Handytelefonierer nerven

Laute Handygespräche in öffentlichen Verkehrsmitteln, nervende Klingeltöne in Restaurants oder Gastgärten – mehr als jeder zweite Österreicher fühlt sich vom Telefonierverhalten seiner Mitmenschen in der Öffentlichkeit gestört. Das hat jetzt eine aktuelle Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra ergeben

Es gibt kaum mehr ein Entkommen: In Kaufhäusern, an Haltestellen, in Zügen oder in Schulen mag kaum jemand auf sein Mobiltelefon verzichten. Das unabhängige, mobile Telefonieren hat sich rasant durchgesetzt. Erfreulich dabei: Die Mobiltelefonierer sind im öffentlichen Raum etwas rücksichtsvoller geworden.

Mehr als ein Drittel (35%) telefoniert auf jeden Fall, ohne auf die Umgebung Rücksicht zu nehmen. 26% schränken sich nur zum Teil ein: Eingehende Anrufe werden immer angenommen, selbst ruft man in der Öffentlichkeit aber nur dann an, wenn dadurch niemand gestört wird. Dieser Anteil der „Störenfriede“ ist im Vergleich zu 2008 um 8%-Punkte gesunken!

Dafür hat sich der Anteil der rücksichtsvolleren Telefonierer von 14% auf 21% signifikant erhöht: Angerufen oder abgehoben wird in der Öffentlichkeit nur dann, wenn ganz sicher niemand gestört wird. Und unverändert 17% telefonieren generell mit dem Handy nur selten, weil sie das in der Öffentlichkeit nicht mögen. (Quelle: Spectra; GeKa)

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