Schlagwort-Archive: Business Traveller

abta-Vorstand: Neue Namen, neue Köpfe

Doris Stoiser
Doris Stoiser: Neue abta-Vizepräsidentin

Die Austrian Business Travel Association (abta) hat eine neue Vizepräsidentin: Doris Stoiser, 49, Travel Managerin bei Strabag AG. Sie ist schon seit 2010 abta-Vorstandsmitglied  und wurde jetzt zur neuen Vizepräsidentin des Österreichischen Verbandes der Geschäftsreiseindustrie kooptiert. Sie folgt Renate Heidenhofer, die sich bei ihrem Arbeitgeber Ikea einer neuen beruflichen Herausforderung stellt und deshalb aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Doris Stoiser begann ursprünglich in der Reisebürobranche. Sie war bis 2006 vor allem im Business Travel Bereich namhafter Reisebüros tätig, leitete u.a. das Business Travel Center bei Raiffeisen Reisen. Erst 2006 wechselte sie dann ins Travel Management. Seit 2008 ist sie für die operative Leitung der Konzernreisestelle der Strabag AG verantwortlich.

Neu in den abta-Vorstand wurde auch Markus Grasel (45) kooptiert. Er ist Leiter der Internal Maintenance bei A1 Telekom Austria AG und auch zuständig für das operative Travel Management des Konzerns.

Business Travel: Das Risiko reist mit

Geschäftsreisende im Visier der Gefahr: Ein Risiko ist immer dabei (Foto: istockphoto.com)
Geschäftsreisende im Visier der Gefahr: Ein Risiko ist immer dabei (Foto: istockphoto.com)

Wer beruflich viel unterwegs ist, reist stets im Schatten des Risikos: Ob in den USA oder in Asien, ob in Afrika oder Südamerika, ob in Europa oder in Neuseeland am Ende der Welt – das Gefahrenrisiko lauert jederzeit und überall – auf dem Flughafen, im Flugzeug, im Auto, in der Bahn, auf der Straße, im Hotel oder gar abends an der Bar.

„Vor Überfällen, Diebstahl, Erpressung durch Prostituierte, Kidnapping auf offener Straße, Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Terroranschläge ist niemand gefeit. Vor allem Touristen und Business Traveller stehen im Visier von kriminellen Banden und des organisierten Verbrechens“, sagt Sicherheitsexperte Peter Fürnweger.

Der Mann weiß, wovon die Rede ist, denn Fürnweger kennt das riesige Gefahrenpotenzial. Nach mehr als 20 Jahren im staatlichen Polizeidienst Österreichs, davon mehr als zehn Jahre im permanenten Einsatz gegen die organisierte Kriminalität – bringt er eine hohe Fachkompetenz in allen Sicherheitsbelangen mit.

Sicherheitsexperte Peter Fürnweger: Business- Trips können sehr leicht zu einem lebensgefährlichen Risiko werden, wenn nicht im Vorfeld der Reise entsprechende präventive Vorkehrun- gen getroffen  werden.
Sicherheitsexperte Peter Fürnweger: Business-Trips können leicht zu einem lebensgefährlichen Risiko werden (Foto: Weinwurm GmbH/Business Travel Security)

Sein Erfahrungsschatz, sein untrüglicher Instinkt und sein Einfühlungsvermögen in sensiblen Situationen haben ihn zu einem Experten im Bereich „Security“ gemacht. Mit einem eingespielten Team an hochprofessionellen Mitarbeitern im Personen- und Begleitschutz und mit seiner langjährigen Erfahrung bei Auslandseinsätzen – u.a. am Balkan und im arabischen Raum – bietet er für Geschäftsreisende, Unternehmen, Reiseversicherungen und internationale Konzerne und Organisationen, die ihre Manager und Mitarbeiter auf Geschäftsreisen schicken, praxisorientierte „Business Travel Security“-Schulungen und umfangreiche Reisesicherheitskonzepte.

So erstellt der ehemalige Soko-Ost-Fahnder u.a. eine Risiko-Analyse des Zielortes und eine Risk-Map, organisiert die Reiseplanung, sorgt für Reisebegleitung mit „Close Protection“ zur sicheren und erfolgreichen Abwicklung der Geschäftsreise und übernimmt im Fall des Falles auch Verhandlungen nach Entführungen, wickelt Lösegeldforderungen ab und sorgt für die sichere Rückführung.

Seine Kontakte und die Zusammenarbeit mit internationalen Informationsquellen und Nachrichtendiensten kommen ihm dabei zugute. „Fahnder“ Peter Fürnweger: „Wir schärfen das Bewusstsein für Gefahren- und Risikopotenziale auf Geschäftsreisen. Denn das Risiko darf nicht zum Fiasko für den Business Traveller und das Unternehmen werden.“ Georg Karp

Was Geschäftsreisen tatsächlich kosten

Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen
Geschäftsreisen sind ein hoher Kostenfaktor für Unternehmen (Foto: iStock)

Die Kosten-Trends zeigen weiter nach oben: Die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen sind global um zehn Prozent gestiegen. Das bestätigt eine Analyse der weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2011.

Ausgewertet wurden die Daten von 15 Millionen Nutzer aus 100 Ländern, die 2011 ihr Travel Management über Concur abgewickelt und dabei an die 500 Millionen Transaktionen mit einem Ausgabenvolumen von rund 38 Milliarden Euro getätigt haben.

Die Kostentreiber sind die Ausgabe-Kategorien Flugkosten, Unterkunft, und Verpflegung. Sie machen über 60 Prozent der Gesamtausgaben aus und liegen zehn Prozent über den Werten von 2010.

Werden die Kategorien Unterhaltung und Bodenverkehr – Taxi, Bahn und Öffis – hinzugerechnet, so umfassen alle fünf Posten über 70 Prozent der Gesamkosten. Die Flugkosten sind 2011 um fünf Prozent gestiegen und liegen bei € 335 pro Reise. Die zehn teuersten Städte auf Basis der Transaktionskosten für Unterkunft, Verpflegung und Unterhaltung in Euro sind: Tokio (379,59), Kopenhagen (364,34), Perth (361,07), Sydney (360,05), Stockholm (349,82), London (336,89), Brisbane (328,80), Zürich (327,68), Melbourne (324,29) und Paris (316,53).
Georg Karp

Kompetenz-Zentrum für Geschäftsreisen

Kompetenzzentrum für Geschäftsreisen
Sie wollten immer schon wissen wollten, was Travel Manager für Unternehmen leisten können? Das erklärt ABTA-Präsident Hanno Kirsch in seinem Gastkommentar (Foto: abta)

Das bestehende Ungleichgewicht zwischen der tatsächlichen Relevanz des Themas Geschäftsreisen und der Aufmerksamkeit, die Politik, Wirtschaft und Medien diesem Thema widmen, ist eigentlich schwer zu erklären. Die „Austrian Business Travel Association“ (abta) ist angetreten, dem Thema Geschäftsreisen in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Die 1989 gegründete Non- Profit Organisation hat sich in den vergangenen Jahren klar als „Verband der Geschäftsreiseindustrie“ positioniert und versteht sich damit als bedeutendste unabhängige Interessensvertretung für den gesamten Bereich des Geschäftsreisemanagements.

Die „abta“ ist unbestritten bereits heute die wichtigste Kommunikationsplattform der österreichischen Geschäftsreiseindustrie. Sie vertritt die Interessen der Travel Manager und der Geschäftsreisenden.

Gleichzeitig bietet sie allen Anbietern von Reisedienstleistungen ein Forum für einen branchenübergreifenden Dialog und Erfahrungsaustausch. In dieser Kombination entwickelte sich die „abta“ zum anerkannten Kompetenzzentrum für alle Bereiche des Business Travel Managements.

ABTA-Präsident Hanno Kirsch
Hanno Kirsch: Die ABTA entwickelte sich zum anerkannten Kompetenzzentrum für alle Bereiche des Business Travel Managements (Foto: abta)

Unser Ziel ist die Meinungsführerschaft in wichtigen Fachfragen. Keine andere Organisation ist dafür besser geeignet als die „abta“. Sie vereint schon heute namhafte Unternehmen mit hohem Geschäftsreiseaufkommen und alle wichtigen Anbieter von Dienstleistungen im Geschäftsreiseverkehr.

Wir wollen in Zukunft noch stärker gemeinsam und proaktiv neue Lösungen für die Branche erarbeiten. Die „abta“ lebt davon, dass sich ihre Mitglieder aktiv in die Verbandsarbeit einbringen. Und der Verband will weiter wachsen. Wir freuen uns über neue Mitglieder und laden interessierte Unternehmen gern zum „Schnuppern“ ein. Sie sind herzlich willkommen.
Hanno Kirsch