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Italien: Mehr Qualität im Tourismus

Neuer ENIT-Gneraldirektor Andrea Babbi (Foto: ENIT)
Neuer ENIT-Gneraldirektor Andrea Babbi (Foto: ENIT)

Italiens Tourismuszentrale ENIT hat einen neuen Chef: Generaldirektor Andrea Babbi. Der 50-jährige leitete bisher als Geschäftsführer von APT Servizi die Geschicke des Fremdenverkehrsamtes der Region  Emilia Romagna. Bei einer Pressekonferenz stellte Babbi gemeinsam mit ENIT-Präsident Pier Luigi Celli seine Pläne.

Zu den Hauptanliegen des neuen ENIT-Chefs zählen die intensivere Zusammenarbeit mit den Regionen und die stärkere Nutzung von Synergien. Daneben betonte Babbi die Notwendigkeit von Innovationen im Bereich Social Media, sowie bei der Qualitätssteigerung des touristischen Angebotes.

Babbi hob auch die Rolle von ENIT als Vermittler, Berater und Koordinator für die  internationale Vermarktung des Reiselandes Italien hervor. Als zentrales Portal für die gemeinsame Vermarktung des touristischen Angebotes der einzelnen Regionen soll zukünftig die Seite www.italia.it dienen.

Die italienische Tourismusbranche klagte heuer über einen „Horrorsommer“. In den Monaten Juli und August wurde ein sechsprozentiger Rückgang in der Zahl der italienischen Gäste gemeldet, der von einem Plus von 1,1 Prozent bei ausländischen Touristen nicht kompensiert werden konnte.

Italienuraub bieten u.a. folgende Veranstalter: TUI, Terra Reisen, Ruefa Reisen, Prima Reisen, Neckermann, ITS Billa Reisen, FTI, Dertour u.v.m.

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Geheimplan für eine neue EU!

European Union
Die Flagge der Europäischen Union: Zu Beginn waren es 12 Mitgliedsstaaten – symbolisiert durch zwölf Sterne. Jetzt sind es bereits 27 EU-Länder  (Foto: EU)

Nach Portugal, Irland und Griechenland steht nun Spanien vor dem Abgrund eines Staatsbankrotts. Mit hundert Milliarden Euro will die EU Spaniens Banken, die sich im Immobilienbusiness verspekuliert haben, retten. Und schon steht die nächsten Pleitekandidaten vor den Toren Brüssels: Italien und Zypern.

Wieviele Millionen Euro dürfen es denn diesmal sein, um die Schuldenmacher und Bankenzocker vor der Insolvenz und dem Staatsbankrott zu retten? Ist die EU jetzt eine Rettungsbank, die locker vom Hocker Geld verteilt, damit die Spaltung der Eurozone in zwei Regionen – in die noch stabile im Norden und in die schwerkranke im Süden Europas – verhindert wird?

Wie lange können es sich die relativ ordentlich wirtschaftenden EU-Mitgliedsländer leisten, mit Steuergeldern Steuerflüchtlingen und Steuerverweigerern in Griechenland, Spanien und Italien unter dei Arme zu greifen? Und was ist mit dem Offshore-Paradies Zypern, wo Milliarden Euro in Briefkastenfirmen und Scheinunternehmen gebunkert sind?

Die spanische Grippe hat bereits viel zu viele EU-Mitgliedsländer angesteckt. Denn wer sagt, dass nicht morgen bereits andere Pleitekandidaten für den Niedergang des Euro sorgen werden? Noch redet niemand von der Finanzkrise Frankreichs, noch wird der Mantel des Schweigens über die tatsächliche finanzielle Lage in Österreich gelegt.

Und aus der einst bejubelten Idee eines „Marshallplans“ für krisengeschüttelte Staaten ist inzwischen ein „Marshallplan“ für die Rettung der Banken geworden. Der Euro-Stabilitätspakt von Maastrich ist längst reine Makulatur – auch Österreich hält sich nicht mehr daran. Der nächste Streich aus Brüssel kündigt sich an: EU-Kommissionspräsident Barroso hält die Bankenunion bereits im kommenden Jahr für realistisch.

Spitzen der europäischen Institutionen arbeiten hinter den Kulissen von Brüssel heimlich an einem Masterplan für ein neues und angeblich stabileres Europain den nächsten fünf bis zehn Jahren.

English: The President of the European Council...
Sie wollen einen neuen Masterplan für ein besseres Europa: Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso (Foto: Wikipedia)

Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, EU-Kommissionschef José Manuel Barroso,  Vorsitzender der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi werken an Strukturreformen, einer Banken-Union, eine Fiskalunion und eine politische Union.

„Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass man dafür einen hohen Preis zahlen könnte: eine weitere Spaltung zwischen den 17 Euro-Ländern und den restlichen zehn, mit Kroatien ab dem kommenden Jahr elf EU-Staaten. Schon als Merkel den Fiskalpakt durchdrückte, nahm sie in Kauf, dass sich mit Großbritannien und Tschechien zwei EU-Partner verweigerten“, kommentiert die Internetplattform „Weltonline“ die hektische Aktivitäten in der EU. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bringt es auf den Punkt: „ Bevor wir uns über ein gemeinsames Schuldenmanagement unterhalten, brauchen wir eine richtige Fiskalunion.“

Und Österreichs Finanzministerin Maria Fekter ist felsenfest überzeiugt, dass sich „auch die österreichischen Steuerzahler an der Rettung spanischer Banken beteiligen müssen“, verkündete sie jetzt in der ZIB2. Fekter: „Alle Länder der Euro-Zone müssen gemeinsam gegen die Krise kämpfen.“

Als Retttungsanker denkt sie dabei an eine europäische Fiskalunion, die eine Änderung der Lissaboner Verträge erfordert. Ob es erforderlich ist, die großzügigen Steuerzahler in Österreich diesbezüglich in einer Volksabstimmung zu befragen, lässt sie offen: „Darüber müssen wir zuerst reden und diskutieren.“ Wer, bitte, ist wir?
GeKa

Veit Heinichen: Triest, eine Stadt der Kontraste, Gegensätze und Widersprüche

Deutsch: Triest, Hafen
Die ehemalige k.u.k. Hafenstadt Triest lebt noch heute vom Glanz der glorreichen Vergangenheit (Foto: Wikipedia)

Wenn Kommissar Proteo Laurenti in der von Geschichte, Politik und Winden gebeutelten Hafenstadt Triest ermittelt, knistert’s seitenweise vor Spannung und dichter Atmosphäre. „Man ist hier nie zu Ende mit dem Beobachten“, verriet sein Erfinder Veit Heinichen in einem Interview.

Denn: „Triest liegt zwischen den Himmelsrichtungen, zwischen den Ideologien. Die Widersprüche, auch die zwischen Kultur und Kommerz, sind hier vielleicht heftiger als anderswo.“

So ist’s kein Wunder, dass der Schriftsteller seit 1999 seinen Lebensmittelpunkt ganz nach Triest verlagert hat, wo ein brisantes Vielvölkergemisch aus 90 Ethnien für Gesprächsstoff sorgt.

Veit Heinichen, geboren 1957, arbeitete als Buchhändler und für verschiedene Verlage. 1994 war er Mitbegründer des Berlin Verlags und bis 1999 dessen Geschäftsführer.

1980 kam er zum ersten Mal nach Triest, wo er heute lebt. Seine Krimis um den Ermittler Proteo Laurenti wurden in mehrere Sprachen übersetzt und u.a. mit dem Premio Franco Fedeli, dem Preis für einen der drei besten italienischen Krimis des Jahres, sowie dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet.

Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten (dtv)
Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten (dtv)

Und hier in Triest hat Heinichen auch alle seine Kriminalromane mit Kommissar Proteo Laurenti angesiedelt  – zum Beispiel „Gib jedem seinen eigenen Tod“, „Die Toten vom Karst“, „Tod auf der Warteliste“ oder „Der Tod wirft lange Schatten“ (alle im Zsolnay Verlag bzw. als Taschenbuch bei dtv erschienen).

Triest im Jahr 1885 / Italian City of Triest i...
Triest im Jahr 1885 (Photo: Wikipedia)

Heinichen: „Wir werden auf jeder Seite der Tageszeitung mit einem Delikt konfrontiert, ob das schwarze Kassen sind in der Politik oder der übliche Korruptionssumpf, Bilanzfälschungen oder die Auswüchse der New Economy, überall ermittelt ein Staatsanwalt. Und ich denke, auch über den Zusammenfall des sozialen Kontrakts, aber auch über den rasenden technischen Fortschritt, entstehen neue Geschäftsfelder auch für die globalisierte Kriminalität.“

„Der Kriminalroman ist ein ideales Mittel, um die moderne Gesellschaft abzubilden“, so Veit Heinichen. „Die Neurosen einer Epoche und eines Raumes kommen im Roman am stärksten zum Ausdruck. Triest, die Hafen- und Grenzstadt am nördlichen Golf der Adria, ist Schnittstelle zwischen romanischer, slawischer und germanischer Kultur, hier begegnen sich die mediterrane Welt und die des Nordens, Osteuropa und der Balkan treffen auf Westeuropa, sowie die ‚geistigen Formationen’ Meer und Berg. Eine Stadt voller Kontraste, Gegensätze, Widersprüche und der Brücken zwischen diesen. Triest ist, wie Le Monde schrieb, der Prototyp der europäischen Stadt – und eine Fundgrube für denjenigen, der begreifen will, wie dieses Europa funktioniert.“ (Quelle: dtv)

Italien: Nervosität vor Berlusconi-Rede

Nervöse Finanzmärkte, Verluste an der Mailänder Börse und Banken unter Druck prägen Italien vor einer morgen in Rom angesetzten Rede von Regierungschef Silvio Berlusconi zur Schuldenkrise.

Der Ministerpräsident will sich auf Druck der linken Opposition nach längerem Zögern am Nachmittag vor beiden Kammern des Parlaments zu den Wachstums- und Schuldenproblemen seines G8-Landes äußern.

Über das richtige Vorgehen in der Krise hatte Italiens Notenbankchef Mario Draghi heute erneut auch mit Staatspräsident Giorgio Napolitano beraten. In Rom hatte Wirtschafts-und Finanzminister Giulio Tremonti zudem den Ausschuss für Finanzstabilität zur Krisensitzung geladen. (Quelle: ORF.at)

Lasst Venedig endlich sterben!

Venedig sinkt und sinkt und versinkt doch nicht. Seit Jahrzehnten schlagen Unesco, Wis­sen­schaftler, Umweltschützer und Experten Alarm. Ein Forscherteam der Colgate-Universität in Hamilton, Bundesstaat New York, berichtete sogar, dass die „Perle der Adria“ doppelt so schnell versinke als bisher  angenommen.

Allein im 20. Jahrhundert hat sich der Grund unter den Palästen und Denkmälern um 30 Zentimeter  abgesenkt. Nicht einmal ausgeklügelte Pläne wie das Großprojekt zum Bau von 79 Stauwerken können den Untergang dieser Stadt auf tausenden Pfählen stoppen. Schuld sei unter anderem der Treibhauseffekt.

Die Italiener resignieren, zu spät zur Rettung der Lagune. Die Venezianer verlassen die sinkende Stadt, ziehen aufs Festland und Venedig vereinsamt: Nur mehr 70.000 Einwohner zählt diese zum Sterben verdammte Lagunenstadt, die jeden, der sie nur einmal besucht hat, nicht mehr los lässt.

Und alle Jahre wieder, wenn die Sirenen aufheulen und das Acqua alta Ve­nedig bis zum Hals steht, ziehen Einheimische und Touristen die Gummistiefel an und stolpern über schmale Stege zu den Schauplätzen der Geschichte. Besonders im Winter, wenn von oben der Nebel die Stadt zudeckt und von unten das Wasser die Paläste unterspült, macht sich rund um den Canal Grande Melancholie breit.

Erst wenn die bunten, schrillen Masken und Figuren lärmend, tanzend und geschäftig durch das nasskalte Venedig eilen, dann wacht die Lagune für einige Tage auf, wischt die Depression beiseite und feiert wie besessen Karneval.

Es ist ein Totentanz, ein Fest der verzweifelten Metamorphose, des Verkleidens und Versteckens hinter schrillen Mas­ken und farbenprächtigen Fantasiekostümen, die ans historische Venedig des Schürzenjägers Giacomo Casanova erinnern sollen.

Aber, zu­gegeben, auch damals war Venedig das, was es heu­te ist und morgen noch immer sein wird: Eine traumhaft schö­ne Stadt, zum Untergang verurteilt. Nur weiß niemand, wann sie wirklich untergehen wird.
(c) Georg Karp

Zehn heiße Tipps für Rom

Grandioser Ausblick vom Hassler Roma auf die Ewige Stadt (Foto: Hassler Roma/SvOPr)
Grandioser Ausblick vom Hassler Roma auf die Ewige Stadt (Foto: Hassler Roma/SvOPr)

Lust auf einen erholsamen Seitensprung an den Tiber? Der Herbst ist eine ideale Zeit, um die Ewige Stadt etwas geruhsamer abseits des touristischen Mainstream unter die Lupe zu nehmen.

Ob Kultur- oder Historienfans, Shoppingliebhaber oder Freunde des guten Geschmacks – Luciano Zamberlan, Hotel-Concierge des Hassler Roma, hält die zehn besten Tipps für einen erlebnisreichen Sommer in Rom bereit:

  1. Schatten spenden die zahlreichen Grünanlagen der Stadt. Per Leihfahrrad aus dem Hassler geht es durch Roms größten und malerischsten Park, der Villa Borghese-Anlage, der nur wenige Minuten vom Hotel entfernt liegt. Wer mag, kann sogar auf einem kleinen See Ruderboot fahren oder sich mit der Mongolfiera, einem Fesselballon, bis zu 150 m über die Ewige Stadt tragen lassen.
  2. Lange Warteschlangen vor dem Vatikan lassen sich in den frühen Morgenstunden vermeiden. Eine praktische Alternative ist eine vorgebuchte Vatikan-Führung, die das Schlangestehen umgeht und ohne Umstände zum Eingang führt.
  3. Für eine köstliche Abkühlung pilgern Rom-Insider zur Traditions-Gelateria Giolitti. Die ist so beliebt, dass man draußen schon mal Schlange steht. Macht aber nichts, denn zwischen 100 Eissorten (z.B. Champagner oder Sachertorte) muss man sich erstmal entscheiden (Via Uffici del Vicario 40 und Via le Oceania 90).
  4. Von Juni bis September verwandelt sich die Stadt in eine große Open-Air-Bühne. Beim Estate Romana finden in Parks, Galerien und auf öffentlichen Plätzen Jazz-, Klassik- und Rockkonzerte statt, werden Theaterstücke aufgeführt und Lesungen und Open-Air-Kinos veranstaltet.
  5. Die Thermen von Caracalla, in denen einst die Römer dem Badevergnügen frönten, sind an und für sich schon ein magischer Ort. Im August verwandeln sie sich in eine großartige abendliche Kulisse für das römische Opernhaus. Seit einem halben Jahrhundert werden hier Opern wie Aida oder Tosca aufgeführt.
  6. Schaurig-schöne Abkühlung bieten Roms Katakomben. In diesem Labyrinth aus Begräbnisstätten, das bis zu dreißig Meter unter der Erde verläuft, beerdigten einst Christen ihre Toten. Die wohl bekanntesten Katakomben, die des Heiligen Calixtus, bildeten den ersten Friedhof der römischen Christengemeinde. Die meisten Katakomben Roms befinden sich an der Via Appia Antica.
  7. Treffpunkt im Sommer ist das Il Palazzetto. Die „kleine Schwester“ des Hassler befindet sich direkt an der Spanischen Treppe. Besonders begehrt ist die Terrasse im fünften Stock zum Sundowner. Unbedingt probieren: den fruchtigen Sommercocktail „Sangria – Luigi-style“ mit Blick über die Dächer Roms inklusive.
  8. Das Sightseeingprogramm sollte man in die Abendstunden verlegen und bei einem Spaziergang durch das nächtlich erleuchtete Rom die volle Pracht von Forum Romanum, Kolosseum, Circus Maximus, Engelsburg und Trevi Brunnen erleben.
  9. Seit 2. Juli lauten die fünf beliebtesten Buchstaben in Italien „SALDI“. Bis Anfang September liegt dem Gast des Hassler das Shoppingparadies sozusagen zu Füßen. Wer die über 130 Stufen der Spanischen Treppe hinabschreitet taucht in Roms chicste Designerwelt mit Luxuslabels wie Gucci, Prada, Armani und Co. ein.
  10. Das Hassler Roma bietet das ganze Jahr über attraktive Angebote, darunter das Great Affordable-Programm: Drei Nächte inklusive Frühstück und Fünf-Sterne-Extras wie etwa eine Massage im Spa und ein Drei-Gänge-Lunch im lauschigen Palm Court kosten für zwei Personen im Deluxe Doppelzimmer ab 1.530 €.

Tipps & Infos: Hassler Roma; Piazza Trinità dei Monti 6, 00187 Rome Italy; Tel.: 0039-06-69-93-40, E-mail: info@hotelhassler.it, booking@hotelhassler.it