Archiv der Kategorie: Wortwörtlich

Aphorismen. Gedanken. Zitate.

Die Blödmaschinen und das Denken

„In einer Konsensgesellschaft unterdrückt man das gefährliche Denken durch zwei sehr bewährte Mittel. Man überträgt ihm gesellschaftlich einen Geruch. Denken ist peinlich, vor allem öffentlich. Eine Art, sich danebenzubenehmen. Und weil aber das Denken trotz allem nie ganz verleugnen kann, aus einem Vergnügen entstanden zu sein (the best things in life are free!), geht es darum, andere Dinge an seine Stelle zu setzen. Wir nennen sie: die Blödmaschinen.“

„Blödmaschinen wirken nicht in den Kellern der Inquisition, und sie werden nicht in geheimen Kommandozentralen gesteuert. Sie sind demokratisch, menschlich und transparent. Jeder kann sie mit betätigen, jeder könnte sie ausschalten, für seinen Teil. Blödmaschinen machen selten angst (na ja, ab und zu drehen sie durch, und das kostet Opfer), sie verlangen nur wenig Unterwerfung (dies aber dann regelmäßig und verläßlich), und sie versprechen jede Menge Vergnügen. Ordentliches, berechenbares, ungefährliches Vergnügen. Und gar nicht mal so teuer.“

„So weit, so schön und einfach. Aber leider: Für schöne und einfache Sachen sind die Blödmaschinen zuständig. Das Denken macht es sich mal wieder schwerer.“

„Alles, was man denken kann, kann man auch ändern. Die Herrschaft der Blödmaschinen besteht darin, die Welt undenkbar und damit unveränderbar zu machen. Die Welt wieder denkbar und veränderbar zu machen – das wäre doch was. Oder?“

Markus Metz und Georg Seeßlen in

Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität (Leseprobe) edition suhrkamp

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Wer hat Angst vorm Blog?

„Journalisten, die Blogs fürchten, hätten Restaurator werden sollen.”
Martin Blumenau, Radiojournalist und Blogger, in einem Interview für das Buch Qualität im Journalismus – wo(zu)?, Holzhausen Verlag

Was ist schon Moral?

„Moral ist eine akademische Frage.”
Jean Ziegler

Liebesg’schichten und Heiratssachen

„Von den größten Arschlöchern bis zu den einsamsten Seelen gibt’s wirklich alles.“
Elizabeth T. Spira

Gratwanderung

„Der Moment des Einschlafens ist der Moment der Anarchie.“
Tom Waits

Lieber allein im Bett

„Nichts stört beim Einschlafen so sehr wie die Nähe des Partners.“
Alfred Hitchcock

Schlaflos im Bett

„Wer nach Gründen sucht, schläft schlecht.“
Johann Wolfgang von Goethe