Umwelt. Der lautlose Tod

Bäume sterben leise (Foto: Georg Karp)
Bäume sterben leise (Foto: Georg Karp)

Schwechat, Danubiastraße. Ein Kirschbaum liegt im Sterben. Er konnte die tägliche Berieselung mit Schadstoffen aus den metallenen Schloten der angrenzenden Raffinerieanlagen nicht mehr verkraften. Und auch nicht das Blei und die Stickoxide vorbeifahrender Autos. Gift von oben, Gift von unten, wer hält das schon aus.

Nach Zerstörung der einst Sauerstoff spendenden Wälder durch Sauren Regen, nach Bedrohung des fruchtbaren Ackerbodens durch die Umweltgifte der Zivilisationsgesellschaft, sind nun die Obstbäume an der Reihe. Auf dem Land, in der Stadt, überall die gleichen Bilder: Nackte Äste, verbrannte Blätter.

Getan wird wenig. Die Politiker schwafeln, die Industrie schwefelt, der Baum, eines der großen Sinnbilder des Lebens, vielleicht sein größtes, kapituliert. In der germanischen Mythologie heißt es: Wenn der Baum stirbt, stirbt die Welt.
(c) Georg Karp

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