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Geschäftsreisen in Deutschland

Warum die Bundesrepublik als Businessdestination weltweit gefragt ist

Businesstrips sind für Deutschland ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor. Denn Geschäftsreisende geben in der Merkel-Republik jährlich 13,5 Milliarden Euro aus. Zusammen mit den 14,6 Milliarden Euro aus dem Inland macht der Geschäftstourismus rund 24 Prozent der touristischen Übernachtungsausgaben aus.

Nicht nur in Berlin spielt die Musik: Ganz Deutschland ist als Geschäftsreisestandort weltweit beliebt
Nicht nur in Berlin spielt die Musik: Ganz Deutschland ist als Geschäftsreisestandort weltweit beliebt (Foto: BTM GmbH/Scholvien)

Das hat gewichtige Gründe: Eine gute Infrastruktur, vernetzte Verkehrswege, Nachhaltigkeit, ausgebildetes Personal, ein hervorragendes PreisLeistungs-Verhältnis und eine breite Palette an hochwertigen Tagungshotels sowie Event- und Kongresszentren haben Deutschland zur weltweit einer der gefragtesten Businessdestination gemacht.

Das bestätigt auch der aktuelle Global Competitiveness Report 2012-2013 des World Economic Forums – eine Rangliste der globalen Volkswirtschaften mit den höchsten Wachstumschancen. In diesem weltweiten Vergleich von 144 Staaten kommt Deutschland auf Rang drei – 2011 war es noch der Platz zwei vor der Schweiz, die noch immer einsame weltspitze ist.

Eine lückenlose Mobilität ist vor allem für die Organisation von Veranstaltungen von großer Bedeutung: 40 Airports, 12.850 Kilometer Autobahn und ein Schienennetz von 33.500 Kilometern garantieren in Deutschland eine einfache An- und Abreise.

Nach den Ergebnissen des Meeting & Event-Barometer 2012 hat die deutsche MICE-Branche das Jahr 2011 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen: 2,72 Millionen Veranstaltungen in Deutschland
wurden von 338 Millionen Teilnehmern besucht. Und etwa die Hälfte des Geschäftsreisevolumens mit Übernachtungen entfällt auf „promotable“ Geschäftsreisen – Messen (21 Prozent) sowie Meetings, Incentives, Kongresse und Events (26 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr (2010) stieg die Zahl der Besucher um 4,5 Prozent. Zusätzlich unterstreicht die Umfrage die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit im MICE-Geschäft. 86 Prozent der befragten Veranstaltungsplaner sind davon überzeugt, dass die Bedeutung von „Green Meetings“ in
den nächsten Jahren gleich bleibt oder sogar zunimmt.

Für Österreich ist die Bundesrepublik der wichtigste Ex- und Importmarkt. Bei den Geschäftsreisen der Österreicher ins Ausland liegt Deutschland mit einem Marktanteil von 37,3 Prozent an erster Stelle. Dem World Travel Monitor 2011, IPK International zufolge fallen fast ein Drittel (27 Prozent) aller Reisen aus Österreich auf den Geschäftsreisesektor.

Österreichisches Hotel in Deutschlands Hauptstadt: andels Hotel Berlin
Nach dem Business zum Plaudern in die Sky Bar des Hotels andels den Ausblick auf Deutschlands Metropole genießen (Foto: Vienna International Hotels)

Von insgesamt 2,984 Mio. Deutschlandreisen aus dem Nachbarland waren das 811.000 Geschäftsreisen. Im Jahr 2011 gaben die Österreicher pro Geschäftsreise im Durchschnitt 455 Euro aus. Dies entspricht einer durchschnittlichen Ausgabe von 178 Euro pro Tag.

Das gesamte Umsatzvolumen für Deutschlandgeschäftsreisen der Österreicher betrug im Jahre 2011 0,4 Mrd. Euro. Die Werte enthalten alle Businessausgaben – wie Unterkunft, Verpflegung und Transport. <–––
GEORG KARP

Betrifft USA: Touristeninvasion aus Deutschland

Immer mehr Deutschen fliegen wieder in die USA (Foto: American Airlines)
Immer mehr Deutschen fliegen wieder in die USA. Davon profitieren sowohl amerikanische als auch europäische Fluggesellschaften trotz höherer Treibstoffkosten, Flugtaxen und des umstrittenen EU-Emmissionshandels (Foto: American Airlines)

Der Tourismus in die USA hat im ersten Quartal dieses Jahres einen fulminanten Start geliefert. Von Januar bis März 2012 kamen 21,7 Prozent mehr deutsche Besucher in die Vereinigten Staaten als im Vorjahreszeitraum, teilt das Visit USA Committee Germany e.V. (VUSA) mit.

Dabei steigerte sich der Zuwachs von Monat zu Monat. Während der Januar mit plus 9,3 Prozent zu Buche schlägt, waren es im Februar schon plus 17,6 Prozent und im März stolze plus 32,3 Prozent. Insgesamt wurden im ersten Quartal 372.763 deutsche Einreisende gezählt. Insgesamt stieg die Zahl aller internationalen Besucher in die USA um 10,2 Prozent auf über 14 Millionen im ersten Quartal.

Die USA sind trotz komplizierter und tourismusprohibitiver Einreisemodalitäten noch immer das beliebteste Übersee-Reiseziel der Deutschen. Im vergangenen Jahr besuchten 1.823.797 Bundesbürger die Vereinigten Staaten. Das waren 5,7 Prozent mehr als 2010.

Vom Reiseboom der Deutschen profitieren vor allem amerikanische und europäische Fluggesellschaften, die in neue Maschinen, bessere Ausstattung und Bordservice investieren. Vor allem American Airlines, Lufthansa, British Airways, KLM, Air France, SAS, Brussels Airlines, Finnair, LOT, Emirates, Qatar Airways Oman Air setzen auf modernste Fluggeräte und komfortable Bestuhlung in allen Klassen.

Mehr Infos über Airlines, Hotels, Business Destinationen und Business Travelmanagement finden Sie in der Juni-Ausgabe des Geschäftsreisemagazins executive world, das Sie online im Austria Kiosk downloaden können.
GeKa