Neuer Reisetrend: Gartentourismus

Deutsch: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorf...
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff liegen am östlichen Stadtrand von Meran in Südtirol/Italien. Der nach Schloss Trauttmansdorff  benannte botanische Garten der Kurstadt Meran nimmt eine Fläche von rund zwölf Hektar ein. Im Bild die von Matteo Thun entworfene Aussichtsplattform, bekannt als Metteo Thunsche Gucker. Von dort überblickt man Meran und die Umgebung des Etschtales. (Photo: Wikipedia)

Kulturtourismus gehört zu jenen Tourismussparten, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Weil die Vielfalt an kulturellen Angeboten enorm ist, sind viele Bereiche im Kulturtourismus oft noch fast unerforscht. So führt auch der „Gartentourismus“ in dieser Hinsicht noch ein Dasein als „Mauerblümchen“.

In diesem Nischensegment gelten Gärten als wichtige kulturelle Attraktionen einer Tourismusdestination. Gartentourismus ist definiert als Tourismus, dessen geographische/thematische Ziele Gärten und Parks in ihrer ganzen Vielfalt sind (Hlavac, 2002).

Diesem Thema Gartentourismus hat sich das Europäische INTERREG IVB Projekt CultTour, das von der EU im Rahmen der ETZ (Europäisch Territoriale Zusammenarbeit) im Süd-Ost-Europa Programm finanziell unterstützt und durch Mittel aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) ko-finanziert wird, nun speziell angenommen.

Das kulturelle Gartenerbe Europas und seine zeigerechte Nutzung im Tourismus stehen dabei im Mittelpunkt. Im Zuge eines insgesamt drei Jahre laufenden Projekts werden nun Strategien und Konzepte für die Erhaltung von öffentlichen und privaten Freiräumen, wie zum Beispiel Gärten, erarbeitet.

Als einer von neun Projektpartnern führte die IMC Fachhochschule Krems zwischen 2011 und 2012 eine Studie durch, um erste Erkenntnisse über den Gartentouristen zu gewinnen.

Die Ergebnisse einer Befragung von über 900 Besuchern in vier verschiedenen Gärten in Europa liegen bereits vor und dienen als Basis für weitere Aktivitäten. U.a. kann bereits belegt werden, aus welchen konkreten Gründen Touristen Gärten und Parks besuchen.

Wichtig ist aber vor allem eine Erkenntnis aus dieser Studie: Gartentouristen bilden keine homogene Gruppe. Um ein genaueres Bild vom typischen Gartentouristen zu bekommen, müssen daher die regionalen Eigenschaften von Gärten mehr in Betracht gezogen werden.

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