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Die Euro-Krise und die Folgen für den Tourismus in Südeuropa

Euro-Krise und der Tourismus in Südeuropa (Illustration: istockphoto.com)
Die Euro-Krise und deren Auswirkungen auf den Tourismus in Südeuropa (Illustration: istockphoto.com)

Wie weit schlägt sich die negative Berichterstattung über die krisen-gebeutelten Länder auf deren Tourismus aus? Diese Frage untersuchten die ITB Berlin und das Marktforschungs-Institut IPK International im Rahmen des aktuellen Reisetrends des World Travel Monitor.

Das Fazit der Analyse: Griechenland verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr weniger Reisen aus Nord- und Mitteleuropa. Die übrigen Urlaubsländer Südeuropas kommen buchstäblich mit dem blauen Auge davon und können Verluste kompensieren und sogar noch wachsen.

Beim Incoming verlor Griechenland zwölf Prozent von Januar bis August 2012 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2011. Diese Zahl relativiert sich mit Blick auf das Vorjahr, als das Land am Peloponnes indirekt vom arabischen Frühling profitieren und sogar sieben Punkte zulegen konnte. Auch in den Jahren davor verzeichnete das Land bereits einen leichten Rückgang.

Besonders zurückhaltend waren 2012 Reisende aus den Märkten Deutschland und Großbritannien, aus denen 20 bis 30 Prozent weniger Reisen kamen. Neue Märkte wie Russland oder Rumänien trugen dazu bei, das Minus im Incoming teilweise aufzufangen.

Besser geht es den drei Ländern Italien, Spanien und Portugal. Italiens Incoming-Zahlen wuchsen 2011 um vier Prozent. In diesem Jahr kamen aus Deutschland und Großbritannien drei bzw. ein Prozent weniger Reisen.

Bitter sind die Zahlen der Reisen aus Spanien – hier beträgt das Minus ganze 18 Prozent. Die „Emerging Markets“ wie Russland oder Polen legten aber beträchtlich zu, was den Gesamtreisezahlen zugutekommt. Unter dem Strich kann sich Italien über zwei Prozent Wachstum im Incoming freuen.

Auch die iberische Halbinsel kann ihre Verluste in der Anzahl der Reisen in das eigene Land derzeit mit neuen Quellmärkten ein großes Stück weit kompensieren. So hatte Spanien mit acht Prozent Wachstum im Incoming 2011 überaus stark von der politischen Lage in den arabischen Ländern profitiert.

2012 kamen aus Großbritannien fünf Prozent mehr Reisen – aus Deutschland stagnierten die Zahlen. Aus Italien kamen beachtliche 14 Prozent weniger Reisen. Spanien erfreut sich jedoch steigender Beliebtheit bei neuen Quellmärkten und verzeichnet zweistellige Wachstumsraten im Incoming aus Russland und Skandinavien. Insgesamt legten die Reisen um drei Prozent zu.

Ähnlich ist die Lage in Portugal. Bedingt durch den arabischen Frühling konnte das Land 2011 rund neun Prozent mehr Reisen verzeichnen. 2012 stieg die Zahl der Reisen aus Deutschland um erfreuliche vier Prozent.

Noch positiver präsentieren sich die Zahlen aus Russland und den skandinavischen Ländern. Bei den Reisenden aus Italien und Spanien verlor das Land erwartungsgemäß deutlich. Alles in allem stieg damit 2012 die Zahl der Reisen in das eigene Land um drei Punkte.

„Die Besucherströme nehmen insbesondere zwischen den Krisenländern ab. Die Nachfrage aus Mitteleuropa ist weitgehend stabil, aus den neuen Märkten sogar positiv“, kommentiert Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel & Logistics Messe Berlin, die Analyse. „Die Studie zeigt, wie komplex die Zusammenhänge zwischen Eurokrise und Reisen in den Ländern Südeuropas sind.“ (Quelle: ITB, IPK)

Schottland will sich vom Königreich der Briten abschotten

Die Schotten wollen ihren eigenen Staat. Mit einer Volksabstimmung soll die Trennung vom United Kingdom besiegelt werden. Grund für die Abspaltungstendenz: Schottland fühlt sich von den Briten in der EU schlecht vertreten (Fotos: British Tourist Authority/Pawel LIbera)
Die Schotten wollen ihren eigenen Staat. Mit einer Volksabstimmung soll die Trennung vom United Kingdom besiegelt werden. Grund für die Abspaltungstendenz: Schottland fühlt sich von den Briten in der EU schlecht vertreten (Fotos: British Tourist Authority/Pawel LIbera)

Der britischen Regierung in London droht aus dem Norden Ungemach: Die Schottenrockträger wollen sich 2014,  nach mehr als 300 Jahren, vom Vereinigten Königreich abschotten und ihren eigenen Staat bilden.

Genau am 700. Jahrestag der Schlacht von Bannockburn wollen fünf Millionen Schotten über die Abspaltung abstimmen.
Prominentester Befürworter ist „James Bond“, Sean Connery (81), der sogar ein „Scotland Forever“-Tattoo am Unterarm trägt.

Politischer Führer der Nationalisten ist Alex Salmond, 58, Chef der linksliberalen „Scottish National Party“ und Schottlands „First Minister“.

Hintergrund des „Rosenkriegs“: Die Schotten fühlen sich von der Briten-Regierung übervorteilt und in der EU nicht ausreichend ver­treten.

In der schottischen Metropole Edinburgh herrscht Aufbruchstimmung. Die Schotten wollen los von Großbritannien und einen eigenen Staat gründen (Foto: British Tourist Authority/Natalie Pecht)
In der schottischen Metropole Edinburgh herrscht Aufbruchstimmung. Die Schotten wollen los von Großbritannien und einen eigenen Staat gründen (Foto: British Tourist Authority/Natalie Pecht)

Edinburgh, die schottische Hauptstadt, ist eines der wichtigsten Finanzzentren Europas; und vor der Nordseeküste Schottlands schlummern riesige Erdölvorkommen im Wert von mehr als 1.000 Milliarden Pfund. Die Erlöse aus dem Öl–Business fließen derzeit in den Budget-Topf des Königreichs. Im Fall einer Trennung ist Schottland aber der alleinige Nutznießer. Geiz ist in Schottland noch immer geil. <–––
Georg Karp