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Reisetrends 2013. Wohin es Touristen zieht

Trends 2013: Individuelle Reisen, „barefoot luxury“ in Afrika bis zu Kulturreisen ins Baltikum

Desroches Island © Seasons in Africa Marketing and Management CC
Traumziel Desroches Island (Foto: © Seasons in Africa Marketing & Management CC/Jumbo/ÖVB)

Die Nachfrage nach individuell gestalteten Reisen nimmt ständig zu – sowohl in Form von Länderkombinationen als auch Reiseformen. Safaris und Strandurlaub werden zu so genannten Bush & Beach-Angeboten kombiniert, Kreuzfahrten mit Badeaufenthalten verlängert. Reisetrends 2013. Wohin es Touristen zieht weiterlesen

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DZT Österreich auch für Slowakei zuständig

Willkommen in Bratislava!
Willkommen in Batislava! DZT Österreich betreut jetzt auch den slowakischen Markt (Foto: Bratislava.Travel)

Seit 1. Januar 2013 liegt die Zuständigkeit der Marktbearbeitung der Slowakischen Republik beim DZT Büro in Österreich im Regionalmanagement Südosteuropa. Im Ausland plant, koordiniert und realisiert die DZT alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Bisher wurde der Markt Slowakei von der Vertriebsagentur in Prag betreut.

„Markt-Knowhow, kurze Entscheidungswege, Bündelung von Synergien und Budgets waren ausschlaggebend für diesen Schritt“, sagt Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretung in Wien und Regional Manager Südosteuropa der DZT.

Für den Markt Slowakei legt die DZT ihre marktspezifischen Themenschwerpunkte in diesem Jahr auf Städte- und Kulturreisen, bzw. Aktiv Urlaub und hat sich das Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit mit slowakischen Reiseveranstaltern zu forcieren, um langfristig das Deutschlandangebot zu steigern.

Zwei weitere Ziele sind klar formuliert: Steigerung des positiven Images für das Reiseland Deutschland sowie die Förderung des Tourismus und Steigerung des Reiseaufkommens für Deutschland. „Durch gebündelte Aktivitäten mit Partnern im Markt erzeugen wir Synergien und können durch eine enge Zusammenarbeit mit der Branche die Endverbraucher gezielt ansprechen“, so Laszlo Dernovics.

Starke Zuwächse aus Südosteuropa

Deutschland erfreut sich international großer Beliebtheit – ob als Ziel für Geschäfts- oder Urlaubsreisen oder als Destination für spannende Städtetrips und Aktivreisen.

Aufgrund seiner umfangreichen Angebotspalette, der sehr guten Verkehrsanbindungen sowie einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis punktet das Reiseland Deutschland nicht nur bei den Österreichern sondern auch bei den Gästen aus Südosteuropa. Dabei gewinnen die neuen Bundesländer zunehmend an Bedeutung.

Österreich ist mit einem Plus von 6,4 Prozent (3.023.788 Übernachtungen) von Januar bis November 2012 wichtigster Quellmarkt für Deutschland im Regionalmanagement Südosteuropa. Dies belegen die Übernachtungszahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Südosteuropa-Märkte legen jedoch immer stärker zu. Die Slowakei gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten in Südosteuropa. Allein die Geschäftsreisen nach Deutschland haben einen Anteil von 58% und belegen die engen wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder.

Das Reiseland Deutschland verzeichnete 2010 einen leichten Marktanteilsgewinn und konnte seine Position bei den Auslandsreisezielen der Slowaken 2011 auf Rang 5 halten. Starke Steigerungen des Übernachtungsvolumens sind kennzeichnend für die dynamische Entwicklung des Marktes.

So sind die Übernachtungen von 2007 auf 2011 um +41% gestiegen. Im Jahr 2011 betrug das Wachstum +21,9% (267.996 Übernachtungen) und von Januar bis November 2012 +13,4% (281.672 Übernachtungen). Ebenfalls positiv sind die Zuwächse im gleichen Zeitraum aus folgenden Südosteuropa-Märkten: Slowenien (+21,8 %), Rumänien (+21,7%), Ungarn (+17,1 %), Bulgarien (+15,4%), Tschechische Republik (+13,1), Türkei (+11%).

„Auch in den kommenden Jahren wird mit weiteren Übernachtungszuwächsen aus Südosteuropa gerechnet und bis 2020 ein Übernachtungsplus von 13,9 Prozent aus Slowenien, 13,7 Prozent aus der Slowakei, 2,4 Prozent aus der Tschechischen Republik und 1,9 Prozent aus Ungarn prognostiziert“, weiß Laszlo Dernovics.

Laut World Travel Monitor/IPK 2012 ist der Balkan mit bereits 1,7 Mio. Reisen nach Deutschland Potenzialmarkt: Bis 2020 wird ein jährliches Wachstum von drei Prozent auf 2 Mio. Reisen aus Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro prognostiziert. Das Regionalmanagement Südosteuropa verfolgt eine ehrgeizige Strategie zur erfolgreichen Positionierung des Reiselandes Deutschland als attraktive Urlaubsdestination.

Studie: Tourismus als Wirtschaftsmotor

Der Tourismus ist ein wirtschaftlich bedeutender Zweig, von dem die ganze Stadt Essen profitiert. Dies unterstreicht eine Studie zum „Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Stadt Essen (2010)“, die die EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) – beim Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Auftrag gegeben und jetzt vorgestellt hat. Vor allem der Geschäftsreisetourismus erweist sich als wichtiges Segment.

Die Bilanz der wirtschaftlichen Effekte des Tourismus ist eindrucksvoll: Durch die Ausgaben der Gäste verzeichnet die Stadt Essen einen jährlichen Bruttoumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Davon profitieren neben dem Gastgewerbe insbesondere auch der Einzelhandel sowie sonstige Dienstleistungsbranchen, inklusive der Transportbranche. Aus dem generierten Umsatz resultiert für die Stadt Essen ein touristisches Einkommen von 684 Millionen Euro und einem direkten Steuereffekt von rund 34,6 Millionen Euro.

Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG – Essen Marketing GmbH und Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste präsentieren in der Messe Essen die neue Tourismus-Studie sowie die Broschüre „Essen.Convention.“ (Foto: Georg Lukas)
Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG – Essen Marketing GmbH und Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste präsentieren die neue Tourismus-Studie sowie die Broschüre „Essen.Convention.“ (Foto: Georg Lukas)

Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG: „Die Studie hat gezeigt, was für eine wirtschaftliche Bedeutung der Tourismus für Essen hat. Nun gilt es, diesen Wirtschaftszweig gemeinsam mit den profitierenden Leistungsträgern weiter nachhaltig zu fördern und auszubauen.“

 Mit zwei Drittel des gesamttouristischen Volumens ist der Geschäftsreisetourismus eines der wichtigsten Segmente des Essener Tourismus. Eine hohe Bedeutung kommt in diesem Rahmen der Messe Essen zu, die mit rund 50 Messen, davon zwölf internationale Leitmessen, die Stadt zu einem bedeutenden Messestandort macht.

Eva Sunderbrink: „Mit hervorragenden Standortfaktoren und spezialisierten Dienstleistern in allen Bereichen des Kongresswesens ist Essen als Tagungsstandort eine der besten Adressen des Landes. Seit ihrer Gründung hat die EMG – Essen Marketing GmbH in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus dem Kongressbereich diese Positionierung durch eine aktive Vertriebskonzeption aufgebaut und verstetigt.“

Unter dem Markennamen Essen.Convention. soll die neue Internetseite diesen Stellenwert unterstreichen und erweitern. Interessierte finden dort Tagungsräume, Tagungshotels, besondere Tagungsorte sowie alles Wissenswerte rund um den Tagungs- und Kongress-Service unserer Stadt.

In kompakter Form sind die Online-Inhalte ebenfalls in einer neuen Broschüre „Essen.Convention.“ zusammengefasst. Die Publikation wird auf allen Messen und Seminar- und Tagungsbörsen ausgelegt sowie im Rahmen einer Direct-Mailing-Aktion an zahlreiche Kongressveranstalter im In- und Ausland versandt. Zudem ist sie in der EMG-Touristikzentrale erhältlich sowie als Download-Version im Internet abrufbar.

 Auch der Freizeittourismus spielt in Essen nicht zuletzt durch die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine wesentliche Rolle. Insgesamt 31,8 Millionen Tagesreisen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr, sowie 1,48 Millionen entgeltliche Übernachtungen konnte die Stadt im Jahr 2010 verzeichnen. Damit erzielte Essen bei den Übernachtungen in den letzten zehn Jahren insgesamt ein plus von 49 Prozent.

Der Anteil der ausländischen Übernachtungsgäste am Gesamtaufkommen lag in 2010 bei durchschnittlich 18 Prozent. Wichtigste ausländische Quellmärkte waren mit 15,5 und neun Prozent die Niederlande und Großbritannien.

Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom IMT und Leiter der Studie: „Als Grund für diese positive Gesamtentwicklung des Freizeittourismus dürfte die Kulturhauptstadt 2010, aber auch der Aufbau einer systematischen Marketingkonzeption seit der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) und deren konsequente Weiterführung und Umsetzung durch die lokalen Tourismusorganisationen benannt werden“.

Eva Sunderbrink führt fort: „Mit dem Alleinstellungsmerkmal „Industriekultur“ hat die Region touristisch die richtigen Weichen gestellt“. Hierin einbezogen sind auch die optimalen Radwandermöglichkeiten in der Stadt. In diesem Jahr will die EMG die Anzahl der Tages- und Übernachtungsreisenden um fünf bis zehn Prozent im Vergleich zu 2009 steigern.

Mit 2,6 Millionen Übernachtungsgästen in Privathaushalten im Jahr 2010 sind die sogenannten „Sofa-Touristen“ eine wichtige wirtschaftliche Zielgruppe. Als wichtigste Motive neben dem Besuch der Verwandten und Bekannten wurde die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 sowie die Shoppingvielfalt in der Stadt Essen benannt. Gerade das Motiv „Einkaufen“ ist im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2008 deutlich wichtiger geworden.

Prof. Dr. Bernd Eisenstein: „Dies kann auch als Ergebnis einer systematischen Bewerbung der Innenstadt sowie als Indikator für eine enorme Steigerung der Attraktivität Essens als Einkaufsstadt gewertet werden.“.

Ziel der EMG ist es, mit günstigen Angeboten die „Sofa-Touristen“ in die Hotels umzuleiten. Hierzu wurde in 2011 erstmals die Aktion „Essen. Zu Gast in Deiner Stadt.“ angeboten, in der die Essener und ihre Freunde und Bekannte für 10 Euro Pro Stern und Übernachtung die Essener Hotellandschaft kennenlernen können.

Mit 11,1 Prozent bilden nach den Hotels die „Sonstigen gewerblichen Beherbergungsstätten“ mit dem Schwerpunkt auf Vorsorge- und Rehabilitationskliniken die zweitgrößte Beherbergungsart.

Durch intensivere Kooperationen mit den Essener Hotels und Kliniken und Pauschalangebote für Langzeitaufenthalte und Folgebesuche soll zukünftig auch das Segment des Gesundheitstourismus in den Fokus gerückt werden. Ziel der EMG ist es, mehr Übernachtungen von Angehörigen zu generieren sowie Patienten und Angehörige für wiederkehrende touristische Besuche zu gewinnen, um somit die Umsätze in der Tourismusbranche zu steigern.

Insgesamt muss die EMG die regionalen, nationalen und internationalen Vertriebs- und Kommunikationsaktivitäten weiterhin zielgruppenspezifisch und themenorientiert ausbauen und intensivieren, um den touristischen Stellenwert Essens zu verfestigen und weiterzuentwickeln. Dies kann, so die EMG, nur im Schulterschluss mit allen Akteuren erfolgen. (Quelle: EMG Essen; GeKa)