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Home Office: Zuhause arbeiten hat auch Nachteile

Eine Regus-Umfrage unter 24.000 Berufstätigen in über 90 Ländern zeigt auf, welche Herausforderungen das Home Office als Arbeitsplatz mit sich bringen kann

Work at home Dad
Home Worker haben es nicht leicht: Sie werden oft abgelenkt, sitzen schlecht und ihre Produktivität leidet. Das hat eine Umfrage ergeben (Illustraition: Regus)

Im Home Office zu arbeiten, das klingt nach einer verlockenden und praktischen Möglichkeit für Berufstätige, um ihre Pendelwege zu reduzieren und sich persönlich besser enfalten zu können.

Die Realität sieht etwas anders aus: In einer Umfrage von Regus, globaler Anbieter flexibler Bürolösungen, hielten über drei Viertel der österreichischen Befragten Ablenkung durch Kinder oder Familie für ein Hindernis beim Home Working.

Ein knappes Drittel (29%) sieht die unzureichende Ausstattung mit Bürotechnik (Drucker, Kopierer, Fax etc.) als Hemmnis für die Produktivität. Schwache Internet-Verbindungen, mangelnde Ergonomie der Arbeitsmöbel und sogar Ablenkung durch Haustiere sind weitere Gründe, die an der Produktivität der Home Worker nagen. Das sind nur inige der wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage, die Regus, globaler Anbieter flexibler Bürolösungen, unter 24.000 Berufstätigen in über 90 Ländern durchgeführt hat.

„Zu Hause zu arbeiten kann die Konzentration und Produktivität beeinträchtigen“, sagt Alisa Kapic, Regus Country Manager Austria.

Alisa Kapic
Regus Country Manager Austria Alisa Kapic (Foto: Weinwurm)

Mitarbeitende von Unternehmen sind normalerweise sehr dafür, flexible Arbeitsmethoden nutzen zu können. Es gibt ihnen die Möglichkeit, Pendelzeiten zu vermeiden und sich die Zeit so einzuteilen, wie es ihnen persönlich am besten entspricht.

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen allerdings: Am besten ist es, nicht im eigenen Zuhause zu arbeiten, sondern in einem professionellen Umfeld, das sich in der Nähe befindet und flexibel genutzt werden kann. So hat man die Vorteile der örtlichen Flexibilität, vermeidet aber die Nachteile des Home Office. Ablenkung durch die Familie gibt es keine, man hat einen ergonomischen Arbeitsplatz, kann Kunden professionell empfangen und steigert die Produktivität.

Für Berufstätige in Österreich sind die drei wichtigsten Hemmnisse beim Home Working:

  1. Kinder oder Familie beanspruchen Aufmerksamkeit (76%)
  2. Es fällt schwer, sich auf berufliche Dinge zu konzentrieren (46%)
  3. Kinder, Familie oder Haustiere stören beim Telefonieren (44%)

Für 29% ist die unzureichende technische Infrastruktur eine Produktivitätsbremse im Home Office., 17% der Befragten sehen mangelnde Ergonomie der Büromöbel als Problem – insgesamt gab es 15 verschiedene Gründe für mangelnde Produktivität im Home Office.

Marc nils home office 2004
Marc Nils bei der Arbeit in seinem Home Office (Foto: Wikipedia)

Kapic: „Zu Hause zu arbeiten erfreut sich steigender Popularität. Aber je mehr Menschen es ausprobieren, desto mehr kommen auch die Nachteile des Home Working zum Vorschein. Es ist nicht immer leicht, die privaten Bedürfnisse an die berufliche Aktivität zu Hause anzupassen. Zusätzlich zu den Ergebnissen unserer Umfrage gibt es Berichte, wonach Home Workers sich isoliert fühlen und unter zu wenig Sozialkontakt während des Alltags leiden. In flexibel nutzbaren, professionellen Arbeitsumgebungen schließen sie entweder neue Bekanntschaften oder treffen gegebenenfalls Kollegen aus dem eigenen Unternehmen. Besorgniserregend finde ich die Tatsache, dass fast jeder Fünfte unserer befragten Home Workers über eine schlechte Sitzposition aufgrund unprofessioneller Einrichtung klagt. Schlechte Haltung am Arbeitsplatz kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Alles in allem zeigt unsere Umfrage, dass Home Working nicht die beste Art ist, um flexibel zu arbeiten.”

Backgroundinformation zur Methodik

Über 24.000 berufstätige Personen aus der weltweiten Regus-Kundendatenbank wurden im September 2012 befragt. Die Regus-Datenbank umfasst über 1 Mio. Kunden, hauptsächlich Führungskräfte und Unternehmer aus der ganzen Welt. Die Befragten wurden um ihre Meinung gebeten, was die größten Herausforderungen beim Home Working seien. Die Umfrage wurde von MindMetre durchgeführt, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen.

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Laut einer IfAP®-Umfrage wünschen sich 96 Prozent eine Veränderung in ihrem Leben. Sie hätten gerne mehr Zeit, mehr Ruhe, mehr Geborgenheit und hauptsächlich mehr Selbstbestimmtheit. 81 Prozent sind durch die Arbeit überlastet, vor allem durch die Doppelbelastung von Beruf und Familie. 79 Prozent fühlen sich unter ständigem Leistungsdruck, 53 Prozent sind sogar von ihrer Freizeit gestresst, weil sie den Eindruck haben, auch hier perfekt sein und „funktionieren“ zu müssen.

Das Autorenduo Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen in ihrem Bestseller, wie jeder wieder Kontrolle über sein Leben gewinnen kann (Foto: Campus)
Das Autorenduo Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen in ihrem Bestseller, wie jeder wieder Kontrolle über sein Leben gewinnen kann (Foto: Campus)

Volker Kitz und Manuel Tusch gehen diesen Erscheinungen in ihrem neuen Buch Ich will so werden, wie ich bin (Campus) nach und bieten Hilfe. Sie identifizieren die sechs Zwänge der modernen Gesellschaft: Leistungszwang, Stresszwang, Sinnstiftungszwang, Perfektionszwang, Balancezwang und Selbstverwirklichungszwang.

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Ratgeber für alle, die wieder Kontrolle über ihr Leben haben wollen: Ich will so werden wie ich bin (Verlag Campus)
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Dr. Volker Kitz hat Jura und Psychologie studiert, danach Erfahrungen als Wissenschaftler, TV-Journalist, Drehbuchautor und Lobbyist gesammelt. Heute arbeitet er als Anwalt und Coach in Köln.

Dr. Manuel Tusch hat Psychologie und Erwachsenenbildung studiert. Er hat eine psychologische Praxis in Köln und leitet dort das Institut für Angewandte Psychologie (IfAP), ein seit 2003 bestehendes Forschungs- und Ausbildungsinstitut. Er konzipierte und leitete die aktuelle IfAP-Studie. Bekannt wurde das Autorenduo durch den internationalen Bestseller „Das Frustjobkillerbuch – Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten“.

Zur Studie „Zwänge der modernen Gesellschaft“: Befragt wurden 4.378 Menschen im Zeitraum von Oktober 2010 bis Januar 2011. Die Auswertung erfolgte quantitativ und qualitativ mittels Inhaltsanalyse.