Macau: Nervenkitzel in Asiens Glückspiel-Mekka

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Nichts für Ängstliche ist ein Spaziergang auf dem Skywalk des Macau Tower (Foto: MGTO)

Rund 28 Millionen Touristen haben 2012 die Boomtown am Perlfluss besucht. Dies entspricht einem Anstieg von 0,3 Prozent. Damit hat sich der rasante Anstieg des Besuchervolumens der vergangenen Jahre – 2011: plus 12,2 Prozent – verlangsamt. Die Weichen sind jedoch auf weiteres Wachstum gestellt. Ein Großteil davon, rund 25 Millionen, kam aus der Volksrepublik China, Hongkong und Taiwan.

Überdurchschnittlich gut entwickelte sich das Besucheraufkommen aus den deutschsprachigen Märkten: Aus Deutschland stiegen die Ankünfte mit insgesamt 29.320 Gästen um 1,8 Prozent (28.811 im Jahr 2011). Aus der Schweiz konnten Zuwächse von 6,1 Prozent auf 7.521 Besucher verzeichnet werden. Die Einreisezahlen aus dem österreichischen Markt kletterten sogar um 6,8 Prozent auf 4,375 Gäste.

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Margit Schwarz: Macau ist einen Besuch wert

Besonders begeistert sind die Vertreter des Macau Government Tourist Office über den weiteren Anstieg der Aufenthaltsdauer. Deutsche Gäste blieben 2011 im Durchschnitt 3,1 Tage.

Margit Schwarz, Leiterin des Fremdenverkehrsbüros Macau, freut sich: „Immer mehr Besucher erkennen, dass Macau mehr als nur einen Tagesausflug wert ist. Die vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten und die Angebote der neuen Mega-Resorts in den Bereichen Shopping, Entertainment und Kulinarik lohnen einen längeren Aufenthalt“.

Der Besuch eines der 35 Casinos ist für die wenigsten der Entscheidungsfaktor für die Destination. Aber der Ruf der Stadt als Glückspiel-Mekka sorgt für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt auch durch den neuen James Bond-Film. 2012 stiegen die Einnahmen der Casino-Betriebe um 13.5 Prozent auf insgesamt 304 Milliarden Pataca (ca. 30 Milliarden Euro). Dies entspricht um ein mehrfaches dem Volumen von Las Vegas.

Das ehemals portugiesische und heute chinesische Macau hat sich zu einer der Boomtowns Asiens entwickelt. Neue Mega-Casinos und -Hotels mit facettenreicher Architektur, Showprogrammen und Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der Stadt. Gleichzeitig bewahrt sie ihr reiches historisches Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur vereint, und in den Gebäuden, der Küche und dem Lebensstil der Menschen lebendig ist. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe.

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Zockermetropole Macau bei Nacht: Das Grand Lisboa Hotel reeckt sich in Form einer strahlenden Lotusblüte zum Himmel (Foto: MGTO)

Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines mit weitgehender Autonomie ausgestatteten Sonderverwaltungsgebietes der VR China.

Macau liegt an der Südostküste der Volksrepublik China, am Ufer des Perlflusses. Es grenzt an die chinesische Provinz Guangdong und ist 145 Kilometer von dessen Hauptstadt Guangzhou (Kanton) und 70 Kilometer von Hongkong entfernt. Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane.

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