Schlagwort-Archive: Öl

Business in Sharjah: Investoren willkommen!

Panoramablick auf das Emirat Sharjah
Sharjah ist die Kulturhauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (Foto: Sharjah Tourism/www.wbapr.de)

Das Emirat Sharjah – nach Abu Dhabi und Dubai das drittgrößte der sieben Vereinigten Arabischen Emirate – gehört zu den zehn größten Wirtschaftsmetropolen im Persischen Golf.

Mit 19 Industriegebieten ist Sharjah der führende Industrie- und Fertigungsstandort in der VAE,  40 Prozent aller Industrien der Emirate sind in Sharjah situiert. Das 2006 gegründete Erdgasunternehmen Dana Gas PJSC ist der erste regionale private Gaskonzern im Mittleren Osten, der an der Börse in Abu Dhabi notiert und Niederlassungen in Saudi-Arabien, Ägypten, Irak,  England und Kanada unterhält.

E.ON-Ruhrgas gehört zum intern. Beratergremium. 2010 hat Sharjah die Ölfirma  SNOC gegründet. Umfangreiche Infrastrukturprojekte für die wachsende Bevölkerung in den Golfstaaten steigern die Nachfrage nach Stahl- und Metallendprodukten – für Investoren aus Österreich eine Chance.

Sharjah blickt auf eine 6.000-jährige Geschichte zurück, ist von islamischen Traditionen geprägt, gilt mit seinen 20 Museen als kulturelle Hauptstadt der VAE. Sharjah wurde 1998 von der Unesco zur „Kulturhauptstadt der Arabischen Welt“ gekürt und präsentiert sich 2014 als Hauptstadt der islamischen Kultur.

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Euro 2012 und die Heuchelei der EU

Aus Protest gegen die autoritäre Politik von Präsident Wiktor Janukowitsch bleibt die gesamte EU-Kommission der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine fern.

Nachdem EU-Präsident José-Manuel Barroso Anfang der Woche sein Fernbleiben bekannt gab, folgten am Mittwoch die Regierungen Österreichs und der Niederlande. Auch die niederländische Königsfamilie wird nicht nach Kiew oder gar Charkiw reisen.

Österreichs sozialdemokratischer Bundeskanzler Werner Faymann: „Wir sind besorgt über die Situation in der Ukraine und im Besonderen über die Haftbedingungen der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Daher unterstützen wir die Position Deutschlands, das für einen politischen Boykott der EM eintritt. Das ist ein politisches Signal.“

Aber dieses „politische Signal“ ist pure Heuchelei. Denn die menschenverachtende Repressionspolitik des ukrainischen Präsidenten ist nicht erst seit der dubiosen Verhaftung und des jeden Rechtsstaates spottenden Gerichtsverhandlung gegen die ehemalige Ministerpräsidentin bekannt.

Schon vor und während der Regierungszeit von Julia Timoschenko gab es in der Ukraine skandalöse Menschenrechtsverletzungen, brutale Polizeiaktionen gegen oppositionelle Demonstranten und Mißhandlungen von Gefangenen.

Doch war kein Protest der EU und der einzelnen – ach so christlichen und sozialdemokratischen Regierungen, da wurde die staatlich ausgeübte Gewalt der Diktatoren gegen Andersdenke – so wie heute nach wie vor in China oder in den arabischen Staaten – einfach ignoriert oder totgeschwiegen.

Wenn es um Öl und Gas und somit um Milliardengeschäfte geht, werden Präsidenten und Regierungen von Unrechtsstaaten empfangen, umschmeichelt und  hofiert, weil es „diplomatische Gepflogenheit“ und der heimischen Wirtschaft nützt.

Ist der Boykott der Euro 2012 in der Ukraine ein ehrliches Umdenken der Politiker? Keineswegs, es ist purer politischer Opportunismus. Eine menschenverachtende Heuchelei. Mehr nicht. Denn Erdöl und Gas ist der Stoff, aus dem die Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine weiterhin gepflogen werden. Oder will die EU-Kommission ein Embargo gegen die Ukraine wie bei Iran mittragen?

Georg Karp

Schottland will sich vom Königreich der Briten abschotten

Die Schotten wollen ihren eigenen Staat. Mit einer Volksabstimmung soll die Trennung vom United Kingdom besiegelt werden. Grund für die Abspaltungstendenz: Schottland fühlt sich von den Briten in der EU schlecht vertreten (Fotos: British Tourist Authority/Pawel LIbera)
Die Schotten wollen ihren eigenen Staat. Mit einer Volksabstimmung soll die Trennung vom United Kingdom besiegelt werden. Grund für die Abspaltungstendenz: Schottland fühlt sich von den Briten in der EU schlecht vertreten (Fotos: British Tourist Authority/Pawel LIbera)

Der britischen Regierung in London droht aus dem Norden Ungemach: Die Schottenrockträger wollen sich 2014,  nach mehr als 300 Jahren, vom Vereinigten Königreich abschotten und ihren eigenen Staat bilden.

Genau am 700. Jahrestag der Schlacht von Bannockburn wollen fünf Millionen Schotten über die Abspaltung abstimmen.
Prominentester Befürworter ist „James Bond“, Sean Connery (81), der sogar ein „Scotland Forever“-Tattoo am Unterarm trägt.

Politischer Führer der Nationalisten ist Alex Salmond, 58, Chef der linksliberalen „Scottish National Party“ und Schottlands „First Minister“.

Hintergrund des „Rosenkriegs“: Die Schotten fühlen sich von der Briten-Regierung übervorteilt und in der EU nicht ausreichend ver­treten.

In der schottischen Metropole Edinburgh herrscht Aufbruchstimmung. Die Schotten wollen los von Großbritannien und einen eigenen Staat gründen (Foto: British Tourist Authority/Natalie Pecht)
In der schottischen Metropole Edinburgh herrscht Aufbruchstimmung. Die Schotten wollen los von Großbritannien und einen eigenen Staat gründen (Foto: British Tourist Authority/Natalie Pecht)

Edinburgh, die schottische Hauptstadt, ist eines der wichtigsten Finanzzentren Europas; und vor der Nordseeküste Schottlands schlummern riesige Erdölvorkommen im Wert von mehr als 1.000 Milliarden Pfund. Die Erlöse aus dem Öl–Business fließen derzeit in den Budget-Topf des Königreichs. Im Fall einer Trennung ist Schottland aber der alleinige Nutznießer. Geiz ist in Schottland noch immer geil. <–––
Georg Karp

Außenministerium Wien: Vorsicht bei Reisen in den Iran

In mehreren Städten Irans kommt es wiederholt zu politischen Demonstrationen, wobei es in der Vergangenheit in mehreren Fällen auch Tote und Verletzte gab, sowie auch AusländerInnen verhaftet und auch verurteilt wurden.

Besondere Sensibilität der Sicherheitskräfte wurde hinsichtlich der An- wesenheit von AusländerInnen in Demonstrations-Nähe sowie hinsichtlich Foto- und Filmaufzeich- nungen bemerkt. Wiederholt, wenn auch nicht oft, gibt es Bombenattentate gezielt gegen iranische Einzelpersonen (Autobomben) bzw. gegen Menschenansammlungen religiösen und politischen Charakters.

In letzter Zeit kam es auch zu größeren Explosionen in militärischen Einrichtungen und bei Pipelines. Es wird daher geraten, Reisehinweise auf der Website des Außenministeriums, Informationen auf der Botschaftswebsite sowie Medienberichte zu verfolgen und sofern außergewöhnliche Ereignisse berichtet oder – wie z.B. Demonstrationen – angekündigt werden, diese Gebiete großflächig zu meiden.

Vor allem wird dringend empfohlen, Reisepass (mit Visa bzw. Aufenthaltsgenehmigung) und relevanten Unterlagen sowie ein Mobiltelefon bei sich zu haben, um sich entsprechend ausweisen und notfalls die Botschaft kontaktieren zu können (konsularische Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit für ÖsterreicherInnen in Notsituationen: 0912-387.37.93 bzw. +98.912-387.37.93).