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Aserbaidschan: Ausrichtung nach Europa

Für Deutschland ist Aserbaidschan der wichtigste Handelspartner im Kaukasus. Untermauert wird der wirtschaftliche Austausch jetzt durch eine neue Auslandshandelskammer, zu deren feierlicher Eröffnung Staatsministerin Cornelia Pieper nach Baku reiste.

Am 12. November eröffnete sie die Deutsch-Aserbaidschanische Handelskammer in Baku – nach Moskau erst die zweite Einrichtung dieser Art, die Deutschland in der Region unterhält.

„Es ist ein schönes Symbol, dass die Eröffnung der AHK Baku in das 20. Jahr des Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Aserbaidschan fällt“, sagte die Staatsministerin in der Eröffnungsrede.

Die AHK solle als Brückenbauer und Katalysator in beide Richtungen wirken und dazu beitragen, das große wirtschaftliche Potenzial noch besser zu nutzen.

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Aserbeidschan mit der Region Baku (Photo: Wikipedia)

An der Schnittstelle zwischen Europa, Zentralasien und Russland steht die Region weiterhin großen geopolitischen Herausforderungen gegenüber. Diese und aktuelle bilaterale Fragen waren Thema beim Gespräch der Staatsministerin mit Präsident Ilham Aliyev und Außenminister Elmar Mammadyarov.

Zwischen Deutschland und Aserbaidschan bestehe auf politischer Ebene ein vertrauensvoller Dialog, betonte die Staatsministerin.

Cornelia Piper: „Umso wesentlicher ist es, dass Aserbaidschan an seiner langjährigen Grundsatzentscheidung festhält, sich weiter nach Europa auszurichten.“ (Quelle: Auswärtiges Amt Berlin, AHK)

EU: Visumfreiheit für 16 Inselstaaten

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Deutsches Schengen-Visum aus dem Jahr 2000 (Photo: Wikipedia)

Die Bürger von 16 Inselstaaten werden demnächst ohne Visum in den Schengen-Raum einreisen können. „Das visumfreie Reisen ist mehr als nur ein symbolischer Akt. Es bedeutet mehr zwischenmenschliche Kontakte und mehr Chancen für Unternehmen und wird sich auf die Bürger dieser Staaten und die Bürger der Europäischen Union unmittelbar auswirken“, sagt Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Inneres.

Die Europäische Kommission hat nun einen Vorschlag vorgelegt, wonach fünf karibische Inselstaaten (Dominica, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Trinidad und Tobago), zehn pazifische Inselstaaten (Kiribati, die Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Palau, Samoa, die Salomonen, Tonga, Tuvalu, Vanuatu) und Osttimor in die Liste der Drittländer und Drittlandsgebiete aufgenommen werden sollen, deren Staatsangehörige von der Visumpflicht befreit sind.

Ziel ist es, die Einreise in den Schengen-Raum und nach Zypern, Bulgarien und Rumänien zu erleichtern. Ein Staatsbürger einer dieser Länder bräuchte dem Vorschlag zufolge für Kurzaufenthalte (bis zu 90 Tage) zu geschäftlichen oder touristischen Zwecken oder für Familienbesuche kein Visum mehr, wenn dieser im Besitz eines Reisepasses ist.

Dies würde die Reiseplanung erleichtern und die Reisekosten reduzieren. Da die Mitgliedstaaten in einem Großteil dieser Länder konsularisch nicht vertreten sind, mussten die Visumantragsteller bislang häufig ins Ausland reisen, um ein Schengen-Visum zu beantragen.

Der Kommissionsvorschlag sieht den Abschluss von Abkommen über die Befreiung von der Visumpflicht vor, die sowohl für die Einwohner der genannten Inselstaaten als auch für alle EU-Bürger, die in diese Länder reisen möchten, Visumfreiheit garantieren.

Darüber hinaus werden bestimmte Kategorien britischer Staatsangehöriger, die derzeit der Visumpflicht unterliegen (rund 300 000 Menschen, vor allem mit Wohnsitz in den britischen Überseegebieten wie Bermuda und die Turks- und Caicosinseln), von der Visumpflicht befreit.

Über den Kommissionsvorschlag müssen jetzt noch das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union endgültig entscheiden.

Verbesserungen bei Air France Flügen

Mehr Beinfreiheit ist für die Passagier besser als mehr Sitze auf gleichem Raum. Vor allem in der Economy Class sitzen die Reisenden zusammengepfercht. Hier bedarf es eines Umdenkens und einer für alle Airlines geltenden IATA-Regelung sowie von der EU vorgeschriebene Richtwerte für die Beinfreiheit.

Erstes Öko-Hotel in der Slowakei

Kosice
Košice die zweitgrößte Metropole der Slowakei, wird 2013 neben Marseille zur Europäischen Kulturhauptstadt (Foto: Of/Wikipedia)

Košice, die Metropole der Ostslowakei und Europäische Kulturhauptstadt 2013, baut seine touristische Infrastruktur im Vorfeld des großen Ereignisses aus – und kann jetzt auf das erste Öko-Hotel des Landes stolz sein. Die Slowakische Umweltagentur hat das Hotel Dália mit dem Umweltzeichen der Europäischen Union „European Eco Label“ belohnt.

Das Hotel motiviert Mitarbeiter und Gäste zur aktiven Teilnahme am Umweltschutz. Direktorin Dagmar Amrichová: „Wir erkennen unsere Verantwortung für die Umwelt, minimieren die Abfallproduktion und haben neue innovative Technologien installiert, die Energie und Wasser sparen helfen.“

Im Vier-Sterne „Eco friendly Hotel Dália“, das in einer ruhigen Straße im Zentrum von Košice fünf Minuten zu Fuß von der Fußgängerzone Hlavná ulica entfernt liegt, werden Energiesparlampen und zu 100 Prozent Recyclingpapier benutzt, im Sommer wird das Wasser mit Solarenergie erhitzt. Kosmetik in Einwegverpackungen wurde durch eine mit dem EU Eco Label zertifizierte organische Kosmetikreihe ersetzt.

Hotel Dalia
Öko-Hotel Dalia in Kosice
Festlich illuminierter Hauptplatz in Kosice, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013 (Foto: Štefan Kordoš)
Festlich illuminierter Hauptplatz in Kosice, der Europäischen Kulturhauptstadt 2013 (Foto: Štefan Kordoš)

Das Frühstücksangebot sowie das Menü des Restaurants wurden durch gesunde Biospezialitäten ergänzt, beim Einkauf von Obst und Gemüse werden regionale Zulieferer bevorzugt. Durch die Verteilung der Abfalleimer im Hotel werden die Gäste zur aktiven Mülltrennung motiviert. Zum Dália gehören 37 Zimmer der Drei- und Vier-4-Stern-Kategorie, vier Konferenzräume, ein Gourmetrestaurant für 60 Gäste, das stilvolle Café Savoy und ein Wellness-Zentrum.

Die 240.000-Einwohner-Stadt Košice, zweitgrößte in der Slowakeinach Bratislava, ist als Tourismusziel in Deutschland bislang wenig bekannt. Dabei verfügt sie über ein reiches kulturelles Erbe, zu dem Slowaken und Ungarn ebenso beigetragen haben wie Polen, Österreicher, Deutsche, Juden und Ruthenen.

The old and new architecture of Košice, Slovakia
Alte und neue Architektir in Košice (Photo: Wikipedia)
Das Wappen von Košice (Foto:Wikipedia)
Das Wappen von Košice (Foto:Wikipedia)

Außer der sehenswerten Altstadt gibt es im Umkreis von 150 Kilometern allein vier Nationalparks und sechs Unesco-Welterbestätten. Schon in diesem Jahr läuft sich Košice mit einem Kulturprogramm warm für den großen Auftritt 2013.

Zu den anstehenden Highlights in den nächsten Monaten zählen die Festtage der Stadt Košice mit historischen Umzügen und der „Nacht der Museen und Galerien“ (19. Mai), das Multi-Genre-Festival „Use the City“ den ganzen Monat über, die fünftägige Ballonfiesta (6. – 10. Juni) und das „Košice Gurmán Fest“ (22. – 24. Juni).