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Kostenlos: Online-Kurs für nachhaltigen Tourismus

Die Zertifizierungsgesellschaft TourCert aus Stuttgart bietet kostenlosen Online-Kurs für Reisebüromitarbeiter zum Thema Nachhaltiger Tourismus an

Ihren Urlaub wollen die meisten Menschen genießen, abschalten und es sich gut gehen lassen. Doch immer mehr reisefreudige Konsumenten, die bereits für fair gehandelte Produkte und Bio-Lebensmittel sensibilisiert sind, fordern zunehmend auch im Urlaub Nachhaltigkeit ein.

Sie wollen, dass auch die Menschen in der Urlaubsregion oder die Angestellten der Unterkunftsbetriebe von ihrem Urlaub profitieren – faire Arbeitsbedingungen für Angestellte im Tourismus, ressourcenschonender Betrieb der gewählten Unterkunft und die Klimabilanz der Reise werden relevanter für die individuelle Kaufentscheidung.

English: TourCert Logo

Die gemeinnützige Gesellschaft TourCert vergibt das Siegel „CSR-Tourism“ für nachhaltigen Tourismus an Reiseveranstalter und Reisebüros. Mit dem Angebot des Online-Kompaktkurses „CSR – Nachhaltigkeit im Reisebüro“ führt TourCert die eigene Leitlinie konsequent fort und bietet MitarbeiterInnen in Reisebüros einen leichten Einstieg in die Themen Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) und Nachhaltigkeit im Tourismus.

Deutsch: Beschreibung des CSR-Modells (Corpora...
Beschreibung des CSR-Modells (Corporate-Social-Responsibility) nach Carroll und Schwartz (Foto: Wikipedia)

Auf insgesamt fünf thematisch gebündelten Seiten bekommt der/die MitarbeiterIn Praxistipps, wie nachhaltige Tourismusprodukte aktiv im Verkauf eingesetzt werden können. Erläuterungen zu den Begriffen CSR und Nachhaltigkeit liefern das notwendige Hintergrundwissen. Am Ende des Kurses kann der/die Lernende das erworbene Wissen in einem Wissenscheck überprüfen.

The International Fairtrade Certification Mark

Wer den Test nicht beim ersten Mal besteht, darf ihn mit verändertem Fragenpaket wiederholen. Eine Verlosung belohnt den/die erfolgreiche/n AbsolventIn des Tests mit Gutscheinen für Fairtrade-Produkte und Fortbildungsgutscheinen für CSR-Basic-Kurse oder CSR-ManagerInnen-Kurse im Wert von bis zu 750,– Euro. Wer keinen Fortbildungsgutschein gewinnt, aber an dem Thema Gefallen findet und tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann sich an die kate CSR-Akademie wenden.  Hier werden Ausbildungen zum/zur CSR-ManagerIn und weitere Online-Trainings rund um den nachhaltigen Tourismus angeboten.

Der Online-Kompaktkurs „CSR – Nachhaltigkeit im Reisebüro“ ist eine gemeinsame Initiative des Bündnisses CSR im Reisebüro, bestehend aus der AER Reisebürokooperation, forum anders reisen, Gebeco und TourCert.

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DZT Österreich auch für Slowakei zuständig

Willkommen in Bratislava!
Willkommen in Batislava! DZT Österreich betreut jetzt auch den slowakischen Markt (Foto: Bratislava.Travel)

Seit 1. Januar 2013 liegt die Zuständigkeit der Marktbearbeitung der Slowakischen Republik beim DZT Büro in Österreich im Regionalmanagement Südosteuropa. Im Ausland plant, koordiniert und realisiert die DZT alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Bisher wurde der Markt Slowakei von der Vertriebsagentur in Prag betreut.

„Markt-Knowhow, kurze Entscheidungswege, Bündelung von Synergien und Budgets waren ausschlaggebend für diesen Schritt“, sagt Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretung in Wien und Regional Manager Südosteuropa der DZT.

Für den Markt Slowakei legt die DZT ihre marktspezifischen Themenschwerpunkte in diesem Jahr auf Städte- und Kulturreisen, bzw. Aktiv Urlaub und hat sich das Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit mit slowakischen Reiseveranstaltern zu forcieren, um langfristig das Deutschlandangebot zu steigern.

Zwei weitere Ziele sind klar formuliert: Steigerung des positiven Images für das Reiseland Deutschland sowie die Förderung des Tourismus und Steigerung des Reiseaufkommens für Deutschland. „Durch gebündelte Aktivitäten mit Partnern im Markt erzeugen wir Synergien und können durch eine enge Zusammenarbeit mit der Branche die Endverbraucher gezielt ansprechen“, so Laszlo Dernovics.

Starke Zuwächse aus Südosteuropa

Deutschland erfreut sich international großer Beliebtheit – ob als Ziel für Geschäfts- oder Urlaubsreisen oder als Destination für spannende Städtetrips und Aktivreisen.

Aufgrund seiner umfangreichen Angebotspalette, der sehr guten Verkehrsanbindungen sowie einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis punktet das Reiseland Deutschland nicht nur bei den Österreichern sondern auch bei den Gästen aus Südosteuropa. Dabei gewinnen die neuen Bundesländer zunehmend an Bedeutung.

Österreich ist mit einem Plus von 6,4 Prozent (3.023.788 Übernachtungen) von Januar bis November 2012 wichtigster Quellmarkt für Deutschland im Regionalmanagement Südosteuropa. Dies belegen die Übernachtungszahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Südosteuropa-Märkte legen jedoch immer stärker zu. Die Slowakei gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten in Südosteuropa. Allein die Geschäftsreisen nach Deutschland haben einen Anteil von 58% und belegen die engen wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder.

Das Reiseland Deutschland verzeichnete 2010 einen leichten Marktanteilsgewinn und konnte seine Position bei den Auslandsreisezielen der Slowaken 2011 auf Rang 5 halten. Starke Steigerungen des Übernachtungsvolumens sind kennzeichnend für die dynamische Entwicklung des Marktes.

So sind die Übernachtungen von 2007 auf 2011 um +41% gestiegen. Im Jahr 2011 betrug das Wachstum +21,9% (267.996 Übernachtungen) und von Januar bis November 2012 +13,4% (281.672 Übernachtungen). Ebenfalls positiv sind die Zuwächse im gleichen Zeitraum aus folgenden Südosteuropa-Märkten: Slowenien (+21,8 %), Rumänien (+21,7%), Ungarn (+17,1 %), Bulgarien (+15,4%), Tschechische Republik (+13,1), Türkei (+11%).

„Auch in den kommenden Jahren wird mit weiteren Übernachtungszuwächsen aus Südosteuropa gerechnet und bis 2020 ein Übernachtungsplus von 13,9 Prozent aus Slowenien, 13,7 Prozent aus der Slowakei, 2,4 Prozent aus der Tschechischen Republik und 1,9 Prozent aus Ungarn prognostiziert“, weiß Laszlo Dernovics.

Laut World Travel Monitor/IPK 2012 ist der Balkan mit bereits 1,7 Mio. Reisen nach Deutschland Potenzialmarkt: Bis 2020 wird ein jährliches Wachstum von drei Prozent auf 2 Mio. Reisen aus Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro prognostiziert. Das Regionalmanagement Südosteuropa verfolgt eine ehrgeizige Strategie zur erfolgreichen Positionierung des Reiselandes Deutschland als attraktive Urlaubsdestination.

Business: Vertrauensmanagement als Führungsaufgabe

Viele gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre weisen auf die Notwendigkeit nach mehr Kontrolle hin – sowohl im öffentlichen als auch privatwirtschaftlichen Bereich. Zugleich können Führungskräfte in der zunehmend komplexer werdenden Arbeitswelt nicht mehr jede Eventualität voraussehen und müssen auf ihre MitarbeiterInnen vertrauen.

Eine gute Vertrauensbasis entsteht aber nicht von selbst, sondern muss aktiv gefördert werden. Die Umsetzung vertrauensbildender Maßnahmen ist ein zentraler Bestandteil guter Führung und auch Studien zeigen, dass sich Vertrauen im Interesse rationaler Unternehmensziele bezahlt macht: Eine gute Vertrauenskultur steigert die Leistungsfähigkeit von MitarbeiterInnen, trägt zur Kostenreduktion bei und wirkt sich im Sinne der Zeitökonomie positiv auf die Bilanz von Unternehmen aus.

Wie Vertrauensmanagement als Führungsaufgabe umgesetzt werden kann, erarbeiten die TeilnehmerInnen im uniMind|Workshop zum Thema “Vertrauen als Führungsaufgabe” am 28. Jänner 2013.

Geleitet wird die kostenfreie Veranstaltung von den Wirtschaftspsychologen Christian Korunka (Institut für Angewandte Psychologie: Arbeit, Bildung, Wirtschaft, Universität Wien) und Peter Frenzel (selbständiger Organisationsberater, TAO). Unterstützt durch deren fachliche Expertise entwickeln die TeilnehmerInnen in einem interaktiven Setting Strategien, um Vertrauen als Führungsaufgabe wahrzunehmen.

Vertrauen und Kontrolle
Vertrauen als Führungsaufgabe ist das Thema im uniMind Workshop (Foto: iStock/BILDUNGaktuell)

Neben fachlichen Vortragselementen liegt der Schwerpunkt auf interaktiven Phasen, in denen Erfahrungen reflektiert und gemeinsam Lösungskonzepte entwickelt werden. Real-Case-Szenarios bieten die Gelegenheit, theoretische Inputs anhand von echten Fällen zu erproben.

Die Veranstaltung richtet sich an PraktikerInnen und Professionals aller Berufssparten sowie an fortgeschrittene Studierende. Der Workshop bietet ihnen die Gelegenheit, Erfahrungen in einer heterogenen Gruppe auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen.

Der Workshop findet im Rahmen des Projektes “University Meets Industry” (uniMind) statt. In den uniMind|Workshops treffen Personen aus Unternehmen mit WissenschaftlerInnen zusammen, um praxisrelevante Themen zu bearbeiten.

Die Universität Wien will mit dieser Initiative Unternehmen dabei unterstützen, die Idee des lebensbegleitenden Lernens als Teil ihrer Kultur zu etablieren.

Mehr Informationen und Themen über Aus- und Weiterbildung finden Sie auf dem führenden deutschsprachigen Onlineportal BILDUNGaktuell, wo Sie auch jeden Monat das gleichnamige eMagazin downloaden können.

Auf einen Blick:
Zeit: Montag, 28. Jänner 2013, 15.30 bis 19.30 Uhr
Ort: Aula am Campus, Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2, Hof 1, 1090 Wien
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um rechtzeitige Anmeldung bis 24. Jänner wird gebeten.

Jobs im Tourismus: Fernweh-Experten gesucht

Spezialisierte Hochschulabsolventen mit Management-Know-how im Tourismus haben gute Berufsaussichten

Karrierejobs im Tourismus
Jobs im Tourismus: Große Chance für alle, die im Tourismus Karriere machen wollen. Nur die Besten erreichen ihr berufliches Traumziel (Foto: Archiv)

Der Tourismus beschäftigt mehr Menschen als die Automobilindustrie oder die Landwirtschaft. Und die Branche wächst weiter.

Spannende Managementaufgaben bieten sich vor allem für Akademiker mit einschlägigem Studium und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

“Wer im Tourismus aufsteigen will, braucht einen akademischen Titel”, bestätigt Prof. Dr. Helmut Wachowiak, Fachbereichsleiter Tourismus Management an der Internationalen Hochschule Bad Honnef – Bonn (IUBH).

Die Tourismus-Branche boomt. Nach dem Handel ist sie der zweitgrößte Dienstleistungssektor. In Deutschland arbeiten laut Deutschem Reiseverband (DRV) rund 2,8 Millionen Menschen im Tourismus, weltweit sind es etwa 100 Millionen.

Experten beobachten ein anhaltendes Wachstum der Branche: “In 2012 wurden bislang etwa eine Milliarde internationale Reisen gebucht. Im Jahr 2022 werden es 1,6 Milliarden sein”, so Wachowiak.

Es gibt kaum einen Markt mit vielfältigeren Berufswegen, vor allem für junge Menschen mit Hochschulabschluss und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

Interessante und anspruchsvolle Tätigkeiten warten zum Beispiel hinter den Kulissen der Reiseveranstalter und Fluglinien, bei großen Konzernen und im Tourismus-Marketing.

Die Karrierechancen stehen auch in Zukunft gut. Während der Bedarf wächst, sinkt die Zahl der Berufseinsteiger aufgrund des demographischen Wandels. Auch im Tourismus wird es also bald an Fachkräften mangeln.

Gesucht: Trendscouts mit Hochschulabschluss

Früher war der Tourismus ein klassisches Berufsfeld für Nicht-Akademiker. Doch mit der Internationalisierung und dem Wachstum des Marktes ist eine zunehmende Akademisierung verbunden.

“Viele Reiseveranstalter oder auch Luftverkehrsunternehmen setzen heute einen Bachelor beim Berufseinstieg voraus”, berichtet Wachowiak.

Qualifizierte Absolventen seien nie lang auf Stellensuche: “Viele Unternehmen beginnen schon bei uns auf dem Campus mit der Rekrutierung zukünftiger Mitarbeiter.”

Kooperationsprogramme zwischen Hochschulen und Unternehmen ermöglichen den Studierenden einen engen Draht zur Wirtschaft. Die IUBH kooperiert unter anderem mit dem Verband Internet-Reisevertrieb e.V. (VIR), Lufthansa, Thomas Cook und Aida Cruises.

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Tourismus mit Verantwortung: Wer hier Fuß fassen will, hat als Hochschulabsolvent sehr gute Job-Chancen  (Photo credit: respontour)

Wer in der Tourismus-Branche Fuß fassen will, braucht ein feines Gespür für Trends. Denn der Tourismusmarkt reagiert sensibel auf wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Veränderungen.

Tourismus-Manager greifen solche Entwicklungen früh auf und gestalten sie mit. Aktuelle Branchen-Trends sind zum Beispiel der Medizintourismus, das Urlaubsziel Deutschland und nachhaltiger Tourismus.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie weiter auf BILDUNGaktuell, dem Online-Portal fürManagement, Personalwesen, Aus- und Weiterbildung.

Social Media und Bewerbung

Social Media Icons
Social Media Icons: Die Auswahl ist groß, aber bei Bewerbungen spielen die sozialen Netzwerke nicht jene Rolle, die sich so mancher Bewerber erhofft. Personalchefs haben andere Präferenzen (Graphik: Vector Social Media Icons/wphub.com)

Wie sich Job-Bewerber in sozialen Netzwerken wie facebook oder Xing präsentieren, ist für die Mitarbeiterauswahl – zumindest in Deutschland – noch ohne große Bedeutung. Das hat eine Umfrage der Personalberatung Personal Total AG, an der sich rund 250 Verantwortliche aus dem Human Resource Management beteiligt haben, ergeben.

93 Prozent der Personaler geben an, die Darstellung des Bewerbers im Web sei für ihre Einschätzung „unwichtig“ oder „weniger wichtig“. Bei der spezifischen Präsenz in sozialen Netz­werken liegt dieser Wert mit  91 Prozent ähnlich hoch. Zum Vergleich: Das Anschreiben einer Bewerbung wird nur von ein Prozent als „unwichtig“ bewertet, 80 Prozent finden es „wichtig“ für die Bewerber­auswahl.

Entsprechend selten prüfen Personaler, wie sich Bewerber online präsentieren: Nur sieben Prozent geben an, dass sie sich häufig im Web über Kandidaten infor­mieren; 47 Prozent verzich­ten komplett darauf, das Web-Profil von Kandidaten zu ana­lysieren. Eine Recherche in sozialen Netz­werken ist sogar noch weniger üblich: Lediglich fünf Prozent geben an, häufig auf Social-Media-Plattformen nach Informationen über Bewerber zu suchen.

„Die Umfrage zeigt, dass die Personalverantwortlichen bei der Bewerberauswahl spezifischere Kriterien und Informationen wie Arbeitsproben oder den Lebenslauf in den Vordergrund stellen. Auch wenn häufig nicht gezielt danach gesucht wird, kann im Einzelfall das Social-Media-Profil eines Kandidaten dennoch den Ausschlag geben. Der Ratschlag, keine zu persönlichen oder unpassenden Informationen öffentlich zu machen, bleibt also weiter gültig“, erläutert Personal Total-Vorstand Armin Betz.

„Auf der anderen Seite bietet beispielsweise ein gut aufgemachtes und mit interessantem Inhalt gefülltes Fach-Blog die Möglichkeit, das eigene Know-how zu zeigen und sich damit nach und nach im beruflichen Umfeld bekannt zu machen – ein Aspekt, der für die Karriere wichtig sein kann“, sagt Armin Betz.

Personal Total ist mit über 30 Standorten und mehr als 100 Beratern eine der führenden Personalberatungen in Deutschland, ebenfalls in Österreich und durch einen Kooperationspartner in der Schweiz vertreten. Dies gewährleistet eine überregionale Betreuung, bei Bedarf aber auch die örtliche Nähe zu den Kunden. (Quelle: Personal Total AG, Index)

Die Chancen in einer nicht perfekten Welt

Die Führung der Zukunft ist energetisch geprägt. Alternativen gibt es nicht. Sagt der Managementberater Bernd Remmers in seinem Buch Winning Ways

Buchautor Bernd Remmers
Autor Bernd Remmers plädiert in seinem Buch „WInning Way“ für ein dreidimensionales Denken und Handeln (Foto: Hanser Verlag)

Eine Eigenschaft des Gewinnens ist es, in jeder Situation etwas zu unternehmen und nicht zu unterlassen. Diese unternehmerische Grundhaltung ist geprägt durch die Neugierde, sich ständig zu verbessern und sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Mit dem Fokus auf der intelligenten Umsetzung von Projekten und strategischen Initiativen braucht es die erfolgreiche Führungskraft in der imperfekten Welt als Kontextmanager. Er kann Kontexte in der Dreidimensionalität „See – Do – Get“ (SDG) wahrnehmen.

Hiermit schafft er den Rahmen, das Spielfeld für die erfolgreiche Umsetzung eigener Projekte. Die Führung der Zukunft ist energetisch geprägt. Alternativen gibt es nicht. Energetisch bedeutet kraftvoll.

Nur die spürbare Kraft und Begeisterung der Führungskräfte macht es möglich, bei allen die erforderliche Energie zur Umsetzung aufzubringen und mit Misserfolgen umzugehen. Gewinner sind durch einen unerschütterlichen Optimismus geprägt, der ihnen auch nach Misserfolgen die Kraft zum Neubeginn verleiht.

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Neue Spielregeln in einer nicht perfekten Welt fordert der Managementberater Bernd Remmers in seinem Buch „Winning Ways“ (Hanser Verlag)

Der Blick geht nicht nur auf die Resultate, nicht nur auf die Sachebene. Er geht darüber hinaus auf die emotionale Ebene. Hier entscheidet sich, ob ein Unternehmen gewinnt oder verliert. Die Führungskraft ist für die Steuerung der emotionalen Ebene verantwortlich.

Die Führungskraft als „Kulturmanager“ erkennt diesen nicht kopierbaren Vorteil im Wettbewerb. Erfolgreiche Kultur basiert auf Vertrauen. Das gibt der Führungskraft die Schnelligkeit, Chancen zu nutzen und damit unternehmerisch zu handeln. Kultur gestalte ich durch Führung und bewusst gestaltete Rituale. Mitarbeiter lassen sich durch eine starke Kultur begeistern.

Kontext – Kraft – Kultur: Wer es schafft, diesen Dreiklang umzusetzen, wird in der Führung eine Souveränität entwickeln, in der er das Ganze im Auge hat und trotzdem den Blick fürs Detail, für den Kontext nicht verliert. Komplexität wird radikal reduziert, Handeln wird einfacher.

Diese Grundhaltung erlaubt die Konzentration auf das Ziel und gibt eine neue Leichtigkeit, eine andere Lust am Arbeiten. Wer diesen Wechsel der Muster am schnellsten schafft, wird unge­ahnte Chancen ha­ben.
Bernd Remmers

European Hospitality Awards: Auszeichnung fürs Lebenswerk

Kurt Ritter
Für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde jetzt der Schweizer Kurt Ritter, Präsident und CEO von Rezidor. Er ist wahrscheinlich der dienstälteste Chief Executive Officer der Hotelbranche (Fotot: http://www.weibelcom.com)

Kurt Ritter, President & CEO von Rezidor, wurde bei den European Hospitality Awards 2012 in London mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet und für seine außergewöhnliche Karriere geehrt.

Bereits 1989 ernannte man ihn zum Präsidenten und CEO von Rezidor, und er ist wahrscheinlich der dienstälteste Chief Executive Officer der Branche. Unter seiner Führung ist  Rezidor zu einem der weltweit am schnellsten wachsenden Hotelunternehmen und Mitglied der Carlson Rezidor Hotel Group geworden.

Das aktuelle Portfolio von Rezidor schließt mehr als 430 Hotels mit 95.000 Zimmern in 70 Ländern in ganz Europa, dem Nahen Osten und in Afrika ein. Im September 2012 kündigte Ritter seinen Rücktritt zum Jahresende an. Danach wird er als strategischer Berater für Carlson tätig sein. Ritters Nachfolger als President & CEO von Rezidor wird Wolfgang M. Neumann.

„Der bemerkenswerte Aufstieg von Rezidor ist untrennbar mit Kurt Ritters Karriere verbunden. Es ist schwierig, heute jemanden in der Branche zu finden, der mehr Zeit seines Lebens der Hospitality-Branche gewidmet hat“, so die Jury.

„Ich fühle mich sehr geehrt, diese Auszeichnung entgegen nehmen zu dürfen. Ohne meine Familie und mein Team wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ich möchte meiner Familie und allen Mitarbeitern bei Rezidor danken: Sie haben mich zu dem Mann und Manager gemacht, der ich bin“, erklärte Kurt Ritter.

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Galaveranstaltung der European Hospitality Awards 2012 in London: Moderator Derek Wood mit Lara und KurtRitter (Foto: Liron Erel/http://lironerel.me)

Die jährlichen European Hospitality Awards 2012 – präsentiert von Arena-International und Hotel Management International – ehrten die außergewöhnlichen Hotels und Hoteliers des Jahres in Europa. Mitglieder der Jury, welche über die Gewinner in 13 Kategorien entschied, waren Ted Teng, CEO von The Leading Hotels of the World; Harry Handelsman, CEO der Manhattan Loft Corporation; Claus Sendlinger, CEO und Präsident von Design Hotels; Peter Bierwirth, Präsident der European Hotel Managers Association; Masha Polshinskaya, Senior Project Manager bei Cleverdis/The Hotel Innovations; und Sternekoch Heinz Beck vom Guide Michelin.

Der gebürtige Schweizer Kurt Ritter wuchs im Hotel seiner Eltern in Interlaken auf und besuchte die berühmte École Hôtelière de Lausanne. Nach einiger Zeit im Hotel Bellevue Palace in Bern und bei Ramada International Hotels in Belgien, Frankreich, Deutschland und Schweden kam Ritter 1976 zu Rezidor.

Er arbeitete als General Manager in Schweden und Kuwait, als Vizepräsident Naher Osten & Ferner Osten von Singapur aus und schließlich als President & CEO, zunächst von Oslo, später von Brüssel aus.

Zu den Schlüsseldaten seiner Karriere gehören das Master Franchise Agreement mit Carlson Hotels Worldwide, aus dem 1994 Radisson SAS hervorging, und ebenfalls mit Carlson die Vereinbarung zur Entwicklung der Marken Country Inns & Suites, Park Inn und Regent in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

Im Jahr 2005 unterzeichnete Kurt Ritter die weltweite Lizenzvereinbarung mit Missoni, die die Entwicklung und den Betrieb der luxuriösen Lifestylemarke Hotel Missoni vorsah. 2006 war er für Rezidors Gang an die Stockholmer Börse verantwortlich.

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Wolfgang M. Neumann ist ab 1. Januar 2013 der neue Präsident & CEO bei Rezidor. Er folgt auf Kurt Ritter, seit 1989 Präsident & CEO, der zum Ende 2012 in den Ruhestand geht (Foto: Jean-Yves Limet/Weibelcom)

2012 setzte er sich maßgebend für die Entstehung der Carlson Rezidor Hotel Group ein und schloss außerdem eine strategische Kooperation mit Regent Hotels & Resorts ab. Im September 2012 kündigte Ritter seinen Rücktritt zum Jahresende an. Ab 2013 wird er als strategischer Berater für Carlson tätig sein. Sein Nachfolger als President & CEO von Rezidor ist Wolfgang M. Neumann.

Kurt Ritters Charisma, sein fester Glaube in die Hospitality-Branche sowie seine geradlinige Haltung sind in der Hotellerie geschätzt und anerkannt. Ritter war der „Corporate Hotelier of the World 2002“, erhielt den „International Hotel Investment Forum Lifetime Achievement Award 2004“ und den „MKG Lifetime Achievement Award 2008“. Außerdem hat er zwei Ehrendoktortitel, der Johnson & Wales University, Providence (USA) und der Oxford Brookes University (UK).