Schlagwort-Archive: DRV

Business Travel. Keine Nachhaltigkeits-Strategie

Nur acht Prozent der deutschen Unternehmen berücksichtigen bei ihren Geschäftsreisen konsequent das Thema Nachhaltigkeit

Geschäftsreisen und Nachhaltigkeit
Geschäftsreisen und Nachhaltigkeit ist für deutsche Unternehmen kein Thema (Foto: iStock)

Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle in Unternehmen – nur bei Geschäftsreisen zumeist nicht: In nur acht Prozent der Firmen ist die Umweltverträglichkeit der Reisen fester Bestandteil der Geschäftsreisestrategie. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage „Chefsache Business Travel“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Bei Geschäftsreisen legen die befragten Vorstände und Geschäftsführer vor allem Wert auf eine schnelle Verbindung (38 Prozent) und eine hohe Produktivität ihrer Mitarbeiter (32 Prozent). Das Thema Nachhaltigkeit spielt laut Studie mit nur acht Prozent eine lediglich untergeordnete Rolle. Business Travel. Keine Nachhaltigkeits-Strategie weiterlesen

Geschäftsreisen: Firmen spielen auf Risiko

Rund 77 Prozent verfügen über kein Risikomanagement für Geschäftsreisen – und riskieren damit eine Verletzung ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht. Geschäftsreisen: Firmen spielen auf Risiko weiterlesen

Luftfahrtkrise: Reisebüroverbände schlagen Alarm

Die spektakulären Konkurse von acht Fluggesellschaften, darunter auch bekannte Airlines wie Spanair und Malév (speziell in den Heimmärkten), verlangen nach dringenden Maßnahmen, um die Reisenden besser zu schützen. Der Österreichische Reisebüroverband fordert bei der IATA (International Air Transport Association) Sofortmaßnahmen für kriselnde Fluggesellschaften.

Nach Ansicht des Österreichischen Reisebüroverbandes (ÖRV) ist die Einführung einer Kundengeldabsicherung für Airlines unabdingbar, weil gemäß Flugexperten in naher Zukunft mit weiteren Konkursen zu rechnen ist. Einen entsprechenden Vorstoß hat der europäische Dachverband ECTAA bei der EU zwar lanciert, aber viele Airlines wehren sich gegen eine Versicherungslösung. Ihre Vereinigung IATA (International Air Transport Association) hat sich trotz der Häufung von Konkursen bisher passiv verhalten.

Der ÖRV stört sich an der Ungleichbehandlung im touristischen Wettbewerb. Während Veranstalter und Reisebüros per Gesetz dazu verpflichtet sind Pauschalreisen mittels einer Versicherung für den Fall einer Insolvenz abzusichern, gibt es für die Fluggesellschaften keine solchen Regelungen.

Die Folge davon: Bei Zahlungsunfähigkeit einer Airline überlässt es die IATA dem Kunden oder dem Reisebüro, seine Forderung beim jeweiligen Insolvenzverwalter im Herkunftsland geltend zu machen. „Bei der ungarischen Airline Malév müssen die Rückforderungen beispielsweise in Budapest gegen Vorauszahlung einer Gebühr eingereicht werden – mit nahezu null Aussicht auf Rückerstattung der Ticketpreise“, sagt Norbert Draskovits, Präsident ÖRV.

Da die EU-Kommission noch nicht erkennen lässt, in welche Richtung sie die Konsumenten besser stellen will, fordert der ÖRV die IATA als Sofortmaßnahme für kriselnde Fluggesellschaften auf, dass die vom Passagier über das Reisebüro geleisteten Zahlungen auf einem Sperrkonto zurückbehalten werden.

„Das Geld soll erst dann überwiesen werden, wenn der Kunde die Leistung in Anspruch genommen hat und geflogen ist“, erklärt Draskovits. Diese Forderung wird von den beiden Verbänden der Nachbarländer Deutschland und Schweiz unterstützt. Mehr Airlines-News gibt es in der neuen Ausgabe des Geschäftsreisemediums executive world.

Wer bekommt die EcoTrophea?

Ab sofort nimmt der Deutsche ReiseVerband (DRV) Bewerbungen für die EcoTrophea 2011 entgegen: „Umweltschutz und soziale Verantwortung sind eine unverzichtbare Grundlage des weltweiten Tourismus“, betont Andreas Müseler, Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltigkeit im Deutschen ReiseVerband (DRV).

„Daher setzt sich der DRV seit vielen Jahren für das Thema Nachhaltigkeit ein. Seit 25 Jahren verleiht der Verband die Internationale Umweltauszeichnung, die EcoTrophea. Damit wollen wir das Augenmerk auf die vielen kreativen und ideenreichen Projekte lenken, die sich um eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus verdient gemacht haben.“

Ziel der vom DRV ausgezeichneten Projekte ist es, Umwelt und Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren und das Bewusstsein von Anbietern und Kunden zu Umwelt und sozialer Unternehmensverantwortung gleichermaßen zu fördern.“

„Mit der EcoTrophea wollen wir als der Branchenverband der Touristik dazu beitragen, die Kreativität und Ideenvielfalt auf diesem Gebiet zu fördern. Wir freuen uns auf innovative und beispielhafte Projekte“, ruft Andreas Müseler die Unternehmen zur Bewerbung für die EcoTrophea 2011 auf.

Alle Informationen zur Ausschreibung stehen auf der Website http://www.ecotrophea.de zur Verfügung. Der Wettbewerb um die EcoTrophea, so Müseler, berge für die Teilnehmer die Chance, auf ihr Engagement für den Umweltschutz und ihre soziale Unternehmensverantwortung im Tourismus aufmerksam zu machen.

„Auf unserer DRV-Website werden wir im Fachbereich Nachhaltigkeit wieder eine Liste der Bewerber platzieren und auf deren Internetseiten verlinken. Damit zeigen wir die Vielfalt der eingereichten Projekte und hoffen auf viele Nachahmer.“

Die Internationale Umweltauszeichnung wurde vom DRV bereits 1987 ins Leben gerufen. Die Auszeichnung für 2011 wird im Rahmen der 61. DRV-Jahrestagung verliehen, die vom 24. bis 27. November in Südkorea stattfindet.

Alle Informationen zur Ausschreibung sind im Internet unter http://www.EcoTrophea.de abrufbar. Interessenten können ihre Projektunterlagen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache per E-Mail an EcoTrophea@drv.de senden.

Um die EcoTrophea bewerben können sich Personen, Gruppen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen mit ihren Projekten aus aller Welt. Entscheidend für die Auszeichnung ist nicht die Größe der Maßnahme, sondern der vorbildliche und innovative Beitrag des Projekts zum nachhaltigen Tourismus.

Tunesien: Touristen erwünscht!

„Die Tunesier sind stolz auf ihre friedliche Revolution und genießen die neu gewonnene Freiheit“, schildert Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), seinen Eindruck vom Besuch in dem nordafrikanischen Land – einem bei österreichischen und deutschen Urlaubern beliebten Reiseziel.

„Nachdem sich das Wirtschaftsleben in allen anderen Bereichen weitgehend normalisiert hat, wünscht sich Tunesien jetzt auch das Vertrauen und die Unterstützung der deutschen Urlauber.“

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs von Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), in der vergangenen Woche in Tunesien führte DRV-Präsident Jürgen Büchy eine hochkarätige Delegation der deutschen Tourismuswirtschaft an.

Zu den Repräsentanten der Tourismuswirtschaft zählten auch DRV-Vizepräsident Johannes Zurnieden, Professor Harald Zeiss (Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit des Reiseveranstalters TUI) und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Thomas Cook, Manfred Weis.

Gemeinsam mit DRV-Präsident Jürgen Büchy führten sie Gespräche mit dem tunesischen Tourismusminister, Mehdi Houas, und erörterten mit Vertretern der tunesischen Tourismusindustrie die derzeitige Lage und die Perspektiven für eine anhaltende Belebung des Reiseverkehrs aus Deutschland.

Dabei wurden sowohl Stärken als auch Schwächen des tunesischen Tourismusprodukts offen angesprochen und angeboten, die Weiterentwicklung des Tourismus aktiv durch Zusammenarbeit mit dem Auslandsauschuss des DRV zu unterstützen. In diesem Gremium sind sowohl Reiseveranstalter als auch Reisemittler vertreten, die sich für eine reibungslose Abwicklung des touristischen Reiseverkehrs in den Zielgebieten einsetzen.

„Wir haben außerdem angeregt, einer möglichst großen Zahl von Reiseverkäufern durch Inforeisen einen eigenen Eindruck von der ungestörten Lage in den touristischen Zielgebieten zu ermöglichen und damit noch bestehende Vorbehalte und Verunsicherung bei den Kunden abzubauen“, sagte Büchy.

„Hier können Reisebüromitarbeiter durch ihre Überzeugungskraft einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der jungen tunesischen Demokratie leisten.“ Doch dafür müssen sie auch laufend geschult werden. (GeKa)