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Travel Management: CWT erwirbt WorldMate

Carlson Wagonlit Travel, Global Player im Geschäftsreise-, Meetings- und Eventmanagement, hat das US- amerikanische Unternehmen WorldMate, Inc. erworben. Der führende Anbieter mobiler Reisetechnologien stellt Systeme für das Management von Reiseplänen und weitere mobile Services für Reisende zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Reisende mobile Endgeräte nutzen, um Reisen zu planen und zu buchen, unterstreicht dieser Erwerb die Strategie von CWT, in innovative Technik zu investieren und mobile Lösungen zu einem festen Bestandteil des Angebots zu machen.

Durch die Akquisition von WorldMate erhalten Geschäftsreisende eine größere Auswahl an mobilen Services für unterwegs, wie beispielsweise die Buchungsmöglichkeit von Flughafenparkplätzen, Restaurants und Hotels sowie von Airline-Zusatzleistungen wie zum Beispiel Internet an Bord.

Auch die Unternehmen profitieren: Durch die Bündelung und Integration der Reiseinformationen von Apps erhalten Firmen eine erhöhte Transparenz der Gesamtreiseausgaben. So können sie die Einhaltung der Reiserichtlinien gezielter steuern und verbessern. Außerdem können Unternehmen Reisende im Falle einer Krisensituation besser lokalisieren.

Als weltweiter President & Chief Executive Officer trägt Douglas Anderson die weltweite Verantwortung für das Unternehmen CWT (Foto: Tim Pearson)

„Diese Akquisition gibt uns ganz neue Möglichkeiten in der Branche“, sagt Douglas Anderson, President und Chief Executive Officer von CWT. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für mobile Technologie gestaltet CWT seine eigene „mobile Zukunft“. Die Integration des bewährten Know-hows von WorldMate in unser bestehendes Produktspektrum bedeutet für unsere Kunden und ihren Reisenden zusätzliche Services und Funktionen.“

WorldMate, mit Hauptsitz in San Francisco und gegründet im Jahr 2000, wird als Tochterunternehmen von CWT fortgeführt. Die mobile App von WorldMate wird von mehr als zehn Millionen Reisenden genutzt.

„Wir freuen uns darüber, den Kunden von CWT Zugang zum Angebot an mobilen Services von WorldMate anzubieten“, sagt Jean Tripier, Chief Executive Officer von WorldMate. „Wir werden ein fester Teil der Wachstumsstrategie von CWT und bieten auch unseren Bestandskunden und deren Reisenden weiterhin unsere Leistungen auf höchstem Niveau.“

WorldMate wird eng mit CWT zusammenarbeiten, um bestehende Produkte wie CWT To GoTM, die prämierte mobile App von CWT, weiterzuentwickeln. CWT To Go wurde zusammen mit dem Anbieter Rearden Commerce entwickelt, mit dem CWT seine Kooperation fortsetzen wird. (Quelle: CWT)

Bahn als Alternative zum Flugzeug

Auf Distanzen bis 500 Kilometer schlägt die Bahn das Flugzeug. Mit dem ICE vom Stadtzentrum zum Stadtzentrum langwieriges Einchecken und Umsteigen (Foto: Istockphoto)

Bahnreisende in die europäischen Nachbarländer profitieren von ökonomischen und ökologischen Vorteilen. Stellt sich also die Frage: Zug, Flugzeug oder Auto? 

Eins steht fest: Bei Reisen ins benachbarte Ausland ist die Reisezeit mit Zug, Flugzeug und Auto bei Strecken von bis zu 500 Kilometern beinahe gleich lang. Ein Beispiel ist die Verbindung WienMünchen. Die kürzeste Verbindung der Bahn benötigt 3:54 Stunden (ab Dezember 2012).

Die Gesamtreisezeit beim Flugzeug beinhaltet nicht nur die reine Flugzeit, sondern auch die An- bzw. Abreise, sowie die Zeit für den Check-in (Standardannahme 60 Minuten) und den Check-out (Standardannahme 30 Minuten), so kann man auch hier 4:27 Stunden einkalkulieren.

Die Pkw- Gesamtzeit wird auf Basis einer mittleren Fahrgeschwindigkeit inklusive Pausen (alle 3 Stunden 20 Minuten Pause) berechnet, so dass man auf eine Gesamtzeit von 4:30 Stunden kommt.

Was die Umweltbelastung und nutzbare Zeit angeht, ist die Bahn dem Pkw, aber auch dem Flugzeug überlegen. Reisende mit der Bahn steigen in der Innenstadt in den Zug ein und kommen nur wenige Stunden später, mitten im Herzen der ausländischen City an.

ICE 3 Baureihe 403 im Bereich München Hbf (Foto: DB)

Die Zugfahrt lässt sich von der ersten bis zur letzten Minute sinnvoll nutzen. Zumal komfortable Arbeitsbedingungen wie Einzelplätze, ausklappbare Tische und Laptop-Steckdosen in allen ICE-Zügen zum Standard gehören.

Dass Reisende mit der Bahn gegenüber dem Auto und dem Flugzeug weit weniger CO2 produzieren, ist hinreichend bekannt. Die jeweilige Umweltbelastung durch Zug, Flugzeug und Auto kann jeder bei der Online-Ticketbuchung durch ein paar Klicks einsehen. So kann jeder seine persönliche Klimabilanz ziehen. (Quelle: DB)

Travel Management: Concur steigert Ergebnis

Der führende Anbieter von integrierten Lösungen für das Reisemanagement und die Reisekostenverwaltung. Concur, hat die Ergebnisse des vierten Quartals seines Finanzjahres 2012 veröffentlicht.  Der Ertrag lag im Zeitraum von Juli bis September 2012 bei 117,9 Millionen US-Dollar, was eine Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres bedeutet und eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2012.

Die Einkünfte vor Steuer betrugen 23,1 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,40 US-Dollar pro Aktie. Für das gesamte Finanzjahr 2012 stiegen der Ertrag, verglichen mit dem Vorjahresergebnis, um 26 Prozent auf 439,8 Millionen US-Dollar und die Einkünfte vor Steuer um 19 Prozent auf 78,7 Millionen US-Dollar (1,39 pro Aktie).

Das Unternehmen rechnet auch im Fiskaljahr 2013 mit einem globalen Ertragswachstum von etwa 25 Prozent. Matthias Linden, Verkaufsleiter Zentraleuropa bei Concur, sagt: „Auch in Europa wachsen wir immer stärker. Wir haben zahlreiche Anfragen von interessierten Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen, von relativ kleinen mittelständischen Unternehmen bis hin zu großen Konzernen.“

Die strategischen Investitionen der Vergangenheit zahlen sich nun aus. Viele Innovationen, die in den USA und manchen europäischen Ländern bereits erfolgreich im Einsatz sind, werden nach und nach auch in Deutschland eingeführt.

Matthias Linden, Verkaufsleiter Zentraleuropa bei Concur

Matthias Linden weiter: „Zusatzfunktionen wie Locate & Alert, welche die Sicherheit der Reisenden sicherstellen, werden auch bei uns immer stärker nachgefragt werden. Unser  Ziel ist, dass Geschäftsreisen für unsere Kunden immer komfortabler und reibungsloser ablaufen. Dazu haben wir viele neue Ideen und Innovationen in der Hinterhand, die wir so schnell wie möglich in allen Märkten einführen.“

Das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen Concur (NASDAQ: CNQR) ist führender Anbieter von integrierten Lösungen für das Reisemanagement und die Reisekostenverwaltung. Mit benutzerfreundlichen, webbasierten und mobilen Applikationen können Unternehmen und ihre Mitarbeiter Zeit sparen und die Kosten besser im Blick behalten.

Geschäftsreisen sind die besten Türöffner

Interview mit WKO-Präsident Dr. Chstoph Leitl über die zunehmende ­Bedeutung der Emerging Markets für Österrechs Unternehmen und warum Geschäftsreisen in Zeiten wie diesen erforderlich und nützlich sind

WKO-Präsident Dr. Christoph Leitl: Hinfahren, wo die Musik spielt
WKO-Präsident Dr. Christoph Leitl: Hinfahren, wo die Musik spielt (Foto: wko.at)

Warum sind Geschäftsreisen im Ausland von eminenter Bedeutung?
Christoph Leitl: Durchs Reden kommen die Leute zusammen; das gilt heute mehr denn je. Wer nicht bereit ist, eine mitunter anstrengende Geschäftsreise auf sich zu nehmen, darf sich nicht wundern, wenn er im Exportgeschäft scheitert. Gerade in herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten führen nur Beharrlichkeit und die persönliche Bearbeitung der Märkte zum nachhaltigen Exporterfolg. Dazu gehört die Kotaktpflege vor Ort, die durch Handy, Internet oder Telefonkonferenzen nicht zu ersetzen ist. In vielen Auslandsmärkten werden die persönliche Anwesenheit und Gespräche auf Augenhöhe vom Geschäftspartner erwartet und daher sind Geschäftsreisen die besten Türöffner.

Welche Chancen eröffnen sich für den Export österreichischer Produkte?
Christoph Leitl: Österreichs Exporteure sorgen mit ihrem Engagement für Aufschwung, Wachstum und Jobs im Inland. Daher ist jeder Schritt wichtig, der diesen Wohlstandstreiber ankurbelt. Für unsere Firmen ist es aufgrund des kleinen Binnenmarkts seit jeher wichtig, neue Märkte zu erschließen. Wer an Expansion denkt, für den gibt es nur eine Zukunft und die heißt Internationalisierung. Denn allen Krisenmeldungen zum Trotz gibt es für innovative Unternehmen viele Hoffnungsmärkte und –branchen mit Potenzial.

Österreichs Top Exportländer 2011
In Österreich gibt es rund 40.000 Exporteure. EinGroßteil der Wertschöpfung der Unternehmen wird im Auslandsgeschäft geschaffen. Die Exportquote beträgt 58 Prozent. Hier Österreichs Top-10-Exportdestinationen in 2011 (Graphik: Mag. Christine Altendorfer/WKOÖ)

Wo kann Österreichs Exportwirtschaft punkten?
Christoph Leitl: Es gibt für die Zukunft nur eine Option: Die bewährten Märkte mit neuen Ideen verteidigen, aber gleichzeitig neue Märkte rasch erobern. Die Strategie, unsere Fördermaßnahmen für Österreichs Unternehmen – auch im Rahmen der Exportoffensive ‚go international‘ – in Übersee oder in Mittel- und Osteuropa zu verstärken, hat sich als richtig erwiesen. Daher legen wir künftig ein noch stärkeres Augenmerk auf Wachstumsregionen in Asien, im Nahen und Mittleren Osten, Südamerika oder in GUS-Ländern. Dem Wettbewerb müssen sich die Firmen selbst stellen. Wir begleiten und sichern die Marktpräsenz unserer österreichischen Unternehmen im Ausland.

English: Map of Emerging Markets
Wo die Emerging Markets sich befinden (Photo: Wikipedia)

Wie können „Emerging Markets“ für KMU ein Gewinn werden?
Christoph Leitl: Wir sehen bereits seit einigen Jahren ein zunehmendes Interesse der österreichischen Unternehmen an den Emerging Markets – aber es geht noch mehr. Der Überseeanteil der österreichischen Exporte beträgt 17 Prozent. Ende 2012 soll er bei 20 Prozent liegen. Also begleiten wir die österreichischen Firmen in diese Märkte, denn die Präsenz vor Ort ist das Um und Auf für den Exporterfolg. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Sprung über den europäischen Tellerrand hinaus schaffen. Denken Sie nur an die Ostöffnung, an die EU-Erweiterung! Was Österreichs Unternehmen hier als Pioniere gezeigt ha­ben, verlagert sich jetzt weiter. Wir müssen dorthin, wo die Musik spielt.Georg Karp