Schlagwort-Archive: Grüne

Reichensteuer für die Armen?

Reichensteuer ab 250.000 Euro Jahreseinkommen brutto? Zum besseren Verständnis und zum Vergleich: Die 3,85 Mio. unselbständig Erwerbstätigen haben ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 24.449 Euro. Rund 1,97 Mio. Pensionistinnen und Pensionisten mit Wohnsitz in Österreich beziehen ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 16.905 Euro.

Da stellt sich doch die Frage an unsere roten, schwarzen, grünen, blauen und orangen Politiker, die natürlich weit mehr im Geldbörserl haben als ihre Wähler: Wäre nicht eine höhere Einkommensteuer für Jahresgehälter ab 150.000 Euro brutto besser und eine stufenweise erhöhte Reichensteuer bis und über 250.000 Euro? Habe ich da was von mehr sozialer Gerechtigkeit aus der Löwelstraße gehört?

Die ÖVP will nun eine Solidaravgabe für Einkommen ab 500.000 Euro im Jahr. Ich frage mich, warum nicht schon ab 100.000? Weil die Politikergehälter und Politiker-Pensionen mehr ausmachen? Sicher ist das nur eine falsche Annahme, eine sozial ungerechte Unterstellung.
Georg Karp 

Die blamierten Politiker, die getäuschten Wähler

Da standen sie, die selbstgefälligen Repräsentanten der österreichischen Politik, schauten betroffen und peinlich lächelnd ins Publikum und versprachen wieder einmal, alles zu tun, damit sie und ihre Politik wieder glaubhaft werde. Wer’s glaubt, wird selig.

Das ORF-Bürgerforum bewies kürzlich erneut, dass Österreichs Politik und die Parteien ganz schön im Argen liegen, dass sie die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Bürger in dieser korrumpierten Republik verspielt, verzockt haben.

Nichts haben die amtierenden Politiker in der Vergangenheit getan, um den bürokratischen Staat zu entbürokratisieren, um Kosten einzusparen, um mehr Mitsprache und Einbeziehung der Bürger in wichtige Entscheidungsprozesse zu realisieren.

Es ist an der Zeit für einen raschen Personenwechsel, für eine dramatische Kursänderung, für neue, klare Programme, die den Steuerzahlern nicht die Zukunft vergraulen, sondern Mut und Hoffnung geben.

Die Zeit des ideologischen Gesuders und Geschwafels ist endgültig vorbei. Die Wutbürger haben die Schnauze voll von dieser Polit-Kaste, sie haben Nullbock auf diese Art von Politik, Nullbock auf diese menschenverachtende Heuchelei und Nullbock auf verlogene Wahlversprechen.

Ex-Politiker als Erneuerer der entehrten Demokratie reichen nicht aus, denn diese hätten schon viel früher, als sie auf Kosten der Steuerzahler noch in Amt und Würden waren, etwas tun können. Aber haben sie etwas getan? Späte Einsicht ist zu wenig, um Österreich zu erneuern.
Georg Karp

Sommergespräche 2011: Der totale ORF-Flop!

Die Sommergespräche 2011 sind ein katastrophaler ORF-Flop. Das ermüdende Frage- und Antwortspiel von Ingrid Thurnher mit ihrem letzten Gesprächspartner, Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann, konnte nur 437.000 Zuseher mühevoll wach halten. Mit diesem Ergebnis liegt der SPÖ-Regierungschef weit unter der Einschaltquote von 2010. Damals konnte er immerhin noch 567.000 Gebührenzahler im Doppelinterview mit Armin Wolf und Ingrid Thurnher erreichen.

Am zweiten Platz der diesjährigen Sommer-Fragestunde liegt der rechte Strahlemann H.C. Strache mit 411.000 Gebührenzahlern – um mehr als 200.000 Zuseher weniger als im Vorjahr. Auch seine blauen Augen und seine verkrampfte Zurückhaltung konnten am diesjährigen mageren Ergebnis nichts ändern.

An dritter Stelle der Sommergespräche 2011 liegt der BZÖ-Chef Josef Bucher mit 318.000 Zusehern – 2010 waren es 315.000 – vor der Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnigg. Sie hielt nur nur 306.000 Gebührenzahler mit ihren Antworten wach.

Das absolute Schlusslicht der Sommergespräche 2011 ist der Vizekanzler und Jung-ÖVP-Chef Michael Spindelegger, der trotz seinem charmanten Lächeln und höflichen Antworten nur 271.000 Österreicher zum Aufbleiben überreden konnte. Sein ehemaliger Parteichef Josef Pröll lockte im Vorjahr noch 638.000 vor die TV-Bildschirme.

Die Gründe für den totalen ORF-Flop Sommergespräche 2011 sind klar: Die gestellten Fragen von Ingrid Thurnher waren Allerweltsfragen, sie hatte keinen Biss und ihre Fragetechnik war abgehackt und nicht fernsehtauglich. Dazu kommen die langweiligen Kameraeinstellungen und der allzu pompöse Ausblick.

Aber auch die Antworten der Politik-Gäste waren in ihrer Wirkung einschläfernder als Valium. Warum der TV-Profi und kantige ZIB2-Fragensteller Armin Wolf die Sommergespräche 2011 nicht moderieren durfte, bleibt ein Geheimnis des Küniglbergs.
Georg Karp

ORF-Sommergespräche: Wird Faymann Quotenkönig?

Den ORF-Sommergesprächen 2011 waren bisher kein Erfolg beschieden. Absolutes Quotentief war das Frage-Antwort-Spiel von Moderatorin Ingrid Thurnher mit Vizekanzler und ÖVP-Chef Michael Spindelegger am Freitag, dem 26. Juli: Nur rund 271.000 Gebührenzahler hatten den Nerv, die Sendung  zu verfolgen. Das entspricht einem Marktanteil von 14 Prozent.

Mit dieser Einschaltquote ist der Vizekanzler vorläufig das Schlusslicht. Grünen-Chefin Eva Glawischnig konnte noch 306.000 Zuseher wach halten, während BZÖ-Chef Josef Bucher – er war der erste Gast – es immerhin auf 318.000 nicht eingeschlafene Zuseher brachte.

Beim Sommergespräch mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache waren im Durchschnitt 411.000 Gebührenzahler hellwach dabei – um mehr als 200.000 Zuseher weniger als im Vorjahr. Auch seine blauen Augen und seine verkrampfte Zurückhaltung konnten am mageren Ergebnis nichts ändern.

Ob das Sommergespräch mit Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann am Dienstag, dem 30. August, mehr Zuseher vor die Mattscheibe locken oder ein totaler Flop wird, hängt von den Fragen der Moderatorin Ingrid Thurnher ab.

Zwei Themenkreise stehen auch schon fest: Die im Wiener Wahlkampf losgetretene Debatte um die Abschaffung der Wehrpflicht. Und die Wiedereinführung der Vermögens- und Erbschaftssteuer.

Die Positionen von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und BZÖ dazu sind durchgekaut – also zusehen, oder abschalten und dafür ein gutes Buch lesen. Zum Beispiel: Die Blödmaschinen – Die Fabrikation der Stupidität von Markus Metz und Georg Seeßlein (edition suhrkamp).

Wetten, dass es spannender ist als das ORF-Frage-Antwortspiel? Nach der Lektüre wird Ihnen klar werden, warum wir für dumm verkauft und für dumm gehalten werden. 
Georg Karp
 

Sommergespräche: Viel heiße Luft und öde Fadesse

Die ORF-Sommergespräche entwickeln sich immer mehr zu einem langweiligen Ladenhüter. Bis zu 476.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am Dienstag, dem 23. August 2011, das ORF-„Sommergespräch“ mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Im Durchschnitt waren 411.000 Gebührenzahler bei einem Marktanteil von 19 Prozent bei dem Gespräch mit der ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher dabei.

Gegenüber dem Vorjahr musste der blauäugige Strache Zuschauer- und Marktanteilseinbußen hinnehmen. Damals verfolgten 617.000 (26 Prozent nationaler Marktanteil) das Gespräch des FPÖ-Obmanns mit Ingrid Thurnher und DiTech-Gesellschafterin Aleksandra Izdebska.

Auch das Sommergespräch zwischen Ingrid Thurnher und Grünen-Chefin Eva Glawischnig stieß auf sehr mäßiges Zuschauerinteresse: Durchschnittlich 306.000 Zuseher hielten es bei den gebetsmühlenartigen wiederholten Worthülsen der Grünen-Chefin aus. Das entspricht einem Marktanteil von 15 Prozent. Im Vorjahr kam der Talk noch auf 557.000 Zuschauer.

Und das erste Sommergespräch in diesem Jahr mit BZÖ-Chef Josef Bucher verfolgten im Schnitt nur 318.000 Leute. Auch dieses langweilte die Zuseher, weil nichts Neues gefragt und viel Altes gesudert wurde.

Lag das nun am etwas abgehackten – man ist sogar geneigt zu sagen stotternden –  Fragestil der ORF-Moderatorin oder haben die bisher eingeladenen Gesprächspartner wirklich nichts mehr zu sagen?

Was wird der ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Michael Spindelegger am 26. August zu vermelden haben, was wird die ORF-Talkerin Thurnher am 30. August den SPÖ-Vorsitzenden Bundeskanzler Werner Faymann Neues fragen, was wir Bürger und Gebührenzahler ohnehin noch nicht wissen?

Sorry, sorry, aber mit diesen abgedroschenen und zahnlosen Fragen kann man die Bürger nicht vor dem Bildschirm locken. Es fehlt der ORF-Lady Ingrid Thurnher leider der Biss.
Georg Karp

Das Auto der Zukunft kommt

Renault und Nissan werden Ende Juni 2011 in Mountain View, Kalifornien, einen neuen Standort für die Entwicklung von Informations- und Spitzentechnologie für ihre Fahrzeuge eröffnen. Darüber hinaus befassen sich die Spezialisten mit den Anforderungen an die Mensch-Maschine-Schnittstelle im Automobil der Zukunft.

Das neue Entwicklungs- und Ausbildungszentrum der Allianzpartner liegt gegenüber des Google-Campus und in unmittelbarer Nähe der dominierenden US-Firmen der IT-Branche. Renault und Nissan Spezialisten werden sich in dem Forschungszentrum mit den zukünftigen Herausforderungen des Automobilsektors befassen. Ziel ist es, in kleinen Teams konkrete Lösungen für die Informationstechnologie der Autos von Morgen zu entwickeln.

„Die Allianz übernimmt auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität eine Pionierrolle in der Automobilindustrie“, erklärte Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender der Renault-Nissan Allianz im Rahmen einer Konferenz am Stanford Institute for Economic Policy Research (SIEPR).

„Mit der Investition in eines der weltweit größten Zentren für Umwelttechnologien unterstreichen wir unseren Vorsprung.“ Ghosn betonte in seinem Vortrag zu „sauberen Fahrzeugen“ die Bedeutung der Null-Emissionen-Technologie, die für den Automobilsektor und die Wirtschaft insgesamt von entscheidender Bedeutung ist.

Der Nissan LEAF ist das erste Fahrzeug mit reinem Elektroantrieb, das zu einem wettbewerbsfähigen Preis in Serie produziert wird. Die Renault-Nissan Allianz hat in das erste Modell ihres Null-Emissionen-Programms bislang 3,7 Milliarden Euro investiert.

Nissan entwickelt in dem neuen Forschungszentrum unter anderem interaktive Bildschirmmodule, Internetanbindungen und intelligente Vernetzungen im Automobil. Bereits heute gehört ein 7-Zoll-Touchscreen, der den Fahrer über die nächstgelegenen Ladestationen und den Stromverbrauch informiert, zum Telematiksystem „Carwings“ für den Nissan LEAF. Als nächstes Modell folgt von der Nissan Tochter Infiniti eine neue Oberklasselimousine mit rein elektrischem Antrieb.

Renault wird im kalifornischen Silicon Valley die Entwicklung von Elektrofahrzeugen vorantreiben. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Infrastruktur für Elektromobilität.

Renault wird bis Ende 2011 in Europa und dem Vorderen Orient mit dem Fluence Z.E. die erste Elektrolimousine der Marke auf den Markt bringen. Der Batteriewechsel verkürzt den „Tankstop“ bei dem neuen Modell auf wenige Minuten. Darüber hinaus bringt Renault mit dem Twizy ein kompaktes, zweisitziges Stadtfahrzeug auf den Markt. Der Kangoo Z.E. mit rein elektrischem Antrieb ist für die Anforderungen im städtischen Lieferverkehr ausgelegt.
(Quelle: Renault/Nissan)