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Bachelorabschluss mit Lateinamerika-Lehrgang

Der Universitätslehrgang für höhere Lateinamerika-Studien ist ein internationales Weiterbildungsprogramm zu Lateinamerika (Photo Disc)
Ein mehrwöchiges Forschungspraktikum im Ausland ermöglicht den Absolventen des Lehrgangsfür höhere Lateinamerika-Studien die Verbindung zwischen Theorie und Praxis (Photo Disc)

Der Interdisziplinäre Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien ist ein regionalspezifisches, interdisziplinäres, internationales und berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm zu Lateinamerika. Internationale Vortragende aus verschiedenen Disziplinen vermitteln innerhalb der Module Politik, Kultur, Wirtschaft und Natur sozial- und naturwissenschaftliche Interdisziplinarität.

Der Lehrgang dauert sechs Semester und richtet sich an alle, die eine berufliche Tätigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Kommunikation, Internationale Beziehungen, Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechtsarbeit, politische Beratung, Bildung oder Tourismus mit Schwerpunkt Lateinamerika anstreben.

Rund ein Viertel der TeilnehmerInnen stammt aus lateinamerikanischen Ländern. Unterrichtssprachen sind Deutsch, Spanisch, Englisch und Portugiesisch. Ein mehrwöchiges Forschungspraktikum im Ausland gewährleistet die Verbindung zwischen Theorie und Praxis.

Durch den modularen Aufbau ist der Einstieg jeweils zu Semesterbeginn möglich. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Bakkalaureat-, Magister– oder Diplomstudium im europäischen Bildungsraum oder die erfolgreiche Absolvierung einer vergleichbaren Studienleistung außerhalb der EU.

Zehn Staaten bilden Lateinamerika
Zehn Staaten bilden Lateinamerika

Der Lehrgang wird von der Universität Wien in Kooperation mit dem Österreichischen Lateinamerika-Institut durchgeführt und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Stadt Wien gefördert.

Das Wintersemester 2012/13 trägt den Titel „Politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse in Lateinamerika: Erfolge, Grenzen, Möglichkeiten“ und beginnt im Oktober 2012. Anmeldeschluss ist der 15. September 2012.

Kostenloser Informationsabend am 5. Juni um 18.00 Uhr im Österreichischen Lateinamerika-Institut, Schlickgasse 1, 1090 Wien. Anmeldung unter lehrgang@lai.at Weitere Informationen gibt’s bei Doris Rodas-Waldner unter Tel. +43 (0)1 310 74 65 12

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Jugend versteht Politikersprache nicht

Mehr als 30.000 Jugendliche befragten die Studierenden der design akademie berlin (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger und Tobias Weißenfels) unter Leitung ihrer Professorin Dr. Bettina Fackelmann zu ihrer Wahrnehmung politischer Sprache und dem Interesse an politischen Themen.

Die Ergebnisse zeigen: Anders als oftmals angenommen sind die jungen Wähler durchaus am politischen Geschehen interessiert, fühlen sich durch die abgehobene Sprache jedoch zunehmend getäuscht.

Fast ein Jahr arbeiteten Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Marketingkommunikation an der umfassendsten Studie zum Thema Jugend und Politik, die in Deutschland derzeit vorliegt.

Der Anstoß zum Projekt kam von Bettina Fackelmann, Professorin für Public Relations und Kommunikationsmanagement: „Immer wieder musste ich feststellen, dass – insbesondere weibliche – Studierende kein Interesse an wesentlichen politischen Themen zeigten. Dem wollte ich wissenschaftlich auf den Grund gehen.“

Prof. Dr. Fackelmann ging zusammen mit einem Team von Studierenden (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger, Tobias Weißenfels sowie Stefanie Talaska) auf die Friedrich-Ebert-Stiftung zu, um das Forschungsvorhaben vorzustellen und bekam grünes Licht. Die Studierenden führten zunächst 27 Gruppeninterviews an Berliner Schulen durch und entwickelten darauf basierend einen Online-Fragebogen, der von mehr als 30.000 Jugendlichen ausgefüllt wurde.

Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Jugendliche weit mehr politisches Interesse haben, als gemeinhin angenommen. Allerdings verlangen sie von den Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“.

Frank Krüger (Student des B.A. Marketingkommunikation im 6. Semester) hat die Erkenntnis überrascht, „dass oft Politiker selbst der Auslöser für die angenommene Politikverdrossenheit der Jugend sind“. Und Nina Arnold (Studentin des B.A. Marketingkommunikation im 3. Semester) ergänzt: „Unsere Studie hat gezeigt, dass Zuhören sehr viel bewirken kann. Ich wünsche mir, dass Jugendlichen auch von Seiten der Politik mehr Gehör geschenkt wird.“ Die komplette Studie ist online verfügbar auf www.sprichst-du-politik.de. (Quelle: eMagazin BILDUNGaktuell)

Gibt es Qualitätsmedien?

In zahlreichen Diplomarbeiten haben Studierende des Studiengangs Journalismus der FHWien in den letzten Jahren versucht, den Unterschied zwischen Qualitätsmedien und Boulevardmedien herauszuarbeiten.

Wie definiert sich Qualitätsjournalismus? Gibt es einen solchen?
Wie definiert sich Qualitätsjournalismus? Gibt es einen solchen?

Dabei stellte sich in der Zusammenschau all dieser Arbeiten heraus, dass es die eine gültige Definition von Qualitätsjournalismus nicht gibt. Es zeigte sich, dass Qualitätsjournalismus das ist, was der einzelne Journalist oder der Verlag dafür halten.

Selbst der gültige Versuch einer Definition, die man sich aus den verschiedenen Quellen zusammenstellen kann, muss scheitern: Jeder Journalist, der halbwegs bei Sinnen ist, wird von sich behaupten, er und/oder das Medium, in dem er arbeitet, achten auf investigative, interessante, sorgfältige Berichterstattung – ob diese nun der realen täglichen Arbeit entspricht oder nicht.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass von der Beschäftigung mit Qualitätsjournalismus in Wahrheit nur die ersten vier Buchstaben des Begriffes übrig bleiben: Qual! In diesem Buch werden 19 Chefredakteure der verschiedensten Mediengattungen interviewt und versuchen, den Begriff „Qualitätsjournalismus“ aus ihrer Sicht zu definieren.

Die Herausgeber dieses Bandes Nr. 5 Qualität im Journalismus – wo(zu)? in der Reihe Medienwissen für die Praxis des FHWien-Studiengang Journalismus sind FH-Prof. Dr. Reinhard Christl, Dr. Clemens Hüffel und die Journalistin Dr. Anneliese Rohrer. Das Buch ist im Verlag Holzhausen GmbH erschienen und kostet 19 Euro.