Schlagwort-Archive: Donau

Rumänien: Europas letzte Urwälder in Gefahr

Die rumänischen Behörden haben dem Bau der Nationalstraße 66A zugestimmt, die zwei der letzten europäischen Urwälder bedroht. Nach Fertigstellung würde die Straße durch zwei Nationalparks im Westen des Landes führen.

„Die staatliche Umweltschutzbehörde hat sich mit der Baugenehmigung darüber hinweggesetzt, dass es sich beim betroffenen Areal um ein strenges Schutzgebiet handelt“, kritisiert Andreas Beckmann, Leiter des WWF Donau-Karpaten-Programms.„Die Umweltverträglichkeitsprüfung war eine reine Farce und ist in fünf Tagen abgehandelt worden.“

Die Folgen der Straßenerrichtung auf das Ökosystem werden in der der Entscheidung zugrunde liegenden Gefälligkeitsstudie nicht einmal erwähnt. Außerdem wird – so der Vorwurf des WWF – bereits seit fünf Jahren illegal an Teilabschnitten gebaut.

Der bedrohte Schutzgebietskomplex umfasst den Domogled- und den Retezat-Nationalpark mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Hektar. In den größtenteils unberührten Wildnis-Arealen finden sich Jahrhunderte alte Bestände von Rotbuche und Schwarzkiefer.

Die Region bietet neben Wolf, Bär und Luchs auch anderen in Europa einst weit verbreitete Tierarten wie Fischotter, Auerhuhn oder Steinadler geeigneten Lebensraum. Der Retezat-Nationalpark ist zudem der älteste Rumäniens. Das bis zu 2.000 Meter hohe Massiv ist für seine zahlreichen Gletscherseen berühmt. Vergleichbare Urwälder finden sich in Europa nur noch im hohen Norden Finnlands und in Russland, so der WWF.

„Die EU hat bereits mehrere Verfahren gegen Rumänien angestrengt, da sich das Land nicht an Umwelt- und Naturschutzrecht hält“, kritisiert Beckmann. „Der Bau dieser Straße wird der nächste traurige Fall in einer langen Reihe sein.“

Die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green wird, unterstützt vom WWF und anderen NGOs, eine Beschwerde gegen die rumänische Regierung bei der EU-Kommission einreichen. (Quelle: WWF; GeKa)

Donauschifffahrt Ardagger voll auf Kurs

Nicht nur in der Wachau, auch weiter stromaufwärts lockt die Donau Touristen aufs Wasser: Seit mittlerweile sechs Jahren kreuzt die Donauschifffahrt Ardagger GmbH unter der Führung von Kapitän Fritz Leitner den Fluss. Im Frühjahr 2005 hatte er als Alleingesellschafter die Firmenanteile des 1986 gegründeten Unternehmens erworben.

Neben zweistündigen Rundfahrten im Strudengau, die samstags, sonntags und feiertags stattfinden, sowie jeden Dienstag durchgeführten Rundfahrten im Ennshafen bietet das private Schifffahrtsunternehmen auch die ideale Kulisse für verschiedenste Veranstaltungen.

Die Donauschifffahrt Ardagger, die je nach Bedarf bis zu sechs Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr 495.000 Euro Umsatz erwirtschaftet hat, möchte alle Altersgruppen ansprechen. „Unser Angebot reicht von Firmenfeiern, Betriebsausflügen und Produktpräsentationen über Tanzfahrten und Verkostungen bis zu Familienfesten und Themenfahrten“, berichtet Leitner.

Seine beiden Schiffe, die MS Donaunixe und die MS Maria, sind von Ostersonntag bis Ende Oktober auf der Donau unterwegs. Pro Jahr werden an die 15.000 Gäste an Bord der beiden Schiffe begrüßt.

In Zukunft möchte Leitner seine Fahrten auch den Inhabern der Niederösterreich-CARD anbieten. „Diesbezügliche Gespräche werden wir demnächst aufnehmen. Denn damit würde uns ein neuer Kundenstock erwachsen, dem wir die Schönheiten des Strudengaus gern näher bringen möchten“, so Fritz Leitner. (Quelle: NöWPD; GeKa)