Die Verwurstung der Conchita Wurst durch die Politik

Jetzt wird Conchita Wurst von der SPÖ instrumentalisiert: Mit einem Staatsempfang für die ESC-Gewinnerin im Bundeskanzleramt, mit einem Wurst-Auftritt neben dem Kanzler und seiner Gefolgschaft auf dem Balkon des Kanzleramts wie einst 1972 bei Karl Schranz und als Draufgabe mit einem Gratis-Song vor dem Regierungssitz. Und alles das wird von der Zwangsgebührenanstalt ORF live übertragen. Haben wir sie noch alle?

Diese inszenierte Verwurstung eines Travestiekünstlers durch die SPÖ soll das schlechte Image der Regierung in der Öffentlichkeit übertünchen, von der nicht bewältigten Staatsschulden- und Hypo-Krise ablenken und etwas Stimmung für den gesichtslosen EU-Freund machen, um selbst nicht am 25. Mai das Gesicht zu verlieren.

Deshalb braucht der Kanzler ein neues Gesicht neben sich, das vielen Menschen und dem Medienboulevard gefällt und mit dem sich locker politisches Kleingeld machen lässt.

Die seit Jahrzehnten vorherrschende Problematik mangelnder Toleranz gegenüber Minderheiten in der Alpenrepublik hätten Faymann und Spindelegger schon in der vergangenen Legislaturperiode lösen können – wenn sie es nur gewollt hätten. Aber jetzt müssen SPÖVP schnell auf den Wurst-Express aufspringen, um sich ein bisschen im Medienrummel um den ESC-Star zu profilieren.

Aber wer weiß, ob ihnen diese Extra-Wurst schmecken wird? Denn diese von der Löwelstraße inszenierte Staatsaktion riecht stark nach billigem Populismus. Und die Wähler sind nicht dumm. Nur die Regierungsparteien halten die Wähler für dumm. Deshalb versuchen sie es jetzt mit der Verwurstung.

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