Schlagwort-Archive: Meinungsforschung

Wirtschaft: KMU blicken positiv in die Zukunft

Die österreichischen Unternehmen blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen belegt. Die repräsentative Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von KMUs mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 175 Mio. EUR in ganz Österreich erfasst.

Knapp die Hälfte (48%) der Unternehmer prognostizieren ihrem Betrieb in den nächsten drei bis fünf Jahren starkes Wachstum, etwa genauso viele (47%) glauben zumindest an eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung. Zwei Drittel der Befragten (66%) rechnen mit steigenden Umsätzen, 36% haben 2011 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. Der Finanzierungsbedarf bleibt weiterhin niedrig, lediglich 26% planen in den kommenden zwei Jahren einen Kredit für ihr Unternehmen aufzunehmen.

Österreichs KMUs weiterhin positiv gestimmt 

Headquarters of the bank Erste Bank, in Vienna...
Erste Bank-Zentrale in Wien (Foto: Wikipedia)

Trotz der Negativmeldungen rund um Rezession und Kreditklemme bleiben die österreichischen KMUs positiv gestimmt. 48% glauben an das Wachstum des eigenen Betriebs, das sind lediglich 2% weniger als im vergangenen Jahr. „Die österreichischen Unternehmen sind zu Recht selbstbewusst. Die Klein- und Mittelbetriebe sind die Helden der österreichischen Wirtschaft. Wir verdanken ihnen, dass unsere Wirtschaftsleistung im europäischen Vergleich so gut dasteht“, zeigt sich Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank, über die Umfrageergebnisse erfreut. Auch wenn die Wirtschafts-forscher kürzlich ein anderes Bild prognostizierten, rechnen die Unternehmer weiterhin mit Wachstum.

Wien, Vorarlberg und Tirol besonders zuversichtlich 

Im Österreichvergleich blicken vor allem die Wiener positiv in ihre betriebliche Zukunft, 59% (+8% im Vergleich zum Vorjahr) rechnen mit einer gestärkten Marktposition, aber auch im Westen Österreichs, in Vorarlberg (51%) und Tirol (49%), ist die Hälfte der Unternehmer zuversichtlich. Am pessimistischsten ist man im Burgenland, hier rechnen 10% mit einem Rückgang. Erfolgsfaktoren für die Zukunft sind vor allem Modernisierung, Kooperationen und neues Personal.

Für mehr als die Hälfte ist die Modernisierung des Betriebs ein Schlüsselfaktor, 73% planen in den nächsten zwei Jahren dafür Investitionen ein. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette verlängern, wollen immerhin 58% wachsen. Positiv ist auch die Entwicklung in puncto Personal zu sehen, die Hälfte aller befragten Firmen betrachtet die Aufnahme neuer Mitarbeiter als wichtige Maßnahme für den wirt-schaftlichen Erfolg. Überraschend sind auch die Expansionspläne: Ein Fünftel der befragten Unternehmen wollen neue Betriebsstandorte gründen.

Finanzierungsbedarf nahezu unverändert 

Diese Pläne wollen die österreichischen KMUs aber hauptsächlich aus eigener Kraft umsetzen und organisch wachsen. Insgesamt sehen nur 26% der Betriebe in den nächsten zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf in Form eines Bankkredits, bei den größeren Unternehmen mit 5 bis 175 Mio. EUR Umsatz sind es 32%. Die geschätzte Kredithöhe liegt bei knapp der Hälfte der Betriebe mit Finanzierungsbedarf aber unter 500.000 EUR. Diese Mittel sollen hauptsächlich zur Modernisierung (61%) eingesetzt werden, mit großem Abstand folgen Kundengewinnung sowie Rationalisierungsmaßnahmen (jeweils 16%). Die Kapitalbeschaffung über eine Stärkung der Eigenmittel zu erzielen kommt nur für 45% in Frage.

2011 war für die Sparkassengruppe ein sehr starkes Jahr. Insgesamt wurden österreichweit 10,4 Mrd. an neuen Krediten vergeben, das ist im Vergleich zum Jahr 2010 eine Steigerung um 33%. Auch im ersten Halbjahr 2012 wurden bereits 5.123 Mrd. Neukredite vergeben. „Wir wollen weiterhin in unsere langfristigen Kundenbeziehungen investieren und unseren Kunden ein verlässlicher Bankpartner sein“, so Bosek.

Jugend versteht Politikersprache nicht

Mehr als 30.000 Jugendliche befragten die Studierenden der design akademie berlin (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger und Tobias Weißenfels) unter Leitung ihrer Professorin Dr. Bettina Fackelmann zu ihrer Wahrnehmung politischer Sprache und dem Interesse an politischen Themen.

Die Ergebnisse zeigen: Anders als oftmals angenommen sind die jungen Wähler durchaus am politischen Geschehen interessiert, fühlen sich durch die abgehobene Sprache jedoch zunehmend getäuscht.

Fast ein Jahr arbeiteten Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Marketingkommunikation an der umfassendsten Studie zum Thema Jugend und Politik, die in Deutschland derzeit vorliegt.

Der Anstoß zum Projekt kam von Bettina Fackelmann, Professorin für Public Relations und Kommunikationsmanagement: „Immer wieder musste ich feststellen, dass – insbesondere weibliche – Studierende kein Interesse an wesentlichen politischen Themen zeigten. Dem wollte ich wissenschaftlich auf den Grund gehen.“

Prof. Dr. Fackelmann ging zusammen mit einem Team von Studierenden (Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger, Tobias Weißenfels sowie Stefanie Talaska) auf die Friedrich-Ebert-Stiftung zu, um das Forschungsvorhaben vorzustellen und bekam grünes Licht. Die Studierenden führten zunächst 27 Gruppeninterviews an Berliner Schulen durch und entwickelten darauf basierend einen Online-Fragebogen, der von mehr als 30.000 Jugendlichen ausgefüllt wurde.

Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Jugendliche weit mehr politisches Interesse haben, als gemeinhin angenommen. Allerdings verlangen sie von den Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“.

Frank Krüger (Student des B.A. Marketingkommunikation im 6. Semester) hat die Erkenntnis überrascht, „dass oft Politiker selbst der Auslöser für die angenommene Politikverdrossenheit der Jugend sind“. Und Nina Arnold (Studentin des B.A. Marketingkommunikation im 3. Semester) ergänzt: „Unsere Studie hat gezeigt, dass Zuhören sehr viel bewirken kann. Ich wünsche mir, dass Jugendlichen auch von Seiten der Politik mehr Gehör geschenkt wird.“ Die komplette Studie ist online verfügbar auf www.sprichst-du-politik.de. (Quelle: eMagazin BILDUNGaktuell)

Kroatien: Willkommen in der EU

Mit Kroatien würde ein Land Teil der EU werden, das auch von den Österreichern mehrheitlich mit positiven Gefühlen begrüßt würde. Das zeigt eine Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Die Österreicher stehen positiv zum EU-Beitritt Kroatiens – und das mit steigender Tendenz: 68 Prozent sind für einen EU-Betritt Kroatiens. Nur 18 Prozent sprachen sich im September 2010 gegen die kroatische Mitgliedschaft aus, 12 Prozent war diese Frage „egal“.

Im Jahr 2004 waren noch 34 Prozent explizit gegen den Beitritt des südosteuropäischen Landes. Je näher die EU-Mitgliedschaft rückt und je konkreter die Beitrittsperspektive wird, desto geringer wird aber auch die Skepsis der Österreicher.

Kroatien kommt auf deutlich höhere Zustimmungswerte als die früheren Beitrittsländer Tschechien, Slowakei, Bulgarien und Rumänien. Nur Ungarn hatte vor seinem Beitritt ähnlich hohe Zustimmungswerte.

Die Gründe für die positive Stimmung gegenüber Kroatien sind vielfältig: Es gibt keine wesentlichen bilateralen Streitpunkte und auch die geographische und kulturelle Nähe spielt bei der Einschätzung der Österreicher eine Rolle.

Skepsis herrscht bei den Österreichern jedoch, was eine Erweiterung der EU um zusätzliche Länder betrifft. Im März 2010 lagen die Zustimmungswerte

  • für Bosnien-Herzegowina bei 29 Prozent,
  • für Montenegro bei 28 Prozent,
  • für Serbien bei 25 Prozent,
  • für Mazedonien (FYROM) bei 24 Prozent, für den Kosovo bei 20 Prozent und
  • für Albanien bei 19 Prozent.

Für die EU-Perspektive der weiteren Länder des ehemaligen Jugoslawien kann ein erfolgreicher Beitrittsprozess Kroatiens wichtige Impulse mit sich bringen und weitere Reformschritte beschleunigen. Auch für Österreich, dessen Unternehmen in dieser Region srtark engagiert sind, wäre dies mit Vorteilen verbunden.
(Quelle: ÖGfE)

Sind die Deutschen ein faules Volk?

Dinge aufzuschieben und nicht sofort zu erledigen, steht bei den Deutschen ganz oben auf der Hitliste der schlechten Angewohnheiten. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest räumt jeder vierte Deutsche dieses Laster ein (26 Prozent der Befragten).

Und es gibt noch weitere interessante Ergebnisse dieser Umfrage, für die 1001 Personen interviewt wurden: 21 Prozent plagt das schlechte Gewissen, weil sie keinen Sport treiben. 20 Prozent haben Gewissensbisse, weil sie rauchen. Weitere zwölf Prozent gestehen ein, dass sie zu viel essen und drei Prozent trinken für ihr eigenes Empfinden zu viel Alkohol.

Bei der Umfrage für das Magazin Reader’s Digest zeigten sich auch einige geschlechterspezifische Unterschiede. 25 Prozent der Frauen beklagen besonders ihre  Sportabstinenz, aber nur 16 Prozent der Männer. Hingegen sind die Männer mit 22 Prozent beim Tabakkonsum etwas selbstkritischer als die Frauen mit 17 Prozent.Wer  sich sehr an seinen schlechten Angewohnheiten stört, kann aufs Älterwerden hoffen: Bescheinigen sich im Schnitt 17 Prozent der Bevölkerung keine besonders schlechten Angewohnheiten zu haben, so sind von den 60-Jährigen und Älteren sage und schreibe 32 Prozent davon überzeugt, keine besonderen Laster zu pflegen. (Quelle: Reader’s Digest; GeKa)