Schlagwort-Archive: Euro

Reichensteuer für die Armen?

Reichensteuer ab 250.000 Euro Jahreseinkommen brutto? Zum besseren Verständnis und zum Vergleich: Die 3,85 Mio. unselbständig Erwerbstätigen haben ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 24.449 Euro. Rund 1,97 Mio. Pensionistinnen und Pensionisten mit Wohnsitz in Österreich beziehen ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 16.905 Euro.

Da stellt sich doch die Frage an unsere roten, schwarzen, grünen, blauen und orangen Politiker, die natürlich weit mehr im Geldbörserl haben als ihre Wähler: Wäre nicht eine höhere Einkommensteuer für Jahresgehälter ab 150.000 Euro brutto besser und eine stufenweise erhöhte Reichensteuer bis und über 250.000 Euro? Habe ich da was von mehr sozialer Gerechtigkeit aus der Löwelstraße gehört?

Die ÖVP will nun eine Solidaravgabe für Einkommen ab 500.000 Euro im Jahr. Ich frage mich, warum nicht schon ab 100.000? Weil die Politikergehälter und Politiker-Pensionen mehr ausmachen? Sicher ist das nur eine falsche Annahme, eine sozial ungerechte Unterstellung.
Georg Karp 

EU-Marshall-Plan für Hellas?

Joschka Fischer will „Hellas von Sinnen“ mit einem EU-Marshall-Plan unter die Arme greifen. Damit wir wissen, wovon Joschka Fischer redet: Der Marshall-Plan (European Recovery Program) war das wichtigste wirtschaftliche Wiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem zerstörten Westeuropa zugute kam. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren. Das heißt: Es war ein Mix aus verschiedenen Hilfsmaßnahmen und nicht nur frisch gedruckte Greenbacks.

Haben wir also von den Politikern gehört, wie sie sich konkret den EU-Marshallplan für Griechenland vorstellen? Gehört haben wir und hören noch immer nur abstrakte Worthülsen, die nur eins verschleiern sollen: Griechenland braucht noch mehr Euro-Milliarden als offiziell kommuniziert wird.

Das hat auch kürzlich die Bilderberg-Gruppe bei ihrer Konferenz ratlos festgestellt. Guter Rat ist teuer, also her mit noch mehr Milliarden. Wir haben’s ja. Die Wut-Bürger dürfen weiterhin den Gürtel enger schnallen, die neue Weltwirtschaftskrise hat erst begonnen.
(c) Georg Karp