Schlagwort-Archive: Geschäftsreisende

Fehlende Reiserichtlinien: Unternehmen verschenken Geld

Im Gesamtdurchschnitt deutscher Unternehmen ab zehn Mitarbeitern besteht Aufholbedarf beim wichtigsten Instrument für Kosteneinsparungen. Dieses Defizit hat die VDR-Geschäftsreiseanalyse 2013 aufgedeckt. Demnach gibt es in nur jedem zweiten Unternehmen eine Richtlinie, die Regelungen zu dienstlichen Reisen enthält. „Damit verschenken sie viel Geld, denn konsequentes< weiter>

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Avis: Service und Komfort wichtiger als Kosten

Avis-Umfrage
Avis-Umfrage unter 2500 Geschäftsreisenden

Das Ergebnis einer neuen Umfrage, die  Avis Autovermietung im Dezember 2012 durchführte, bestätigt: 2013 wird ein Wachstumsjahr für Geschäftsreisen. Und es wird auch die Autovermietung  zur Steigerung der Effizienz von Geschäftsreisen beitragen. Insgesamt hat Avis 2.500 Geschäftsreisende in ganz Europa – darunter 250 Teilnehmer aus Österreich – über ihre Reisetätigkeit im vergangenen Jahr sowie ihre Pläne für 2013 befragt. Avis: Service und Komfort wichtiger als Kosten weiterlesen

CWT: Positive Bilanz und mehr mobile Angebote

Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen
Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen (Foto: iStock)

Carlson Wagonlit Travel (CWT), ein Global Player im Geschäftsreise-, Meetings- und Eventmanagement, hat das Jahr 2012 stabil abgeschlossen. In den spezialisierten Geschäftsbereichen, zu denen unter anderem das Veranstaltungsmanagement CWT Meetings & Events und die Betreuung von Unternehmen aus dem Energiesektor CWT Energy Services gehören, war sogar ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. CWT: Positive Bilanz und mehr mobile Angebote weiterlesen

Travel Risk ­Management für Business Traveller

Globales Business birgt globale Risiken: Organisierte Kriminalität, Entführung, Erpressung, Naturkatastrophen, Bürgerkriege und Spionage: Immer öfter werden Unternehmen, Geschäftsreisende und Travel Manager vor neue sicherheitsrelevante Herausforderungen gestellt. Und sie sind unterwegs stets im Auge der Gefahr.

Die Wahrscheinlichkeit, einmal in eine kritische Situation zu geraten, nimmt zu. Politische Unruhen sind aufgrund medialer Berichterstattung noch relativ gut einzuschätzen. Naturkatastrophen – wie die Aschewolke in Island – treffen Geschäftsreisende wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Wer in solchen Situationen ein internationales Geschäftsreisebüro als Partner hat, ist gut aufgehoben. Sogar ohne spezifische Travel Risk-Programme können Business Traveller zum Beispiel bei FCm Travel Solutions sicher sein, dass das persönliche Service-Team intensiv an einer raschen Problemlösung arbeitet.

Die Service Hotline (außerhalb der Bürozeiten: 24h Service Hotline +49 89 41 86 42 55), rund um die Uhr 365 Tage im Jahr erreichbar, gibt dabei dem Unternehmen uns seinen Mitarbeitern Sicherheit. FCm arbeitet  mit dem Spezialisten „almeda“ zusammen. Im Ernstfall können Sicherheitsbeauftragte einer Firma den Reisenden per Knopfdruck in Echtzeit lokalisieren.

Je nach Anforderung erhalten Betroffene dann den nötigen Support. Das kann u.a. medizinische Versorgung sein, Rücktransport, Evakuierung oder Bargeld bzw. die Vermittlung eines Dolmetschers.

Auch die neue Mobile App, der „FCm Mobile Assistant“, hat eine Travel Risk-Funktion, die den Geschäftsreisenden in kritischen Situationen über Push-Dienste mit allen nötigen Informationen versorgt.

Auf welche Weise Unternehmen ihre Fürsorge- und Sorgfaltspflicht gegenüber reisenden MitarbeiterInnen wahrnehmen, hängt von den jeweiligen Anforderungen und Gepflogenheiten ab. Wie in allen anderen Travel Management-Bereichen auch, ist es wichtig, Kunden mit individuellen Lösungen bestmöglich zu unterstützen.
(Foto: istock.com)

Wenn Frauen auf Geschäftsreise gehen

Frauen auf Geschäftsreise haben andere Ansprüche
Wenn Frau auf Geschäftsreise gehen, stellen sie andere Anforderungen an Service. Ob im Flugzeug oder im Zug – die Dienstleister müssen viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen eingehen (Foto: Austrian Airlines)

Die weibliche Zielgruppe ist für den Geschäftsreisemarkt von zunehmender Bedeutung. Eine Studie von A.T. Kearney, dem globalen Unternehmensberater, bestätigt, dass Anbieter mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen eingehen sollten, um zusätzliche Umsätze zu erzielen und ihre Kundenbindung zu verbessern. Denn die Ansprüche der geschäftsreisenden Frauen sind hoch und werden bisher nur unzureichend erfüllt.

Die aktuelle Studie zeigt: die Mehrheit der Frauen wäre bereit, für zusätzliche Angebote wie die Reservierung komfortabler Sitzplätze im Flug oder Internetverbindung in Bahn und Flugzeug zu zahlen. Die Potenziale von Bonusprogrammen werden von den Airlines und Bahnunternehmen nicht ausgeschöpft und bieten noch zielgruppenspezifische Erweiterungen.

Gehen die Anbieter noch mehr auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen ein, ist nach konservativer Einschätzung von A.T. Kearney im Jahr 2020 eine Umsatzsteigerung von bis zu 350 Millionen Euro allein für Bahn- und Flugreisen aus beruflichen Gründen möglich. Diese Annahme wird durch die Studie untermauert, in der A.T. Kearney 800 Frauen aus dem mittleren und oberen Management zu ihrem Geschäftsreiseverhalten befragt hat.

Der Geschäftsreisemarkt in Deutschland unterliegt seit 2002 starken Schwankungen, erreichte jedoch in der Krise 2009 mit 41 Milliarden Euro Gesamtausgaben seinen Tiefpunkt. Der Studie zufolge wird der Geschäftsreisemarkt erst 2015 wieder das Vor-Krisenniveau von rund 47 Milliarden Euro erreicht haben. Insgesamt prognostiziert A.T. Kearney bis 2020 nur ein schwaches Wachstum des gesamten deutschen Geschäftsreisemarktes von 1,5 Prozent pro Jahr.

Anteil der Frauen auf Geschäftsreise wird steigen

Vor diesem Hintergrund gewinnt die weibliche Zielgruppe an Bedeutung. Mit einem derzeitigen Frauenanteil von rund 19 Prozent an den Geschäftsreisen weist Deutschland im Vergleich zu den nordeuropäischen Ländern (etwa 40 Prozent) und Frankreich (etwa 35 Prozent) einen relativ niedrigen Prozentsatz auf.

„Wir erwarten jedoch einen Anstieg der geschäftsreisenden Frauen auf rund 38 Prozent bis 2020“, sagt Dr. Tanja Wielgoß, Partnerin in der Transport, Touristik und Infrastruktur Practice bei A.T. Kearney und Leiterin der Studie. Dies entspricht verglichen mit 2011 einem zusätzlichen Marktpotenzial von acht Milliarden Euro beziehungsweise ein Gesamtvolumen von 19 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Anbieter stehen hohen Anforderungen gegenüber

Insgesamt funktioniert die Kundinnenbindung für vielreisende Geschäftskundinnen nur teilweise. So schätzt die Mehrheit der Befragten einerseits den Zug für kürzere Geschäftsreisen, da er in Bezug auf Gepäckmitnahme komfortabler ist und dort die gesamte Reisezeit zum produktiven Arbeiten genutzt werden kann.

Andererseits wünschen sich die Befragten noch mehr Pünktlichkeit beziehungsweise Informationen über die Gründe von Unpünktlichkeit. Gleichzeitig sähen sie einen großen Pluspunkt darin, gelänge es den Bahnen die Einhaltung ausgewiesener Ruhezonen auch tatsächlich sicher zu stellen.

Flugreisen sind bei den geschäftsreisenden Frauen aufgrund der kurzen Reisezeit beliebt. Sie hätten jedoch gerne noch mehr Effizienz und konkret kürzere Wartezeiten vor dem Flug sowie mehr Komfort im Flugzeug.

Bemerkenswert und unabhängig davon ob Flug oder Zug: Die Mehrheit der Frauen ist bereit, auf ihren Reisen zum Beispiel für qualitativ hochwertigere Verpflegung, eine (bessere) Internetverbindung oder komfortablere Sitzplätze zu bezahlen.

„Gleichzeitig ist erkennbar, dass viele Frauen das Reisen um des Reisens Willens nicht wollen“, so Wielgoß. Laut Angaben in der Studie haben 46 Prozent der Befragten ihre Geschäftsreisen bereits um mindestens ein Viertel verringert und 41 Prozent sehen ein Potenzial zur weiteren Reduzierung.

Bonusprogramme sind nicht zielgruppenspezifisch

Loyalitäts- bzw. Bonusprogramme von Flug- und Bahnunternehmen bieten gute Ansatzpunkte zur Kundinnenbindung. Ihre Potenziale sind bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Mehrheit der befragten Frauen ist Mitglied in mindestens zwei Airline-Bonusprogrammen. Der daraus resultierende Vorteil der Lounge-Nutzung ist für die Mehrheit wegen Überfüllung, hohem Lärmpegel und ungesundem Essen allerdings nur begrenzt attraktiv.

Frauen auf Geschäftsreise: Warten in der neuen Austrian Business Lounge am Flughafen Wien
Frauen bevorzugen größere und ruhigere Lounges mit einem für sie entsprechenden Service (Foto: Austrian Airlines)

Eine Investition in größere, ruhigere Lounges dürfte sich für viele Airlines jedoch nicht lohnen. „Stattdessen könnten Anbieter von kostengünstigeren und kundenorientierteren Alternativen Gebrauch machen, individuelle Angebote verstärken und dabei die ohnehin schon vorhandenen Angebote an den Flughäfen nutzen“, rät Wielgoß.

„Denkbar sind je nach Bedürfnissen der Vielfliegerin die Erfüllung spezieller Sonderwünsche – was für die eine die standardmäßige Nutzung der Fast-Lane an der Sicherheit im Flughafen ist, kann für die andere eine regelmäßige Nutzung von Kosmetik-, Pediküre- oder Manikürediensten an einem Flughafen sein.“

Weniger als die Hälfte der bahnreisenden Geschäftsfrauen nimmt die Angebote der Bonusprogramme von Bahnunternehmen in Anspruch. Die Befragten gaben dazu an, die Vorteile der Mitgliedschaft wie Loungenutzung in Bahnhöfen oder Einlösung gesammelter Punkte für Freifahrten kaum zu kennen. Sie wünschen sich hingegen beispielsweise individuell abgestimmte Reiseangebote, gesündere Verpflegung an Bord, Unterstützung beim Gepäcktransport bis hin zu Shopping-Kooperationen mit Einzelhändlern und Supermärkten an Bahnhöfen.

Sind zu viele Geschäftsreisen ein Gesundheitsrisiko?

Machen zu viele Geschäftsreisen krank? (Foto: British Airways)
Machen zu viele Geschäftsreisen krank? Wer beruflich oft unterwegs ist, muss mehr auf seine Gesundheit schauen. Denn jeder Businesstrip erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Stress (Foto: British Airways)

Geschäftsreisen sind teuer. Sie kosten das Unternehmen Geld und den reisenden Mitarbeitern die Gesundheit. Kein Wunder: Der Leistungsdruck, mit einem positiven Ergebnis zurückzukehren, die Organisation der Reise und Abstimmung von Terminen, das ewige Warten beim Check-in und die rigorosen Sicherheitskontrollen am Airport, dann das stundenlange Sitzen auf viel zu engen Sitzen, die schlechte Kabinenluft, die Zeitverschiebungen bei Fernflügen, die ungesunde Ernährung, der Schlafentzug und der permanente Stress – alle diese Faktoren belasten Herz, Kreislauf und die Seele, schlagen auf den Magen und beschleunigen das Burn-out. Klarer Fall: Zu viele Geschäftsreisen – Österreichs Manager sind 67 Tage im Jahr unterwegs – sorgen für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Das haben auch Forscher der Columbia University in den USA bestätigt, nachdem sie 13.057 Patientendaten von Geschäftsreisenden ausgewertet hatten. Die meisten von ihnen litten an Übergewicht und ihr Herz-Kreislaufsystem war stärker beansprucht als bei Angestellten, die nicht unterwegs sein mussten.

Vielreisende, die mindestens 20 Nächte im Monat nicht daheim waren, hatten im Vergleich zu jenen, die sich nur bis zu sechs Nächte auf Reisen befanden, einen höheren Body-Mass-Index, ein doppelt so hohes Risiko für Fettleibigkeit und litten meist an erhöhtem Blutdruck. Zurückzuführen ist der schlechte Gesundheitszustand auf die kalorienreiche Ernährung und das viele Sitzen auf Geschäftsreisen. Geringere Produktivität des Mitarbeiters und Fehlzeiten durch Krankmeldungen sind weitere Folgen von Stress. Allein der arbeitsbedingte Psychostress kostet Österreich und die Unternehmen jährlich 3,3 Milliarden Euro.
Georg Karp

Neue Branchenstudie fordert neue Infrastruktur auf Airports

Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)
Die aktuelle Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports (Foto: Amadeus)

In der groß angelegten Studie mit dem Titel Reinventing the Airport Ecosystem beschreibt Amadeus die Enttäuschungen, die Kunden an den Flughäfen von heute erleben, und entwirft Wege, wie sich Airports bis zum Jahr 2025 neu definieren. werden. Der Report zeigt zudem, wie neue Betriebsmodelle das Geschäft über klassische Flughafen-Einnahmen hinaus erweitern.

Die Studie hebt verschiedene neue Modelle hervor:

  • Mini-Stadt: Das Modell steht für eine autarke Einheit, die einzigartige Geschäfte, Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants, Arbeitsstätten und Wohnräume bietet – und möglicherweise eigene Nahrungsmittel anbaut und den Energiebedarf selbst erzeugt.
  • Stadterweiterung: Durch die enge Verzahnung mit der Stadt in seiner Nähe bietet der Flughafen das Beste aus der lokalen Kulturszene, der Flughafen-Geschichte und der regionalen Küche.
  • Einkaufszentrum: Einkaufsmöglichkeiten am Flughafen, Freizeit- und Unterhaltungsangebote – verfügbar nicht nur für Fluggäste – werden genau so interessant wie die in Zielgebieten sein oder sogar interessanter. 15 Prozent der befragten Reisenden erwarten, dass dieses Modell bis zum Jahr 2025 vorherrscht.
  • „Walkway“-Konzept: In diesem Szenario werden viele der gegenwärtigen Airport-Prozesse künftig von den Passagieren aus der Ferne erledigt – von zu Hause oder einem virtuellen Terminal aus, zum Beispiel auf einem mobilen Endgerät. Die verbleibenden Abläufe am Flughafen werden stark automatisiert sein mit dem Ziel, die Zahl der Prozessschritte zu minimieren und ihre Geschwindigkeit zu erhöhen.
  • Busbahnhof-Konzept: Am kostengünstigen Ende der Möglichkeiten liegt das „Busbahnhof“-Modell mit einer No-Frills-Atmosphäre, wo Geschwindigkeit und Effizienz im Mittelpunkt stehen.
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)
Eine grundlegend neue Infrastruktur an Flughäfen fordert die aktuelle Amadeus Branchenstudie (Foto: Amadeus)

Die Studie bietet einen umfassenden Überblick über die fortschrittlichsten Entwicklungen an den heutigen Flughäfen – mit Fallstudien zu elf Airports, darunter Seoul-Incheon, Singapur-Changi, London-Gatwick, Berlin-Tegel und New York JFK.

Sie wirft außerdem einen Blick auf das Reisen in 20 Jahren, um ein realistisches Bild davon zu zeichnen, wie die Entwicklung der Technologie und gesellschaftliche Trends zu neuen Betriebsmodellen und damit zu einer Neudefinition der Passagierprozesse führen.

„Es gibt Bedarf dafür, die Infrastruktur von Flughäfen grundsätzlich neu zu überdenken. Dahinter stehen eine Reihe von Makrotrends wie wachsende Ansprüche der Reisenden, neue Technologien und die Notwendigkeit für die Branche, umgehend neue Umsatzmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Julia Sattel, Senior Vice President Airline IT bei Amadeus.

„Stellen wir uns einen Flughafen vor, auf dem es soviel Spaß macht, einzukaufen, dass die Kunden auch ohne zu fliegen dorthin kommen, oder eine App für den Einkauf an Bord, die dafür sorgt, dass die Waren gleich nach der Landung zur Abholung bereit stehen. Die Zukunft wird vielversprechend, aber Flughäfen, Fluggesellschaften und die ganze Infrastruktur müssen gemeinsame Entscheidungen fällen, um dieses Potenzial zu erschließen.“

Rohit Talwar, Chief Executive Officer von Fast Future Research und Ko-Autor der Studie, fügt hinzu: „Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie können wir damit rechnen, dass sich die Flughafen-Infrastruktur in den kommenden 20 Jahren dramatisch verändert.

Die Beteiligten suchen in zunehmendem Maß nach neuen Umsatzquellen – zum Beispiel durch Einzelhandel, Restaurants, Freizeitangebote und Immobilien. Es ist ganz eindeutig: Unabhängig, für welches Modell sich ein Flughafen entscheidet, auf Grund neuer Technologie werden Flughafen-Infrastrukturen intelligent mit einer großen Menge an Daten und Wissen, sie werden anpassungs- und reaktionsfähig – zum großen Nutzen der Reisenden.“

„Die Studie unterstreicht, wie schnell sich dieser wichtige Teil der Reisekette verändert“, sagt John Jarrell, Vice President und Head of Airport IT bei Amadeus. „Wir bei Amadeus pflegen eine Leidenschaft, Flughäfen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, und engagieren uns stark dafür, die Lücke zu schließen, die schon immer zwischen Flughäfen und Airlines klafft. Eine neue Infrastruktur kann tatsächlich nur durch engere Zusammenarbeit Wirklichkeit werden. Ich hoffe, diese Studie regt in der Branche Diskussionen an und zeigt gleichzeitig, wie das Erlebnis der Reisenden bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus verbessert wird.“

Zukunftsperspektiven für Reisende

Die Untersuchung ergab, dass „stressfreie Flughafenprozesse“ für Reisende der wichtigste Punkt sind: 72 Prozent der weltweit Befragten ist der Meinung, dass der Weg der Reisenden vom Check-in bis zum Einstieg in das Flugzeug nicht effizient ist. 69 Prozent der Reisenden wünschen sich verbesserte Sicherheitsprozesse. Passagiere erwarten zudem, dass Flughäfen ihnen ein Gefühl für das Land und seine Kultur vermitteln, sodass Airport und Flug ein Teil des Gesamt-Reiseerlebnisses werden (81 Prozent).

In den Augen der Reisenden wird Technologie für die Prozesse an Flughäfen immer wichtiger. Viele von ihnen wünschen sich über ihre Mobiltelefone eine stärkere Kontrolle über ihren Flughafenaufenthalt – die Navigation über „Touch Points“ (63 Prozent), die Nutzung von Vielfliegerkarten als dauerhafte Bordkarten (59 Prozent), die Vorteile fest angebrachter elektronischer Gepäckanhänger (57 Prozent) sowie die Automatisierung des gesamten Spektrums der Flughafenprozesse einschließlich der Gepäckaufgabe (48 Prozent).

Soziale Medien werden als wichtiges Instrument für den Echtzeit-Austausch von Ideen, Informationen und Rückmeldungen zwischen Flughafen und Reisenden während des Aufenthalts am Airport gesehen. Über diese Medien erwarten die Kunden, dass ihre Verbesserungsvorschläge wahrgenommen werden (69 Prozent), dass sie wichtige Informationen erhalten (66 Prozent), in Echtzeit ihre Meinung kundtun können (53 Prozent) und als Vielflieger und Stammkunden belohnt werden (51 Prozent).

Die Studie wurde entworfen, um wichtige Erkenntnisse zur Zukunft der Flughäfen zu liefern und die Diskussion darüber anzuregen. Zu Grunde liegen Befragungen sowie mehr als 70 qualitative Interviews mit Branchenexperten von Flughäfen, Fluggesellschaften und anderen Unternehmen einschließlich Technologie-Partnern und Flughafen-Designern. Diese Interviews wurden anschließend validiert – mit Hilfe einer weltweiten Passagierumfrage mit 838 Teilnehmern aus einer Reihe von Märkten auf der ganzen Welt, einschließlich Europa, Nordamerika und Asien.

Weitere interessante News, Berichte, Kommentare und Backgroundstories finden Sie im Geschäftsreisemagazin executive word, das im Verlag Bohmann sechsmal jährlich erscheint und mit einer verbreiteten Druckauflage von 75.000 Exemplare an die Premiumzielgruppe Unternehmer, Manager, Führungskräfte, Entscheider, KMU-Inhaber und Travel Manager verschickt wird