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Umfrage. Österreicher lieben ihre Haustiere

Österreicher lieben ihre Haustiere
Ein Herz für Tier haben die Österreicher. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage (Foto: Bibi Karp)

Wenn Sie beim Lesen dieser Zeilen Ihre Katze oder Ihren Hund streicheln, dann sind Sie nicht allein: 4 von 10 befragte Österreicher teilen ihr Leben nämlich auch mit mindestens einem Haustier. 17% haben sogar mehrere Haustiere. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts Spectra. Umfrage. Österreicher lieben ihre Haustiere weiterlesen

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Österreicher: Wohin mit dem Geld?

Wohin mit dem Geld?
Immer mehr Österreicher fragen sich: Wohin mit dem Geld? Sparen, anlegen oder einfach ausgeben, das ist die Frage

Die Sicherheit ist für die Mehrheit der Österreicher nach wie vor das A und O bei der Geldanlage. Trotzdem verlieren die als sicher geltenden Geldanlagen wie Sparbuch und Bausparverträge auf Grund konstant niedriger Zinsen und sinkender Prämien zusehends an Attraktivität. Auch der „Run“ auf Anlagen mit Bestand wie Immobilien oder Gold stagniert – dies allerdings auf hohem Niveau. Grundsätzlich ist die Zahl der relevanten, als attraktiv empfundenen Anlageformen aber zur Zeit gering. Indiziert dies eine gewisse Ratlosigkeit der Österreicher?

Ungefähr ein Jahr ist es nun her, seitdem die Regierung die Halbierung der staatlichen Prämien für Bausparverträge beschlossen hat. Diese Maßnahme findet prompt ihren Niederschlag in einem starken Rückgang der Attraktivität der „Bausparer“.

War im Dezember 2011 ein Bausparvertrag immerhin noch für 47% der Österreicher eine attraktive Form, Geld anzulegen, so war er dies im Dezember 2012 nur noch für 39% (-8%). SPECTRA führt die Untersuchung zum Anlagedenken seit Mitte der 90er Jahre durch – und zumindest in den letzten 16 Jahren waren Bausparverträge nie unattraktiver für die Österreicher als 2012.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch bei anderen Prämiensparverträgen. Das Sparbuch bleibt nach wie vor die attraktivste Anlageform der Österreicher, was auch die hohe Relevanz von Sicherheit im Anlagedenken der Österreicher widerspiegelt.

Die über die letzten 4 Jahre konstant niedrigen Zinsen seit dem Krisenjahr 2009 hinterlassen aber deutliche Spuren. Im Vergleich zum Jahr 2009 sank der Anteil der Österreicher, die ein Sparbuch als geeignet sehen um Geld anzulegen, um 13%-Punkte auf nur mehr 47%.

Die Anlage-Renner sind nach wie vor Grundstücke / Immobilien (38%), Häuser / Wohnungen (33%) und Gold (28%). Seit dem Krisenjahr lassen sich hier satte Attraktivitätsgewinne von 4%-Punkten (für Gold) bis zu 8%- Punkten (Immobilien / Grundstücke) verzeichnen. Der Wunsch nach „Anlagen mit Bestand“ bleibt also ungebrochen.

Gold als Wertanlage liegt im Trend
Gold als Wertanlage liegt im Trend

Im Vergleich zu 2011 verharren diese drei Anlageformen aber auf dem selben – wenngleich hohen – Niveau. Die rasant steigenden Immobilienpreise, sowie ein konstant hoher Goldpreis, der sich im Vergleich zu 2009 verdoppelte, versetzt die Österreicher in eine „abwartende Haltung“. Sind bei diesen hohen Kaufpreisen noch Gewinne zu erwarten, oder muss man a la longue mit Wertverlusten rechnen?

Die Lebensversicherungen verharren auf niedrigem Niveau. Sie sind nur für 20% eine geeignete Anlageform. Wenn man dies mit den Spitzenwerten aus den Jahren 2004-2006 von um die 40% vergleicht, so ergibt sich hier eine glatte Halbierung.

Nicht besser ist es um Fonds, Anleihen / Wertpapiere oder Aktien bestellt. Die großen Krisenverlierer scheinen sich auch vier Jahre nach der Krise noch nicht richtig erholen zu können.

Allesamt sind sie nur für weniger als 10% der Österreicher eine geeignete Anlageform. Bei den Fonds gibt es zwar einen kleinen Aufwärtstrend auf niedrigem Niveau (von 4% 2009 auf 8% im Jahr 2012).

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erstarkung des Aktienmarktes im letzten Jahr in der Attraktivität der entsprechenden Anlageformen noch keinen Niederschlag gefunden hat.

Das generell niedrige Nennniveau von geeigneten Anlageformen – im Schnitt wurden 2,54 von 14 auf einer Liste vorgelegten Anlageformen als geeignet empfunden – zeugt von einer gewissen Verunsicherung bzw. Ratlosigkeit, was man mit dem Geld nun am besten machen sollte.

Als Vergleich dazu seien die Werte von 2004-2006 genannt, wo im Schnitt drei Anlageformen als geeignet betrachtet wurden. Der Wert von 2012 entspricht hier schon eher dem Krisenjahr 2009 von 2,52 Anlagen im Schnitt.

Dass die Österreicher prinzipiell nach wie vor auf der Suche nach sicheren Geldanlagen sind, zeigt eine weitere Frage. Hier wurde explizit gefragt, ob man beim Gedanken an die beste Geldanlage eher an eine sichere Anlage denkt oder an eine Anlage, bei der man etwas verdienen kann oder an eine längerfristige Wertanlage.

Für 69% ist eine „gute Anlage“ eine sichere Anlage. Man hätte zumindest das gerne wieder zurück, was man eingezahlt hat – ungeachtet hoher Erträge. Seit dem Krisenjahr 2009, in dem 73% zu einer sicheren Anlage tendierten gibt es kaum große Veränderungen.

Dies zeigt auch der Anteil jener, die an eine Anlage zum Verdienen (13%) oder eine längerfristige Wertanlage (10%) denken, der über die letzten Jahre ziemlich konstant geblieben ist.

Fazit: Einerseits wollen die Österreicher mehrheitlich eine sichere Anlageform. Andererseits sind die Nennungen geeigneter Anlageformen generell rückläufig. Das weist auf ein Dilemma hin: Anlageformen wie Sparbücher oder Bausparverträge mögen zwar sicher sein, meist frisst jedoch die Inflation jeden Ertrag weg.

Österreicher im MAK
Auf einen Cappuccino ins MAK und die Aktienkurse studieren (Photo: Ayaaa)

Immobilien, Wohnungen oder Gold sind zwar beständig, die derzeitigen Preise lassen jedoch Zweifel offen, ob hier nicht längerfristig wieder mit Verlusten zu rechnen ist. Und dem Aktienmarkt traut man offensichtlich sowieso noch nicht. Das Rezept der Österreicher: Abwarten und Tee trinken. Oder eine Melange.

Home Office: Zuhause arbeiten hat auch Nachteile

Eine Regus-Umfrage unter 24.000 Berufstätigen in über 90 Ländern zeigt auf, welche Herausforderungen das Home Office als Arbeitsplatz mit sich bringen kann

Work at home Dad
Home Worker haben es nicht leicht: Sie werden oft abgelenkt, sitzen schlecht und ihre Produktivität leidet. Das hat eine Umfrage ergeben (Illustraition: Regus)

Im Home Office zu arbeiten, das klingt nach einer verlockenden und praktischen Möglichkeit für Berufstätige, um ihre Pendelwege zu reduzieren und sich persönlich besser enfalten zu können.

Die Realität sieht etwas anders aus: In einer Umfrage von Regus, globaler Anbieter flexibler Bürolösungen, hielten über drei Viertel der österreichischen Befragten Ablenkung durch Kinder oder Familie für ein Hindernis beim Home Working.

Ein knappes Drittel (29%) sieht die unzureichende Ausstattung mit Bürotechnik (Drucker, Kopierer, Fax etc.) als Hemmnis für die Produktivität. Schwache Internet-Verbindungen, mangelnde Ergonomie der Arbeitsmöbel und sogar Ablenkung durch Haustiere sind weitere Gründe, die an der Produktivität der Home Worker nagen. Das sind nur inige der wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage, die Regus, globaler Anbieter flexibler Bürolösungen, unter 24.000 Berufstätigen in über 90 Ländern durchgeführt hat.

„Zu Hause zu arbeiten kann die Konzentration und Produktivität beeinträchtigen“, sagt Alisa Kapic, Regus Country Manager Austria.

Alisa Kapic
Regus Country Manager Austria Alisa Kapic (Foto: Weinwurm)

Mitarbeitende von Unternehmen sind normalerweise sehr dafür, flexible Arbeitsmethoden nutzen zu können. Es gibt ihnen die Möglichkeit, Pendelzeiten zu vermeiden und sich die Zeit so einzuteilen, wie es ihnen persönlich am besten entspricht.

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen allerdings: Am besten ist es, nicht im eigenen Zuhause zu arbeiten, sondern in einem professionellen Umfeld, das sich in der Nähe befindet und flexibel genutzt werden kann. So hat man die Vorteile der örtlichen Flexibilität, vermeidet aber die Nachteile des Home Office. Ablenkung durch die Familie gibt es keine, man hat einen ergonomischen Arbeitsplatz, kann Kunden professionell empfangen und steigert die Produktivität.

Für Berufstätige in Österreich sind die drei wichtigsten Hemmnisse beim Home Working:

  1. Kinder oder Familie beanspruchen Aufmerksamkeit (76%)
  2. Es fällt schwer, sich auf berufliche Dinge zu konzentrieren (46%)
  3. Kinder, Familie oder Haustiere stören beim Telefonieren (44%)

Für 29% ist die unzureichende technische Infrastruktur eine Produktivitätsbremse im Home Office., 17% der Befragten sehen mangelnde Ergonomie der Büromöbel als Problem – insgesamt gab es 15 verschiedene Gründe für mangelnde Produktivität im Home Office.

Marc nils home office 2004
Marc Nils bei der Arbeit in seinem Home Office (Foto: Wikipedia)

Kapic: „Zu Hause zu arbeiten erfreut sich steigender Popularität. Aber je mehr Menschen es ausprobieren, desto mehr kommen auch die Nachteile des Home Working zum Vorschein. Es ist nicht immer leicht, die privaten Bedürfnisse an die berufliche Aktivität zu Hause anzupassen. Zusätzlich zu den Ergebnissen unserer Umfrage gibt es Berichte, wonach Home Workers sich isoliert fühlen und unter zu wenig Sozialkontakt während des Alltags leiden. In flexibel nutzbaren, professionellen Arbeitsumgebungen schließen sie entweder neue Bekanntschaften oder treffen gegebenenfalls Kollegen aus dem eigenen Unternehmen. Besorgniserregend finde ich die Tatsache, dass fast jeder Fünfte unserer befragten Home Workers über eine schlechte Sitzposition aufgrund unprofessioneller Einrichtung klagt. Schlechte Haltung am Arbeitsplatz kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Alles in allem zeigt unsere Umfrage, dass Home Working nicht die beste Art ist, um flexibel zu arbeiten.”

Backgroundinformation zur Methodik

Über 24.000 berufstätige Personen aus der weltweiten Regus-Kundendatenbank wurden im September 2012 befragt. Die Regus-Datenbank umfasst über 1 Mio. Kunden, hauptsächlich Führungskräfte und Unternehmer aus der ganzen Welt. Die Befragten wurden um ihre Meinung gebeten, was die größten Herausforderungen beim Home Working seien. Die Umfrage wurde von MindMetre durchgeführt, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen.

Das papierlose Büro bleibt ein Traum

Das papierlose Büro ist noch immer keine Realität in vielen Unternehmen (Illustration: Iron Mountain)
Das papierlose Büro ist noch immer keine Realität in vielen Unternehmen (Illustration: Iron Mountain)

In einer Studie hat Iron Mountain, Dienstleister für Dokumentenmanagement und Datenschutz, festgestellt, dass das papierlose Büro für viele europäische Firmen nicht realisierbar ist: Dokumente auf Papier nehmen in Unternehmen eine wichtige Rolle ein und werden in naher Zukunft auch nicht aus den Büros verschwinden.

Die Studie zeigt gleichfalls, dass für viele Unternehmen die Verwaltung von großen Papierarchiven auf ihrem Standort problematisch ist: Durch überlastete und unorganisierte Archivsysteme sind diese Firmen verstärkt dem Risiko ausgesetzt, Daten zu verlieren oder zu beschädigen. Zudem sind sie nicht in der Lage, ihre Informationen voll nutzbar zu machen.

Im Rahmen der Studie wurden Informationsmanagement-Entscheider im rechtlichen, produzierenden, pharmazeutischen und Finanz-Sektor in Deutschland, England, Frankreich, Holland, Spanien und Ungarn befragt. Es stellte sich heraus, dass mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Unternehmen den Großteil ihrer Papierunterlagen in einem zentralen Archiv auf dem Firmengelände lagert. Oft werden Unterlagen in Kellerräumen archiviert, wodurch sensible Kundendaten und geschäftskritische Dokumente Risiken wie Überschwemmung, Schimmel oder Schäden durch Nagetiere ausgesetzt sind.

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) aller von Iron Mountain befragten Unternehmen gab an, dass der Großteil ihrer wichtigen Kundendaten in Papierform archiviert ist. 45 Prozent sagten, dass ihre Ressourcen hinsichtlich Speicherung und Zugang zu Speicherdaten stark ausgelastet sind: Wichtige Informationen können sie deshalb nicht schnell genug abrufen. 37 Prozent gingen sogar so weit, ihre Dokumentenarchivierung als chaotisch zu bezeichnen, mit kaum erkennbaren Strukturen; und abgelegten Dokumenten, die nie wieder auftauchen. Besonders alarmierend ist, dass zwei Prozent der Firmen über keinerlei Strukturen für die Archivierung von Kundendaten verfügen.

Nur 24 Prozent glauben, dass sie angemessenen Zugang zu ihren Kundendaten haben und so effektives Kundenmanagement betreiben können. 49 Prozent befürchten, wertvolle historische Dokumente zu verlieren; ein Viertel sieht sich nicht in der Lage, ein System für Dokumentenmanagement einzuführen, das Unterlagen in Papier- und in digitaler Form gleichermaßen gerecht wird.

„Das papierlose Büro mag für viele ein unrealistisches Ziel sein, eine papiereffiziente Umgebung ist aber erreichbar“, glaubt Hans-Günter Börgmann von Iron Mountain Deutschland. „Firmen produzieren, kopieren und archivieren Papierdokumente – und sie werden es auch weiter tun. Unsere Untersuchung zeigt, dass bislang nur ein Prozent der europäischen Unternehmen eine papierlose Arbeitsumgebung geschaffen hat.

Und: „Wir raten, bei der Digitalisierung von Papierdokumenten nichts zu überstürzen. Stattdessen sollten sich Unternehmen mit der Frage beschäftigen, wie sie ihre Informationen nutzen, und dann die Unterlagen digitalisieren, auf die sie regelmäßig zugreifen. Firmen müssen ihre Ressourcen auf die wichtigsten Dokumente bündeln: Geschäftsunterlagen, Kundendaten und Business Intelligence. Den Rest der Dokumente können Unternehmen für eine bestimmte Zeit außerhalb des Betriebsgeländes lagern – als Teil eines Corporate Information Responsibilty-Programms.“

Mehr Hintergrund-Infomationen zum Thema papierloses Büro, Datensicherheit, Datenmanagement und relevante IT-Themen sowie aktuelle Internet-News für KMU bietet das Magazin Monitor.

Wirtschaft: KMU blicken positiv in die Zukunft

Die österreichischen Unternehmen blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen belegt. Die repräsentative Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von KMUs mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 175 Mio. EUR in ganz Österreich erfasst.

Knapp die Hälfte (48%) der Unternehmer prognostizieren ihrem Betrieb in den nächsten drei bis fünf Jahren starkes Wachstum, etwa genauso viele (47%) glauben zumindest an eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung. Zwei Drittel der Befragten (66%) rechnen mit steigenden Umsätzen, 36% haben 2011 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. Der Finanzierungsbedarf bleibt weiterhin niedrig, lediglich 26% planen in den kommenden zwei Jahren einen Kredit für ihr Unternehmen aufzunehmen.

Österreichs KMUs weiterhin positiv gestimmt 

Headquarters of the bank Erste Bank, in Vienna...
Erste Bank-Zentrale in Wien (Foto: Wikipedia)

Trotz der Negativmeldungen rund um Rezession und Kreditklemme bleiben die österreichischen KMUs positiv gestimmt. 48% glauben an das Wachstum des eigenen Betriebs, das sind lediglich 2% weniger als im vergangenen Jahr. „Die österreichischen Unternehmen sind zu Recht selbstbewusst. Die Klein- und Mittelbetriebe sind die Helden der österreichischen Wirtschaft. Wir verdanken ihnen, dass unsere Wirtschaftsleistung im europäischen Vergleich so gut dasteht“, zeigt sich Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank, über die Umfrageergebnisse erfreut. Auch wenn die Wirtschafts-forscher kürzlich ein anderes Bild prognostizierten, rechnen die Unternehmer weiterhin mit Wachstum.

Wien, Vorarlberg und Tirol besonders zuversichtlich 

Im Österreichvergleich blicken vor allem die Wiener positiv in ihre betriebliche Zukunft, 59% (+8% im Vergleich zum Vorjahr) rechnen mit einer gestärkten Marktposition, aber auch im Westen Österreichs, in Vorarlberg (51%) und Tirol (49%), ist die Hälfte der Unternehmer zuversichtlich. Am pessimistischsten ist man im Burgenland, hier rechnen 10% mit einem Rückgang. Erfolgsfaktoren für die Zukunft sind vor allem Modernisierung, Kooperationen und neues Personal.

Für mehr als die Hälfte ist die Modernisierung des Betriebs ein Schlüsselfaktor, 73% planen in den nächsten zwei Jahren dafür Investitionen ein. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette verlängern, wollen immerhin 58% wachsen. Positiv ist auch die Entwicklung in puncto Personal zu sehen, die Hälfte aller befragten Firmen betrachtet die Aufnahme neuer Mitarbeiter als wichtige Maßnahme für den wirt-schaftlichen Erfolg. Überraschend sind auch die Expansionspläne: Ein Fünftel der befragten Unternehmen wollen neue Betriebsstandorte gründen.

Finanzierungsbedarf nahezu unverändert 

Diese Pläne wollen die österreichischen KMUs aber hauptsächlich aus eigener Kraft umsetzen und organisch wachsen. Insgesamt sehen nur 26% der Betriebe in den nächsten zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf in Form eines Bankkredits, bei den größeren Unternehmen mit 5 bis 175 Mio. EUR Umsatz sind es 32%. Die geschätzte Kredithöhe liegt bei knapp der Hälfte der Betriebe mit Finanzierungsbedarf aber unter 500.000 EUR. Diese Mittel sollen hauptsächlich zur Modernisierung (61%) eingesetzt werden, mit großem Abstand folgen Kundengewinnung sowie Rationalisierungsmaßnahmen (jeweils 16%). Die Kapitalbeschaffung über eine Stärkung der Eigenmittel zu erzielen kommt nur für 45% in Frage.

2011 war für die Sparkassengruppe ein sehr starkes Jahr. Insgesamt wurden österreichweit 10,4 Mrd. an neuen Krediten vergeben, das ist im Vergleich zum Jahr 2010 eine Steigerung um 33%. Auch im ersten Halbjahr 2012 wurden bereits 5.123 Mrd. Neukredite vergeben. „Wir wollen weiterhin in unsere langfristigen Kundenbeziehungen investieren und unseren Kunden ein verlässlicher Bankpartner sein“, so Bosek.

Neue Branchenstudie fordert neue Infrastruktur auf Airports

Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)
Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)

In der groß angelegten Studie mit dem Titel Reinventing the Airport Ecosystem beschreibt Amadeus die Enttäuschungen, die Kunden an den Flughäfen von heute erleben, und entwirft Wege, wie sich Airports bis zum Jahr 2025 neu definieren. werden. Der Report zeigt zudem, wie neue Betriebsmodelle das Geschäft über klassische Flughafen-Einnahmen hinaus erweitern.

Die Studie hebt verschiedene neue Modelle hervor:

  • Mini-Stadt: Das Modell steht für eine autarke Einheit, die einzigartige Geschäfte, Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants, Arbeitsstätten und Wohnräume bietet – und möglicherweise eigene Nahrungsmittel anbaut und den Energiebedarf selbst erzeugt.
  • Stadterweiterung: Durch die enge Verzahnung mit der Stadt in seiner Nähe bietet der Flughafen das Beste aus der lokalen Kulturszene, der Flughafen-Geschichte und der regionalen Küche.
  • Einkaufszentrum: Einkaufsmöglichkeiten am Flughafen, Freizeit- und Unterhaltungsangebote – verfügbar nicht nur für Fluggäste – werden genau so interessant wie die in Zielgebieten sein oder sogar interessanter. 15 Prozent der befragten Reisenden erwarten, dass dieses Modell bis zum Jahr 2025 vorherrscht.
  • „Walkway“-Konzept: In diesem Szenario werden viele der gegenwärtigen Airport-Prozesse künftig von den Passagieren aus der Ferne erledigt – von zu Hause oder einem virtuellen Terminal aus, zum Beispiel auf einem mobilen Endgerät. Die verbleibenden Abläufe am Flughafen werden stark automatisiert sein mit dem Ziel, die Zahl der Prozessschritte zu minimieren und ihre Geschwindigkeit zu erhöhen.
  • Busbahnhof-Konzept: Am kostengünstigen Ende der Möglichkeiten liegt das „Busbahnhof“-Modell mit einer No-Frills-Atmosphäre, wo Geschwindigkeit und Effizienz im Mittelpunkt stehen.
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)

Die Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports, darunter Seoul-Incheon, Singapur-Changi, London-Gatwick, Berlin-Tegel und New York JFK.

Sie wirft außerdem einen Blick auf das Reisen in 20 Jahren, um ein realistisches Bild davon zu zeichnen, wie die Entwicklung der Technologie und gesellschaftliche Trends zu neuen Betriebsmodellen und damit zu einer Neudefinition der Passagierprozesse führen.

„Es gibt Bedarf dafür, die Infrastruktur von Flughäfen grundsätzlich neu zu überdenken. Dahinter stehen eine Reihe von Makrotrends wie wachsende Ansprüche der Reisenden, neue Technologien und die Notwendigkeit für die Branche, umgehend neue Umsatzmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Julia Sattel, Senior Vice President Airline IT bei Amadeus.

„Stellen wir uns einen Flughafen vor, auf dem es soviel Spaß macht, einzukaufen, dass die Kunden auch ohne zu fliegen dorthin kommen, oder eine App für den Einkauf an Bord, die dafür sorgt, dass die Waren gleich nach der Landung zur Abholung bereit stehen. Die Zukunft wird vielversprechend, aber Flughäfen, Fluggesellschaften und die ganze Infrastruktur müssen gemeinsame Entscheidungen fällen, um dieses Potenzial zu erschließen.“

Rohit Talwar, Chief Executive Officer von Fast Future Research und Ko-Autor der Studie, fügt hinzu: „Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie können wir damit rechnen, dass sich die Flughafen-Infrastruktur in den kommenden 20 Jahren dramatisch verändert.

Die Beteiligten suchen in zunehmendem Maß nach neuen Umsatzquellen – zum Beispiel durch Einzelhandel, Restaurants, Freizeitangebote und Immobilien. Es ist ganz eindeutig: Unabhängig, für welches Modell sich ein Flughafen entscheidet, auf Grund neuer Technologie werden Flughafen-Infrastrukturen intelligent mit einer großen Menge an Daten und Wissen, sie werden anpassungs- und reaktionsfähig – zum großen Nutzen der Reisenden.“

„Die Studie unterstreicht, wie schnell sich dieser wichtige Teil der Reisekette verändert“, sagt John Jarrell, Vice President und Head of Airport IT bei Amadeus. „Wir bei Amadeus pflegen eine Leidenschaft, Flughäfen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, und engagieren uns stark dafür, die Lücke zu schließen, die schon immer zwischen Flughäfen und Airlines klafft. Eine neue Infrastruktur kann tatsächlich nur durch engere Zusammenarbeit Wirklichkeit werden. Ich hoffe, diese Studie regt in der Branche Diskussionen an und zeigt gleichzeitig, wie das Erlebnis der Reisenden bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus verbessert wird.“

Zukunftsperspektiven für Reisende

Die Untersuchung ergab, dass „stressfreie Flughafenprozesse“ für Reisende der wichtigste Punkt sind: 72 Prozent der weltweit Befragten ist der Meinung, dass der Weg der Reisenden vom Check-in bis zum Einstieg in das Flugzeug nicht effizient ist. 69 Prozent der Reisenden wünschen sich verbesserte Sicherheitsprozesse. Passagiere erwarten zudem, dass Flughäfen ihnen ein Gefühl für das Land und seine Kultur vermitteln, sodass Airport und Flug ein Teil des Gesamt-Reiseerlebnisses werden (81 Prozent).

In den Augen der Reisenden wird Technologie für die Prozesse an Flughäfen immer wichtiger. Viele von ihnen wünschen sich über ihre Mobiltelefone eine stärkere Kontrolle über ihren Flughafenaufenthalt – die Navigation über „Touch Points“ (63 Prozent), die Nutzung von Vielfliegerkarten als dauerhafte Bordkarten (59 Prozent), die Vorteile fest angebrachter elektronischer Gepäckanhänger (57 Prozent) sowie die Automatisierung des gesamten Spektrums der Flughafenprozesse einschließlich der Gepäckaufgabe (48 Prozent).

Soziale Medien werden als wichtiges Instrument für den Echtzeit-Austausch von Ideen, Informationen und Rückmeldungen zwischen Flughafen und Reisenden während des Aufenthalts am Airport gesehen. Über diese Medien erwarten die Kunden, dass ihre Verbesserungsvorschläge wahrgenommen werden (69 Prozent), dass sie wichtige Informationen erhalten (66 Prozent), in Echtzeit ihre Meinung kundtun können (53 Prozent) und als Vielflieger und Stammkunden belohnt werden (51 Prozent).

Die Studie wurde entworfen, um wichtige Erkenntnisse zur Zukunft der Flughäfen zu liefern und die Diskussion darüber anzuregen. Zu Grunde liegen Befragungen sowie mehr als 70 qualitative Interviews mit Branchenexperten von Flughäfen, Fluggesellschaften und anderen Unternehmen einschließlich Technologie-Partnern und Flughafen-Designern. Diese Interviews wurden anschließend validiert – mit Hilfe einer weltweiten Passagierumfrage mit 838 Teilnehmern aus einer Reihe von Märkten auf der ganzen Welt, einschließlich Europa, Nordamerika und Asien.

Weitere interessante News, Berichte, Kommentare und Backgroundstories finden Sie im Geschäftsreisemagazin executive word, das im Verlag Bohmann sechsmal jährlich erscheint und mit einer verbreiteten Druckauflage von 75.000 Exemplare an die Premiumzielgruppe Unternehmer, Manager, Führungskräfte, Entscheider, KMU-Inhaber und Travel Manager verschickt wird

Jugend versteht Politikersprache nicht

Mehr als 30.000 Jugendliche befragten die Studierenden der design akademie berlin (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger und Tobias Weißenfels) unter Leitung ihrer Professorin Dr. Bettina Fackelmann zu ihrer Wahrnehmung politischer Sprache und dem Interesse an politischen Themen.

Die Ergebnisse zeigen: Anders als oftmals angenommen sind die jungen Wähler durchaus am politischen Geschehen interessiert, fühlen sich durch die abgehobene Sprache jedoch zunehmend getäuscht.

Fast ein Jahr arbeiteten Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Marketingkommunikation an der umfassendsten Studie zum Thema Jugend und Politik, die in Deutschland derzeit vorliegt.

Der Anstoß zum Projekt kam von Bettina Fackelmann, Professorin für Public Relations und Kommunikationsmanagement: „Immer wieder musste ich feststellen, dass – insbesondere weibliche – Studierende kein Interesse an wesentlichen politischen Themen zeigten. Dem wollte ich wissenschaftlich auf den Grund gehen.“

Prof. Dr. Fackelmann ging zusammen mit einem Team von Studierenden (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger, Tobias Weißenfels sowie Stefanie Talaska) auf die Friedrich-Ebert-Stiftung zu, um das Forschungsvorhaben vorzustellen und bekam grünes Licht. Die Studierenden führten zunächst 27 Gruppeninterviews an Berliner Schulen durch und entwickelten darauf basierend einen Online-Fragebogen, der von mehr als 30.000 Jugendlichen ausgefüllt wurde.

Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Jugendliche weit mehr politisches Interesse haben, als gemeinhin angenommen. Allerdings verlangen sie von den Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“.

Frank Krüger (Student des B.A. Marketingkommunikation im 6. Semester) hat die Erkenntnis überrascht, „dass oft Politiker selbst der Auslöser für die angenommene Politikverdrossenheit der Jugend sind“. Und Nina Arnold (Studentin des B.A. Marketingkommunikation im 3. Semester) ergänzt: „Unsere Studie hat gezeigt, dass Zuhören sehr viel bewirken kann. Ich wünsche mir, dass Jugendlichen auch von Seiten der Politik mehr Gehör geschenkt wird.“ Die komplette Studie ist online verfügbar auf www.sprichst-du-politik.de. (Quelle: eMagazin BILDUNGaktuell)