Schlagwort-Archive: Psychologie

Depression und Diabetes: Zwei-Fragen-Test zur Diagnose!

Jeder vierte Diabetespatient leidet oder litt zumindest einmal in seinem Leben an einer Depression. Das ist eine große Anzahl unter den geschätzten 600.000 Diabeteserkrankten in Österreich. Bei vielen Diabeteserkrankten bleibt die Depression jedoch unerkannt.

Die wahre Zahl der Doppelt-Erkrankten liegt im Dunkeln, ist jedoch vermutlich hoch. Wie die neuesten Zahlen, präsentiert von der Amerikanischen Diabetesgesellschaft im Juni 2011 in San Diego, zeigen, steigt auch bei diabetischen Jugendlichen die Häufigkeit der Depression.

Die Symptome werden falsch eingeschätzt

Wie viele Depressionskranke erkennen Diabetes Patienten ihre „Symptome“ häufig nicht als Depression, sondern klagen über allgemeine Beschwerden, wie Erschöpfung, Schlaf­störun­gen, Gewichtsveränderungen, Sexualfunktionsstörungen, Freud- und Interesselosigkeit und vieles mehr.

Aussprüche von betroffenen Patienten sind: „Ich kann mich für nichts mehr begeistern“, „Alles ist mir zu anstrengend“, „Ich habe keine rechte Freude mehr an Dingen, die mir früher sehr viel Spaß bereitet haben.“

Depression verschlechtert Diabeteseinstellung

Menschen, die an Diabetes mellitus und an einer Depression erkranken, leiden an mehr diabetischen Spätschäden  im Vergleich zu Menschen mit Diabetes ohne psychische Erkrankung. Je mehr Symptome der Depression vorhanden sind, und je schwerer diese ausgeprägt sind, desto schlechter ist die Diabeteseinstellung.

Depressive Patienten können sich zudem schlechter motivieren, ihren Diabetes in den Griff zu bekommen. Die Selbstfürsorge nimmt ab, und die Versorgungs-Anforderungen werden für einen depressiv diabetischen Patienten immer mühsamer, wie die Durchführung regelmäßiger körperlicher Bewegung, Beachtung genauer Ernährungsvorschriften, konsequente Tabletteneinnahme oder Insulininjektionen, Blutzucker testen, etc.

Prim. Dr. Heidemarie Abrahamian, ÖDG (Foto: H. Abrahamian)
Prim. Dr. Heidemarie Abrahamian, ÖDG (Foto: H. Abrahamian)

Über Depressionen zu reden fällt vielen schwer. Denn oft wird Depression als Gefühlsschwäche oder als persönliches Versagen interpretiert. ‰Frauen sprechen über derartige Probleme grundsätzlich leichter als Männer, bei denen sich die Depression häufig in ungeduldigem und aggressivem Verhalten zeigt“, weiß Prim. Dr. Heidemarie Abrahamian.

Der Zwei-Fragen-Test zur Diagnose

Im ersten Schritt kann eine einfache Diagnose der Depression mit dem 2-Fragen Test erfolgen:

  • 1. Gab es in den letzten vier Wochen eine Zeitspanne, während der Sie sich nahezu jeden Tag niedergeschlagen, traurig oder hoffnungslos fühlten?
  • 2. Oder eine Zeitspanne, während der Sie das Interesse an Tätigkeiten verloren haben, die Ihnen sonst Freude machten?

Werden beide Fragen bejaht und wird ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen angegeben, spricht dies für das Vorliegen einer behandlungsbedürftigen Depression. Therapeutisch empfiehlt sich neben psychotherapeutischen Maßnahmen die Verordnung von antidepressiver Medikation.

„Bitte scheuen Sie nicht den vertrauensvollen Gang zum Arzt, wenn Sie diesen Test positiv beantworten“, empfiehlt Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak von der Österreichischen Diabetes Gesellschaft. „Eine Depression lässt sich heute gut behandeln. Im gemeinsamen Auftreten mit anderen Krankheiten – vor allem bei Diabetes – kann sie jedoch besonders gefährlich werden.“

Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak, ÖDG (Foto: Moritz Wurstinger)
Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak, ÖDG (Foto: Moritz Wurstinger)

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) ist die ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen Diabetes-ExpertInnen. Ihre zentrale Aufgabe ist die Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Austausches aller auf dem Gebiet der Diabetologie tätigen ForscherInnen und ÄrztInnen sowie die Sicherstellung einer der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechenden Betreuung der DiabetikerInnen in Österreich. (Quelle: Martschin & Partner; GeKa)

Charisma kann man lernen

Tipps und Tricks von Gabi Joham und Pepi Adelmann, wie Sie noch mehr aus Ihrer Persönlichkeit herausholen.

Es geht oftmals darum, nicht nur zu denken, sondern zu machen. Wenn Sie etwas verbessern oder verändern wollen, dann probieren Sie das Neue bitte. Und zwar mehrmals.

Sich in Bewegung zu setzen, tatkräftig zu sein, für eine Sache einzustehen, neugierig zu sein und sich wahrhaftig zu interessieren — auch für andere Menschen — etwas zu wollen und bei seinem Tun ein Profi zu werden.

Dazu ist es natürlich nötig, sich selbst gut zu kennen, sich zu mögen, sich anzunehmen wie man ist, mit seinen Stärken und Schwächen und dem Mut, an sich selbst zu arbeiten und Feedback zu empfangen, damit die Verbindung des eigenen Handelns mit der Umwelt stattfinden kann.

Der zweite Tipp für mehr Ausstrahlung: Seine Einzigartigkeit unter allen Menschen anzunehmen und diese zur Verfügung zu stellen. In dieser Einzigartigkeit liegt auch die Chance, den Sinn des eigenen Lebens zu erkennen, da liegt es auch gleich auf der Hand, dafür dankbar zu sein.

Mit diesen Grundlagen geht es daran, sich selbst und seine Gefühle authentisch zum Ausdruck zu bringen. Es geht um die Verpackung des jeweils zu transportierenden Inhalts. Diesen sehen wir als wertvolles Gut, das unbeschadet und nutzbringend beim Empfänger ankommen soll. Im Hintergrund geht es darum, sich neu in seinen Selbstverständnissen zu entdecken.

Was braucht es um wirksam zu kommunizieren oder vorzutragen?
  • Ehrlichkeit oder innere Überzeugung, damit das Gesagte mit dem beim Empfänger entstehenden Gesamtbild übereinstimmt.
  • Wertschätzung für den Empfänger der Nachricht. Dazu gehört auch nachzufragen, ob alles verstanden wurde und sich selbst fragen zu lassen. Wer gefragt wird, der hat Aufmerksamkeit und damit die bessere Chance, sich verständlich zu machen.
  • Den Mut, sich kurz zu halten, sich interessant auszudrücken, seinen Körper sprechen zu lassen, etwas aufzuzeichnen oder herzuzeigen. Zuhörer sind vor allem Zuseher.
  • Struktur, die es dem Zuhörer erleichtert, den Inhalt in appetitlichen Happen konsumieren zu können. Es gibt nichts Angenehmeres für den Empfänger einer Nachricht, als diese verstanden zu haben und richtig reagieren zu können.

Authentisch vorzutragen kann jede Person lernen. Am einfachsten ist es für die Begabten — für jene, die Charisma besitzen (Charisma heißt aus dem Griechischen übersetzt: Gnadengabe der Götter). Jene, die ehrlich, wertschätzend, mutig und strukturiert ans Werk gehen, haben es am „zweitleichtesten“ und für alle anderen gilt, sich noch besser vorzubereiten. […]

Neugierig auf den kompletten Artikel von Gabi Joham und Pepi Adelmann?
Die ganze Story lesen Sie in der Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell (07/2011)

(c) BILDUNGaktuell

Sind die Deutschen ein faules Volk?

Dinge aufzuschieben und nicht sofort zu erledigen, steht bei den Deutschen ganz oben auf der Hitliste der schlechten Angewohnheiten. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest räumt jeder vierte Deutsche dieses Laster ein (26 Prozent der Befragten).

Und es gibt noch weitere interessante Ergebnisse dieser Umfrage, für die 1001 Personen interviewt wurden: 21 Prozent plagt das schlechte Gewissen, weil sie keinen Sport treiben. 20 Prozent haben Gewissensbisse, weil sie rauchen. Weitere zwölf Prozent gestehen ein, dass sie zu viel essen und drei Prozent trinken für ihr eigenes Empfinden zu viel Alkohol.

Bei der Umfrage für das Magazin Reader’s Digest zeigten sich auch einige geschlechterspezifische Unterschiede. 25 Prozent der Frauen beklagen besonders ihre  Sportabstinenz, aber nur 16 Prozent der Männer. Hingegen sind die Männer mit 22 Prozent beim Tabakkonsum etwas selbstkritischer als die Frauen mit 17 Prozent.Wer  sich sehr an seinen schlechten Angewohnheiten stört, kann aufs Älterwerden hoffen: Bescheinigen sich im Schnitt 17 Prozent der Bevölkerung keine besonders schlechten Angewohnheiten zu haben, so sind von den 60-Jährigen und Älteren sage und schreibe 32 Prozent davon überzeugt, keine besonderen Laster zu pflegen. (Quelle: Reader’s Digest; GeKa)