Ist der Treibhauseffekt eine Lüge?

Im Jahre 1950 wurde an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt das „Institut für Sozialforschung“ wiederbegründet. Leiter wurde Max Horkheimer (1895-1973), sein Vertreter Theodor W. Adorno (1903-1969). Sie riefen die „Frankfurter Schule“ ins Leben und lehrten die „Kritische Theorie“, die 1968 die „Kulturrevolution“ auslöste.

Emanzipation war eines der Schlagworte, ebenso die Umwertung aller Werte durch gezielten Tabubruch. Doch die damals so kritische Jugend scheint in totale Kritiklosigkeit verfallen. Widerspruchs- und kritiklos akzeptiert und glaubt sie nahezu alles, was von der Politik gebildete „Expertenräte“ als Mehrheitsmeinung von sich geben.

Ein solcher weltweit agierender und 1988 nach nicht offengelegten Kriterien von den Vereinten Nationen  eingesetzter „Expertenrat“ ist das „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC). Es wird nicht müde, über die Wissenschaft, die Politik wie die Medien der Menschheit einzuhämmern, die Erde sei ein „Treibhaus“ und der „natürliche Treibhauseffekt“ eine unstrittige Tatsache.

Doch ein Beweis wurde nicht vorgelegt und wird auch nie vorgelegt werden können. Es ist schon ein Rätsel, warum ausgerechnet die kritische Generation sich so unkritisch zeigt und keine Warum-Fragen mehr stellt.

Warum fragt die sonst so auf ihre Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung bedachte „Jugend“ nicht, ob das Modell von der Erde als „Treibhaus“ überhaupt mit der Wirklichkeit verglichen werden kann.

Ein Vergleich wäre dann und nur dann statthaft, wenn eine Ähnlichkeit bestünde. Ein Gewächshaus ist ein künstlich vom Menschen errichtetes Gebäude.

Die Natur hat keine Gewächshäuser gebaut, sondern die Erde mit einer beweglichen Gashülle, der Atmosphäre, umgeben und nicht in ein Glashaus gesteckt. Warum ist die gebildete „Jugend“ so fragemüde und expertenhörig? Merkt sie nicht, in welche Richtung die Klimapolitik zielt?

Leichter wie heute hat es keine frühere Generation, sich Wissen zu verschaffen und sich damit aus jeglicher obrigkeitlichen Bevormundung zu befreien. Sie braucht nur Wikipedia anzuklicken, das Wort Gewächshaus eingeben und erhält als Auskunft: „Ein Gewächshaus, Glashaus oder Treibhaus ist eine lichtdurchlässige Konstruktion, die das geschützte und kontrollierte Kultivieren von Pflanzen ermöglicht.“

Dabei unterscheidet man Kalthäuser, temperierte Häuser und Warmhäuser (engl. Hothouse) für tropische Pflanzen mit Temperaturen ständig oberhalb von 18 Grad Celsius.

Wie jedes Wohnhaus ist auch ein Gewächshaus ein vom Menschen konstruiertes und gebautes, mithin kein natürliches Gebäude. Alle Gebäude haben eine Funktion und dienen ausschließlich den Bedürfnissen der Spezies Mensch. Durch sie will sich der Mensch vom Wetter unabhängig machen.

Als „nackter Affe“ könnte der weder mit einem bunten Federkleid geschmückte noch mit einem Fell geschützte Mensch auf der Erde unter freiem Himmel nicht ungeschützt überleben.

Doch als ein mit Verstand ausgerüstetes Wesen lernte er sehr schnell, sich mit Kleidung vor nächtlicher Unterkühlung zu schützen und für seine Familien zuerst in Höhlen Schutz zu suchen und dann Behausungen zu bauen. Gewächshäuser erfüllen dieselbe Funktion für Pflanzen.

Mit Treibhäusern kann man die Vegetationsperiode verlängern, im Frühjahr die „Eisheiligen“ unschädlich machen oder ganzjährig in kalten Klimazonen „Palmengärten“ betreiben. Man kann Unterglasgemüsebau betreiben und über Spargelfelder Kunststofffolien ausbreiten. Bekannt ist das „Mar del Plástico“ bei El Ejido in Spanien.

Um einen Gewächs- oder Treibhauseffekt erzielen zu können, muss also zuerst ein Gewächshaus gebaut werden. Messbare Tatsache ist, dass es bei Sonneneinstrahlung in einem Gewächshaus zu einer rascheren Erhöhung der Lufttemperatur als außerhalb des Gewächshauses kommt.

Dies passiert, obgleich an der Ober- und Unterkante des Glases Teile der Sonnenstrahlung reflektiert werden und gar nicht ins Treibhaus eindringen. Der Boden außerhalb des Gewächshauses erhält etwa 15 Prozent mehr Strahlung als der drinnen und die Luft darüber ist trotzdem kälter. Was also verursacht den Wärmestau im Glashaus?

IPCC sagt, dass die Wärmestrahlung von der Glashülle des Gewächshauses zurückgehalten werde. Warum wird dies unkritisch geglaubt und nicht gefragt: Gibt es nicht eine weitaus einfachere und plausiblere Erklärung? Man denke nur an nächtliche Lagerfeuer. Man kann sich im Nahbereich des Feuerscheins erwärmen, aber nur einseitig. Am Rücken friert man. Die meiste Wärme steigt nutzlos auf und verschwindet.

Will man diese aufsteigende Wärme (engl. „hot air rises“) nutzen, muss man einen geschlossenen Raum, sozusagen ein Gefängnis für erwärmte Luft schaffen, damit diese nicht aufsteigen oder seitwärts vom Winde verweht werden kann.

Schon die „nackten Affen“ gewannen die Erkenntnis: Nur in geschlossenen Räumen, ob Höhlen, Gewächshäuser oder Wohnhäuser, kann man Luft einsperren und erwärmen. Doch kaum öffnet man ein Fenster, so entweicht die erwärmte Luft wieder.

Auch bei geschlossenen Fenstern wird es im Gewächshaus schnell kalt, wenn die Heizung ausfällt. Dies liegt einfach daran, dass alle Materie Wärme leitet, auch Glas. Und Glas ist, im Gegensatz zu stillgestellter Luft, ein guter Wärmeleiter.

Bevor es doppelt verglaste Fenster mit Lufteinschluss gab, konnte man im Winter häufig Eisblumen am Fenster beobachten. Diese entstehen wohl kaum dadurch, dass sich Wärmestrahlung an einer Glasscheibe staut. Die Glasscheibe müsste wärmer als der Boden sein, wenn ihre „Gegenstrahlung“ den Boden erwärmen, einen „natürlichen Treibhauseffekt“ von 33 Grad Celsius bewirken soll.

Weil Glas gut Wärme leitet, können Personen in einem Auto erfrieren, wenn es in Schneewehen stecken bleibt, der Tank leer ist und die Heizung ausgeht.

Selbst in einer perfekt isolierten Kaffeekanne wird mit der Zeit der Kaffee kalt, denn es gibt drei Arten von Wärmetransport: den durch elektromagnetische Strahlung, den durch atomare Leitung und den durch Massentransport, horizontal als Advektion oder vertikal als Konvektion bezeichnet.

Alle drei Arten treten immer gleichzeitig in der Natur auf. Bei der theoretischen Modell-Konstruktion von der Erde als „Treibhaus“ sollte einem kritischen Geist mit naturwissenschaftlicher Bildung auffallen, dass der Wärmetransport durch Leitung und durch Konvektion, der allen Kumuluswolken am Himmel zugrunde liegt, völlig verschwiegen und vernachlässigt.

Berücksichtigt man die Wärmeleitung und den Wärmetransport durch Konvektion, dann sieht man leicht, dass es von Natur aus keinen „natürlichen Treibhauseffekt“ geben kann.

Unstrittig ist zudem, dass die Erde durch ein „offenes Strahlungsfenster“ in der Atmosphäre von der Sonne mit Energie in Form elektromagnetischer Strahlung versorgt wird. Etwa 50 Prozent davon sind sichtbares Licht und 50 Prozent unsichtbare Wärmestrahlung, die von jedem nichtglühenden Körper ausgesendet wird. Felsen und Steine erwärmen sich am Tage durch Aufnahme von Energie durch die Sonne Diese wird von der Erdoberfläche absorbiert, was zu deren Erwärmung führt.

Die Erde strahlt aber immer, so dass bei Nacht die tagsüber absorbierte Energie als unsichtbare Wärme- oder Temperaturstrahlung wieder ins Weltall entweicht.

Der  rhythmische Wechsel zwischen tagesperiodischer Einstrahlung und immerwährender Ausstrahlung bewirkt den Tagesgang der Temperatur. Er ist ein Ausdruck für die Bilanz von Energiezufuhr und Energieabgabe. Bei wolkenlosem Himmel mit starker Einstrahlung aber auch ungehinderter nächtlicher Ausstrahlung sind die Unterschiede zwischen den Maximum- und Minimumtemperaturen besonders groß.

Noch nie wurde bei windstillen Wetter und sternklarem Himmel eine Temperaturerhöhung durch „Gegenstrahlung“ beobachtet oder gemessen. Im Gegenteil, der ausstrahlende Erdboden kühlt sich ab und überträgt diese Abkühlung auf die aufliegenden Luftschichten, so dass eine Bodeninversion entsteht.

Infolge der Sonnenstrahlung ist der Boden am Tage die „Heizfläche“ für die aufliegende Luft und in der Nacht ist er die „Kühlfläche“. Dies liegt an der physikalischen Tatsache, dass nicht nur im Bereich des Sonnenlichts zwischen 0,38 und etwa 3 Mikrometern ein „stets offenes Strahlungs-Fenster“ in der Atmosphäre existiert, sondern auch im Bereich der Infrarotstrahlung der Erde zwischen 7 und 13 Mikrometern.

Dieses stets offenes Infrarot-Strahlungsfenster kann nicht durch Strahlungsabsorption der „Treibhausgase“ geschlossen werden. Dies gilt insbesondere für das Kohlenstoffdioxid, weil es nur Strahlung von 15 Mikrometer Wellenlänge absorbieren kann.

Der Vergleich der Erde mit einem „Treibhaus“ ist folglich unstatthaft, weil er zwei wesentliche natürliche Wärmeübertragungsprozesse, die Strahlung und die Konvektion, unberücksichtigt lässt. Außerdem wird die Existenz des stets offenen atmosphärischen IR-Strahlungsfensters verschwiegen und damit unterschlagen.

Wie wichtig die Konvektion zur Kühlung der Erde ist, zeigt das Flimmern der Luft im Sommer über heißen Asphaltflächen bei intensivem Strahlungswetter. Die Erde entsorgt die aufgeheizte Luft flugs in große Höhen und schützt sich, vor allem aber die Pflanzen, vor zu starker Überhitzung. Bei solch einem Wetter müssen insbesondere die Gewächshäuser weit geöffnet, belüftet und beschattet werden, damit die Pflanzen vor Hitze nicht absterben.

Die Erde mit ihrer Atmosphäre ist von Natur ein „offenes Ökosystem“, in das praktisch ungehindert lebensnotwendige Sonnenstrahlung eindringen und absorbiert werden kann, aus dem aber auch, soll es nicht zu einem Hitzestau kommen, ebenso ungehindert nicht mehr biologisch nutzbare Abwärme abgestrahlt und als Infrarotstrahlung ins Weltall entsorgt werden kann.

Die Erde ist kein „Treibhaus“! Vergleichen kann man nur gleiche „Dinge“. Man kann nur Äpfel mit Äpfeln vergleichen, aber nicht Äpfel mit Birnen. Man kann auch Häuser miteinander vergleichen, aber nicht ein Haus mit einem Roggenfeld oder Gemüseacker.

Die Erde mit ihren Kontinenten und Ozeanen trägt keine Bebauung. Dies ist Menschenwerk. Die Natur trägt zwar ein „grünes Kleid“ bestehend aus Gräsern, Sträuchern und Bäumen, das der Mensch unentwegt dezimiert, aber sie lässt keine gläsernen Gewächshäuser wachsen. In diesen züchtet der Mensch Pflanzen, wenn’s sein muss auch Ananas in Grönland. Ist das „Treibhaus“ auch so ein Zuchthaus, allerdings für die Menschheit?

Diese Idee zwingt sich auf, wenn zunehmend von der „Weltherrschaft“, von „global Governance“  geredet wird. Warum fragt die Jugend nicht und fordert Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz?

Der „natürliche Treibhauseffekt“ ist eine Erfindung von „Klimaexperten“, die ganz im Dienste macht- und wirtschaftspolitischer Partialinteressen stehen und bewusst die wahren physikalischen Vorgänge zwischen „Erde und Himmel“ verfälschen.
(c) Dr. Wolfgang Thüne

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