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Studie: Tourismus als Wirtschaftsmotor

Der Tourismus ist ein wirtschaftlich bedeutender Zweig, von dem die ganze Stadt Essen profitiert. Dies unterstreicht eine Studie zum „Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Stadt Essen (2010)“, die die EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) – beim Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Auftrag gegeben und jetzt vorgestellt hat. Vor allem der Geschäftsreisetourismus erweist sich als wichtiges Segment.

Die Bilanz der wirtschaftlichen Effekte des Tourismus ist eindrucksvoll: Durch die Ausgaben der Gäste verzeichnet die Stadt Essen einen jährlichen Bruttoumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Davon profitieren neben dem Gastgewerbe insbesondere auch der Einzelhandel sowie sonstige Dienstleistungsbranchen, inklusive der Transportbranche. Aus dem generierten Umsatz resultiert für die Stadt Essen ein touristisches Einkommen von 684 Millionen Euro und einem direkten Steuereffekt von rund 34,6 Millionen Euro.

Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG – Essen Marketing GmbH und Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste präsentieren in der Messe Essen die neue Tourismus-Studie sowie die Broschüre „Essen.Convention.“ (Foto: Georg Lukas)
Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG – Essen Marketing GmbH und Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste präsentieren die neue Tourismus-Studie sowie die Broschüre „Essen.Convention.“ (Foto: Georg Lukas)

Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der EMG: „Die Studie hat gezeigt, was für eine wirtschaftliche Bedeutung der Tourismus für Essen hat. Nun gilt es, diesen Wirtschaftszweig gemeinsam mit den profitierenden Leistungsträgern weiter nachhaltig zu fördern und auszubauen.“

 Mit zwei Drittel des gesamttouristischen Volumens ist der Geschäftsreisetourismus eines der wichtigsten Segmente des Essener Tourismus. Eine hohe Bedeutung kommt in diesem Rahmen der Messe Essen zu, die mit rund 50 Messen, davon zwölf internationale Leitmessen, die Stadt zu einem bedeutenden Messestandort macht.

Eva Sunderbrink: „Mit hervorragenden Standortfaktoren und spezialisierten Dienstleistern in allen Bereichen des Kongresswesens ist Essen als Tagungsstandort eine der besten Adressen des Landes. Seit ihrer Gründung hat die EMG – Essen Marketing GmbH in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus dem Kongressbereich diese Positionierung durch eine aktive Vertriebskonzeption aufgebaut und verstetigt.“

Unter dem Markennamen Essen.Convention. soll die neue Internetseite diesen Stellenwert unterstreichen und erweitern. Interessierte finden dort Tagungsräume, Tagungshotels, besondere Tagungsorte sowie alles Wissenswerte rund um den Tagungs- und Kongress-Service unserer Stadt.

In kompakter Form sind die Online-Inhalte ebenfalls in einer neuen Broschüre „Essen.Convention.“ zusammengefasst. Die Publikation wird auf allen Messen und Seminar- und Tagungsbörsen ausgelegt sowie im Rahmen einer Direct-Mailing-Aktion an zahlreiche Kongressveranstalter im In- und Ausland versandt. Zudem ist sie in der EMG-Touristikzentrale erhältlich sowie als Download-Version im Internet abrufbar.

 Auch der Freizeittourismus spielt in Essen nicht zuletzt durch die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine wesentliche Rolle. Insgesamt 31,8 Millionen Tagesreisen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr, sowie 1,48 Millionen entgeltliche Übernachtungen konnte die Stadt im Jahr 2010 verzeichnen. Damit erzielte Essen bei den Übernachtungen in den letzten zehn Jahren insgesamt ein plus von 49 Prozent.

Der Anteil der ausländischen Übernachtungsgäste am Gesamtaufkommen lag in 2010 bei durchschnittlich 18 Prozent. Wichtigste ausländische Quellmärkte waren mit 15,5 und neun Prozent die Niederlande und Großbritannien.

Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom IMT und Leiter der Studie: „Als Grund für diese positive Gesamtentwicklung des Freizeittourismus dürfte die Kulturhauptstadt 2010, aber auch der Aufbau einer systematischen Marketingkonzeption seit der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) und deren konsequente Weiterführung und Umsetzung durch die lokalen Tourismusorganisationen benannt werden“.

Eva Sunderbrink führt fort: „Mit dem Alleinstellungsmerkmal „Industriekultur“ hat die Region touristisch die richtigen Weichen gestellt“. Hierin einbezogen sind auch die optimalen Radwandermöglichkeiten in der Stadt. In diesem Jahr will die EMG die Anzahl der Tages- und Übernachtungsreisenden um fünf bis zehn Prozent im Vergleich zu 2009 steigern.

Mit 2,6 Millionen Übernachtungsgästen in Privathaushalten im Jahr 2010 sind die sogenannten „Sofa-Touristen“ eine wichtige wirtschaftliche Zielgruppe. Als wichtigste Motive neben dem Besuch der Verwandten und Bekannten wurde die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 sowie die Shoppingvielfalt in der Stadt Essen benannt. Gerade das Motiv „Einkaufen“ ist im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2008 deutlich wichtiger geworden.

Prof. Dr. Bernd Eisenstein: „Dies kann auch als Ergebnis einer systematischen Bewerbung der Innenstadt sowie als Indikator für eine enorme Steigerung der Attraktivität Essens als Einkaufsstadt gewertet werden.“.

Ziel der EMG ist es, mit günstigen Angeboten die „Sofa-Touristen“ in die Hotels umzuleiten. Hierzu wurde in 2011 erstmals die Aktion „Essen. Zu Gast in Deiner Stadt.“ angeboten, in der die Essener und ihre Freunde und Bekannte für 10 Euro Pro Stern und Übernachtung die Essener Hotellandschaft kennenlernen können.

Mit 11,1 Prozent bilden nach den Hotels die „Sonstigen gewerblichen Beherbergungsstätten“ mit dem Schwerpunkt auf Vorsorge- und Rehabilitationskliniken die zweitgrößte Beherbergungsart.

Durch intensivere Kooperationen mit den Essener Hotels und Kliniken und Pauschalangebote für Langzeitaufenthalte und Folgebesuche soll zukünftig auch das Segment des Gesundheitstourismus in den Fokus gerückt werden. Ziel der EMG ist es, mehr Übernachtungen von Angehörigen zu generieren sowie Patienten und Angehörige für wiederkehrende touristische Besuche zu gewinnen, um somit die Umsätze in der Tourismusbranche zu steigern.

Insgesamt muss die EMG die regionalen, nationalen und internationalen Vertriebs- und Kommunikationsaktivitäten weiterhin zielgruppenspezifisch und themenorientiert ausbauen und intensivieren, um den touristischen Stellenwert Essens zu verfestigen und weiterzuentwickeln. Dies kann, so die EMG, nur im Schulterschluss mit allen Akteuren erfolgen. (Quelle: EMG Essen; GeKa)

Die Blödmaschinen und das Denken

„In einer Konsensgesellschaft unterdrückt man das gefährliche Denken durch zwei sehr bewährte Mittel. Man überträgt ihm gesellschaftlich einen Geruch. Denken ist peinlich, vor allem öffentlich. Eine Art, sich danebenzubenehmen. Und weil aber das Denken trotz allem nie ganz verleugnen kann, aus einem Vergnügen entstanden zu sein (the best things in life are free!), geht es darum, andere Dinge an seine Stelle zu setzen. Wir nennen sie: die Blödmaschinen.“

„Blödmaschinen wirken nicht in den Kellern der Inquisition, und sie werden nicht in geheimen Kommandozentralen gesteuert. Sie sind demokratisch, menschlich und transparent. Jeder kann sie mit betätigen, jeder könnte sie ausschalten, für seinen Teil. Blödmaschinen machen selten angst (na ja, ab und zu drehen sie durch, und das kostet Opfer), sie verlangen nur wenig Unterwerfung (dies aber dann regelmäßig und verläßlich), und sie versprechen jede Menge Vergnügen. Ordentliches, berechenbares, ungefährliches Vergnügen. Und gar nicht mal so teuer.“

„So weit, so schön und einfach. Aber leider: Für schöne und einfache Sachen sind die Blödmaschinen zuständig. Das Denken macht es sich mal wieder schwerer.“

„Alles, was man denken kann, kann man auch ändern. Die Herrschaft der Blödmaschinen besteht darin, die Welt undenkbar und damit unveränderbar zu machen. Die Welt wieder denkbar und veränderbar zu machen – das wäre doch was. Oder?“

Markus Metz und Georg Seeßlen in

Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität (Leseprobe) edition suhrkamp

Hotels: Design muss sein

Der Trend ist klar erkennbar, Kreativität und Modernität sind gefragt, Design ist absolut in, Einheitszimmer sind out. In der bunten Wiener Hotelszene gehen die Uhren mit der Zeit. Wie Tradition, Modernität und Qualität stylish und cool unter ein Dach gebracht werden können, beweist „Das Triest“ beim Karlsplatz.

Aus dem 300 Jahre alten Pferdebahnhof für die Postkutschenverbindung zwischen Wien und Triest gelang dem Architekten Peter Lorenz und dem englischen Star-Designer Sir Terence Conran 1996 eine international beachtete Symbiose von historischer Bausubstanz und zeitgemäßem Design. Heute ist das Hotel „Das Triest“ bei Künstlern und Popstars, die in Wien gastieren, sehr beliebt.

Das Triest – ein Klassiker der Design Hotels. Beliebt bei Stars, die nach Wien kommen (Foto: Design Hotels)
Das Triest – ein coller Klassiker der Design Hotels. Beliebt vor allem bei Stars und Künstlern, die nach Wien kommen und Cooolness lieben (Foto: Design Hotels)

Auch das kürzlich eröffnete „25hours“ mit seiner spektakulären Terrasse auf der Lerchenfelder Straße, nur wenige Minuten vom Herzen der Donaumetropole entfernt, sticht aus der Masse der ortsüblichen Hotels hervor.

Das Design orientiert sich an der Blütezeit des Circus des 20. Jahrhunderts und kombiniert kunstvoll Antiquitäten und Memorabilien aus der Manege. Ziel des Designerteams Dreimata, von Armin Fischer gegründet, ist die „Emotionalisierung des Raumes“.

Echt cool der Ausblick von der Terrasse des Design Hotels „25hours“ in Wien (Foto: Design Hotels)
Echt cool der abendliche Ausblick auf die city von der großzügigen Terrasse des Design Hotels „25hours“ in Wien (Foto: Design Hotels)

Noch hat das Hotel 34 Suiten zur Verfügung, ab Oktober 2012 wird es dann 200 ungewöhnliche und originelle Zimmer den Gästen bieten.

Zur Gruppe der Design Hotels gehören u.a. auch das „Do & Co Hotel“ am Stephansplatz, das „The Levante Parliament“ in der Auerspergstraße und das „Loisium“ in Langenlois.
GeKa

Antwerpen: Die unbekannten Talente von Rubens

Das Rubenshaus in Antwerpen: Ein Muss für jeden Touristen (Foto: Toerisme Antwerpen/Tourismus Flandern-Brüssel)
Das Rubenshaus in Antwerpen: Ein Muss für jeden Touristen (Foto: Toerisme Antwerpen/Tourismus Flandern-Brüssel)

Im Herbst 2011 veranstaltet das Rubenshaus in Antwerpen eine einzigartige Ausstellung über Peter Paul Rubens. Die Ausstellung beleuchtet dabei die eher vernachlässigten architektonischen Talente des vielseitigen flämischen Barockkünstlers.

Rubens war ein großer Kenner der römischen und zeitgenössischen italienischen Baukunst, was sich aus seinen Gemälden ableiten lässt. Er wurde aber auch bei bedeutenden Antwerpener Bauprojekten einbezogen, wie etwa bei der Erweiterung seines eindrucksvollen Atelier- und Wohnhauses und beim Bau der Sankt-Carolus-Borromäus-Kirche, die von seinen Zeitgenossen als „das 8. Weltwunder“ bezeichnet wurde.

Peter Paul Rubens hat sich intensiv mit der Baukunst beschäftigt. In den 1620er Jahren veröffentlichte der Maler das „Palazzi di Genova“, um den damaligen Architekten und Bauherren aus den Niederlanden moderne Bauweisen zu zeigen. 1635 war er an dem Entwurf für den feierlichen Einzug des Kardinal-Infanten Ferdinand beteiligt.

Selbstbildnis Peter Paul Rubens im Antwerpener Rubenshaus (Foto: Toerisme Antwerpen/Tourismus Flandern-Brüssel)
Selbstbildnis Peter Paul Rubens im Antwerpener Rubenshaus (Foto: Toerisme Antwerpen/Tourismus Flandern-Brüssel)

Die Ausstellung „Palazzo Rubens – der Meister als Architekt“ im Rubenshaus zeigt rund 50 Leihgaben aus internationalen Museen. Viele der Kunstwerke aus weniger bekannten Sammlungen werden erstmals einem öffentlichen Publikum präsentiert.

Auch kostbare Architekturbücher aus Rubens‘ Bibliothek sowie Werke von Michelangelo, Guilio Romano  und dem Meister selbst sind zu sehen. Zugleich erfahren die Besucher im Rubenshaus Interessantes und Wissenswertes aus dem vielfältigen Arbeits- und Lebensumfeld des großen Antwerpener Künstlers. (Quelle: Tourismus Flandern-Brüssel. GeKa)