Schlagwort-Archive: Ökologie

Klimawandel: Schützen Bäume vor Hunger?

Abgeholzte Wälder, ausgetrocknete Flüsse, Äcker ohne fruchtbare Erde: Der Klimawandel wirkt sich auf die Lebensbedingungen aller Menschen aus. „Die Veränderungen in der Natur haben aber besonders in Entwicklungsländern dramatische Folgen. Denn dort leben mehr als drei Viertel der Bevölkerung direkt von der Land- und Forstwirtschaft. Ist die Ernte zerstört oder der Boden ausgelaugt, wird das für einen Bauern in Burkina Faso zur Überlebensfrage“, sagt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Klimawandel: Schützen Bäume vor Hunger? weiterlesen

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TUI-Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung vergeben

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TUI-Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung: Mag. (FH) Kerstin Fuchsberger, Generalsekretärin der ÖGAF, Dr. Josef Peterleithner, Konzernsprecher TUI Austria Holding und Juryvorsitzender sowie Gewinnerin Katharina Bärenthaler BA

An der IMC FH Krems wurde kürzlich im Rahmen des Österreichischen Tourismus-Forschungspreises („Tourissimus“) zum zweiten Mal der „TUI Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung“ vergeben. Ziel dieser Innovation war es, einen Anreiz für Forschungsarbeiten zu diesem Themenbereich zu schaffen und Nachhaltigkeit im Tourismus auch im universitären und schulischen Bereich TUI-Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung vergeben weiterlesen

Kostenlos: Online-Kurs für nachhaltigen Tourismus

Die Zertifizierungsgesellschaft TourCert aus Stuttgart bietet kostenlosen Online-Kurs für Reisebüromitarbeiter zum Thema Nachhaltiger Tourismus an

Ihren Urlaub wollen die meisten Menschen genießen, abschalten und es sich gut gehen lassen. Doch immer mehr reisefreudige Konsumenten, die bereits für fair gehandelte Produkte und Bio-Lebensmittel sensibilisiert sind, fordern zunehmend auch im Urlaub Nachhaltigkeit ein.

Sie wollen, dass auch die Menschen in der Urlaubsregion oder die Angestellten der Unterkunftsbetriebe von ihrem Urlaub profitieren – faire Arbeitsbedingungen für Angestellte im Tourismus, ressourcenschonender Betrieb der gewählten Unterkunft und die Klimabilanz der Reise werden relevanter für die individuelle Kaufentscheidung.

English: TourCert Logo

Die gemeinnützige Gesellschaft TourCert vergibt das Siegel „CSR-Tourism“ für nachhaltigen Tourismus an Reiseveranstalter und Reisebüros. Mit dem Angebot des Online-Kompaktkurses „CSR – Nachhaltigkeit im Reisebüro“ führt TourCert die eigene Leitlinie konsequent fort und bietet MitarbeiterInnen in Reisebüros einen leichten Einstieg in die Themen Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) und Nachhaltigkeit im Tourismus.

Deutsch: Beschreibung des CSR-Modells (Corpora...
Beschreibung des CSR-Modells (Corporate-Social-Responsibility) nach Carroll und Schwartz (Foto: Wikipedia)

Auf insgesamt fünf thematisch gebündelten Seiten bekommt der/die MitarbeiterIn Praxistipps, wie nachhaltige Tourismusprodukte aktiv im Verkauf eingesetzt werden können. Erläuterungen zu den Begriffen CSR und Nachhaltigkeit liefern das notwendige Hintergrundwissen. Am Ende des Kurses kann der/die Lernende das erworbene Wissen in einem Wissenscheck überprüfen.

The International Fairtrade Certification Mark

Wer den Test nicht beim ersten Mal besteht, darf ihn mit verändertem Fragenpaket wiederholen. Eine Verlosung belohnt den/die erfolgreiche/n AbsolventIn des Tests mit Gutscheinen für Fairtrade-Produkte und Fortbildungsgutscheinen für CSR-Basic-Kurse oder CSR-ManagerInnen-Kurse im Wert von bis zu 750,– Euro. Wer keinen Fortbildungsgutschein gewinnt, aber an dem Thema Gefallen findet und tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann sich an die kate CSR-Akademie wenden.  Hier werden Ausbildungen zum/zur CSR-ManagerIn und weitere Online-Trainings rund um den nachhaltigen Tourismus angeboten.

Der Online-Kompaktkurs „CSR – Nachhaltigkeit im Reisebüro“ ist eine gemeinsame Initiative des Bündnisses CSR im Reisebüro, bestehend aus der AER Reisebürokooperation, forum anders reisen, Gebeco und TourCert.

Umwelt. Der lautlose Tod

Bäume sterben leise (Foto: Georg Karp)
Bäume sterben leise (Foto: Georg Karp)

Schwechat, Danubiastraße. Ein Kirschbaum liegt im Sterben. Er konnte die tägliche Berieselung mit Schadstoffen aus den metallenen Schloten der angrenzenden Raffinerieanlagen nicht mehr verkraften. Und auch nicht das Blei und die Stickoxide vorbeifahrender Autos. Gift von oben, Gift von unten, wer hält das schon aus.

Nach Zerstörung der einst Sauerstoff spendenden Wälder durch Sauren Regen, nach Bedrohung des fruchtbaren Ackerbodens durch die Umweltgifte der Zivilisationsgesellschaft, sind nun die Obstbäume an der Reihe. Auf dem Land, in der Stadt, überall die gleichen Bilder: Nackte Äste, verbrannte Blätter.

Getan wird wenig. Die Politiker schwafeln, die Industrie schwefelt, der Baum, eines der großen Sinnbilder des Lebens, vielleicht sein größtes, kapituliert. In der germanischen Mythologie heißt es: Wenn der Baum stirbt, stirbt die Welt.
(c) Georg Karp

Umweltkatastrophe: Ölpest vor Neuseelands Küste

Tankerunfälle vor der Küste Neuseelands gefährden Meeressäuger und Seevögel (Foto: Jumbo)
Tankerunfälle vor der Küste Neuseelands gefährden Meeressäuger und Seevögel (Foto: Jumbo)

Keine guten Nachrichten vom Ende der Welt: Der WWF befürchtet massive Auswirkungen auf die Artenvielfalt in Neuseeland durch die Ölpest, die das Containerschiff Rena bei Tauranga verursacht hat.

Wenn 1.700 Tonnen Öl ins Meer gelangen, wäre das die größte Ölpest Neuseelands in den letzten Jahrzehnten. Die ersten toten Vögel wurden bereits neben dem Schiff gefunden. Besonders Sturmtaucher sind gefährdet.

„Das Schiff muss so schnell wie möglich gesichert und das Öl abgepumpt werden, sonst drohen katastrophale Folgen für die Umwelt“, so WWF-Meeresesxperte Georg Scattolin vom WWF Österreich. Der WWF fordert außerdem ein weltweites Verbot von Schweröl als Schiffstreibstoff.

Der WWF weist darauf hin, dass gerade diese Meeresregion die Heimat vieler Seevögel wie Küstenseeschwalben und Tölpel aber auch von Meeressäugern wie Walen und Delfinen ist.

Neuseelands einzigartige Naturlandschaft ist durch Tankerunfälle bedroht (Foto: Jumbo)
Neuseelands einzigartige Naturlandschaft ist durch Tankerunfälle bedroht (Foto: Jumbo)

Das Meer vor Neuseeland ist eine wichtige Migrationsroute vieler Walarten. Die Umweltorganisation schlägt vor, mechanische Barrieren einzusetzen um die Ausbreitung des Öls zu verhindern. Den Einsatz von chemischen Lösungsmitteln lehnt der WWF ab.

„Schon kleine Mengen Schweröl können große Schäden anrichten, deswegen darf Schweröl nicht länger als Treibstoff von Schiffen verwendet werden“, fordert WWF-Meeresschutzexperte Stephan Lutter.

„Statt des Schweröls sollten nur noch schwefel- und stickstoffarme Treibstoffe eingesetzt werden dürfen, zunächst in bestimmten Sondergebieten, schließlich weltweit. Es würden zudem auch weniger Rückstände an Bord anfallen, so dass deren illegale Entsorgung auf See, die auch ein Problem darstellt, zurückgehen würde.“

Neben einem Verbot von Schweröl verlangt der WWF weitere Maßnahmen zum Ausbau der Schiffssicherheit, besonders in sensiblen Meeresgebieten. Unverzichtbar ist aus Sicht des WWF in diesem Zusammenhang eine Lotsenpflicht für sensible Gebiete wie das jetzt vor Neuseeland betroffene.

„Der zunehmende Schiffsverkehr, die wachsenden Schiffsgrößen, technische Mängel und schlecht ausgebildete Besatzungen bei Billigflaggen-Schiffen erhöhen die Unfallgefahr immer weiter“, so Stephan Lutter. „Durch eine Lotsenpflicht würde die Gefahr von Schiffshavarien schon deutlich reduziert werden.“

Welche Schäden bereits kleine Mengen Schweröl anrichten können, zeigt das Beispiel des vor 13 Jahren havarierten Tankers Pallas. Damals tötete eine vergleichsweise geringe Menge von etwa 100 Tonnen ausgelaufenen Schweröls über 16.000 Seevögel. Bei einem größeren Unglück könnte leicht die 100fache Menge Öl oder mehr austreten.

Die neue Tankerkatastrophe nimmt eine immer bedrohlichere Dimension an. Neue Ölflecken wurden an der Nordostküste gesichtet, die Angst vor einer Ölpest wird größer. (Quelle: WWF; GeKa)

Rumänien: Europas letzte Urwälder in Gefahr

Die rumänischen Behörden haben dem Bau der Nationalstraße 66A zugestimmt, die zwei der letzten europäischen Urwälder bedroht. Nach Fertigstellung würde die Straße durch zwei Nationalparks im Westen des Landes führen.

„Die staatliche Umweltschutzbehörde hat sich mit der Baugenehmigung darüber hinweggesetzt, dass es sich beim betroffenen Areal um ein strenges Schutzgebiet handelt“, kritisiert Andreas Beckmann, Leiter des WWF Donau-Karpaten-Programms.„Die Umweltverträglichkeitsprüfung war eine reine Farce und ist in fünf Tagen abgehandelt worden.“

Die Folgen der Straßenerrichtung auf das Ökosystem werden in der der Entscheidung zugrunde liegenden Gefälligkeitsstudie nicht einmal erwähnt. Außerdem wird – so der Vorwurf des WWF – bereits seit fünf Jahren illegal an Teilabschnitten gebaut.

Der bedrohte Schutzgebietskomplex umfasst den Domogled- und den Retezat-Nationalpark mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Hektar. In den größtenteils unberührten Wildnis-Arealen finden sich Jahrhunderte alte Bestände von Rotbuche und Schwarzkiefer.

Die Region bietet neben Wolf, Bär und Luchs auch anderen in Europa einst weit verbreitete Tierarten wie Fischotter, Auerhuhn oder Steinadler geeigneten Lebensraum. Der Retezat-Nationalpark ist zudem der älteste Rumäniens. Das bis zu 2.000 Meter hohe Massiv ist für seine zahlreichen Gletscherseen berühmt. Vergleichbare Urwälder finden sich in Europa nur noch im hohen Norden Finnlands und in Russland, so der WWF.

„Die EU hat bereits mehrere Verfahren gegen Rumänien angestrengt, da sich das Land nicht an Umwelt- und Naturschutzrecht hält“, kritisiert Beckmann. „Der Bau dieser Straße wird der nächste traurige Fall in einer langen Reihe sein.“

Die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green wird, unterstützt vom WWF und anderen NGOs, eine Beschwerde gegen die rumänische Regierung bei der EU-Kommission einreichen. (Quelle: WWF; GeKa)

Wer bekommt die EcoTrophea?

Ab sofort nimmt der Deutsche ReiseVerband (DRV) Bewerbungen für die EcoTrophea 2011 entgegen: „Umweltschutz und soziale Verantwortung sind eine unverzichtbare Grundlage des weltweiten Tourismus“, betont Andreas Müseler, Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltigkeit im Deutschen ReiseVerband (DRV).

„Daher setzt sich der DRV seit vielen Jahren für das Thema Nachhaltigkeit ein. Seit 25 Jahren verleiht der Verband die Internationale Umweltauszeichnung, die EcoTrophea. Damit wollen wir das Augenmerk auf die vielen kreativen und ideenreichen Projekte lenken, die sich um eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus verdient gemacht haben.“

Ziel der vom DRV ausgezeichneten Projekte ist es, Umwelt und Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren und das Bewusstsein von Anbietern und Kunden zu Umwelt und sozialer Unternehmensverantwortung gleichermaßen zu fördern.“

„Mit der EcoTrophea wollen wir als der Branchenverband der Touristik dazu beitragen, die Kreativität und Ideenvielfalt auf diesem Gebiet zu fördern. Wir freuen uns auf innovative und beispielhafte Projekte“, ruft Andreas Müseler die Unternehmen zur Bewerbung für die EcoTrophea 2011 auf.

Alle Informationen zur Ausschreibung stehen auf der Website http://www.ecotrophea.de zur Verfügung. Der Wettbewerb um die EcoTrophea, so Müseler, berge für die Teilnehmer die Chance, auf ihr Engagement für den Umweltschutz und ihre soziale Unternehmensverantwortung im Tourismus aufmerksam zu machen.

„Auf unserer DRV-Website werden wir im Fachbereich Nachhaltigkeit wieder eine Liste der Bewerber platzieren und auf deren Internetseiten verlinken. Damit zeigen wir die Vielfalt der eingereichten Projekte und hoffen auf viele Nachahmer.“

Die Internationale Umweltauszeichnung wurde vom DRV bereits 1987 ins Leben gerufen. Die Auszeichnung für 2011 wird im Rahmen der 61. DRV-Jahrestagung verliehen, die vom 24. bis 27. November in Südkorea stattfindet.

Alle Informationen zur Ausschreibung sind im Internet unter http://www.EcoTrophea.de abrufbar. Interessenten können ihre Projektunterlagen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache per E-Mail an EcoTrophea@drv.de senden.

Um die EcoTrophea bewerben können sich Personen, Gruppen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen mit ihren Projekten aus aller Welt. Entscheidend für die Auszeichnung ist nicht die Größe der Maßnahme, sondern der vorbildliche und innovative Beitrag des Projekts zum nachhaltigen Tourismus.