Schlagwort-Archive: Travel Manager

HRG-Studie: Hotelpreise steigen

Design Hotel 25h Vienna
Design Hotel 25h Vienna: Die österreichische Metropole liegt bei Hotelpreisen im Europa-Durchschnitt

Mit einer globalen Untersuchung unterstützt HRG das Kundenbedürfnis nach besserer Kostenkontrolle im Reisemanagement. Die HRG-Hotelstudie 2013 zeigt, dass die Entwicklung der Logis-Kosten im Geschäftsreisebereich höchst differenziert betrachtet werden muss.

„Unsere Hotelstudie zeigt, dass regionale Trends an Bedeutung verlieren, während einzelne Städte hervorragende Rollen in einer kleiner werdenden Welt spielen. Es sieht so aus, als würden die Hotelkosten steigen. Geht man jedoch ins Detail, lässt sich erkennen, dass das Bild innerhalb einzelner Länder, sogar innerhalb einzelner Regionen sehr unterschiedlich ausfallen kann.“ so Stewart Harvey, Group Commercial Director von HRG.

Harvey: „Seit mehreren Jahren beobachten wir, dass Unternehmen erhöhtes Kostenbewusstsein an den Tag legen und bei Geschäftsreisen stärker auf den Preis achten. Dieser Fokus auf Planung und Controlling wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. HRG ist es ein besonderes Bedürfnis, gemeinsam mit den Kunden zu analysieren, wie und wann Reiseleistungen unter laufenden Herausforderungen am besten und günstigsten buchbar sind.“

Eine der wesentlichen Erkenntnisse der aktuellen Studie ist, dass vorteilhafte Wechselkurse internationale Geschäftsreisende vor den Auswirkungen stark steigender Hotelkosten in Städten wie Rio de Janeiro oder Buenos Aires schützen. Die wichtigsten weiteren Trends finden Sie hier kurz zusammengefasst:

  • Im weltweiten Durchschnitt stiegen die Preise 2012 um 1,4% (Anm.: +1% 2011)
  • Die Preise in den Finanzmetropolen wie London, New York, Hong Kong und Singapore stiegen ebenfalls. Diese Entwicklung kann auf ein wiedergewonnenes Vertrauen in den Finanzsektor zurückgeführt werden.
  • Der europäische Markt weist uneinheitliche, saisonal stark schwankende Preise auf. Während in Städten wie Barcelona und Athen die Entwicklung wechselhaft war, ließ sich in Deutschland eine stabilere Situation beobachten. Steigende Auslastungszahlen in Städten wie Frankfurt und Berlin führten dort zu einem steigenden Preisniveau.
  • Nach starken Rückgängen in den vergangenen Jahren verzeichnet Dubai wieder Preisanstiege. Die lokalen Hotelpreise haben wieder das Niveau aus der Zeit vor dem Arabischen Frühling erreicht. Andere Metropolen der Region verzeichnen weiterhin Rückgänge im Geschäftsreiseaufkommen.
  • Der US-Hotelmarkt verzeichnete generell steigende Preise. Eine Ausnahme bildete die Hauptstadt Washington D.C. (-14%), wo die Nachfrage im Business-Bereich zurück gegangen ist.
  • Moskau bleibt das neunte Jahr in Folge die teuerste Destination für Geschäftsreisende. Mit einer Preiserhöhung von 4% im Vergleich zum Vorjahr konnte der deutliche Abstand zu anderen Städten weiterhin gehalten werden.
  • Die stärksten Preiserhöhungen konnten in den brasilianischen Metropolen Rio de Janeiro (+19%) und Sao Paulo (+15%) festgestellt werden. Im allgemeinen kann der Geschäftsreisemarkt in Südamerika als wachsend beschrieben werden.

Asien, Nord- und Südamerika verzeichneten gesamt steigende Preise im Vergleich zum Vorjahr. Alle anderen Regionen weisen dem gegenüber insgesamt fallende Preise aus. Die anhaltende Weltwirtschaftskrise und die unbeständigen wirtschaftlichen Umfeldbedingungen der Eurozone führten zu einem Abfall der Preise um durchschnittlich 9%. Ein Abbild der globalen wirtschaftlichen Entwicklung ist auch im Geschäftsreisemarkt zu sehen: Wachstumsmärkte wie Lateinamerika rücken immer weiter ins Rampenlicht der Geschäftsreisenden.

Auch der Blick auf den europäischen Markt bietet ein sehr differenziertes Bild: Städte wie Barcelona, Dublin und Athen, deren nationale Wirtschaft stark von der aktuellen Krise betroffen waren und sind, verzeichneten rückläufige Hotelpreise. Das Beispiel Barcelona zeigt, wie stark die Schwankungen waren, denen die Märkte im vergangenen Jahr unterlagen: Auf einen Preisabfall von 39% im 1. Quartal folgte ein Anstieg um 32% im letzten Vierteljahr. Am Ende des Jahres blieb keine messbare
Veränderung im Vergleich zum Vorjahr.

Ein ganz anderes Bild war in Frankfurt zu beobachten: Das Wiederaufleben des Bank- und Finanzsektors führte dort zu einer Preissteigerung von 4%. Die letztjährigen Entwicklungen auf anderen etablierten Märkten wie Berlin, London oder Paris verleiten zu einem klaren Schluss: Im Geschäftsreise-Europa gibt es eine Trennung zwischen Nord und Süd.

Auch Wien wurde in der Studien erfasst: Die durchschnittlichen Zimmerpreise für Geschäftsreisende in der Bundeshauptstadt lagen 2012 bei 165,09 EUR. Daraus ergibt sich ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zu den Werten des Vorjahres. Im europäischen Vergleich entspricht das einer durchschnittlichen Entwicklung.

Backgroundinformation

Seit 21 Jahren führt HRG im Abstand von einem halben Jahr eine Studie über die Entwicklungen der Hotelpreise in den wichtigsten Geschäftsreisemärkten durch. Die Studie soll einen Einblick in das weltweite Verhalten im Bereich Geschäftsreisen geben. Die Daten der aktuellen Studie entstammen einer Kombination der Wirtschaftsfaktoren im Zeitraum Jänner–Dezember 2012. Referenzwerte beziehen sich auf den Zeitraum Jänner–Dezember 2011.

HRGHogg Robinson Group plc (HRG) ist ein internationaler Anbieter hochwertiger Unternehmensdienstleistungen mit Hauptsitz in Basingstoke, UK. 1845 gegründet, spezialisiert sich HRG heute auf die Geschäftsfelder Reise-, Kosten- und Datenmanagement auf Basis eigener technischer Lösungen und Produkte. Mit einem weltweiten Netzwerk, das mehr als 120 Länder umfasst, bietet HRG in Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Afrika, Lateinamerika sowie im Nahen Osten und Westasien exzellentes lokales Marktwissen gekoppelt mit globaler Expertise.

Werbeanzeigen

Geschäftsreisen: Werden Flugpreise wieder steigen?

Österreichische Travel Manager befürchten steigende Flugpreise. In einer Blitzumfrage der austrian business travel association (abta), äußerten 78 Prozent der Befragten, dass sie im Jahr 2013 steigende Flugpreise erwarten.

Miguel Dieterich
abta-Präsient Hanno Kirsch: Preissteigerungen bitte nicht  zu Lasten der Geschäftsreisenden (Foto: Miguel Dieterich)

Diese Erwartung steht in deutlichem Kontrast zum Hotelmarkt. Hier erwartet die Mehrheit der Befragten, genau 53 Prozent, dass die Preise zumindest gleich bleiben. Hanno Kirsch, Präsident der abta: „Wir haben zwar Verständnis für die Bemühungen der Airlines, ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern, doch sollte das nicht zu Lasten der für die Gesamtwirtschaft so wichtigen Geschäftsreisenden geschehen.“

Rund 60 Prozent der Befragten berichten aus ihren Unternehmen, dass die Zahl der Geschäftsreisen im Jahr 2013 überwiegend gleich bleiben wird. Rund 31 Prozent der Unternehmen werden häufiger als in den Vorjahren unterwegs sein. Da Geschäftsreisen als verlässlicher Konjunktur-Indikator gelten, spiegeln diese Ergebnisse eine insgesamt vorsichtig-optimistische Geschäftserwartung österreichischer Unternehmen wider.

Auf die Frage, mit welchen Themen sich die Travel Manager persönlich am intensivsten beschäftigen werden, stehen eindeutig Effizienzthemen an der Spitze: An erster Stelle wird „Kostensenkung“ mit 31 Prozent genannt, gefolgt von „bessere interne Abwicklung“ und „Einführung eines Travel Management Systems.“

Beziehungsorientiertes Traveler Management

Das neue White Paper von BCD Travel empfiehlt den Aufbau engerer Beziehungen zu reisenden Mitarbeitern

Das aktuelle White Paper von BCD Travel rät Travel Managern zum Umdenken. Traveler Management: How to influence your employees to plan, book and travel smarter argumentiert, dass im Travel Management der Aufbau enger Beziehungen zu den Reisenden erfolgversprechender ist als „Vorschreiben und Kontrollieren“.

„Wenn es um die Motivation eines Angestellten im Informationszeitalter geht, gilt:  Zuckerbrot ist besser als Peitsche.“ so Torsten Kriedt, Vice President of Product Planning and Intelligence von BCD Travel.

„Wie lässt sich nun diese Erkenntnis einsetzen, um Reisende beispielsweise zu frühzeitigen Buchungen zu bewegen?“ Und wie lässt sich ein bestehendes Geschäftsreiseprogramm weiter verbessern, wenn scheinbar bereits alle Einsparpotentiale ausgeschöpft sind? Die Antwort liegt in der Stärkung der Entscheidungskompetenz der Reisenden.“

Traveler Management lässt sich grob in zwei Bereiche einteilen: Steuerung der Nachfrage und des Kaufverhaltens. Die Nachfragesteuerung nimmt Einfluss auf die Anzahl der Reisen.

Die Steuerung des Kaufverhaltens beeinflusst dagegen die Reiseplanung, wie viel Reiseende ausgeben und bei welchem Anbieter. Beide Ansätze können Unternehmen dabei helfen, Geld zu sparen, die Produktivität zu steigern und die Sicherheit von Reisenden zu erhöhen.

Fallstudien erläutern, wie namenhafte Unternehmen dieses Wissen erfolgreich eingesetzt haben:

  • Coca-Cola – Wie sich ein Unternehmen das Konkurrenzdenken von Reisenden zunutze machte, um die Einhaltung der Reiserichtlinie zu stärken.
  • IKEA – Wie die Anzahl der Geschäftsreisen reduziert werden konnte und das Unternehmen dennoch im Geschäft blieb.
  • Nokia – Wie die Einstellung der Mitarbeiter zur Notwendigkeit des Reisens erfolgreich und im Einklang mit der Unternehmensstrategie geändert werden konnte.

Außerdem zeigt das White Paper hilfreiche, praktische Beispiele auf, wie Kaufentscheidungen von Reisenden beeinflusst werden können. Hier die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen im Überblick:
Bestehende Reiseprogramme bieten immer weniger Möglichkeiten, Einsparungen über den Einkauf von Leistungen zu erzielen.

  • Ein Travel Management, das auf die Durchsetzung von Richtlinien setzt und das  Ausgabeverhalten des Reisenden diktiert, wird zunehmend ineffektiv.
  • Neue Technologien wie Social Media und mobile Services führen zu einer dramatischen Änderung des Buchungsverhaltens der Reisenden und somit zu stärkeren Abweichungen vom vorgegebenen Geschäftsreiseprogramm. Travel Manager können sich diese Trends zunutze machen, um die Einhaltung der Reiserichtlinie sogar zu stärken.
  •  Effektives Traveler Management folgt vier wichtigen Phasen: Planung, Verkauf, Intervention, Prüfung.

Planung: zeigt grundlegende Schritte zur Reduzierung unnötiger Reisen und die Maximierung des Return on Invest von gebuchten Reisen auf. Verkauf: zielt auf effektive Methoden, um Reisende zu überzeugen, die vom Unternehmens bevorzugten Leistungsträger zu wählen. Intervention: identifiziert kritische Momente vor und während einer Reise, wenn auf Kaufentscheidungen von Reisenden besonders effektiv Einfluss genommen werden kann. Prüfung des Reiseprogramms: untersucht, welche Bedeutung dem Sammeln von Feedback der Reisenden zukommt, um sowohl den Bedürfnissen der Reisenden, als auch den Anforderungen des Arbeitgebers bestmöglich gerecht werden zu können.

Das komplette White Paper Traveler Management: How to influence your employees to plan, book and travel smarter steht zum Herunterladen bereit.

Ancillary Fees: Das Milliardengeschäft der Airlines

American Airlines beim Start
Die Ancillary Services sind ein durchaus lukratives Zusatzgeschäft für die Fluggesellschaften. Vor allem große US-Fluglinien wie etwa American Airlines profitieren von den Zusatzumsätzen (Foto: American Airlines)

Das Körberlgeld der AIrlines vermehrt sich von Jahr zu Jahr: Die lukrierten und oft intransparenten Zusatzumsätze der Fluggesellschaften werden bis Ende 2012 weltweit 36,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Das ist das Ergebnis des Amadeus Worldwide Estimate of Ancillary Revenue von IdeaWorksCompany, der führenden Beratungsgesellschaft für Airline-Zusatzumsätze, und Amadeus.

Im Juli hatten Amadeus und IdeaWorksCompany die Zusatzumsätze von 50 Fluggesellschaften für das Jahr 2011 veröffentlicht. Diese Zahlen wurden jetzt auf eine größere Zahl von 176 Airlines hochgerechnet, um eine Übersicht der Zusatzumsätze für die Fluggesellschaften der Welt im Jahr 2012 zu erhalten. Mit dem Amadeus Worldwide Estimate of Ancillary Revenue stellen Amadeus und IdeaWorksCompany bereits zum dritten Mal eine Prognose der weltweiten Zusatzumsätze zur Verfügung.

Die Grafik 1 zeigt die Prognose der Zusatzumsätze 2012 (© Amadeus Austria)
Die Grafik 1 zeigt die Prognose der Zusatzumsätze 2012 (© Amadeus Austria)
Die Grafik 2 stellt dar, wie sich die Zusatzumsätze zusammensetzen (© Amadeus Austria)

Zusatzumsätze sind ergänzende Angebote über das Kerngeschäft der Passagierbeförderung hinaus. Zu dem breiten Spektrum gehören: Provisionen für die Vermittlung von Hotelbuchungen, der Verkauf von Vielfliegermeilen an Partnerunternehmen sowie die Bereitstellung von „À-la-carte-Services“, die den Kunden mehr Auswahl bieten.

„Dass Zusatzumsätze in diesem Jahr um mehr als elf Prozent steigen, ist viel versprechend und zeigt die bedeutenden Geschäftschancen für Fluggesellschaften. Um davon zu profitieren, ist allerdings ein Vertriebskanal übergreifender Ansatz unerlässlich, der die Chancen des Verkaufs von Zusatzleistungen über Reisebüros erschließt“, sagt Holger Taubmann, Senior Vice President Distribution bei Amadeus.

„Für Amadeus hat die Unterstützung der Airlines bei der Nutzung dieser Chancen unverändert höchste Priorität. Wir arbeiten inzwischen mit 53 Airlines zusammen, die Amadeus Airline Ancillary Services nutzen, um ihre Zusatzumsatz-Strategie voranzubringen.“

„Um den Verkauf von Zusatzleistungen zu stärken, ist es von höchster Bedeutung, dass Fluggesellschaften den Branchenstandard Electronic Miscellaneous Document anwenden“, sagt Julia Sattel, Senior Vice President Airline IT bei Amadeus.

„Amadeus hat viel zur Akzeptanz des EMDs in der Branche beigetragen und war das erste globale Vertriebssystem, über das Reisebüros EMDs ausgestellt haben. Wir unterstützen unsere Kunden durch die Entwicklung von Lösungen, die auf Industriestandards basieren. Damit können sie die große Chance nutzen, die Zusatzleistungen bieten. Im ersten Halbjahr 2012 wurden über Amadeus 4,88 Millionen EMDs ausgestellt. Das belegt die Bedeutung von Zusatzleistungen für höhere Umsätze und nachhaltiges Wachstum.“

Die Analyse von IdeaWorks zeigt Gruppierungen (oder Kategorien) von Fluggesellschaften, basierend auf ihrer Fähigkeit, Zusatzumsätze zu generieren. Die Ergebnisse für den „Prozentanteil am Umsatz“ aus vier definierten Kategorien wurden auf eine weltweite Liste der veröffentlichten operativen Umsätze von 176 Fluggesellschaften angewendet. Die vier Kategorien sind wie folgt definiert:

• Klassische Fluggesellschaften: Diese Kategorie umfasst als Sammelbegriff den Großteil aller Fluggesellschaften. Die Zusatzumsätze können beispielsweise aus Entgelten für zusätzliches oder schweres Gepäck bestehen sowie aus dem Verkauf von Vielfliegermeilen an Partnerunternehmen. Dieser Gruppe wird unverändert ein Durchschnitt von 2,9 Prozent zugeschrieben. Zu den Beispielen gehören Air Canada, Air New Zealand, Copa, Etihad, Finnair und South African Airways. Die Zusatzumsätze 2012: 12,788 Mrd. US-$

• Große US-Fluggesellschaften erzielen starke Zusatzumsätze durch die Kombination von Vielflieger-Umsätzen und Gepäckentgelten. Für diese Gruppe wird ein Durchschnitt von 10,1 Prozent angenommen, also weniger als die erreichten 11,9 Prozent im Jahr 2011. Zu den Beispielen gehören Alaska, American Airlines und United. Die Zusatzumsätze 2012: 12,399 Mrd. US-$

• Ancillary-Revenue-Champions entwickeln die größte Aktivität, was den Anteil am operativen Umsatz angeht. Dieser Gruppe wird ein Durchschnitt von 19,7 Prozent beigemessen, also nur geringfügig weniger als die 19,8 Prozent des Jahres 2011. Zu den Beispielen gehören AirAsia, Allegiant Air, easyJet und Spirit Airlines. Die Zusatzumsätze 2012: 5,555 Mrd. US-$

• Low Cost Carrier auf der ganzen Welt setzen üblicherweise auf eine Mischung aus À-la-carte-Entgelten, um zufriedenstellende Zusatzumsätze zu erzielen. Dieser Gruppe wird ein Durchschnitt von 7,2 Prozent zugeschrieben, also mehr als die 6,5 Prozent des Jahres 2011. Zu den Beispielen gehören Jazeera Airways, JetBlue, Norwegian, Pegasus, Southwest und GOL. Die Zusatzumsätze 2012: 5,376 Mrd. US-$

Obwohl die International Air Transport Association (IATA) ihre Prognose der Airline-Gewinne für 2012 um 1,1 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 4,1 Milliarden US-Dollar angehoben hat, bleibt das Geschäftsumfeld eine Herausforderung. Die gegenwärtige Situation hat Zusatzumsätze für Airlines auf der ganzen Welt attraktiver und erforderlich gemacht.

Würden Airlines auf Zusatzumsätze verzichten, würde das für viele von ihnen einen Verlust bedeuten. Zusatzumsätze bringen beachtliche Summen an Bargeld für den Kauf neuer Kabinenausstattungen, die Investition in neue Flugzeuge und für die Expansion (Quelle: Amadeus, IdeaWorksCompany, PRPlus).

Kompetenz-Zentrum für Geschäftsreisen

Kompetenzzentrum für Geschäftsreisen
Sie wollten immer schon wissen wollten, was Travel Manager für Unternehmen leisten können? Das erklärt ABTA-Präsident Hanno Kirsch in seinem Gastkommentar (Foto: abta)

Das bestehende Ungleichgewicht zwischen der tatsächlichen Relevanz des Themas Geschäftsreisen und der Aufmerksamkeit, die Politik, Wirtschaft und Medien diesem Thema widmen, ist eigentlich schwer zu erklären. Die „Austrian Business Travel Association“ (abta) ist angetreten, dem Thema Geschäftsreisen in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Die 1989 gegründete Non- Profit Organisation hat sich in den vergangenen Jahren klar als „Verband der Geschäftsreiseindustrie“ positioniert und versteht sich damit als bedeutendste unabhängige Interessensvertretung für den gesamten Bereich des Geschäftsreisemanagements.

Die „abta“ ist unbestritten bereits heute die wichtigste Kommunikationsplattform der österreichischen Geschäftsreiseindustrie. Sie vertritt die Interessen der Travel Manager und der Geschäftsreisenden.

Gleichzeitig bietet sie allen Anbietern von Reisedienstleistungen ein Forum für einen branchenübergreifenden Dialog und Erfahrungsaustausch. In dieser Kombination entwickelte sich die „abta“ zum anerkannten Kompetenzzentrum für alle Bereiche des Business Travel Managements.

ABTA-Präsident Hanno Kirsch
Hanno Kirsch: Die ABTA entwickelte sich zum anerkannten Kompetenzzentrum für alle Bereiche des Business Travel Managements (Foto: abta)

Unser Ziel ist die Meinungsführerschaft in wichtigen Fachfragen. Keine andere Organisation ist dafür besser geeignet als die „abta“. Sie vereint schon heute namhafte Unternehmen mit hohem Geschäftsreiseaufkommen und alle wichtigen Anbieter von Dienstleistungen im Geschäftsreiseverkehr.

Wir wollen in Zukunft noch stärker gemeinsam und proaktiv neue Lösungen für die Branche erarbeiten. Die „abta“ lebt davon, dass sich ihre Mitglieder aktiv in die Verbandsarbeit einbringen. Und der Verband will weiter wachsen. Wir freuen uns über neue Mitglieder und laden interessierte Unternehmen gern zum „Schnuppern“ ein. Sie sind herzlich willkommen.
Hanno Kirsch

Geschäftsreise ist Chefsache

Geschäftsreise ist Chefsache
Rund 67 Tage im Jahr sind Österreichs Unternehmer auf Geschäftsreise (Foto: Photodisc)

Die Finanz- und Wirtschaftskrise dauert und dauert. Das spüren die Unternehmen und verdonnern ihre Reisestellen, sämtliche Sparpotenziale bei Businesstrips auszuschöpfen. Und die Bosse gehen selbst auf Geschäftsreise.

Laut einer Triconsult-Mobilitätsstudie von WdF (Wirtschaftsforum für Führungskräfte) und FCm Travel Solutions zum Reiseverhalten von Managern sind Chefs oft unterwegs. Mit durchschnittlich 67 Tagen pro Jahr sind sie nahezu die gleiche Zeit auf Dienstreisen wie 2011, wobei Führungskäfte der ersten Ebene über 50 Jahre am häufigsten unterwegs waren – 37,51 Tage und das meistens im Ausland.

Bei Langstreckenflügen ist die Business Class wieder im Kommen. Die Zahl der Reisenden hat sich gegenüber 2011 auf 24 Prozent verdoppelt. Die Holzklasse wird seltener gebucht, die Billigfluglinien gewinnen erneut an Bedeutung, ebenso wird im Inland öfter geflogen und weniger mit dem Auto gefahren.

Erstaunlich ist, dass bei der Organisation von Reisen 52 Prozent der Unternehmer noch immer kein Geschäftsreisebüro in Anspruch nehmen. Dabei lassen sich über ein professionell strukturiertes Travel Management zwischen 20 bis 30 Prozent Einsparungen erreichen.
Georg Karp

Geschäftsreisen als Dosenöffner für Wirtschaft

Wenn schon die heimische Politik keine guten Nachrichten zu bieten hat, so sind die Botschaften und Signale aus der Wirtschaft umso erfreulicher: Es geht aufwärts, auch ohne die zerredete und auf die lange Bank geschobene EU-Finanztransaktionssteuer.

Die „Firmen strotzen vor Optimismus“, jubelt die Tageszeitung „Die Presse“. Denn laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens SynGroup sind zwei Drittel der heimischen Unternehmen für das heurige Wirtschaftsjahr positiv eingestellt, 40 Prozent erwarten sogar bessere Umsätze und Erträge als im Vorjahr.

Selbst der Internationale Währungsfonds sieht am Horizont bereits eine Erholung der Weltwirtschaft, wenn auch von einigen dunklen Wolken über Europa begleitet. Das ist gut so, das macht Mut. Dank des Außenhandels hat Österreich seit 2008 die Wirtschaftskrise gut bewältigt. Der Export war und ist nach wie vor der entscheidende Wachstumstreiber.

„Für Österreichs Wirtschaft gibt’s unter den schwieriger werdenden Bedingungen nur eine Zukunft – die Internationalisierung“, sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich. „Unsere Exportstärke ist der wichtigste Trumpf für ein Wirtschaftswachstum. Wir müssen daher bewährte Auslandsmärkte mit Ideen verteidigen und gleichzeitig neue Exportmärkte erobern.“ Große Unternehmen müssen sich also verstärkt in Übersee, in den BRICS– und Next-Eleven-Staaten einbringen, und für KMU sind es der MOEL-Raum und Deutschland.

Christoph Leitl, Präsident der Wirtchaftskammer Österreich, gibt die Marschrichtung vor: „Ein Schwerpunkt der Exportzukunft für ein kleines Land wie Österreich liegt bei Dienstleistungsexporten. Jeder Euro Dienstleistungsexport zieht sieben Euro an Warenexporten nach sich.“ Bei der Erschließung neuer Märkte spielen Geschäftreisen die Rolle eines Dosenöffners.
GEORG KARP

P.S.: Schon das neue Geschäftsreisemedium Geschäftsreisemagazin executive world gelesen? Hier können Sie die komplette Ausgabe als PDF herunterladen.