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Zeitgeschichte. Die schrecklichen Jahre der Finsternis

Vor 75 Jahren wurde die Republik Österreich vom Deutschen Reich annektiert. Der Anschluss war der Beginn einer entsetzlichen Apokalypse, an die viele Stätten in Wien noch heute erinnern. Ein Rückblick von Georg Karp

Heldenplatz in Wien: Eine Million Menschen jubelten dem Braunauer Adolf Hitler zu (Foto: Bundesarchiv/Wikipedia)
Heldenplatz in Wien: Eine Million Menschen jubelten dem Braunauer Adolf Hitler zu. Nach 1945 wollte keiner dabei gewesen sein (Foto: Bundesarchiv Koblenz/Wikipedia)

Die Apokalypse begann mit frenetischem Jubel, zackigen Aufmärschen und verführerischen Versprechen. Über eine Million Menschen, jung und alt, standen wie hypnotisiert auf dem Heldenplatz in Wien, um am 13. März 1938 den Heimkehrer Adolf Hitler frenetisch zu begrüßen, denn er versprach ihnen Arbeit, Brot und eine bessere Zukunft unter dem Hakenkreuz des Nationalsozialismus. Viele Österreicher –nicht alle – glaubten ihm und seinen Helfershelfern, viele – nicht alle – ließen sich von „ihrem” Führer verführen und zu willfährigen Statisten manipulieren und missbrauchen. Zeitgeschichte. Die schrecklichen Jahre der Finsternis weiterlesen

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Trinkgeld-Knigge für Geschäftsreisen

Das Essen war gut, der Service auch. Besonders im Ausland stellt sich dann die Frage, wie viel Trinkgeld ist angemessen? Geschäftsreisende in Deutschland liegen mit fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages richtig, doch gilt dieser Grundsatz in vielen anderen Ländern nicht.

In vielen asiatischen Staaten gilt Trinkgeld als unüblich und wird oft sogar als Beleidigung empfunden. Japaner oder Thailänder etwa betrachten perfekten Service als Selbstverständlichkeit, die nicht extra honoriert werden muss. Ausnahmen betreffen die großen Touristenzentren wie Bangkok, wo eine „Service Charge“ berechnet wird. Kein Muss ist Trinkgeld in Vietnam, Singapur und Malaysia.

Rudolf von Jhering: Das Trinkgeld
Zum Nachlesen und Schmökern: Rudolf von Jhering: Das Trinkgeld (Foto: Wikipedia)

In Europa sind die Trinkgeldsitten unterschiedlich. In Frankreich freuen sich Kellner über ein „pourboire“  von zehn bis 15 Prozent. Frankreich-Profis bitten beim Bezahlen nicht, den Rechnungsbetrag aufzurunden, sondern lassen den gewünschten Betrag einfach beim Weggehen auf dem Tisch liegen. Auch in Spanien und Portugal bleibt das Geld auf dem Tisch. Fünf bis zehn Prozent der Rechnung sind ausreichend.

Italiens Restaurants erheben meist eine Gebühr fürs Brot und Gedeck, die dann das Trinkgeld bereits enthält. Taucht auf der Rechnung kein „coperto“‘ auf, sind ein bis zwei Euro extra willkommen.

Keine Trinkgeld-Nationen sind Norwegen, Dänemark und Finnland, anders in Schweden: Hier gelten zehn Prozent als angemessen, in gehobenen Restaurants darf’s ein wenig mehr sein. In Russland erwarten Kellner kein Trinkgeld, besonders in kleinen Restaurants. Gehobene Restaurants erheben von sich aus ein Service-Entgelt. Ähnliches gilt für die Schweiz.

Eine lange Tradition hat das Bakschisch in Tunesien, Marokko und Ägypten. Dort halten Servicekräfte für alle Dienstleistungen die Hand auf – auch die Bedienung im Restaurant. Mit maximal zehn Prozent liegen Gäste hier richtig. In der Türkei den Bakschisch zu unterschlagen, gilt als unhöflich.

Auf Trinkgeld angewiesen ist das Personal in amerikanischen und kanadischen Restaurants. Die Löhne sind so niedrig, dass ein „tip“ von 15 bis 20 Prozent erwartet wird. Mehr Interessantes und Amüsantes über Trinkgelder, Restaurants in Städten und Esskultur finden Sie online im Bookatable Blog. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.

Trinkgeld: Wie viel ist zu wenig, wie viel ist zu viel?
Trinkgeld: Wie viel ist zu wenig, wie viel ist zu viel? Mehr Tipps zu Tips unter www.bookatable.de