Schlagwort-Archive: Berlin

Reiseland Deutschland erobert die Urlauberherzen der Österreicher

Malerei an der East Side Gallery in Berlin
Malerei an der East Side Gallery in Berlin (Foto: Hans Peter Merten/DZT)

Das Deutschlandimage in Österreich ist nach wie vor überdurchschnittlich gut. Als Nahdestination für österreichische Gäste mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und attraktiven, innovativen Urlaubsangebot ist Deutschland die zweitbeliebteste Auslandsreisedestination – nach Italien und vor Kroatien. Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretungen in Österreich und der Slowakei und Regional Manager Südosteuropa der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) ist Reiseland Deutschland erobert die Urlauberherzen der Österreicher weiterlesen

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ITB Berlin 2013: Weltweit Wachstumsimpulse

Felix Müller
Die weltweit größte Tourismusbörse ITB Berlin 2013 zeigt, dass es mit dem Tourismus aufwärts geht (Foto: Felix Müller)

Über 100 Tourismusminister und Staatssekretäre aus aller Welt • Mehr internationale Einkäufer und Geschäftsabschlüsse • 25 Prozent mehr Besucher bei ITB Berlin Kongress und der eTravel World

Mit Abstand war die ITB Berlin 2013 das weltweit größte Treffen internationaler Tourismuspolitiker und Wirtschaftsführer. Bundeskanzlerin Angela Merkel, der indonesische Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono, Repräsentanten der Welttourismusorganisation (UNWTO), der Pacific Asia Travel Association (PATA) und des  World Travel & Tourism Council (WTTC) sowie über 100 Tourismusminister und Staatssekretäre kamen in Berlin zusammen, um die Rahmenbedingungen für das weitere Wachstum der Reiseindustrie zu gestalten. ITB Berlin 2013: Weltweit Wachstumsimpulse weiterlesen

ITB Berlin. Korankonforme Reiseangebote zahlen sich aus

Lass den Koran sprechen
Im Koran nachlesen  (Foto: Umar Nasir)

Er ist zweimal so groß wie der chinesische und größer als der US-amerikanische: der muslimische Reisemarkt. Gut 126 Milliarden US-Dollar geben Muslime im Jahr für Reisen aus, Tendenz steigend. Wer etwas von diesem Kuchen ab haben will, sollte sich Gedanken machen, was diese Zielgruppe braucht und wünscht – und sowohl Kommunikation als auch Produkte entsprechend zuschneiden.

„Wir bewerten Hotels und Destinationen hinsichtlich ihrer Moslem-Freundlichkeit nach drei Kriterien: must-have, good-to-have und nice-to-have“, sagte Reem El Shafaki, Expertin für Muslimische Marktentwicklung bei DinarStandard.

Ein absolutes Muss sind demnach Halal-Speisen, also Lebensmittel und Gerichte, die der Koran erlaubt; außerdem Gebetsräume, in denen die Gläubigen ihrer Religion nachgehen könnten.

Gut wäre, wenn sich Anbieter zudem auf die Besonderheiten des Fastenmonats Ramadan einstellten (z. B. Frühstück vor Sonnenaufgang) und ausreichend Waschplätze verfügbar machten. Besonders freuen würden sich muslimische Touristen, wenn ein Hotel zudem familienfreundlich, alkoholfrei und mit getrennten Wellnessbereichen für Frauen eingerichtet sei.

Sharia-Konformität, zu der neben alldem auch noch Gebetsteppiche, -instruktionen und der Koran auf dem Zimmer gehörten, empfiehlt El Shakafi insbesondere dann, wenn ein Hotel in einem muslimischen Kernreisemarkt erfolgreich sein möchte. Damit meint sie die Staaten der arabischen Welt sowie die Lieblingsreiseziele Malaysia, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die australische Region Queensland konnte mit moslem-freundlichen Angeboten die Zahl muslimischer Gäste um 38 Prozent steigern. Diese Gäste blieben im Schnitt drei Wochen und gäben in dieser Zeit beachtliche 7.000 US-Dollar pro Kopf aus – ohne Flugkosten.
Isabel Bommer/ITB-News

ITB Berlin. Positive Zwischenbilanz.

Mehr Einkäufer aus den USA, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika ♦ Enorm gestiegene Teilnehmerzahlen bei ITB Berlin Kongress und eTravel World zu Mobile und Social Media Themen ♦ Umsätze von rund sechs Milliarden Euro erwartet

ITB Berlin 2013: Positive Bilanz
Die ITB Berlin 2013 signalisiert, dass der Tourismus wieder auf Hochtouren läuft (Foto: ITB/Tom Maelsa)

Die ITB Berlin verzeichnete an den drei Fachbesuchertagen leichte Besucherzuwächse bei Einkäufern aus den USA, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika. Das ergaben erste Analysen der Leitmesse der internationalen Touristik, die vom 6. bis 10. März 2013 stattfindet. ITB Berlin. Positive Zwischenbilanz. weiterlesen

Barrierefreier Tourismus. Segment mit Wachstumspotenzial

Die Zielgruppe mobilitätseingeschränkter Reisender wächst und gewinnt weltweit an Bedeutung

Barrierefreier Tourismus ist ein stark unterschätztes Segment,. Seine wirtschaftliche Bedeutung wird in den nächsten Jahren deutlich wachsen. Weltweit können Millionen von Menschen mit Behinderungen oder körperlichen Einschränkungen wegen unzureichender Einrichtungen nicht auf Reisen gehen, obwohl sie das Geld und die Zeit dafür hätten. Zusätzlich wird sich das Nachfragepotenzial in diesem Segment angesichts der demografischen Entwicklung in vielen Ländern und durch die zunehmende Reisefreudigkeit der Senioren beträchtlich erhöhen. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle ITB World Travel Trends Report. Barrierefreier Tourismus. Segment mit Wachstumspotenzial weiterlesen

ITB Berlin. Reiseziele von morgen entdecken

Willkommen in Berlin!
Berlin, die Millionenmetropole an der Spree, steht im Mittelpunkt des globalen Tourismus (Foto: visitBerlin/Scholvien)

Über 10.000 Aussteller aus über 180 Ländern präsentieren vom 6. bis 10 März auf der ITB Berlin das Neuste aus der weiten Urlaubswelt. Darunter sind maßgeschneiderte Angebote für die unterschiedlichsten Interessen, beispielsweise auch Neueröffnungen von Sehenswürdigkeiten oder Kulturinstitutionen sowie praktische Apps, die die Reise leichter machen. Für alle, die mehr über Destinationen und fremde Kulturen wissen wollen, ist das globale Tourismusdorf in Berlin ein Must. ITB Berlin. Reiseziele von morgen entdecken weiterlesen

Travel Industry: Wettbewerb der Urlaubsländer

Eine Marktanalyse zeigt: Die internationale Tourismuswirtschaft entdeckt neue Zielgruppen in den Schwellenländern. Die Chinesen sind im Anmarsch auf Europa

Chinesen-KautscheWeb
Immer mehr Chinesen entdecken Deutschland und Österreich als Urlaubs-Destination

Die Reisebranche umwirbt neue Kunden in Regionen der Welt, die bislang eher als exotische Ziele für Urlauber aus den reichen Industrieländern galten: In den so genannten BRIC-Staaten, den aufstrebenden Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien und China, wächst eine gut verdienende Mittelschicht heran.

Diese Menschen entdecken für sich Ferien und ferne Länder – Europa und das Reiseland Deutschland hoffen auf den neuen Touristen-Boom, doch sie treten gegen eine weltweite Konkurrenz der Urlaubs-Destinationen an.

„Der Tourismusmarkt ist weltweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch wer glaubt, er könne etablierte Geschäftsmodelle und Produkte eins zu eins auf die neuen Zielgruppen übertragen, der irrt“, lautet das Fazit des TUI Think Tank nach der Auswertung internationaler Marktanalysen.

Im TUI Think Tank der TUI AG denken und diskutieren Fachleute aus Europas größtem Touristikkonzern sowie unabhängige Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunft des Tourismus: „Kundenbedürfnisse und -ansprüche unterscheiden sich nicht nur zwischen etablierten und neuen Märkten, auch innerhalb der BRIC-Märkte gibt es deutliche Unterschiede in den Reisebedürfnissen. Reiseveranstalter, Hoteliers, aber auch Handel und Dienstleister, sind gut beraten, sich sorgfältig mit den Bedürfnissen ihrer neuen Zielgruppen auseinanderzusetzen und sich darauf einzustellen.“

English: bric flag Português: bandeira bric
Die Flaggen der vier BRIC-Staaten (Foto: Wikipedia)

In den BRIC-Staaten können sich mit wachsendem Wohlstand immer mehr Menschen einen Urlaub im Ausland leisten. Nach Schätzungen des renommierten Research-Instituts Euromonitor International werden aus den vier Ländern schon 2015 etwa 160 Millionen Reisen über die Landesgrenzen hinaus angetreten.

Diese Urlauber haben mit den Ferienreisenden etwa aus Europa oder Nordamerika gemeinsam, dass sie Sonne und Strand, Städtetrips und Sightseeing bevorzugen. Doch dafür haben sie geografisch ganz andere Ziele im Blick. Für Brasilianer beispielsweise sind die USA und gerade New York und Argentinien sowie Portugal, das Heimatland ihrer Muttersprache, Traumdestinationen. Gut verdienende Russen hingegen steuern weltweit Sonnenziele am Meer an oder reisen besonders gerne nach Italien und Griechenland.

Die wachsende Anzahl asiatischer Reisenden zeigt wiederum ganz andere Interessen und Bedürfnisse: Inder möchten gerne nach Singapur, Malaysia oder in die Emirate am Persischen Golf. Die Touristen aus China buchen in erster Linie Hongkong, Singapur und Südkorea. Aber auch Europa ist bei chinesischen Touristen ein immer beliebteres Reiseziel.

So reisten allein 2010 schätzungsweise 3,8 Mio. Chinesen nach Europa. Dabei haben die „neuen“ Reisenden ganz präzise Anforderungen an ihr Gastland. Vor allem erwarten sie, dass ihnen die Attraktionen des Landes bei Gruppenreisen in ihrer Muttersprache präsentiert werden. Für indische Gäste ist darüber hinaus wichtig: Sie erwarten auch fern der Heimat angemessene vegetarische indische Küche.

Auch wenn Europa in den Untersuchungen zum Reiseverhalten der Touristen aus den BRIC-Staaten noch nicht unter den Top-Destinationen zu finden ist, sind die Tourismus-Experten hierzulande doch fest davon überzeugt, etwas von dem großen Kuchen abzubekommen. Beispielsweise lockt die „Alte Welt“, so zeigt sich, besonders kultur- und geschichtsinteressierte Chinesen: Angesichts der eigenen, über die Jahrtausende zurückgehenden Geschichte fühlen sie sich auf Augenhöhe zur einzigen Destination auf der Welt mit ähnlich alten Traditionen.

Für junge, nach Individualisierung und Authentizität strebende Chinesen hingegen, dürften die europäischen Metropolen von großem Interesse sein. Dabei spielen die einzelnen Länder und Städte als Destination nur eine untergeordnete Rolle.

„Im Zeitalter von Facebook und Twitter sind interessante Erlebnisse die Statussymbole der neuen kaufkräftigen Zielgruppen aus den aufstrebenden Märkten. Für viele Touristen ist nicht die Frage der Destination selbst so sehr entscheidend, sondern vielmehr der Erlebnisse, die sie bietet. Europa ist daher gut beraten, sich als abwechslungsreiches Reiseziel mit vielfältigen Attraktionen zu präsentieren.“, empfiehlt Mario Habig, Mit-Initiator des TUI Think Tank.

English: The Brandenburg Gate in Berlin, Germa...
Das Brandenburger Tor in Berlin (Foto: Wikipedia)

Davon profitiert auch der Tourismus in Deutschland. „Natürlich kommen die Mehrzahl unserer 80 Millionen Auslandsgäste aus dem europäischen Ausland, doch die BRIC-Staaten bieten ein kaum abschätzbares Potenzial an Gästen“, erklärt die Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), Petra Hedorfer.

Allein in den vergangenen Jahren seien die Besucherzahlen aus Brasilien, Indien und China zweistellig gewachsen. Hedorfer: „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem deutlichen weiteren Anwachsen dieser Zielgruppen.“ Doch es müssten, so die DZT-Chefin, erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um diese Kunden für Europa-Reisen zu gewinnen.

Eine vom TUI Think Tank kürzlich in Auftrag gegebene Studie, die sich speziell mit den Marktpotenzialen chinesischer Urlauber beschäftigt hatte, zeigt beispielhaft die speziellen Anforderungen für potenzielle neue Zielgruppen.

„Wir müssen alles daran setzen, die Sprach- und Kulturbarrieren bei unseren Gästen aus Asien zu überwinden“, sagt Dr. Michael Frenzel, Präsident des Welttourismusverbandes (WTTC). „Nur wer den chinesischen Kunden kennt und seine sozio-kulturellen Wurzeln versteht, wird in der Lage sein, diesen interessanten und wachsenden Reisemarkt mit den passenden Angebotsformaten zu bedienen.“ Und das gelte im Prinzip auch für die anderen neuen Urlauber-Quellmärkte.

Wie die Think Tank-Studie dokumentiert, erwarten Fachleute, dass sich mit wachsender Reiseerfahrung der Gäste aus China auch das Reiseverhalten ändern wird. Wo heute noch die geführte Gruppenreise zu den touristischen „Hot Spots“ wie Eiffelturm, Tower Bridge oder Brandenburger Tor ganz oben steht, werde es künftig deutlich mehr Individualtourismus geben – vom Shopping über romantische Angebote zu zweit bis hin zu Sport und Abenteuer.

Für viele Chinesen, so die Studie, sei es ein Wunschtraum, einmal auf einer deutschen Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung aufs Gaspedal treten zu können. Erwartet wird eine zahlungskräftige, anspruchsvolle Kundschaft: Aufgrund der jahrelangen Ein-Kind-Politik in der Volksrepublik wachse eine Generation wohlhabender, aber auch verwöhnter „kleiner Kaiserinnen und Kaiser“ heran.

Wie groß das Potenzial künftiger Europa-Reisender ist, lässt sich der Studie zufolge schwer abschätzen – nicht zuletzt, weil China immer noch ein Land im Umbruch ist. Doch vorsichtige Schätzungen erwarten, dass sich die Zahl der Gäste aus dem Reich der Mitte bis zum Jahr 2020 vervierfachen wird. Und bereits 2012 haben Touristen aus China mehr Geld im Ausland ausgegeben als Urlauber aus den USA und aus Deutschland, ergab die jährliche Reisestudie der Commerzbank, die im Januar 2013 vorgestellt wurde. Damit löste China die Bundesrepublik als Reiseweltmeister ab.

Buchtipp Being Social
Das Buch Being Social (Verlag Holzhausen) zeigt den Einfluss von Social Media auf Unternehmenskultur, Kommunikation und auf die Arbeitsplätze der Zukunft

In den neuen Märkten muss sich die Reisebranche – mehr noch als in ihren klassischen Heimatmärkten – auf das sich rasant verändernde Buchungsverhalten hin zu Online-Vertriebskanälen einstellen.

In Indien, Russland und China ist die Zahl die Reise-Buchungen via Internet in den vergangenen Jahren um 25 Prozent gewachsen. In Brasilien wird sogar mehr als ein Viertel des Marktes online verkauft. Das Web ersetzt dabei nicht nur den Reisekatalog, es schafft über Social Media auch neue Möglichkeiten der Kommunikation – bei der Suche und Auswahl der Ziele ebenso wie im Kontakt und Erfahrungsaustausch der Reiseerlebnisse mit anderen Urlaubern.