsjournalismus in Wahrheit nur die ersten vier Buchstaben des Begriffes übrig bleiben: Qual! In diesem Buch werden 19 Chefredakteure der verschiedensten Mediengattungen interviewt und versuchen, den Begriff „Qualitätsjournalismus“ aus ihrer Sicht zu definieren.

Die Herausgeber dieses Bandes Nr. 5 Qualität im Journalismus – wo(zu)? in der Reihe Medienwissen für die Praxis des FHWien-Studiengang Journalismus sind FH-Prof. Dr. Reinhard Christl, Dr. Clemens Hüffel und die Journalistin Dr. Anneliese Rohrer. Das Buch ist im Verlag Holzhausen GmbH erschienen und kostet 19 Euro.