James Ellroy: Mord ist sein Metier

James Ellroy: Blut will fließen. Eine ­explosive Mischung aus Gewalt und Verschwörung, Sex und Drogen. Mit diesem Thriller hat James Ellroy seine Underworld-Trilogie beendet
James Ellroy: Blut will fließen. Eine ­explosive Mischung aus Gewalt und Verschwörung, Sex und Drogen. Mit diesem Thriller hat James Ellroy seine Underworld-Trilogie beendet

Der Mann mit dem durchdringenden Blick ist besessen. Von Mördern und Gangs­tern, von den dunklen Seiten Amerikas und den mafiösen Machenschaften korrupter Politiker, von der subtilen Perfidie des FBI und vom dicht geflochtenen Lügennetz der CIA.

Die Schauplätze seiner blutigen Storys: Los Angeles, Las Vegas und Dallas, Metropolen, wo Cops kriminell und Kriminelle reich werden. James Ellroy schreibt brutal, politisch unkorrekt, aber authentisch, mit einem genetischen Gespür fürs Pathologische.

„Aus seinen Büchern weht der Wind des Bösen“, meint ein Kritiker. James Ellroy, 62, ist unbestritten Amerikas bester Krimiautor. Seine mehrfach verfilmten Bücher sind kompliziert, weil sein Leben kompliziert ist.

Als er zehn Jahre alt ist, wird seine Mutter erdrosselt, die „Mordsache Z-483-362“ bleibt ungeklärt. Alkoholismus, Drogensucht, Obdachlosigkeit und kleinkriminelle Delikte überschatten seine triste Jugend. Eine radikale Entziehungskur und das Schreiben bringen ihn aber wieder an die Oberfläche der spießbürgerlichen Gesellschaft.

Mit „Browns Grabgesang“ beginnt 1981 seine kometenhafte Karriere als Autor. In seinem autobiografischen Thriller „Die Rothaarige“ verarbeitet er den Mord an seiner Mutter, die er hasste.

Nach der Lloyd-Hopkins-Serie („Blut auf dem Mond“, „In der Tiefe der Nacht“, „Suicide Hill“) und der L.A.-Tetralogie („Die schwarze Dahlie“, „Blutschatten“, „Stadt der Teufel“, „White Jazz“), hat er mit dem Politthriller „Blut will fließen“ (Verlag Ullstein) die Underworld-Trilogie („Ein amerikanischer Thriller“, „Ein amerikanischer Albtraum“), ein böses Gesellschaftsporträt der USA der 1960-er Jahre, beendet. James Ellroy: „Amerika, dir hab’ ich’s gegeben!“
Georg Karp

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s