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CWT: Positive Bilanz und mehr mobile Angebote

Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen
Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen (Foto: iStock)

Carlson Wagonlit Travel (CWT), ein Global Player im Geschäftsreise-, Meetings- und Eventmanagement, hat das Jahr 2012 stabil abgeschlossen. In den spezialisierten Geschäftsbereichen, zu denen unter anderem das Veranstaltungsmanagement CWT Meetings & Events und die Betreuung von Unternehmen aus dem Energiesektor CWT Energy Services gehören, war sogar ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. CWT: Positive Bilanz und mehr mobile Angebote weiterlesen

Airplus: Connection mit Hotelplattform

Jetzt können Geschäftsreisende ihr Hotel auf der Plattform CRC buch und mit Airplus abrechnen. Zum Beispiel das neue „Ramada Encore Vienna City Center“ mit 122 klimatisierten, modernen Zimmer für anspruchsvolle Business Traveler (Foto: Ramada Encore)

Die Hotelbuchungsplattform für Geschäftsreisende Corporate Rates Club (CRC) ist ab sofort in das Online-Buchungssystem cytric des renommierten Software-Entwicklers i:FAO integriert. Mit dieser Innovation ist der CRC weltweit der erste und einzige Anbieter, der Hotelbuchungen in Kombination mit der Airplus-Abrechnungsfunktion über cytric einbindet.

Damit ist es cytric-Nutzern erstmals möglich, zur Online-Buchung von Übernachtungsleistungen auf das weltweite CRC-Hotelportfolio zuzugreifen und gleichzeitig den zentralen Airplus Company Account zu nutzen.

Durch das integrierte Buchungs- und Abrechnungssystem können sowohl Prozesskosten sowie Übernachtungskosten pro Zimmer für cytric-Nutzer, die durch die neue Anbindung erstmals auf das CRC-Hotelportfolio zugreifen, nachweislich erheblich reduziert werden. Zudem haben die Nutzer jetzt die Möglichkeit, neben Flug, Bahn und Mietwagen auch Hotels über ein einziges Portal zu buchen und alle geschäftsreiserelevanten Buchungen über eine zentrale Firmenkreditkarte abzurechnen.

Außerdem erhält das Unternehmen neben allen Buchungsdaten auch ausführliche Zusatzinformationen, die bisher nur bei Flug-, Bahn- und Autovermieterleistungen verfügbar waren wie Kostenstelle, Personalkennziffer oder Projektnummer des Reisenden.

Der Firmenreisende profitiert davon, dass sämtliche im Buchungsprozess entstandenen Reisekosten zentral erfasst und nicht mehr aus der eigenen Tasche vorgelegt werden. Mit dieser trendgerechten Buchungs- und Zahlungsmöglichkeit übernimmt der CRC im Hotelsektor eine Vorreiterrolle und transferiert die Vorteile nun auch auf cytric.

Erster Nutzer der Schnittstelle von cytric und dem CRC ist die NTT DATA Deutschland GmbH mit circa 1.500 Mitarbeitern. „Durch die Integration von cytric in die SAP-Reisekostenabrechnung des Unternehmens werden die Prozesse bei NTT DATA Deutschland deutlich verschlankt“, stellt Airplus-Verkaufsdirektor Michael Fürer die Vorteile der CRC-Integration bei cytric heraus und erklärt weiter:

„Bei jeder cytric-Buchung wird nun automatisch ein Beleg erzeugt, der über eine Schnittstelle zu Airplus mit den entsprechenden Transaktionsdaten der Airplus-Kreditkarte angereichert und nach Abgleich mit der Buchung tagesaktuell in der SAP Reisekostenabrechnung ausgewiesen wird.“

„Unsere Kunden profitieren von dem ganzheitlichen Ansatz unserer Kooperation mit dem CRC und können jetzt nach dem One-Stop-Shop-Prinzip alle Geschäftsreiseleistungen wie Flug, Bahn, Mietwagen und Hotels in einem System buchen und abrechnen“, freut sich Christian Rosenbaum, Manager Strategic Relations bei cytric-Anbieter i:FAO, über die neue Synergie.

Travel Management: CWT erwirbt WorldMate

Carlson Wagonlit Travel, Global Player im Geschäftsreise-, Meetings- und Eventmanagement, hat das US- amerikanische Unternehmen WorldMate, Inc. erworben. Der führende Anbieter mobiler Reisetechnologien stellt Systeme für das Management von Reiseplänen und weitere mobile Services für Reisende zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Reisende mobile Endgeräte nutzen, um Reisen zu planen und zu buchen, unterstreicht dieser Erwerb die Strategie von CWT, in innovative Technik zu investieren und mobile Lösungen zu einem festen Bestandteil des Angebots zu machen.

Durch die Akquisition von WorldMate erhalten Geschäftsreisende eine größere Auswahl an mobilen Services für unterwegs, wie beispielsweise die Buchungsmöglichkeit von Flughafenparkplätzen, Restaurants und Hotels sowie von Airline-Zusatzleistungen wie zum Beispiel Internet an Bord.

Auch die Unternehmen profitieren: Durch die Bündelung und Integration der Reiseinformationen von Apps erhalten Firmen eine erhöhte Transparenz der Gesamtreiseausgaben. So können sie die Einhaltung der Reiserichtlinien gezielter steuern und verbessern. Außerdem können Unternehmen Reisende im Falle einer Krisensituation besser lokalisieren.

Als weltweiter President & Chief Executive Officer trägt Douglas Anderson die weltweite Verantwortung für das Unternehmen CWT (Foto: Tim Pearson)

„Diese Akquisition gibt uns ganz neue Möglichkeiten in der Branche“, sagt Douglas Anderson, President und Chief Executive Officer von CWT. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für mobile Technologie gestaltet CWT seine eigene „mobile Zukunft“. Die Integration des bewährten Know-hows von WorldMate in unser bestehendes Produktspektrum bedeutet für unsere Kunden und ihren Reisenden zusätzliche Services und Funktionen.“

WorldMate, mit Hauptsitz in San Francisco und gegründet im Jahr 2000, wird als Tochterunternehmen von CWT fortgeführt. Die mobile App von WorldMate wird von mehr als zehn Millionen Reisenden genutzt.

„Wir freuen uns darüber, den Kunden von CWT Zugang zum Angebot an mobilen Services von WorldMate anzubieten“, sagt Jean Tripier, Chief Executive Officer von WorldMate. „Wir werden ein fester Teil der Wachstumsstrategie von CWT und bieten auch unseren Bestandskunden und deren Reisenden weiterhin unsere Leistungen auf höchstem Niveau.“

WorldMate wird eng mit CWT zusammenarbeiten, um bestehende Produkte wie CWT To GoTM, die prämierte mobile App von CWT, weiterzuentwickeln. CWT To Go wurde zusammen mit dem Anbieter Rearden Commerce entwickelt, mit dem CWT seine Kooperation fortsetzen wird. (Quelle: CWT)

Connected Trucks: Die Zeit ist reif

Drei von fünf neu verkauften LKWs werden mit Telematiklösung ausgeliefert (Foto: MAN)

In 2020 werden weltweit mehr als drei von fünf neu verkauften LKWs mit Telematiklösung ausgeliefert. Damit sind Connected Trucks auf internationalen Verkehrsadern künftig nicht mehr wegzudenken. Haupttreiber sind steigende Kundenerwartungen, vor allem hinsichtlich Kosteneinsparungen, sowie größere Bandbreiten. Applikationen müssen deutlich zur Kostensenkung beitragen. Dabei sind Verbrauchs- und Downtime-Reduktion die größten Hebel.

Der Wettbewerb ist intensiv – neben OEMs spielen zahlreiche Player aus anderen Branchen mit. In der Folge werden Truck-Hersteller zwar insbesondere über fahrzeugbezogene Funktionen strategische Kontrolle behalten, können aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie ihre Plattform für andere Anbieter punktuell öffnen. Der Aufbau telematikbasierter Geschäftsmodelle und die Integration in bestehende Unternehmensprozesse werden die Differenzierung treiben und Profitquellen erschließen.

Der Markt ist vielversprechend. Noch haben weltweit nur knapp 1,5 Millionen mittlere bis schwere LKWs eine Telematiklösung mit Datenverbindung an Bord. Im Jahr 2020 werden über fünf Millionen Trucks vernetzt sein. Damit könnte sich das Marktpotenzial von innovativen Telematiklösungen für Trucks auf dann 4,5 Milliarden Euro belaufen.

Hintergrund ist der steigende Kosten- und Wettbewerbsdruck, der Truck-Kunden zur TCO-Reduktion, Effizienzsteigerung und Uptime-Maximierung in immer größer werdenden Flotten zwingt. LKW-Vermieter als stark wachsende Kundengruppe professionalisieren sich und suchen nach neuen Möglichkeiten, Transparenz über die Wirtschaftlichkeit ihrer Flotte zu schaffen sowie Betriebs- und Restwertrisiken zu managen.

IAA 2012: Blickfang der Leitmesse der Nutzfahrzeugbranche lieferte MAN – die futuristische Lkw-Studie Concept S (Foto: MAN)

Die Technologie macht Sprünge. Eine steigende Abdeckung von mobilen Breitbandnetzen (3G) und zunehmende Brandbreiten der Datenübertragung (LTE-Standard) erlauben den flächendeckenden Einsatz von vernetzten, webbasierten Funktionen und Massendaten-Tauglichkeit.

Die Kosten für mobile Datenübertragung, insbesondere Roaming, sinken. Dies macht den Umfang an datenlastigen Funktionalitäten eines vernetzten LKWs für Kunden immer erschwinglicher. Gleichzeitig akzeptieren immer mehr Kunden derartige technische Lösungen. Zudem treiben gesetzliche Regelungen, etwa Anti-Diebstahlvorgaben und Emissionsrichtlinien, die Vernetzung.

Kostenreduktion ist das oberste Ziel für LKW-Kunden. Mit einem Connected Truck lassen sich je nach System monatliche Einsparungen von rund 200 bis 800 Euro realisieren. Damit amortisiert sich Telematik in wenigen Monaten. Winner-Applikationen müssen in hohem Maß Realtime-Informationen berücksichtigen und im Fahrzeug integriert sein. „Grüne“ Funktionen mit Fokus auf Verbrauchs- und CO2-Reduktion werden ebenfalls eine hohe Bedeutung erlangen.

Die Einbeziehung von umfassenden Echtzeitinformationen zur Verkehrslage, Parkplatzverfügbarkeit oder Ad-hoc-Ladungsoptimierung ermöglicht Logistikern Zeit- und Kostenersparnisse in neuer Qualität. Durch Realtime-Interaktionen zwischen Fahrer, Fahrzeug und Flottenmanager lassen sich pro Truck bei gleichzeitiger Fahrer-Incentivierung beispielsweise Spriteinsparungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen.

Top- Applikationen sind fahrzeugzentriert. Aussichtsreich sind zum Beispiel Remote-Diagnostics- Funktionen, die laufend den Zustand von Fahrzeugaggregaten überprüfen. OEMs haben bereits vor einer Panne die Möglichkeit einer Ferndiagnose, können Werkstätten in der Nähe vorschlagen und Ersatzteile vorbestellen.

Remote Diagnostics erhöhen die Betriebszeit und verringern die Wartungskosten um bis zu fünf Prozent je Truck. Ebenso wertvoll, vor allem für eine optimale Steuerung der Logistikflüsse, sind alle relevanten Informationen aus dem Fahrzeug rund um die Ladung wie Zustand oder Auslastung.

„Bei Telematik geht es längst nicht mehr um Technologien“, sagt Romed Kelp, Partner bei Oliver Wyman. „Gefordert sind ganzheitliche, kundenorientierte Lösungen und Services. Gewinnen werden OEMs, die Remote Services konsequent als Geschäft verstehen und entsprechend aufbauen.“

Die Herausforderungen für OEMs im Connected-Truck-Geschäft sind jedoch groß. Die Angebote umfassen für sie ungewohnte neue Wertschöpfungsstufen wie Content, Application Development oder Netzwerkintegration. Darüber hinaus haben vernetzte Lösungen deutlich kürzere Innovationszyklen als die Entwicklung einer klassischen LKW-Baureihe. Dies ermöglicht neuen Playern den Markteinstieg. Content-Anbieter wie Google Earth, Netzwerkbetreiber wie T-Mobile oder Drittanbieter kompletter Plattformen wie Masternaut besetzen das Spielfeld. Für OEMs heißt es, die richtige Positionierung hinsichtlich der angebotenen Applikationen, der Plattformstrategie sowie des Geschäftsmodells zu finden.

Entscheidend ist eine führende Position bei fahrzeugbezogenen Applikationen wie Remote Diagnostics. Hier können die Hersteller ihren natürlichen Vorteil, das Fahrzeug bis ins Detail zu verstehen, sowie die Kontrolle über die fahrzeugbezogenen Datenströme gezielt ausspielen und entsprechenden Mehrwert liefern. Dennoch muss das System offen für innovative Applikationen von Drittanbietern sein, also das Gesamtangebot durch intelligentes Partnering mit Content- oder Solution-Providern ergänzt und abgerundet werden.

Der Erfolg des Connected-Truck-Geschäfts von Herstellern ist eng verknüpft mit der Integration in die bestehenden Unternehmensprozesse. Insbesondere bei Remote Diagnostics zeigt sich, wie eng die Verzahnung mit After-Sales-Prozessen, Werkstattdaten und Serviceverträgen sein muss. Dies führt zu höherer Werkstattauslastung, Teileprofit und Kundenzufriedenheit. Doch die Integration in die Unternehmensprozesse hebt die Organisation auf den Prüfstand. Ist Telematik „nur“ Produkt, ein Querschnittsbereich oder

gar eine eigene Profit-Unit, um mit der Innovationsgeschwindigkeit mitzuhalten? Zugleich muss das Gewinnmodell präzise definiert werden. Ausgedient hat das Modell einmaliger Hardwarekosten und Diensteabo. Die Hardware wird künftig nur Enabler sein. „Truck- Hersteller müssen sich jetzt in Position bringen“, sagt Romed Kelp.

„Die Zeit ist reif für innovative Lösungen. Es gilt, Kundenprozesse und segmentspezifische ‚Use Cases‘ zu verstehen, ein schlagkräftiges Angebot zu formen und sich damit frühzeitig im Wettbewerb zu differenzieren. Sonst rollt ein beträchtliches Umsatzpotenzial an den OEMs vorbei.“

Background: Oliver Wyman ist eine international führende Managementberatung mit weltweit 3.000 Mitarbeitern in mehr als 50 Büros in 25 Ländern. Das Unternehmen verbindet ausgeprägte Branchenspezialisierung mit hoher Methodenkompetenz bei Strategieentwicklung, Prozessdesign, Risikomanagement, Organisationsberatung und Führungskräfteentwicklung. Gemeinsam mit Kunden entwirft und realisiert Oliver Wyman nachhaltige Wachstumsstrategien.

Oliver Wyman ist eine hundertprozentige Tochter von Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), ein globaler Verbund professioneller Dienstleistungsunternehmen, die Kunden Beratung und Lösungen in den Bereichen Strategie, Risiko- und Personalmanagement bieten. Mit weltweit 53.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar ist Marsh & McLennan Companies auch Muttergesellschaft von Marsh, Guy Carpenter und Mercer.

Neue Branchenstudie fordert neue Infrastruktur auf Airports

Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)
Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)

In der groß angelegten Studie mit dem Titel Reinventing the Airport Ecosystem beschreibt Amadeus die Enttäuschungen, die Kunden an den Flughäfen von heute erleben, und entwirft Wege, wie sich Airports bis zum Jahr 2025 neu definieren. werden. Der Report zeigt zudem, wie neue Betriebsmodelle das Geschäft über klassische Flughafen-Einnahmen hinaus erweitern.

Die Studie hebt verschiedene neue Modelle hervor:

  • Mini-Stadt: Das Modell steht für eine autarke Einheit, die einzigartige Geschäfte, Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants, Arbeitsstätten und Wohnräume bietet – und möglicherweise eigene Nahrungsmittel anbaut und den Energiebedarf selbst erzeugt.
  • Stadterweiterung: Durch die enge Verzahnung mit der Stadt in seiner Nähe bietet der Flughafen das Beste aus der lokalen Kulturszene, der Flughafen-Geschichte und der regionalen Küche.
  • Einkaufszentrum: Einkaufsmöglichkeiten am Flughafen, Freizeit- und Unterhaltungsangebote – verfügbar nicht nur für Fluggäste – werden genau so interessant wie die in Zielgebieten sein oder sogar interessanter. 15 Prozent der befragten Reisenden erwarten, dass dieses Modell bis zum Jahr 2025 vorherrscht.
  • „Walkway“-Konzept: In diesem Szenario werden viele der gegenwärtigen Airport-Prozesse künftig von den Passagieren aus der Ferne erledigt – von zu Hause oder einem virtuellen Terminal aus, zum Beispiel auf einem mobilen Endgerät. Die verbleibenden Abläufe am Flughafen werden stark automatisiert sein mit dem Ziel, die Zahl der Prozessschritte zu minimieren und ihre Geschwindigkeit zu erhöhen.
  • Busbahnhof-Konzept: Am kostengünstigen Ende der Möglichkeiten liegt das „Busbahnhof“-Modell mit einer No-Frills-Atmosphäre, wo Geschwindigkeit und Effizienz im Mittelpunkt stehen.
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)

Die Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports, darunter Seoul-Incheon, Singapur-Changi, London-Gatwick, Berlin-Tegel und New York JFK.

Sie wirft außerdem einen Blick auf das Reisen in 20 Jahren, um ein realistisches Bild davon zu zeichnen, wie die Entwicklung der Technologie und gesellschaftliche Trends zu neuen Betriebsmodellen und damit zu einer Neudefinition der Passagierprozesse führen.

„Es gibt Bedarf dafür, die Infrastruktur von Flughäfen grundsätzlich neu zu überdenken. Dahinter stehen eine Reihe von Makrotrends wie wachsende Ansprüche der Reisenden, neue Technologien und die Notwendigkeit für die Branche, umgehend neue Umsatzmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Julia Sattel, Senior Vice President Airline IT bei Amadeus.

„Stellen wir uns einen Flughafen vor, auf dem es soviel Spaß macht, einzukaufen, dass die Kunden auch ohne zu fliegen dorthin kommen, oder eine App für den Einkauf an Bord, die dafür sorgt, dass die Waren gleich nach der Landung zur Abholung bereit stehen. Die Zukunft wird vielversprechend, aber Flughäfen, Fluggesellschaften und die ganze Infrastruktur müssen gemeinsame Entscheidungen fällen, um dieses Potenzial zu erschließen.“

Rohit Talwar, Chief Executive Officer von Fast Future Research und Ko-Autor der Studie, fügt hinzu: „Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie können wir damit rechnen, dass sich die Flughafen-Infrastruktur in den kommenden 20 Jahren dramatisch verändert.

Die Beteiligten suchen in zunehmendem Maß nach neuen Umsatzquellen – zum Beispiel durch Einzelhandel, Restaurants, Freizeitangebote und Immobilien. Es ist ganz eindeutig: Unabhängig, für welches Modell sich ein Flughafen entscheidet, auf Grund neuer Technologie werden Flughafen-Infrastrukturen intelligent mit einer großen Menge an Daten und Wissen, sie werden anpassungs- und reaktionsfähig – zum großen Nutzen der Reisenden.“

„Die Studie unterstreicht, wie schnell sich dieser wichtige Teil der Reisekette verändert“, sagt John Jarrell, Vice President und Head of Airport IT bei Amadeus. „Wir bei Amadeus pflegen eine Leidenschaft, Flughäfen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, und engagieren uns stark dafür, die Lücke zu schließen, die schon immer zwischen Flughäfen und Airlines klafft. Eine neue Infrastruktur kann tatsächlich nur durch engere Zusammenarbeit Wirklichkeit werden. Ich hoffe, diese Studie regt in der Branche Diskussionen an und zeigt gleichzeitig, wie das Erlebnis der Reisenden bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus verbessert wird.“

Zukunftsperspektiven für Reisende

Die Untersuchung ergab, dass „stressfreie Flughafenprozesse“ für Reisende der wichtigste Punkt sind: 72 Prozent der weltweit Befragten ist der Meinung, dass der Weg der Reisenden vom Check-in bis zum Einstieg in das Flugzeug nicht effizient ist. 69 Prozent der Reisenden wünschen sich verbesserte Sicherheitsprozesse. Passagiere erwarten zudem, dass Flughäfen ihnen ein Gefühl für das Land und seine Kultur vermitteln, sodass Airport und Flug ein Teil des Gesamt-Reiseerlebnisses werden (81 Prozent).

In den Augen der Reisenden wird Technologie für die Prozesse an Flughäfen immer wichtiger. Viele von ihnen wünschen sich über ihre Mobiltelefone eine stärkere Kontrolle über ihren Flughafenaufenthalt – die Navigation über „Touch Points“ (63 Prozent), die Nutzung von Vielfliegerkarten als dauerhafte Bordkarten (59 Prozent), die Vorteile fest angebrachter elektronischer Gepäckanhänger (57 Prozent) sowie die Automatisierung des gesamten Spektrums der Flughafenprozesse einschließlich der Gepäckaufgabe (48 Prozent).

Soziale Medien werden als wichtiges Instrument für den Echtzeit-Austausch von Ideen, Informationen und Rückmeldungen zwischen Flughafen und Reisenden während des Aufenthalts am Airport gesehen. Über diese Medien erwarten die Kunden, dass ihre Verbesserungsvorschläge wahrgenommen werden (69 Prozent), dass sie wichtige Informationen erhalten (66 Prozent), in Echtzeit ihre Meinung kundtun können (53 Prozent) und als Vielflieger und Stammkunden belohnt werden (51 Prozent).

Die Studie wurde entworfen, um wichtige Erkenntnisse zur Zukunft der Flughäfen zu liefern und die Diskussion darüber anzuregen. Zu Grunde liegen Befragungen sowie mehr als 70 qualitative Interviews mit Branchenexperten von Flughäfen, Fluggesellschaften und anderen Unternehmen einschließlich Technologie-Partnern und Flughafen-Designern. Diese Interviews wurden anschließend validiert – mit Hilfe einer weltweiten Passagierumfrage mit 838 Teilnehmern aus einer Reihe von Märkten auf der ganzen Welt, einschließlich Europa, Nordamerika und Asien.

Weitere interessante News, Berichte, Kommentare und Backgroundstories finden Sie im Geschäftsreisemagazin executive word, das im Verlag Bohmann sechsmal jährlich erscheint und mit einer verbreiteten Druckauflage von 75.000 Exemplare an die Premiumzielgruppe Unternehmer, Manager, Führungskräfte, Entscheider, KMU-Inhaber und Travel Manager verschickt wird

Workplace Learning für neue Führungskräfte

Von Lernportalen über Online-Collaboration-Systeme bis hin zu Smartphone-Applikationen für die Personalentwicklung: Viele Betriebe setzen technologiebasierte Lern- und Kommunikationsmethoden bereits erfolgreich für die Weiterbildung und Personalentwicklung ihrer Belegschaften ein.

Konkrete Umsetzungsbeispiele für Workplace Learning, das technologieunterstützte Lernen am Arbeitsplatz, zeigt die Austrian eLearning Conference (AeLC) am 19. und 20. Oktober 2011 parallel zu den Fachmessen Personal Austria und Professional Learning in Wien.

Vertreter aus Unternehmen, Behörden und Organisationen stellen bei der Austrian eLearning Conference in einem interaktiven World Café Beispiele für erfolgreich umgesetzte Projekte mediengestützten Lernens am Arbeitsplatz vor. Dabei profitieren die Konferenzteilnehmer vom Erfahrungsaustausch in kleinen Gesprächsgruppen und dem direkten Kontakt mit den Referenten, der gezielte Fragen ermöglicht.

Mit dabei sind das Bundesministerium für Finanzen, AustroControl GmbH, der ÖAMTC, die Telekom Austria Group und weitere Organisationen unterschiedlicher Branchen und Größen.

Mit derzeit 5.000 Anwendern in ganz Österreich und den Vertretungsbehörden im Ausland müssen Lerninhalte für die Haushaltsverrechnung im Bund flexibel zur Verfügung stehen, so lautet die Anforderung an das Lernportal, das Mag. Martina Herzig in ihrem Beitrag im World Café vorstellt.

Den Anwendern des Portals solle unter anderem ermöglicht werden, Lerninhalte bei Bedarf auch selbstständig erarbeiten zu können. Ob dies gelungen ist und welche Erfahrungen die Behörde mit dem neuen Lernportal gesammelt hat, erfahren die Konferenzteilnehmer von der Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Finanzen.

Eine Smartphone-Applikation für die Führungskräfteentwicklung präsentieren Mag. Simone Oremovic, Group Director Organization and Staffing bei der Telekom Austria Group, und Andreas Weiss von der BRIDGE2THINK AG.

Anhand der „A1 Leadership App“ illustrieren die Referenten, wie sie neue Medien und Technologien strategisch in der Führungskräfteentwicklung einsetzen. Auf innovative Entwicklung seines Managements setzt auch der ÖAMTC, denn traditionelle Formen der Führungskräfteentwicklung erfüllten die Erwartungen an sie hinsichtlich einer bedarfsgerechten Teilnehmeraktivierung oder eines gelebten Praxistransfers nur zum Teil.

Der ÖAMTC entwickelte deshalb ein Management-Development-Format, das auf Offenheit, Vernetzung und Selbststeuerung setzt: Die Expedition Führung. Mehr dazu erfahren die Konferenzteilnehmer von Mag. Herwig Kummer, dem stellvertretenden Leiter Personalmanagement beim ÖAMTC.

Weitere Infos sowie das Programm der Konferenz sind unter www.aelc.at zu finden. Im Ticket zur Konferenz ist der Eintritt zu den Fachmessen Personal Austria und Professional Learning enthalten.

Mehr über Management, Ausbildung, Personalwesen, Aus- und Weiterbildung gibt es auf der Webseite Bildungaktuell.at. Dort kann auch kostenlos das informative eMagazin BILDUNGaktuell heruntergeladen werden.

Wien: Gratis-Internet am Naschmarkt

Am Wiener Naschmarkt gibt es künftig einen kostenlosen mobilen Internetzugang. Das WiFi-Netz „free & fast“ kann mit jedem Notebook oder Smartphone mit eingebautem WLAN-Anschluss genutzt werden.

Die Infrastruktur wird von 123people zur Verfügung gestellt. Das Webunternehmen hat sein Büro mit rund 40 Mitarbeitern direkt am Naschmarkt. Das WiFi-Netz „free & fast“ ist laut Anbieter einfach zu nutzen. Der User muss auf seinem Smartphone, Notebook oder iPad lediglich das WLAN aktivieren. Im Auswahlmenü wird ihm daraufhin das 123people-Netzwerk angezeigt. Nach dem Auswählen muss man nur noch die AGBs akzeptieren und schon surft man superschnell und kostenlos durchs Internet.

Laut Bernhard Hoetzl, Chief Marketing Officer der 123people Internetservices GmbH, die im Web eine weltweite Personensuchmaschine betreibt, hat man bei der Lösung auch an sich selbst gedacht: „Die vielen Restaurants und Bars sind tägliches Ziel der 123people-Mitarbeiter – sei es für ein Frühstücksmeeting, zum Mittagessen oder zum Relaxen nach getaner Arbeit. Uns alle hat aber immer gestört, dass es am Naschmarkt keine ordentliche WiFi-Infrastruktur gab.“

Ursprünglich wollte das Unternehmen den Zugang nur den eigenen Mitarbeitern ermöglichen. „Jetzt stellen wir den Zugang jedem gratis zur Verfügung – aus der Überzeugung heraus, dass ein schneller und kostenloser Internetzugang mittlerweile zu einem infrastrukturellen Grundbedürfnis geworden ist“, so Hoetzl. Mehr über Computer, Internet und EDV gibt es im Magazin Monitor.

Auch im Wiener Stadtpark können Surfer kostenlos ins WLAN-Netz. Und demnächst wird gleichfalls das Surfen im Wiener Prater Realität. DOch es gibt noch immer zu wenig Hot Spots – zum Beispiel bei den Endstationen der U-Bahnlinien. (Quelle: 123people; GeKa)